Höchste Effizienz bei Klimasplit-Geräten

Für mich ist das Thema noch relativ neu (Daikin Perfera FTXM-A), würde mich freuen von euren Erfahrungen zu hören.

Es geht um die Frage wie man mit Klimasplit-Geräten am effizientesten durch den Winter kommt.

  1. Betriebsdauer täglich

    Lasst ihr die Anlagen durchlaufen? Oder in Intervallen? Man kann ja unterschiedliche Temperaturen zu Tag-/Nachtzeiten einstellen.

  2. Wie ist der Energieverbrauch in Abhängigkeit von der Lüfter-Drezahl? Ich habe gelesen das ein leiser, langsamer Lüfter zu höheren Verbrauch führt. Ist das so?

  3. Wenn der Modus auf heizen steht, die Raumtemperatur aber über der Solltemperatur steht, gehe ich davon aus das maximal der Lüfter läuft, also kaum Energie verbraucht wird geschweige denn runtergekühlt. Korrekt soweit?

  4. Ich habe grundsätzlich den Economy Modus an, Bedarfsteuerung auf Auto (möchte da nicht manuell eingreifen). Gibt es noch weitere Tips zu den Einstellungen?

    Das Sensorauge wollte ich noch ausprobieren.

Danke schon mal. :grin:

Wurde der Stecker am außengerät gezogen, damit du im Standby nicht so viel Strom verbrätst (Siehe Anleitung)? Mein Installateur hatte das nicht gemacht.

Ich denke das hängt auch ein bisschen von deinen Gegebenheiten ab.

Wir haben z.b. eine kleine PV und da heize ich jetzt in der Übergangszeit Anlass bezogen bzw. mit Timer oder auch ein bisschen mehr als nötig wenn Sonne da ist.

Ist aber auch mein erster Winter mit Klimaanlage. Also lese ich hier gerne mit.

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Ist bei mir auch der erste Winter. Wohnen im Reihenhaus und betreiben 2 Aussengeräte mit 4 Innengeräten (Daikin Truhen)
Aktuell (Tagestemperatur 4-5 Grad), komme ich zurecht mit Bedarfssteuerung 40% und Innengeräte auf Geräuscharm. Verbrauch insgesamt liegt bei ca 700W und das Haus ist warm.
Wir hatten bis letzten Winter noch Nachtspeicher und ich muß sagen wir sind begeistert,
a) was den Komfort betrifft
b) und den Verbrauch
Nachts schalten wir sie aus

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Hast du evtl. auch Tagesverbräuche notiert? Wäre mal interessant der Vergleich beim Tagesverbrauch Nachtspeicher zu Klimasplit an vergleichbaren Tagen.

Hi,

ich betreibe 4x Misubihi Heavy Industries Splitgeräte.
Bei mir laufen die das ganze Jahr durch.

Allerdings steure ich die Geräte per IOBroker und rein mit PV-Überschuss.
Das funktioniert bei mir als Zusatzheizung zur Zentralheizung sehr gut.
Den Cool-Faktor im Sommer nehmen wir gerne mit.

Ich steure die Einzel-Innengeräte seperat an, dass Sie je nach Bedarf starten (Raumtemperatur), imme rmit zeitlichem Versatz und Cool-Down Sperren, wenn die mal mangels Solarertrag abschalten müssen(30 Minuten Sperre bis Neustart für jedes Aussengerät individuell)

Ich nutze den Tag, um das Haus partiell zu Überheizen (Bereiche die nicht tagsüber okkupiert werden) und halte somit meine Baumasse wie einen grossen Wärmespeicher ‘warm‘.

Im letzten Jahr haben wir damit über 50% fossile Energieträger eingespart, und die Warmwasseraufbereitung(Frischwasser) habe ich noch voll auf der Zentralheizung.

Die Aussengeräte brauchen beim Starten je nach Aussentemperatur zwischen 1100-1600 W in den ersten 10 Minuten.
Im Betrieb dann so um die ca. 600W (aktiv heizend) und ca. 60W wenn nur die Lüfter fächeln.

Ich fahre die erste morgens an, wenn ich 1600 W PV-Überschuss und einen ziemlich leeren Hausakku habe, wenn ich kombiniert aus Akku-Ladeleistung und PV-Überschuss mindestens 1100 W über habe (Akkustand in einem Bereich, wo er den Start unterstützen kann) oder 1000W PV-ERTRAG (das Haus braucht im Schnitt 400W, da sind dann die 600W Bedarf der Klimaanlage im betrieb gedeckelt) und der Akku noch ziemlcih voll ist.

Ist in Verbindung mit der PV-Anlage bis jetzt die beste Investition denke ich.
Letztes Jahr gab es nur 11 Tage, wo die nicht liefen mangels PV-Überschuss.
Die Frauen freuen sich über viel Wärme im Haus.
Ich freue mich über ein kühles Büro im Sommer.

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Ja, hatte ich schon Anfangs entfernt.

700 Watt Tagesverbrauch bei 4 Truhen?

Oder meinst du 700 Wh?

Ziemlich gut umgesetzt, finde ich.

PV ist bei mir (noch?) nicht vorhanden, ich sammle 1 Jahr Erfahrung das ich ein paar Zahlen zum rechnen habe. :grin:

Eigentlich beides, im Schnitt gehen 700W rein, das war gemeint, macht natürlich 700Wh

Nicht direkt, da ich damals nur den Gesamthausverbrauch gemessen hatte. Ich hab das einigermaßen festmachen können am Nachtbezug, das ist ja die Zeit wo die Strom ziehen. Ich bin so auf ca 1/4 gekommen und das sollte passen

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Ich habe heut mal paar Messreihen gefahren, methodisch natürlich sehr fehleranfällig, weil mir meine neue Duo MHI (SCM40/SRK20/35) irgendwie schwachbrüstig vorkam in den letzten kalten Wochen.
Ganz grob, Stromaufnahme ist im Schnitt immer doppelt so hoch wie bei meiner Vivax, aber Auswurf gefühlt gleichzeitig kühler.
Das Ergebnis bestätigt meine Vermutung auch irgendwie, wobei es halt auch schwierig ist zu vergleichen durch die 2 Innengeräte einer Multisplit.
Das Ergebnis irgendwie ernüchternd. Bei 2°C draussen und 22°C Innen.
Der MHI ist es irgendwie recht egal wie sie betrieben wird. Egal welche Lüfterstufe, egal ob das kleine Innengerät an oder aus. Der errechnete Cop pendelt sich immer um 3,8-4 ein, kann aber auch mal auf 2,3 sinken, wenn Raumtemperatur erreicht aber das Aussengerät weiter mit 460W vor sich hin rödelt.
Ganz im Gegensatz dazu meine Vivax. Bei dieser ist der Cop zwar deutlich von gewählter Lüfterstufe abhängig, aber liefert immer gute 4,2- 5,8.

Was mir rätselhaft ist, wohin der verbrauchte Strom der MHI verpufft sobald die Raumtemperatur fast erreicht ist. Statt zu takten läuft sie an unterster Modulation mit 460Watt einfach weiter, die Auswurftemperatur sinkt aber deutlich von 38°C auf 29-31°C, so dass die Raumtemperatur auch nicht weiter ansteigt. Sehr eigenartig und verschwenderisch, Takten wäre da sparsamer. :man_shrugging:

Schau mal hier, da findest du einige Grundlagen im Bereich Effizienzoptimierung:

Wir optimieren bei uns stark auf Effizienz, insofern heizen wir nur bedarfsweise, also wenn jemand im Raum ist. Nachts heizen wir nur dann, wenn es sehr kalt ist und die Räume zu stark auskühlen würden. In der Regel nur 2-3 Wochen im Jahr.

Was immer sehr individuell ist, ist die Abwägung zwischen Effizienz und Komfort. Beides sind oft gegensätzliche Pole.

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@lothar2

Hi Lothar,

ich habe ja auch 2 MHI Aussengeräte mit 4 Splitgeräten im Inneren.
Ich habe an beiden Aussengeräten Shellys im Sicherungskasten.
Ich kann Deine hohe Grundlast bei meinen Daten nicht nachvollziehen.

Meine Daten sind wie folgt bei 8° Aussentemperatur und 24° (da wo wir tagsüber überheizen) Innen:
Heizen ca. 600W Leistungsaufnahme, die Lüfterstufe beeinflusst das relativ wenig (so 20-50W).
Idle: ca. 60 W pro Aussengerät.
(ich nenn das mal Fächelmodus, Lamellen fast geschlossen und der Lüfter läuft auf niedrigster Drehzahl, nehme an, dass das Innengerät so die Temperatur im Raum besser messen kann)
Anstarten: ca 1100-1600W, je nach Aussentemperatur für ca. 10 Minuten.


Ist ein representativer Tag aus Mitte April.
Die Markierungslinien sind jeweils 2 KW Schritte.
Unten der Balken ist das Aussengerät im EG (die OG kam bei uns erst zum Anfang des Sommers dazu)
An 9:36 Uhr (genug PV-Überschuss), die absichtlich etwas träge Steuerung überlebt sogar den Wasserkocher(?) um 9:41 Uhr.
Zwischen 15:00 und 16:00 Uhr war es so warm im Haus, dass die nur noch im Idle lief, danach sieht man, wie die Taktung zum Erhalt der Raumtemperatur in grösseren Abständen regelt.
Insgesamt lief sie mit beiden Innengeräten bis 18:41 Uhr, da war der Netzbezug oder die Akkuunterstützung so hoch, dass die Klimas automatisch abgeschaltet wurden.
Man kann genau sehen, wie die Klimas Strom ziehen und wie trotz Betrieb immer wieder der gesamt Stromverbrauch fast auf die Grundbedarf des Hauses (ca. 400W) plus ca. 60 Watt im Idle der Klimas fällt.

Nachtrag:
Die Aussentemperatur an dem Tag pendelte zwischen 8 und 13° hier.

Na das deckt sich doch sehr gut mit meiner Beobachtung.

Den Idle gibts natürlich auch wenn Raumtemperatur erreicht/überschritten. Was wundersam ist, das ist der Bereich kurz zuvor. Die Stromaufnahme sinkt bis zur untersten möglichen Grenze, bei mir 460Watt, aber gleichzeitig sinkt die Auswurftemperatur erheblich ab. So entsteht Teils über Stunden ein sehr ineffektiver Betriebszustand, wo ich mich frage, wohin verpufft die Energie?
Ablauf in der Regel:
-1-2h Anheizen mit 1000-600Watt fallend, bei sehr warmem Auswurf
-längerer Lauf um die 500Watt, bei ca.38-39°C Auswurf
-unterste Modulation 460 Watt erreicht, nur noch ca.30°C Auswurf, Raumtemperatur steigt nicht weiter an.

Können die letzten 40Watt weniger den Auswurf soweit abkühlen lassen?

Wenn der Raum nicht wärmer wird, ist Gleichgewicht zwischen Abfuhr und Heizung hergestellt.

Die Wärme verpufft nicht einfach und löst in nichts auf.

Das ist schon klar. Es “verpufft” ja nicht die in den Raum gebrachte Wärme, sondern die eingesetzte Energie. Solang da noch die 38°C Auswurf kommen steigt die Raumtemperatur auch noch an. Was mich verwundert ist der später folgende Wärmeabfall des Auswurf bei recht genau erreichter Zieltemperatur und damit einhergehender Effizienzeinbruch.
Hier noch mal tabellarisch dargestellt wie sich Effizienz zu Watt in nicht im Verhältnis zueinander stehendem Maße ändern. Die Wärme “verpufft” also nicht im Raum, sondern verschwindet schon zuvor. :man_shrugging:

grafik

Mittlerweile gab es aber eine neue Erkenntnis. Bei aktiviertem Silent-Modus fürs Aussengerät passiert der Einbruch wie es scheint nicht mehr. Anlage läuft jetzt seit Stunden mit ca. 500Watt und es bläst bei jedem vorbeilaufen an der Anlage gefühlt immer gleich warm. Angenehmer Nebeneffekt, draussen im Garten ist es jetzt schön leise am Abend. :grin:

Wenn alles andere gleich bleibt, also vor allem Lüfterstufe, dann kanns eigentlich nur durch Ineffizienz begründet werden.

Laufen denn beide Innengeräte und verhalten sich ähnlich? Bei Multisplit wird die Beurteilung schnell kompliziert, weil ja 2 IGs beteiligt sind. Und nur ein IG laufen zu lassen, kann generell ineffizient sein.

Hat die echt 460 W niedrigste Modulationsgrenze? Das wäre sehr viel für eine 4kW 2fach Multisplit. Nachtrag: Hab mal Eurovent nachgeschaut, scheint tatsächlich so zu sein. Mindestheizleistung 2,8 kW. Da können die kleinen Daikins deutlich weiter runter.

Ja, zumindest bei “normalen” Raumtemperaturen. Wurde ja schon im anderen Thread thematisiert, bis <=20°C kommt sie weiter runter. 240Watt sind dann möglich.
Das zweite Gerät macht die Beurteilung wirklich schwer. Deshalb lief es die ganze Zeit zwar mit, aber bei Einstellung 16°C, so dass es die ganze Zeit im Standby bei leicht geöffneter Klappe verweilte.

Sobald ich Zeit finde werde ich noch mal mit aktivem “Silent” an der unteren Grenze vermessen.

Wenn das so ist, könnte man irgendwann darüber nachdenken, den Sensor umzubauen. Also z.B. Soll 19 Grad bringt dann real 21 Grad Wunschtemperatur.

Wobei man diese Übergangszeit jetzt nicht überbewerten sollte. Die meiste Energie wird im Kernwinter verbraucht und da muss man mal schauen, wie die Anlage da performt.