@nordicbynature
Der Nachteil ist der Vorteil. Die Trägheit.
Zudem ist der größte Anteil Strahlungswärme, also eine andere Wärme als jene von Klimasplits.
@deff
Nur dann kann die Heizquelle “rechtzeitig” abgeschaltet werden und deren Energiebdarf wird dann eingespart.
Mh, ich hatte ja extra dabei geschrieben, dass das Ziel wäre, dass man die Endtemperatur der Räume nutzt. Das bedeutet, man versucht die Hausmasse auf konstante 21°C zu bringen. Damit sorgt man dafür, dass die Räume nicht überheizen können, weil das nur dafür sorgt, dass der äußere Einfluss auf das HAUS (nicht Wohnung und Wohnräume!) minimiert wird. Ich versuche das gerade in Worte zu fassen.
Die Haussubstanz hat eine Wärmekapazität und diese ist sehr hoch. Es dauert also sehr lange um sie aufzuwärmen, es dauert lange um es abzukühlen. Das bedeutet, ich füge der ganzen Masse vielleicht dauerhaft 1KW zu und erreiche, dass die Haussubstanz bei 21°C bleibt. Sinkt sie auf 20,5°C, was auf das Haus gesehen lange dauert (wegen der Masse) kann man mit 1,5KW gegensteuern. Gehts nun auf 21,5°C …. also eine permanente Abfrage und Einschwingen. Das Ganze dauert aber extrem Lange, Stunden und nicht Minuten. Man könnte also auch am Tag mit 3KW reingehen, aufladen auf 24°C und nachts ausschalten, hätte man am morgen noch 20°C. Es kann aber sein, dass die 24°C am Tag zuviel sind. Weil Sonne scheint, weil draußen was wärmer war, sodass die Räume durch den Bodenbelag (nicht direkt Hausmasse) von der Hausmasse zuviel Energie bekommen und zu warm werden. Daher halte ich eher nichts von mehr Leistung am Tag rein und nachts aus/runterfahren. Das macht es schwieriger zu regeln. Die Haussubstanz auf 20,5 - 21,5 und das permanent nachgeregelt (wobei “permanent” mit Sicherheit bedeutet über 2-3 Stunden).
Was hat das nun für Auswirkungen? Wenn ich den Rest mit Klimasplit heize, also der Raum bei eingestellten 21°C “Haussubstanztemperatur” ist, und das reicht nicht aus um den Raum zu heizen, heizt die Klimasplit mit. DANN kann ich auch nachts ausschalten, die Grundwärme wird dann dafür sorgen, dass die Räume nicht vollständig auskühlen, man hat keine Lüftergeräusche der Klimasplit und eine Nachtabsenkung. Am Tag schaltet man wieder die Klimasplit/s ein und der Raum wird wärmer. Irgendwann wird er auch so warm, dass damit die Haussubstanz wärmer wird, was zur Folge hat: von 1,2KW runter auf 1KW. Heize ich daher nur einen Raum mit Klimasplit wird das auf die gesamte Substanz kaum einen Einfluss haben. Das wird dann einfach wegtransportiert von warm nach kalt und es wird bestimmt nicht weiter runter gehen. Heize ich jedoch beispielsweise 4 Räume mit Klimasplit, dann wird die Haussubstanz weiter erwärmt, also muss diese nicht zusätzlich erwärmt werden und regelt runter.
Um daher den Bogen zurück zur effizienz bei Klimasplit-Geräten zu finden:
Meiner eigenen Meinung nach die beste Kombination ist die FBH mit Klimasplits. Die FBH heizt die Haussubstanz gleichmäßig auf, sie kann träge sein (s.o.), meine wird flinker sein. Sie sorgt für eine Grundwärme in der Wohnung und im Haus. Sodass auch schnelle Temperaturstürze draußen nicht direkt dafür sorgen, dass innen die Temperatur fällt. S.o. meinen Kühlschrank-Vergleich. Die ganzen Möbel, die Hausmasse sind vorgewärmt und geben noch Wärme ab. Wenn es langsam auskühlt wird Wärme nachgeliefert. Die Klimasplits hingegen laufen dann nur bedarfsweise in jenen Räumen, wie es bei Win der Fall ist, sodass auch jene deswegen effizient sind, weil sie z.T. gar nicht erst laufen.
Beispiel: Warum eine Heizung im Bad 24/7 eingeschaltet haben, wenn man nur morgens und abends 30 Min drin ist? Aber völlig auskühlen wäre unkomfortabel. Die Grundwärme + zusätzliche Wärme wären ideal.
Und wozu führt uns dann wiederum das? Das sorgt in einer FBH für sehr niedrige Vorlauftemperaturen. Die FBH soll gar nicht die komplette Heizleistung erbringen, dafür ist sie gar nicht ausgelegt. Das bedeutet, sie läuft sehr effizient mit niedriger Vorlauftemperatur, was sicherlich ein geringes Delta t mit der Außentemperatur bedeutet (z.B. reicht dafür eine VL T von 24°C aus).
Gleichzeitig laufen auch die Klimasplits nicht mit viel Leistung sondern wenig. Sie werden auch nur bedarfsweise eingeschaltet, verbrauchen also auch wenig.
Gleichzeitig werden auch die Außengeräte viel weniger vereisen, weil sie gar nicht auf hoher Leistung laufen. Was wieder Effizienter wäre.
Und um das abzurunden, ich lese mich gerade da durch, es scheint wohl schon LWWP-Monoblockwärmepumpen zu geben, die elektrisch auf ca. 200W elektrisch heruntermodulieren können. Das sind ungefähr 1000 - 1200W thermisch. Das wäre die thermische Leistung für eine FBH die auf alle Räume verteilt würde. Bei 6 Räumen sind wir da bei Größenordnungen von vielleicht 150 - 250W je nach Raumgröße. Wenn ein noch niedrigerer Heizbedarf vorhanden wäre… man würde nicht heizen.