Diese Vorgabe verstehe ich auch nicht, hat vermutlich mit den generellen Subventionen für Landwirtschaft zu tun. Wenn sie primär im Winter oder wann immer sonst Erdgas verbrannt wird, laufen, ist das ja OK. Aber es ist halt nur ein relativ kleiner Baustein.
Welcher Sondermüll am Lebenszeitende? Die Rotorblätter? Lassen sich als Brennstoff im Müllheizkraftwerken verwenden. Gab es einen Artikel in der Spektrum der Wissenschaft zu:
“Einige der in Deutschland ausgemusterten Blätter werden aufbereitet und weiterverkauft. Die meisten dieser Alt-Rotorblätter gehen dabei in andere EU-Länder, wo sie weitere etwa fünf Jahre verwendet werden. Der Großteil der ausgedienten Rotorblätter wird jedoch in Müllheizkraftwerken verbrannt. Daneben nutzt auch die Zementindustrie die darin enthalten Kunststoffe als Brennstoff, die Asche aus Glasfasern wird dem Zement zugesetzt. Diese »thermische Verwertung« eignet sich allerdings nur für glasfaserverstärktes Material, und auch nur dann, wenn das Kraftwerk mit spezieller Filtertechnologie ausgerüstet ist. Die extrem robusten Kohlenstofffasern würden nicht nur Filter und andere Anlagenteile verstopfen, sondern sie sind auch elektrisch leitfähig und können so mit Kurzschlüsse auslösen. Ferner werden mit klein geschredderten Rotorblättern auch Beton und Asphalt verstärkt oder das Material wird, wenn es fein gemahlen ist, in Sportgeräten, Möbeln oder Fahrzeugteilen eingesetzt. Einige wenige alte Rotorblätter finden sich heute zudem auf Spielplätzen, als Lärmschutzwand oder als Bushaltestelle wie der. Um einen Einzelfall dagegen handelt es sich bei einer Meldung aus dem April 2025, wonach in einem Naturpark in Tschechien illegal Teile von ausgedienten Windenergieanlagen aus Deutschland deponiert wurden. Deutsche Behörden ließen den Sondermüll nach Bekanntwerden der Vorwürfe zurück nach Deutschland holen.”
Auch hier, nur als Beispiel. Es gibt “zuviel” an Strom aus PV. Gleichzeitig wird aber in Biogasanlagen Strom erzeugt. Der aber gar nicht benötigt wird… statt nun mit dem überschüssigen Strom, der sowieso nur wenig wert ist, das Gas zu komprimieren und zu speichern, um dann, wenn der Strom teuer ist, die Gaskraftwerke zu bedienen, wird überlegt die PV-Anlagen abzuschalten und behauptet permanent, deren Strom wäre “über”.
Weggeworfenes Potential.
Extra dafür Energiepflanzen zu nutzen, das finde ich persönlich generell nicht gut.
eigentlich nicht- denn alle Gärreste aus Abfällen werden idR durch die Gütesicherung überwacht. Die Schadstoffgrenzen der BioabfallVerordnung müssen ja eingehalten werden.
Aber ja, bei allem: man regelt die Schadstoffe, die man im Griff hat.
Das Problem bei Kunststoffen ist: sie sind Gwichtsmäßig nicht von Bedeutung, aber sehen übel aus. Und man bekommt sie nicht heraus.
Letzteres war ein Konzept welches zB in anderen Ländern durchgeführt wird. Alles in eine Tonne, diese dann vergären und danach verbrennen. Aber trennen kannst Du dieses Material kaum noch- außer das magnetische. -also wirkliche Kreislaufwirtschaft geht dann so nicht mehr.
Ein Ansatz für den gelben Punkt, welcher ja auch aus Mischkunsstoffen besteht, welche dann kaum zu verwerten sind- einfach weil das Endprodukt dann aus diesem Matsch besteht und die Eigenschaften nicht mehr gegeben sind. Sieht man ja an diesen braun-grauen Beeteinfassungen, Parkbänken,.. -mein Ansatz wäre, trennen was geht, zB, Metalle raus und den Rest thermisch verwerten und Fernwärme / Strom daraus produzieren. Das geschippere nach Asien ist ja nur deswegen derzeit der Weg, weil die Fracht praktisch nichts kostet.
das stimmt so nicht. Eine NawaRo Anlage kann Mais beliebig durch Grünlandschnitt, GPS,.. ersetzen (es dürfen keine Abfälle rein) aber Mais hat mit Abstand die höchste Gasausbeute pro ha.
roter Fuchs:
wie beschrieben, die heutigen BGA sind meist im sog Flexbetrieb. 1 Blockheizkraftwerk läuft durchgehend, ein oder 2 weitere können zugeschaltet werden durch den Netzbetreiber. Das sieht man äußerlich an den großen Gaszelten. Es gibt mittlerweile auch Anlagen die Gas direkt ins Netz einspeisen, dazu läuft dann eine aufwändige Gasaufbereitung. Außerdem wird Gas aus dem Netz bezogen um den Fermenter (im Winterhalbjahr zu beheizen).
Was genau?
Beispiel:
So läuft das täglich. Also die 71MW sind überhaupt nicht nötig während der Mittagszeit, es würde schon reichen das auf nachts zu legen. Und klar, das ist wenig. Aber dennoch sind 71MW nicht nichts. Das ist auch nur ein Bundesland in Österreich. Da wird zu Zeiten, in denen der Strom sowieso schon “nichts” wert ist, weiter Biogas zur Stromerezeugung genutzt, wo “zuviel” Strom im Netz ist. Und das liegt daran, dass der Strom nicht im Bundesland verbleibt sondern exportiert wird. Speichern ist zu unrentabel und wird deswegen nicht gemacht.
Die Art also wie damit umgegangen wird, ist… schlecht.
Ich denke dass kann nicht so verallgemeinert werden. Siehe hier, das ist die Strombilanz unserer Gemeinde aktuell:
Und das des direkt angrenzenden Nachbarlandkreises:
Die siehst, der Überschuss aus unserer Gemeinde wird mit großer Sicherheit bereits im angrenzenden Landkreis verbraucht. Das bedeutet aber, dass der Überschuss unserer Gemeinde nicht unnütz ist.
Und sind wir mal ehrlich, was haben die Betreiber der Biogasanlagen für ein Ziel? Genau, das Gleiche wie der Betreiber eines PV Parks oder Windkraftanlage: Rendite.
weil dort prinzipiell weniger erzeugt als verbraucht wird?
Vielleicht hätte ich das anders schreiben wollen. Um eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen wäre es klüger jene Rohstoffe, die verbraucht werden müssen einzusparen in Zeiten, in denen sie nicht gebraucht werden.
Andernfalls müssen wir das auf Verursacherebene regeln. Wenn die Leute wie in meinem Beispiel den Strom bezahlen müssen, und auch das Netz bezahlen müssen, und sie haben gar keine Verwendung dafür, wird der Strom exportiert. Der Strompreis bleibt aber für die Menschen in der Region teuer, obwohl sie ihn nicht benötigen. Sie zahlen den Strom dann für andere Bundesländer und für die Importeure mit.
Niederösterreich, um bei dem Beispiel zu bleiben, hat m.u. sehr hohe Netzgebühren. Obwohl ein Großteil exportiert wird. Anstatt nun die anderen Bundesländer oder eben dort wo er importiert ist, das ausgleichen, zahlt der niederö. Endkunde für die “Entsorgung” des Stroms woanders hin, das EVU macht Gewinne, der Netzanbieter macht ne 0, aber der niederö. Endkunde zahlt das alles ohne Limit mit. Dann wird auch zu Zeiten, in denen er gar nicht den Biogasstrom benötigt Biogasstrom erzeugt, weil der exportiert wird.
Anders ausgedrückt: gerade in jenen Zeiten, in denen die fossilen Kraftwerke nicht benötigt würden, lässt man sie laufen. Um dann nachts wieder was zu importieren.
Weil der Im- und Export den Unternehmen was bringt. Statt die vorhandenen Kapazitäten zu nutzen. Das wäre so wie am Tag bei viel Sonne die Gaskraftwerke hochzufahren und Strom zu exportieren und nachts wiede Gas zu kaufen…
Der angrenzender Landkreis hat wesentlich mehr Industrie inkl. einer Papierfabrik, Gießerei usw. Natürlich verbraucht der wesentlich mehr als er selbst erzeugt. Das ist ja auch m.E. kein Drama. Sollte nur zeigen, dass die regionale Überschusserzeugung nicht zwingend unnötig ist wenn man das System überregional betrachtet.
Was @roterfuchs beschreibt sieht mir nach simpler Marktwirtschaft aus. Es würde keiner (unnötige) Überschüsse erzeugen wenns dafür keine Kohle gäbe. Das ist ja aber nun ein Fehler im System.
edit: Ausnahme D. Hier werden Überschussexporte vom Stromkunden bezahlt und Defizite dann wieder teuer zurück gekauft ![]()
Es gibt paar Randbedingungen. Für netzdienliche (engpass-)Erzeugung muss anschlussleistung und Leistung des Kraftwerks ausreichen. Das hieße, die erzeugte Gasmenge müsste bei aktuellem Preisspiegel in abends 4h + morgens 2h verbraucht werden. 4fache Leistung.
Generell wird PV + Wind weiter zunehmen, Gewinn macht 24h-Biogasstrom wohl nur durch Förderungen bzw Grundlast, Regelenergie. Der offensichtlich sinnvolle Weg ist also wenigstens teilweise einspeisen ins Gasnetz
Oder umgekehrt, weil wir Strom gerade billiger im Ausland bekommen, als wenn wir ihn aus Gas oder Kohle selber produzieren
der aber u.U. zuvor (für den Stromkunden in D) kostenpflichtig exportiert wurde. Ich bleibe beim Fehler im System.
Und ich bleibe auch dabei, dass Biogasanlagen durchaus ein Baustein im Gesamtsystem sind auf den man nicht verzichten sollte. Die Versorgung mit elektr. Energie muss diversifiziert erfolgen, alles Andere funktioniert aus verschiedensten Gründen einfach nicht.
„Strom wird in aller Regel dann importiert, wenn die inländische Produktion teurer wäre. Angebot und Nachfrage bilden ein gesamteuropäisches Zusammenspiel. Strom wird im europäischen Verbund dort erzeugt, wo dies am günstigsten möglich ist. Deutschland und die anderen europäischen Länder können so wechselseitig von den jeweils günstigsten Erzeugungsbedingungen profitieren.“
Andreas hat das glaube ich auch schon mal aufgedröselt und auch den insgesamt preissenkenden Effekt der EE auf den Börsenpreis.
“Ich kenne einen Landwirt der berichtete, dass es zumindest für seine Biogasanlage Vorgaben gibt, dass er neben Mais nur minimal anderes Gärfutter verwenden darf.”
wie beschrieben, die BGA in 24/7 vollbetrieb laufen eher schlecht. Sind inzwischen die meisten auf FlexBetrieb mit Gassammelzelt umgerüstet.
Vor Jahren sagte man 1/3 : 1/3 : 1/3 - rot : 0 : schwarz -und schwarz nur die, die aufgrund Stadtnähe oder Nähe zum Abnehmer (Gewächshausanlage, Schwimmbad, öffentl. Gebäuden wie Schulen usw) auch die Wärme vermarkten können.
Hallo Duhg36. Du verbreitest da laienhaftes Halbwissen! Der Methangehalt in Biogasanlagen beträgt nicht 40 bis 45% CH4, sondern mindestens 50% bei reiner Kohlenhydratvergärung. Je höher der Protein und Fettgehalt im Substrat ist um so höher ist der Methangehalt. Das kann bis fast 68 bis 70% ansteigen. Die allermeisten NawaRo BGA haben 53 bis 56 % CH4. Eine BGA mit weniger als 50% CH4 ist biologisch “krank”. Mais ist in der frühen Jugendphase tatsächlich konkurrenzschwach und braucht eine einzige vorsichtig dosierte Selektiv-Herbizidspritzung. Da werden eben NICHT ordentlich Herbizide drauf geballert werden! Im Vergleich zu anderen Agrarkulturen sogar extrem wenig. Die Menge Beton und Eisen würde auch dann gebraucht, wenn wie die Menge an NawaRo´s die derzeit in Biogasanlagen laufen, an Vieh verfüttern müssten! Nur dann käme stinkende unvergorene Gülle statt ausgereifter Gärrest auf Felder und Grünland. Wäre Dir das lieber? Das vergären von Nutztiergülle macht sehr viel Sinn, auch wenn die Gasausbeute natürlich geringer ist als bei Nawahros, aber für die Klimabilanz ist Güllevergärung das sinnvollste überhaupt! Straßenrandmähgut wurde schon vor Jahrzehnten von verschiedenen landwirtschaftliche Hochschulen und Labors untersucht. Das hat inzwischen Futterqualität von der Schwermetallfracht har, wäre da nicht der Müll den diverse Deppen entlang der Straßen rausschmeißen. Daher käme bei einer Straßenrandmähgutvergärung dieser Gärrest nur wieder auf Straßenränder zurück. Mit hohem Energieaufwand Erzeuter Stickstoffdünger und importierte Mineraldünger, insbesondere Phosphate sind inzwischen so teuer, dass den BGA-Betreiber ihre Gärreste mit Handkuss los werden. Das ist gar kein Problem mehr. Nawaro-Kulturen für BGA benötigen überhaupt gar keinen zugekauften Dünger mehr. Im Biogasprozess gehen weder Hauptnährstoffe oder Spurenelemente verloren. Die gehen 1 : 1 im flüssigen oder festen Gärrest zurück auf das Feld. Das ist ein fast geschlossener Kreislauf.
Danke für die kompetente Klarstellung! Kannst Du was zu sagen, warum es Anlagen gibt/geben soll, die nahezu nur mit Energiepflanzen betrieben werden (dürfen)? Was ist da der Hintergrund? Wie lange können die Anlagen typischerweise ihr Gas speichern (Kapazität für n Stunden Gasproduktion)?
aha, und Du denkst es müsste- wenn die BGA nicht mit Mais gefüttert werden- zwingend Mais auf den Flächen angebaut werden? und dieser muss dann auch zwingend in stinkenden Ställen mit stinkender Gülle an Tiere verfüttert werden?
Auch wenn sich die Qualität gebessert hat. Das überständige Gras und holzige Gestrüpp ist nicht vergärbar. Und wie viel Transportbewegung möchtest Du durchführen mit dem separat vergorenen Substrat an Straßenrandbegleitgrün und den nachher wieder aufgebrachten Gärresten?
Ja, die Gärreste werden inzwischen nach Nährstoffgehalten bezahlt. Die Frage ist im Wesentlichen warum inzwischen immer noch keine über Pilotanlagen hinaus gehende Rückgewinnung von Phosphaten aus Klärschlämmen erfolgt. Das war großspurig im Koalitionsvertrag der beiden schon vor Jahren verkündet worden- immer dann wenn Taten folgen sollen kommt nichts wesentliches heraus.
Mit dem Kreislauf stimmt, aber nicht für alle Elemente. zB. Schwefel und Stickstoff- aber da in der BGA eh entschwefelt wird…