Geisterstrom im Netz ? wohl PV Guerilla ☺️

@win PPA-Vertrag, Repowering & Co – was tun nach 20 Jahren EEG-Vergütung? | wind-turbine.com

Die Frage ist, ob der produzierte Strom zu auskömmlichen Preisen vermarktet werden kann. 20 Jahre lang gab es für Betreiber eine feste EEG-Vergütung, damit konnte man verlässlich rechnen, aber: Ab 2021 müssen sich Windparks am Markt behaupten. Fällt die EEG-Vergütung weg, gilt der Preis an der Strombörse. Und dieses Preisniveau ist für Windparkbetreiber meistens nicht kostendeckend.

Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Die Wartungskosten sind doch bei Windkraftanlagen gegenüber den Einnahmen für Strom verschwindend gering. Was entstehen denn noch für Kosten? Ich sehe da nicht viel.

Ich glaub, die Windenergiebranche klagt da auf hohem Niveau. Da gehts vermutlich darum, dass sie hohe Rendite ein wenig geschmälert wird.

Hab mal recherchiert:

https://windmonitor.iee.fraunhofer.de/windmonitor_de/3_Onshore/5_betriebsergebnisse/4_betriebskosten/

Da ist die Rede von etwa 50 Euro pro kW installierte Leistung pro Jahr. Bei etwa 2000 Volllaststunden produziert man damit also 2000 kWh. Das macht dann Kosten von 2,5 Cent. Immerhin. Aber alles über 2,5 Cent produziert Gewinne. Und die hat man doch in vielen Stunden am Strommarkt.

Aktuell gibt es sehr wohl noch entweder oder. Die Landwirte überlegen es sich 2x, ob die hohen Investitionskosten es wert sind. Denn deren Gerätschaften kommen nicht ohne weiteres damit klar, dass man einfach ein paar PV Module auf die Felder baut und so ein Mähdrescher ist nicht günstig. In anderen Teilen der Feld, wo Flächen noch von Hand bewirtschaftet oder gerade erst neu erschlossen werden, sieht das wieder anders auch.

Versteh mich nicht falsch, das Konzept ist klasse und wird definitiv nochmal richtig wichtig. Mir gings darum das Konzept der Energiegewinnung aus Energiepflanzen schlecht zu machen.

Für Mais - die Energiepflanze überhaupt, weil C4, lohnt sich der Aufwand nicht. Dort ist nicht mit höheren Erträgen zu rechnen.

Bei C3 Pflanzen bildet CO2 in der Luft häufig den limitierenden Faktor fürs Wachstum. Man kann also die Lichtintensität soweit runterschrauben, bis Licht und CO2 Verfügbarkeit gleichermaßen das Wachstum limitieren - dabei hat man dann positive Effekte wie weniger Hitze, Verdunstung, UV, etc...

Für C4 Pflanzen, wie Mais, bildet CO2 aber nicht den limitierenden Faktor beim Wachstum. Hier heißt es: Mehr Licht, mehr Photosynthese. Vorausgesetzt Wasser und Nährstoffe sind verfügbar.

Deswegen eignet sich Mais nicht so gut für AgriPV wie andere Kulturen. Und Mais ohne PV ist auch doof, weil dann besser nur PV. Am besten wäre AgriPV für leckere Pflanzen. Da haben die Pflänzchen und wir was von

@win Das wird aber denke ich bei Windrädern problematisch wenn die z.B. dann mit den Börsenpreisen kalkulieren müssten.

Dann bekommen sie zum Zeitpunkt wo am meisten Energie erzeugt wird nur die 2 Cent oder sogar nichts.

Und im Rest der Zeit in der höhere Preise erzielt werden können, wird nicht soviel Strom erzeugt.

Die Kosten für die Windanlagen sind auch stark unterschiedlich ob die Offshore oder Onshore gebaut werden und an welchem Standort.

In Gebieten mit schwächeren Windlagen würden die wohl kaum noch Gewinn abwerfen.

Es gibt ja noch so einen "Winddrachen" von einer Firma (Enerkite), das könnte evtl. auch eine Möglichkeit sein den Strom günstiger als mit einem Windrad zu erzeugen.

Da braucht man kein großes Fundament und hohen Turm für den Winddrachen und der ist auch von der Höhe flexibler (den kann man entsprechend Vorschriften z.B. auch leicht auf 300m steigen lassen was mit einem Windrad schon schwieriger ist).

? ? ?

ja wie in südafrika

was raucht man eigentlich so um das alles positiv zu sehen?

was meinst passiert bei meiner insel wenn ich den akku abschalte?

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Du hast doch PV und nen Generator, oder?

Du warst clever und hast diversifiziert.

Südafrika hat nicht diversifiziert. Deren Erzeugung ist zu 90% auf Fossile angewiesen und hat den größten Anteil an Kohle im Mix Weltweit... Zusätzlich ist der Strommarkt nicht liberal, sondern in staatlicher Hand. Das ist problematisch und ich habe das in diesem Thread bereits aufgegriffen.

Wo ist gleich noch die Korrelation zwischen Erneuerbaren Energien und ständigen Blackouts, wie sie hier ständig propagiert werden?

ja ich bin cleverer als robert und sein clan

zerstmal müssen wir feststellen das es keine ständigen blackouts gibt, es gibt nur einen und dann für lange zeit und danch gibt es fast nichts mehr.

das was ständig auftritt nennt man brownout

und wo die korrelation liegt hast du dir schon selbst beantwortet

Stimmt. Muss ich mal wieder selbst beantworten. Weil du, wie so häufig, einer Antwort schuldig bleibst. Antwort:

Es besteht eine negative Korrelation zwischen dem Ausbau EE und der Nichtverfügbarkeit der Stromnetze.

Was erklären wir uns also diese Aussage?

na also geht doch

jetzt denk mal noch ein wenig weiter

was bringen dir die stromnetze bei nichtverfügbarkeit von wind und pv strom in einer dunkelflaute?

diversifizierung, clever und so...

Sie bringen mir die Möglichkeit weiterhin andere Energieträger zu verwenden. Seien es andere Erneuerbare, Gas oder auch Kohle. Für den seltenen Fall, dass wirklich eine Dunkelflaute herrscht.

Gegenfrage: Was bringen dir AKWs bei Nichtverfügbarkeit von Uran und Kohle- und Gaskraftwerke bei Nichtverfügbarkeit von Kohle und Gas?

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@jan106, du interpretierst die richtigen Zahlen falsch. Ist leider normal, machen 99% der Politiker und 99% der Schreiberlinge und Bewegtbild produzierende Personen auch so. Ist auch nicht schlimm, es hat eben nicht jeder was mit Elektrotechnik am Hut bzw. für sehr viele hat dieses Thema eine religiöse Note.

Es ist vollkommen unmöglich, einem Gläubigen seinen Gott über die Rationale Ebene auszureden. Funktioniert nie! Am Ende behauptet er, er hätte seine Gott schon gesehen. Nichtexistenz ist nicht beweisbar. Darum spare ich mir i.d.R. die Mühe des Versuches - meine Lebenszeit ist dafür zu knapp. Jeder ist in erster Linie selbst für sein Leben verantwortlich.

Da du dir Zeit genommen hast, mache ich das auch mal.

Unser schönes Europäisches Verbundnetz Strom ist nicht nur das größte der Welt, sondern die komplizierteste Konstruktion der Menschheit. Auch Konstruktionen wie die ISS ist dagegen sowas wie Kindergeburtstag mit Erdbeertorte. Der dunkelblaue Teil auf der bei APG geklauten Darstellung:

Der Grundsatz schlechthin: Stromerzeugung und Stromverbrauch müssen sich in jedem Augenblick die Waage halten. Es ist bisher nicht möglich jetzt Strom zu erzeugen und den erst in 10 Sekunden zu verbrauchen. An der Stelle sind 99% der Menschen bereits überfordert, ihre Vorstellungskraft reicht nicht aus. Die halbinformierten brüllen jetzt: doch es ist möglich mit Speicher! Darauf komme ich gleich zurück. Wieder bei APG geklaut:

Bedeutet im Klartext: zu jeder Zeit muss exakt so viel Strom produziert werden, wie gebraucht wird. Es darf zu keiner Zeit weniger, oder mehr sein. Um das sicherzustellen gibt es diverse Mechanismen: Sekundenreserve (steht sofort zur Verfügung, Rotationsenergie der Turbosätze z.B.), Primärregelung (nach spätesten 30 Sekunden, etwas mehr Dampf, etwas weniger Dampf auf die bereits laufenden Turbinen), Sekundärregelung (nach spätestens 5Minuten, Gasturbinen, Pumpspeicher, Stromspeicher), Tertiärregelung (andere Kraftwerke zu oder abschalten). Am Anfang, also noch vor der Sekundenreserve gibt es diverse Netz Selbstregeleffekte. Im Ergebnis dessen ist die Netzfrequenz bei exakt 50Hz.

Gut sehen kann man das hier: www.netzfrequenzmessung.de Zur Zeit fehlen ca. 800MW Leistung im Netz, noch nicht beunruhigend, alles i.o.

Die Messgröße, zur Beurteilung, ob Einspeisung=Verbrauch ist, ist die Netzfrequenz. Diese muss bei 50,000Hz (ja, 3 Nachkommastellen!) liegen. Hierbei gilt:

Weniger Erzeugung als Verbrauch= Netzfrequenz sinkt

Mehr Erzeugung als Verbrauch= Netzfrequenz steigt.

Hoffe Prof. Schwarz von der BTU verzeiht mir, das sich seine Folie geklaut habe... aber sie dient hier einem höheren Zweck (oder so ähnlich)

Sinkt die Netzfrequenz auf 49Hz (weil Leistung im Netz fehlt)oder tiefer, beginnen die Flächenabschaltungen um das Netz vor dem vollständigen Kollaps zu schützen (Kollaps= Blackout).

Hier mal die Situation "Unterfrequenz" in Texas 2021. Texas hat übrigens ein Inselnetz, also quasi eine dezentrale Stromversorgung (auch ein Ziel unserer Energiewende).

Die Kollegen dort haben vergessen, dass einem keiner helfen kann, wenn man nicht mit denen vernetzt ist..... wer mehr wissen will: Texas power grid was '4 minutes 37 seconds away from a total collapse,' ERCOT says - YouTube

An der Stelle ist klar, dass die Energiewende so wie wir das Thema angehen nicht funktionieren kann. Die Bedingung Erzeugung immer gleich Verbrauch kann mit zufällig anwesenden Erzeugungsformen nicht eingehalten werden. Das das Ausland uns nicht in voller Höhe helfen kann, legte ich bereits einige Beiträge zuvor dar. Wir haben (kurz überschlagen) 20GW Leistung aus Gas und einiges aus EE wie Biomasse und auch in Dunkelflauten etwas Wind. Alles zusammen ist nicht die Hälfte des Benötigten.

Wie ist nun die Lösung?

A: regelbare Erzeugung, oder

B: Speicher in Größenordnungen, oder

C: Verbrauch verringern, dann stimmt die Rechnung wieder.

Zu A) ja, hat die Bundesregierung inzwischen erkannt und will massenweise (60-80) Gaskraftwerke errichten. Das dauert und wird unfassbar teuer, sowohl im Bau, als auch im Betrieb. bedeutet: wir haben diese Dinger die nächsten 5-10 Jahre nicht. Wenn wir sie dann haben, wird´s richtig teuer.

Zu B) Hat die Bundesregierung noch nicht erkannt, kommt sicher noch. Speicher wie z.B. das Tesla-Energy Storage sind weltweit gut verbreitet (Victorian Big Battery - Securing Power for Victoria) und funktionieren. Problem: unfassbar teuer. 3000MWh kosten ca. 850Mio. Für eine Stunde Dunkelflaute, wenn das Ausland Vollgas liefert, bräuchten wir 12 X das große Paket, also 850 Mio. mal 12 Stück= 10Mrd. pro Stunde!!!!!!!!!!! Der Speicher für 10Mrd. ist nach einer Stunde leer. Wie viele Stunden willst du denn überbrücken können? Technisch kein Problem, aber finanziell. Ebenso mit P2G, selbst mit 80 Millionen E-Autos (alle müssen zeitgleich am Netz sein) klappt das nicht wirklich

Tesla Preisliste zum selbst durchrechnen:

Zu C) Darauf läuft es zunächst (bis "A" erfüllt ist) hinaus. §14a Energie Wirtschafts Gesetz. Abschaltbare Verbrauchseinrichtung.... Die schalten einfach soviel Last weg, bis es wieder passt. So ist die Bedingung: "Erzeugung immer gleich Verbrauch" günstig erfüllt. Klappt in Simbabwe und im Kongo doch auch. Ich schlage Berater von dort vor, die wissen wie das geht. §14a EnWG ist in der neuen Form noch nicht beschlossen, es gilt die bisherige Regelung, auch hier konnten schon z.B. einige WP oder Nachtspeicher abgeschaltet werden.

Mein Fazit: technisch alles machbar, aber nicht bezahlbar, außer ihr verzichtet hier- und da mal einige Stunden auf Strom aus dem Netz.

Gruß

Andreas

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Südafrikanische Verhältnisse

Ich bete jeden Tag darum daß es einmal eine n Blackout kommt. Dann wird man endlich wach gerüttelt. Und PV Anlagen werden in jeder Straße zu sehen sein ? wie Löwenzahn x4 ?

Normal weiß man eigentlich ziemlich gut das die Gasspeicher immer zum Ende des Jahres voll wird. Ob gekauft oder produziert.

Gas ist auch schon ein Mix.

Solange meine beiden Kraftwerke neben mir ausbleiben wundert es mich schon das wir so viele brownout's haben ? ein Gaskraftwerk und ein Kohlekraftwerk werden nur bei Bedarf angemacht dies Jahr liefen sie noch nicht. Wir kaufen wohl lieber den fehlenden Strom wie selbst zu erzeugen ?

Bei einer Inselanlage den Akku abzuschalten ist unklug. Dann wird wohl dein Generator anlaufen. Oder du hast ein persönlichen Blackout ?

Das wird auch hier klappen.

Problem das Netz ist kein Lichtschalter aus diesen brownouts wird schnell ein Blackout.

Das scheinen manche Zuständige noch nicht verstanden zu haben.

Du verstehst immer noch nichts.

Meine Wind Genossenschaft zahlt zur Zeit sehr gute Zahlen aus. Die kommen wohl damit ganz gut zurecht. Gibt aber auch immer mehr Wind seit 3 - 4 Jahren bin aber schon viel länger dabei ? müsste Mal zahlen raussuchen. Problem ist das jedes Jahr auch mehr gebaut wird. Oder erneuert oder verkauft wird ist es etwas unübersichtlich. Steigen in Wasserstoff und Biogas ein damit Überschüsse dies dann produzieren kann.

Die grünen wollten die Atomkraft weiter laufen lassen die CDU hatte es damals zum auslaufen getrieben. Auch wenn es jetzt am Ende es anders aussah. ?

@jan106

Gülle gibt's aber reichlich in Deutschland Pflanzenanteile gibt's natürlich auch und ja ab und an wird dazu extra Mais angebaut. In meiner Region gibt's das kaum da wird die 4 Jahres Regel eingehalten unterschiedliche Sorten anzubauen.

@jan106,

du schreibst: "Es besteht eine negative Korrelation zwischen dem Ausbau EE und der Nichtverfügbarkeit der Stromnetze."

Diese Schlussfolgerung ist falsch!

Der von dir verwendete SAIDI wird im Verteilnetz ermittelt. Also wieviel ungeplanter Ausfall, welcher nicht auf höhere Gewalt zurückzuführen ist, war pro Einheit im Jahr zu verzeichnen. Hier steht Deutschland weltweit auf Platz 2 nach Südkorea.

Blackouts und große Komplikationen entstehen im Höchst- oder Hochspannungsnetz. Hierfür gab es den Netzzustandsbericht der 4 Ü-Netzbetreiber.... bis denen die Kompetenz hierfür (2021?) entzogen wurde (die Berichte waren inzwischen teils deutlich negativ ausgefallen) und an die Bundesnetzagentur/BMWK übergeben. Die haben diesen Bericht inzwischen "vergessen" zu erstellen.

Aber zum Punkt: Der SAIDI ist nicht wegen der EE, sondern trotz der EE noch recht hoch. Grund hierfür ist der enorme Redispatch, also dem Regelungsaufwand, welcher entsteht, weil die EE so unzuverlässig sind.

Notwendiger Redispatch ohne EE im Jahre 2000= 7mal, Kosten wurden seinerzeit wohl nicht extra erfasst.

Redispatch mit EE in 2022: 12.222mal Zwölftausedzweihundertzweiundzwanzig zu sieben!

Hierfür entstandene Extrakosten in 2022: ca. 3.400.000.000€

Quelle: Netztransparenz > EnWG > Redispatch

Hätte man diesen Redispatchaufwand zu Zeiten ohne EE getrieben, sollte der SAIDI bei unter einer Minute liegen. Ja, die EE machen das Netz unsicher, auch wenn dir das nicht gefällt! Und ganz sicher haben wir in D das beste Netzmanagement der Welt, die haben ja jeden Tag Übungsmöglichkeiten.

Du kannst die Physik weitgehend ignorieren, aber nicht die Folgen aus dieser Handlung.

Andreas

Das war doch mal der "Geisterstrom" Thread, oder?

Da ging es um die verhinderte Erzeugung von Strom, der trotzdem von den Verbrauchern bezahlt werden muss.
Ergo Geldleistung des Endverbrauchers für eine Nichtleistung (weil nicht erzeugt).
Das ist für mich der eigentliche Skandal.

Ein- bis zweimal, kam hier Ansatzweise die Diskussion um Speichermöglichkeiten und -technologien auf, wurde jedoch schnell wieder (von auch leider hier wie in anderen Teilen unserer Gesellschaft vorhandenen) Meinungs- und Ideologievernarrten abgewürgt.

Was wären denn Lösungen für die derzeitige Situation des Geisterstroms?
(Lösung im Sinne von: Die Erzeugungskapazitäten nutzen anstatt für die Nichtnutzung zu bezahlen)

  • Direkt Speichern
  • Power to Gas
  • lokale Vermarktung
  • Umwandlung in Wärme (Fernwärme oder Speichern)
Die ersten drei sind Ansätze, die ich zumindest aus den Eingangsbeiträgen und der Diskussion hier entnehmen konnte. Den letzten habe ich bisher in der Diskussion vermisst.

Direkt Speichern:
Erfordert Investitionen und Bauzeit - Es gibt bereits jetzt erste kommerzielle Batterie-Speicheranlagen, die an dem Spitzenlast-Regelenergie Markt teilnehmen und nach Ansicht der Betreiber wirtschaftlich sind. (Der Einsatz und Ausbau dieser Anlagen wurde bisher durch die meist Lobbygetriebenen Einschränkungen in den Gesetzen behindert - Hört wohl hoffentlich bald auf). Die Errichtungszeiten solcher Speicher sind im Verhältnis zu Wasserkraftwerksspeichern oder anderen Speicher- oder Kraftwerkstechnologien sehr kurz und würde die Anzahl und Notwendigkeit für Gasturbinenkraftwerke (die jetzt meistens für die Regelenergie genutzt werden) erheblich reduzieren.
Quelle Wikipedia:
Im April 2023 sind laut Energy Charts[14] Batteriespeicher mit 4,82 GW Leistung und 7,16 GWh Kapazität installiert, 2018 waren es nur 0,74 GW und 0,992 GWh. Zum Vergleich: die althergebrachten Wasserpumpspeicher werden mit 9,69 GW angegeben (bei über 35 GWh Kapazität)
Danach hat hier schon ein erheblicher Zubau in den letzten Jahren stattgefunden (meines Wissens ohne besondere Förderung eher gegen den Widerstand einiger politischer Akteure), wenn dieser noch entsprechend gefördert wird, kann diese Speichertechnologie in den nächsten fünf Jahren die Wasserspeicher in Leistung locker und in Kapazität mit entsprechender Anstrengung überholen und der Geisterstrom sollte Geschichte sein.

Power to Gas:
Die Entwicklung hat, wie der Bericht vom KIT über das Projekt HERMETH zeigt, hier Fortschritte gemacht, das muss jetzt nur noch in den industriellen Maßstab umgesetzt werden. Wenn hier die gleichen Förderungen wie früher für die Atomkraft bzw. die Kohleverstromung (ich erinnere an den Kohlepfennig) ausgelobt würden, wären solche Projekte schnell und wirtschaftlich zu realisieren sein. Anstatt die 2,3Milliarden Euro für den nicht erzeugten Strom zu zahlen würde das hiermit erzeugte Gas auf den normalen Gasbezugspreis angepasst (20% Föderung statt 100%). Das hätte einen ökologischen und einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen es würde kein zusätzliches CO2 für Gasheizungen oder Gaskraftwerke entstehen (die Menge CO2 bleibt etwas zeitverzögert im Kreislauf) und wir wären als Land weniger abhängig von Gasimporten.

Lokale Vermarktung:
Das Konzept erschließt sich mir noch nicht so ganz, könnte vielleicht zu einer Verringerung der Vergütung für Geisterstrom führen, das Grundproblem im großen MAßstab wird es nach meiner bisherigen Erkenntnis nicht lösen.

Umwandlung in Wärme:
Auch ein Speicherkonzept stärker fokussiert auf die Heizung und Wärmeerzeugung. Auch hier gibt es jede Menge von Entwicklungen (Eisspeicher, Bodenwärmespeicher, etc.) die wirtschaftlich und realisierbar sind, jedoch bisher an Hürden für die effiziente und kostengünstige Nutzung des (Überschuß-)Stroms gescheitert sind.
Andere bestehenden Speichertechnologien (Wasserkraft, Hebewerke, Schwungräder) habe ich mal außenvor gelassen, weil entweder ausgereizt, zu hoher Ressourcenverbrauch im Verhältnis zum Nutzen oder toll anzuschauen aber leider nur im kleinen Maßstab realisierbar.

Ich würde hier gerne Möglichkeiten zur Lösung der erkannten Probleme diskutieren als Ideologien und Standpunkte hin- und herzuschieben. Letzteres ist zwar ein schöner Zeitvertreib und stärkt womöglich das eigene Ego, bringt uns als Gesellschaft und die Umwelt leider nicht weiter.
Ich freue mich auf die Diskussion zur Lösung und auf hoffentlich auch neue Erkenntnisse.

Herzliche Grüße

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