Wir werden kein AKW mehr betreiben. Das wollen selbst die 4 großen Stromkonzerne nicht mehr. Ich bin schon seit 1986 ein Gegner von AKW's. Es gibt immer noch Orte die erhöhte Strahlungen haben von der Wolke die über uns abgeregnet ist. In meiner Jugendfeuerwehr Zeit sind wir mit Geierzähler im Ort rumgefahren und haben ganz bestimmte Orte immer wieder untersucht. Die Strahlungen verschwinden nicht so einfach nur weil es jetzt ein paar Jahre her ist. In der schlimmsten Ecke wurden sogar die Gebäude abgerissen und nichts mehr gebaut. Gab neue Grundstücke.
Egal welche Präferenzen Jeder hier hat, einen Blackout sollte sich niemand wünschen, wirklich! Die Folgen sind unabsehbar. Die Kosten eines Europa BO wurden in einer diesbezüglichen Untersuchung der Österreichischen Regierung auf ca. 125Mrd € pro 24h geschätzt. Nach 5 Tagen Kosten wie ein Krieg (Quelle: Ö- Bundesheer, Link finde ich gerade nicht)
Netzwiederaufbau ist hochkomplex und extrem risikoreich. Das Bundesamt f. Bevölkerungsschutz und Kat-hilfe geht von 5-10 Tagen aus. Quelle: Ich, auf einer diesbezüglichen Schulung.
"Ausnahmsweise" spielen die EE hier eine extrem kritische Rolle. Auch beim Netzwiederaufbau gilt: Erzeugung muss exakt dem jeweiligen Verbrauch entsprechen.
Bisher, also mit dem alten Kraftwerkspark, gut rechenbar. Schwarzstartfähige Erzeuger (Pumpspeicher, Laufwasser) starten schwarz und halten Spannung, wenn der erste Kalorische Erzeuger soweit ist gestartet zu werden, wird Leistung ins Netz gedrückt, Kalorisches oder KKW werden damit gestartet, sofort nach Anlauf muss der erste Verbrauch dazugeschaltet werden (zunächst 20MW/100MW Erzeugung). Das ganze geht so weiter, bis das Netz wieder steht.
Und nun das ganze mit EE: Schwarzstartfähige Erzeuger (Pumpspeicher, Laufwasser, Gas) starten schwarz und halten Spannung und drücken Leistung ins Netz, unmittelbar danach werden die ersten Verbraucher ans Netz geklöppelt, Die Bedingung Erzeugung= Verbrauch ist gegeben. Puh, Glück gehabt! Aber nun werden die Wechselrichter der 30.000 Windräder und/oder die der 2,5Mio PV Anlagen wach (oh da ist ja Spannung) und prüfen ob Spannung Ok und Frequenz OK. beides OK!
Nun fangen im schlimmsten Fall alle EE gleichzeitig an an Leistung zu produzieren. Da nicht im gleichen Maße Verbraucher zugeschaltet werden können, rennt die Netzfrequenz in Sekunden nach oben weg, niemand kann das einfangen! Bei 52Hz erfolgt die automatische Trennung aller Kraftwerke vom Netz= Blackout! Die Sache startet dann von vorn (solange noch Wasser im Oberbecken ist)
Hast Recht. Das Thema ist, auch wegen (möglicher) Folgen hoch emotional.
Du fragst:
"Was wären denn Lösungen für die derzeitige Situation des Geisterstroms?
(Lösung im Sinne von: Die Erzeugungskapazitäten nutzen anstatt für die Nichtnutzung zu bezahlen)
Direkt Speichern
Power to Gas
lokale Vermarktung
Umwandlung in Wärme (Fernwärme oder Speichern)"
Das wäre auch meine Reihenfolge.
Direkt speichern: Ja, auf jeden Fall. Jeder der es kann (alles was nicht in einer Stadt lebt) muss mit Eigenerzeugung über die Nacht kommen. Ob Speicher im eigenen Keller oder am Ortsnetztrafo sollte fallweise entschieden werden. Ist finanziell machbar und auch recht kurzfristig. hilft aber nicht bei längeren Mistwetterperioden.
P2G: Das wäre mein Favorit! Weil Gas speicherbar und im Bedarfsfall abrufbar ist, auch wenn Erzeugung und Verbrauchszeitpukt 5 Monate auseinander liegen. Aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit den Geisterstrom aufzubrauchen. Der Wirkungsgrad ist bei der Sonneneinstrahlung im Sommer aus meiner Sicht vollkommen unwichtig. 10% ? OK! --> so sollten wir das machen. Ein PICEA System für 19,999€ und die Energiewende ist in kurzer zeit Geschichte!
lokale Vermarktung: kenne ich mich nicht aus.
Umwandlung in Wärme: klingt gut. habe ich für mich mal ausgerechnet. Beton 5 x 5 x2,5 Meter mit FBH Rohr im Inneren und Isolierung außen. Die Speicherfähigkeit ist leider vollkommen unzureichend (für den Aufwand). Alles andere wie Latentspeicher usw. ist finanziell vollkommen außer Reichweite.
zur zeit verbrauche ich was geht, alles angeschaltet was geht. Macht keine Sinn, aber was soll man mit dem Strom machen? Im Winter reicht es nicht mal für Haushaltsstrom und WP.
Lokal kann man zB macht es Sonnen so das dein Home Speicher gefüllt werden kann, um Netzstabilität und Überschuss erreicht werden kann. Bei denen braucht man zB auch keine PV oder irgendwelche Erzeugung. Man kann auch nur mit einem Akku helfen und das könnte so gut wie jede Wohnung. Dazu braucht man kein Dach oder Balkon ?
Es gibt aber auch noch andere Firmen.
Direkt speichern sind ja eher die Stromkonzerne beteiligt.
Power to Gas ist natürlich immer gut Gas bleibt auch immer ein Thema bei uns davon kommen wir nicht los.
Wärmespeicher sollte echt am Schluss genommen werden. Der Wärmeverlust ist denke auch wieder groß
Es gibt ganz tolle Pflanzen da hast du Recht ? generell war es ja auch immer erlaubt nur halt jetzt paar Jahre nicht ? rauchen ist ja eh schon erlaubt. Es geht ja jetzt um Anbau, Verkauf und Kauf. Über die Grenzn hinaus für ganz Europa.
Darf ich die Herren erinnern, dass unser bevorzugter Energielieferant ne ziemliche Zicke ist? Im Sommer die große Klappe, um Winter ganz klein mit Hut.
Ich brauche den Saft im WINTER, nicht jetzt.
Habe gerade die Panasonic WP an damit es innen warm wird, gleichzeitig das Fenster auf, damit es nicht zu warm wird. Reicht das schon für die Psychiatrie?
Neue Ideen sind gefragt! Also, wo bekommen wir den Strom im Winter her, wie bekommen wir das Zeug vom Sommer in den Winter? Was machen wir mit dem Geisterstrom, welcher durch den enormen Zubau an EE nun immer häufiger wird und so immer mehr Regelungsaufwand erfordert, und JA, das Netz nicht unbedingt stabilisiert?
Haushalt, notwendiges
WP/Heizung
Auto
Pflicht wäre Punkt 1, optimal auch Punkt 2. Punkt 3 ist im Winter meiner Auffassung nach Luxus.
Lokal kann man zB macht es Sonnen so das dein Home Speicher gefüllt werden kann, um Netzstabilität und Überschuss erreicht werden kann. Bei denen braucht man zB auch keine PV oder irgendwelche Erzeugung. Man kann auch nur mit einem Akku helfen und das könnte so gut wie jede Wohnung. Dazu braucht man kein Dach oder Balkon ?
Es gibt aber auch noch andere Firmen.
Direkt speichern sind ja eher die Stromkonzerne beteiligt.
Power to Gas ist natürlich immer gut Gas bleibt auch immer ein Thema bei uns davon kommen wir nicht los.
Wärmespeicher sollte echt am Schluss genommen werden. Der Wärmeverlust ist denke auch wieder groß
Das ist genau der Irrtum, welchen ich in meinen vorherigen Beiträgen versucht habe aufzuklären, durch Zahlen. Offenbar fruchtlos.
Die Annahme, dass Homespeicher in den gängigen Größen das Netz nennenswert stützen, ist unrichtig. Wir erzeugen jetzt gerade 37 Millionen KWh in jeder Stunde Sonnenschein.
Alle Homespeicher zusammen (wir sind glaube ich bei 7GWh) sind unter diesen Bedingungen in unter 12 Minuten voll. Wenn Solarleistung in den nächsten Monaten/Jahren verdoppelt wird, sind alle Speicher in unter 4 Minuten voll. Das nützt als Netzstabilisierung nichts, gar nichts.
Auch eine Verzehnfachung der Kapazitäten der Homespeicher ist noch immer vollkommen nutzlos - für das Netz. Ab 50 Millionen Stück Tesla Model S fängt es langsam an interessant zu werden. Die 50 Millionen Ladestationen, alle müssen zeitgleich am Netz und durch Fahrzeuge belegt sein, werden eine Herausforderung.
Die benötigten Speicher werden unfassbar teuer. Um die 37Mio KWh zu speichern, müssten wir Speicher im Wert von ca. 11 Milliarden installieren, pro Stunde. In der nächsten Stunde brauchen wir wieder diese Anzahl Speicher usw.
Der Überschüssige Strom, und wir werden viel davon haben, muss im Augenblick seiner Erzeugung in etwas einfacher speicherbares gewandelt werden, oder abgeschaltet. Es gibt keinen Anderen Weg. P2G ist wohl das, was dem am nächsten kommt.
Ich will Wasserstoff! Allerdings habe ich von dem Zeug überhaupt keine Ahnung, der Optimismus des Ahnungslosen halt.
Also wo ist die Lösung der EE-Fans? Ich hätte bis heute Abend gern ein erprobtes Konzept und eine Teileliste dazu.....