Eigenbau: 28kWp PV, 3phasige Victron Anlage, Wallbox und Speicher im Sauerland

Der erste (unvollständige) Monat ist um. Einmal hat meine bessere Hälfte versehentlich im „Direktlademodus“ statt „PV Überschuss“ das Auto geladen, und die Batterie auf 20% leer gezogen.

Von den 413 kWh Hausverbrauch sind 115 kWh ins Auto gegangen. Es ist ärgerlich das man im VRM bestimmte Lasten wie die Wallbox nicht separat auswerten kann, ohne Hacks. Überlege ob ich das über Hacks ändere oder die Wallbox einfach auf AC-IN hänge. Momentan hängt bei mir das ganze Haus, inklusive Wallbox und AC-Wechselrichter auf AC-Out.

Die OpenWB Wallbox funktioniert super, sowohl was die automatische Phasenumschaltung angeht als auch sonst. Sie regelt im Modus „PV“ die Ladung exakt gemäß dem Stromüberschuss aus.

Um für die Übergangszeit Erfahrungen zu sammeln habe ich konfiguriert, das oberhalb von 70% Speicherfüllstand der Speicher bis zu 3kW Ladeleistung beisteuert. So ist sichergestellt das die Ladung nicht abbricht und ich sogar die gesamte Ladedauer drei-phasig durchladen kann:

In der openWB Visualisierung ist die Speicher Zugabe dann schön zu sehen. Die PV liefert nur 5,7 kW, also unterstützt der volle Speicher die Auto-Ladung mit 3kW auf 8,74 kW und liefert die 600W fürs Haus:

Hier einmal ein gesamter Ladevorgang. Erst lädt die openWB einphasig und „testet das Wasser“, dann wird auf dreiphasig umgestellt. Für den Sommer habe ich jetzt konfiguriert das immer sofort dreiphasig gestartet wird, um die Phasenumschaltung zu vermeiden.

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Nach der katastrophalen Trockenheit, die hoffentlich selbst dem letzten Mitbürger veranschaulicht hat, dass wir den Klimawandel nicht aussitzen können, gibt es auch im Sauerland endlich Regen.

Und endlich kann ich auch sehen, was die Anlage in der Sauerländer Wolkensuppe produziert. Oh Schreck:

Da hätte ich schon mit ein paar Kilowattstunden mehr gerechnet, bezogen auf die circa 25 kWP angeschlossene im August:

Scheint das ich selbst Ende August nur meinen Tagesverbrauch erwirtschaften kann, wenn die Wolken dicht sind. Weiterhin befürchte ich, dass die dargestellte Victron VRM Prognose der nächsten Tage ein wenig zu optimistisch ist.

Bin gespannt, vielleicht habe ich sogar Gründe das Nord-Ost Flachdach entgegen der Absprache mit weiteren 6-8 Panels zu belegen :wink:

Ja, der Ertrag ist bei mir auch so stark eingebrochen. Der Akkustand massiv gefallen.

Wundert mich, dass Dein Akku noch so voll ist. Dachte, dass Du nur 2 Akkupacks mit MB31 hast. Oder habe ich das verpasst und Du hast aufgerüstet? Oder Ihr verbraucht wesentlich weniger im Haushalt als wir......

Ok, habe einen Studenten, der derzeit keine Prüfung hat und jetzt in einer anderen Zeitzone ist :wink: . Sein PC verbraucht ordentlich, wenn er nicht zum Lernen genutzt wird.....

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Genau, habe zwei MB31 Packs. Allerdings mit JK BMS, da ist der state of charge ja nicht unbedingt akkurat :wink:

Ich verbrauche in zwei Haushalten mit jeweils zwei Erwachsenen 10 - 15 kWh / Tag exklusive dem E-Auto.

An Tagen an denen das Aurto auch geladen wird sind es meistens 30-50 kWh, kommt aber nur ca. zweimal pro Woche vor.

OK für Dreckswetter ist die Batterie da.

(Grafik hatte ich interpretiert, dass es 175kWh Batterie wären :grin: aber mit 2x15 kommst ja auch schon 1-2 Tage aus)

Links ist die Produktion pro Tag in Kilowattstunden, rechts der prozentuale Akkustand, bezogen auf 32 kWh.

das ist doch viel zu wenig akku für diese pv, das musst du mindestens verdoppeln

so sieht's hier nach zwei Tagen Regenwetter aus (61kWh Akku)

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Ich bin skeptisch ob sich eine Erhöhung von 32kWh auf 64kWh amortisiert. Die Amortisation wird ja bei jeder kWh die über dem üblichen Nachtverbrauch liegt immer schlechter.

Wirklich berechnen kann ich es noch nicht, da mir Daten aus Übergangszeit und Winter fehlen. Aber wenn ich die Erzeugung seit Installation der Anlage nehmen und extrapoliere rechnet Claude das ich mit einer Erweiterung der Akku Kapazität von 32 auf 48 kWh lediglich 15 € / Jahr spare:

Akku-Analyse-v2.pdf (363,9 KB)

Ich freue mich über Praxiswerte die das widerlegen. Rein aus Spaß investiere ich ansonsten momentan nicht in eine Akku Erweiterung, da stehen erst andere Spaßprojekte wie eine Epoxybeschichtung der Garage, die neue Werkstatt und einiges andere auf der Liste.

Auch beim Thema IT Infrastruktur gehts weiter, ich habe drei Mini Pc geschenkt gekommen mit jeweils i5 CPU, 32GB RAM und 1 TB NVME SSD.

Darauf kommt jetzt ein Proxmox Cluster und dann einige einzelne VMs / Container die stabil laufen müssen für Home Assistant und PiHole.

Dann drei k3s-VMs (eine pro Node) als HA-Cluster, darin InfluxDB, Grafana, Nextcloud und alles Weitere, was ich künftig ausprobieren möchte, da ich tiefer in Kubernetes reinschnuppern will.

Meine alte Synology agiert als NFS-Storage und Backup-Ziel (Proxmox Backup Server).

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hast du schon mal berechnet wann sich ein kfz amortisiert?
nicht immer von der kapitalistischen seite angehen, verdoppelter akku bedeutet weniger belastung für deine 2, mehr flexibilität abends oder bei schlechtwetter....

auch wegen den neuen it spielereien die alle wieder mehr strom verbrauchen und weiteren projekten

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ich bin glücklich damit noch 2 Boxen gekauft zu haben, macht die Sache viel entspannter :+1:
Auto trotzt Regenwetter laden :innocent:

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rechne verbrauch gleich mal 5kWh/tag drauf :slight_smile: (wie viel größer muss eine pv sein, um eine hausautomation zu ertragen?)

ich trau dem KI nicht. 15€/Jahr das ist viel zu wenig. Meine Batterie ist gross genug, um 2-3 schlechte Tage zu überbrücken und des spart bei april/novemberwetter

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Ohne Daten ist es natürlich immer schlecht rechnen :wink: Aber wenn die Tabelle auf der 3. Seite des PDFs nicht grob falsch ist nach ggf. anderen Daten die Du hast, klingt es schon plausibel. Reichlich PV für mehr Speicher hättest Du ja, wenn der Verbrauch das künftig auch sinnvoll werden läßt, kannst Du ja immer noch nachrüsten und hast dann zeitaufgelöste Daten aus HA. Ich hab ja nur bescheidene 8.5 kWp Ost/West auf dem RMH Dach, Heizen mit Splitklima braucht nur 840 kWh im Jahr und so mit etwa 9 Monaten Daten in HA hab ich neulich mal bei einer Simulation damit ausgespukt bekommen, daß es auch 7 statt der 14 kWh Akku tun würden ... Über nen zweiten Akku etc. brauch ich nicht nachdenken, auch wenn es bei zwischenzeitlichen Regentagen schon am Ego kratzt, wenn man Strom einkaufen muß, den man die Tage zuvor für wenige ct "verschenkt" hat ...

Ja klar habe ich auch dort gerechnet, bei den Summen. Daher bin ich von einem Passat B8 Diesel auf ein Tesla Model Y umgestiegen. Hat den Platz den ich als Bauherr, für Heimwerken und für Hobbies benötige, gleichzeitig ausreichend Anhängelast, und dann im Verhältnis zu allen anderen getesteten und verglichenen Modellen die geringsten laufenden Kosten da ggü Europäern kein Werkstatt-Zwang & Co.

Bisherige laufende Kosten nach 3,5 Jahren und 80k Kilometern unter 100 € (Scheibenwischer, Innenluftfilter) und einmal TÜV. Zudem konkurrenzlos günstig im Verbrauch.

Wenn ich das rein kapitalistisch angehen würde hätte ich keine Victron Anlage für 35k € sondern einen Deye oder Huawei gewählt :wink:

Trotzdem werde ich denke ich den Herbst erstmal beobachten und basierend auf den gesammelten Daten rechnen, wieviel genau der Akku bringt.

Es wird dann ja auch noch eine 7kW Panasonic Jeisha und zwei Split-Klimas installiert, auch die werden dann nochmal ordentlich Einfluss haben. Dann ist der Akku noch schneller leer, ob sich dann mehr Akku rechnet?

Ja, das könnte hier auch ein Argument werden, Mal abwarten wie der Herbst sich auswirkt.

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bei diesem gedankengang, brauchst du vielleicht garkeinen akku :grin:

die rechnung würde ich gerne sehen, dass sich dein model y monetär amortisiert.
vielleicht in 10 jahren aber bis dahin steht schon ein anderes fahrzeug vor der tür und die alten annamen sind längst vergessen

Der August ist vorbei, und damit mein erster vollständiger Monat.

Habe wieder einige Male bei Regenwetter den Akku genutzt, via Wallbox Config 3kW Ladeleistung aus dem Akku spendiert um sicherzustellen das die Wallbox 3-phasig weiterlädt.

Zudem mussten wir erstmalig dran denken das Fahrzeug nach der Arbeit sofort einzustecken, weil wegen der kürzer werdenden Tage und des schlechteren Wetters der Auto-Akku nicht in jedem Fall am selben Tag voll wird.

Bin gespannt auf den September!

Daten August 2026

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Hast Du den SMA 15kWp an ACout angeschlossen?

Wenn ja, dann benötigst Du mind. 15x3=45kWh Batterie, damit bei Stromausfall die Energie kurzfristig gepuffert werden kann bis über Frequenzanpassung der SMA runter geregelt wurde.

Also doch die dritte ELL dazu stellen :wink:

Regel: je 1,5kWp werden 4,5kWh Batterie benötigt.

und genau deswegen musst du deinen haus akku mindestens verdoppeln.

aber gut ich habe ja kein netz bei mir gibt es diese option des netzbezuges automatisch nicht und die frage nach amortisiert sich oder nicht stellt sich bei mir garnicht.
ich baue einfach dazu was in den keller passt.

amortisation geht mir am allerwertesten vorbei. :grin:
obwohl sich das doch noch sehr schnell lohnt rein theoretisch gesehen wenn jetzt noch auto und wp mit dranhängen, aber dass es sich finanziell lohnt ist nicht mein primäres ziel.

am ende ist es nur wertloses geld eingetauscht gegen unbezahlbare unabhängigkeit.

Bei den aktuellen Batteriepreisen denke ich, je kW vom Dach (nicht kWp rechnen) 4-5kWh hinstellen (oder halt so viel mehr, wie einem die Unabhängigkeit in Geld wert ist)

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Hallo Björn,

Guter und richtiger Hinweis. Mit der Regel habe ich mich natürlich beschäftigt, als die Frage anstand, ob ich den SMA Wechselrichter an AC-IN oder AC-OUT anschließe.

Meine Sichtweise:

  • Der SMA Tripower kann theoretisch 15 kW liefern
  • Die drei Strings mit in Summe 17,2 kW sind aber Nord-Ost / Süd-West verteilt und ich habe im Juli eine Spitzenleistung von nur knapp 10 kW im VRM gemessen, also 208 A bei 48V
  • Diese Leistung sollten die beiden Akkus aus meiner Sicht auch im Notfall (Wegfall Netz + voller Akku) solange aufnehmen können, bis der SMA abgeregelt ist, denn:
  • Die BMS können 2 x 200 A = 400 A bedienen.
  • Die Akkus können 0,5C (314 A) Dauerstrom und 1C (628) Spitzenstrom bis zu 30 Sekunden verarbeiten.
  • Den Fall „Akku fast voll“ federe ich ab, weil ich die Zellen sowieso schonend nur vis 3,45 V lade.

Freue mich über deine / eure Sichtweisen dazu!

Tatsächlich überlege ich aber trotzdem noch ein drittes Pack dazuzustellen, um nochmal „ruhiger zu schlafen“.