Wenn man “frisches Kupfer” miteinander verschraubt, passiert nichts.
Habt ihr aber mal gesehen, wie “gammlig” ein paar Jahre alte Kupferschienen in Installationen (Innenraum, klimatisiert) aussehen?
Die Leitfähigkeit einer Kupferoxidschicht ist im Vergleich zu reinem Kupfer extrem schlecht. Sie wirken in elektrischen Anwendungen primär als Halbleiter oder sogar als Isolator, nicht als Leiter.
SLS hat übrigens Legierungen und Beschichtungen.
Kabelschuhe, Aderendhülsen usw. (wenn man den welche mal wirklich in Kupfer bekommt) sind auch beschichtet - warum wohl?
Verzinnen ist recht einfach … nur bei einem Meter Kupfer in >100qmm scheitert mein Lötkolben. Wenn wollte ich auch eine dünne glatte Schicht und keinen Krümmelkuchen.
Habe meine Verteiler auch an der Wand. Ist aus PETG und die Deckel PLA. Schiene ist 8x30. Ist modular erweiterbar. In der mitte hängt der Shunt. Mit Fusion gezeichnet.
Der eine wäre hier sogar um die Ecke und ich könnte auch als Firma einkaufen.
Aber das sind so Läden, die schicken Dir keine Preisliste, sondern erst mal einen Vertreter. Furchtbar umständlich und ohne LKW-Ladungen zu teuer.
PS: hab jetzt bei metalxact.com Kupfer Flachstangen 25 x 5 mm in 2x 800mm inkl. allem für 67 EUR bestellt. Find ich auch etwas teuer und selbst für 1m Fixmaße soll man Schnittkosten zahlen. War aber im Moment die kleinste Kröte zum schlucken die ich finden konnte.
Noch mal ein Update zu den Isolierungen. Auf 30x10 Schienen kann man einen handelsüblichen Mini-Kanal in der Abmessung 20x35 perfekt aufschnappen. Das ist etwa Faktor 10 billiger als die Isolierung welche von Rittal angeboten wird. Diese hat eine VPE von 10m, ist kaum irgendwo vorrätig und passt aber durch eine Stufenkonstruktion auch gleichzeitig auf eine Vielzahl von Schienenabmessungen.
@All (@Stefan @Dieter_P), die Sammelschienen verwenden:
Wie sehen Eure Erfahrungen aus? Wuerdet Ihr es heute wieder so machen?
Oder doch etwas anderes oder gar zurueck zum Kabelschuh?
Ich hatte eine Notwendigkeit etwas zu verändern. Einphasig mit einem Victron MP2 und einem Batteriepack bekommt man auch recht simpel und sparsam aufgebaut (Ohne Stromschiene/Verteiler)
Um dann aber 3x MP2 und auch mehrere Batteriepacks anzuschließen braucht es eine Verteilung. Ja es muß Elektrotechnisch bei mir vertretbar sein, aber in diesem Kellerraum brauche ich kein “Schöner Wohnen” und darf daher auch praktikabel und Budgetorientiert aufgebaut sein.
Da ich keine für mich vertretbaren Metallbezugsquellen aufgetan hab, ist dieser Aufbau entstanden im größten Aufputzkasten den ich günstig beim Chinaman schießen konnte.
Bisher läuft alles einwandfrei und auch mit der Wärmebildkamera konnte ich keine Schwachpunkte finden. Entsprechend, ja den Aufbau würde ich so wiederholen und ist für mich insbesondere Herstellerneutral und engt mich in der Beschaffung nicht ein.
ich habe bisher zwei Erweiterung eingebaut, von daher bin ich froh die Kupferschienen zu haben, Klemmen aufstecken, Kabel drunter, festschrauben fertig
Bei rund 16kW maximaler DC-Leistung sollte der Strom im worst case bei 333A liegen, dafür reicht die CU Schiene mit 300qmm locker aus bei mir.
Prima. Du hast also auch keine negativen Eigenschaften festgestellt.
333A sind schon etwas Text, aber 300mm2 noch mehr .
Dass mit dem wieder Abbauen oder umruesten, ist auch mit die grosse Charme dieses Ansatzes fuer mich.
Werden bei Dir die Klemmen warm? Oder ist das auch problemlos?
Welche Kabelquerschnitte hast Du da verklemmt?
Halten die Klemmen auch auf vernickelten Schienen? Sollten doch, oder?
Ich habe eine Ausbildung als Energieelektroniker im Sonderanlagenbau genossen. Diese Stromschienen werden dort seit Jahrzehnten fehlerfrei eingesetzt. In großen Verteilerschränken in der Industrie sind die gleichen Schienen verbaut. Das ist Stand der Technik. Blanke Schienen macht man vor'm setzen der Klemme mit feinem Poliervlies blank, das kann man sich bei vernickelten Schienen sparen.
Angeschlossene Querschnitte liegen hier zwischen 1,5qmm bis 100qmm, jeweils mit den passenden Klemmen oder Kreuzverbindern. Bisher keinerlei Probleme, mit IR Thermometer und Wärmebildkamera geprüft.
Ich war noch nicht wirklich auf Spitzenwertsuche. Lass es mich so sagen, ich lade regelmäßig mit 11kW und dazu kommt was Kleinkram vom Haus. Aktuell kommt das nicht alles aus dem Akku und auch von der PV. Im Winter war das aber öfters der Fall. Sagen wir mal 8-10% Verluste bei der Leistung liegen wir bei 253A. Irgendwas in den 24xern hab ich oft gesehen als Anzeige. Aber das fließt über keine einzige Klemme. Maximal sind die Batteriepacks jeweils mit 125A abgesichert und falls einer der drei ausfällt, reicht das immer noch.
Zu erwähnen ist, dass bei mir auch wegen kurzer Kabelwege komplett auf 50mm² Verkabelt ist und die Klemmen auf der Stromschiene, die ich verwendet habe, da auch ihr Maximum haben. Hat man was Dickeres muß man anders die Stromschiene anschließen.
Den jetzigen Aufbau noch zu erweitern, wird murksich bei mir, da mach ich mir nichts vor. Aber Platz hab ich eh keinen mehr und darum schon mit doppeltem Boden gebaut zur Kabelverlegung auch wenn es zur Belüftung nicht optimal sein mag. Das Einzige was dann noch hilft. Alles rauswerfen und einfach einen dicken Deye nutzen. Da bräuchte man nichtmal eine Stromschiene.
Ich hab mir das Günstigste rausgesucht, was bei mir funktioniert. Sind auch von Rittal. Danach k.A.
Ich hab jedenfalls welche benutzt. Wenn man die Schraube mit dem vorgesehenen Drehmoment anzieht (hab ich ausprobiert) kommen durchaus einige feine Adern zum Bruch und genau sowas lockert Verbindungen mit der Zeit. Darum hab ich Adernendhülsen eingebaut.
Ich habe die NH-Trenner direkt auf eine Sammelschiene geschraubt. https://www.ebay.de/itm/156301871299
Allerdings habe ich voriges Jahr noch 6 Stück gebraucht für 60€ bekommen.