Diskussionen zu dem was wir an Spannungsverläufen etc sehen bitte hier, um es von Diskussionen zum Tool zu trennen. Kann noch nicht sagen, wann ich oder andere Mods zu kommen den Bestand aufzuteilen.
Wie leitet man denn aus Spannung und Netzfrequenz eine Aussage zur Ortsnetzauslastung ab?
In den Ortsnetzen gibt es Trafostationen, wenn die viel durch PV Erzeugung zu tun haben, geht die Spannung nach oben. PV Wechselrichter regeln bei einer Spannung über 253v runter bzw. schalten ab.
Damit hat die Spannung eine Aussagekraft wie die Trafos oder das Mittelspannungsnetz dahinter ausgelastet sind. Die Netzfrequenz wird stark diskutiert, ist die regional unterschiedlich oder überall gleich.
Die Netzfrequenz ist im europäischen Verbundnetz überall gleich. Solange da keine Störung vorliegt und Segmente abgekoppelt werden, ist die Spannung das einzige einfach und einigermaßen zuverlässig zu messende Indiz zur Auslastung des Ortsnetzes. Einigermaßen deshalb, weil der gemessene Wert auch von Länge von und Stromfluß durch die Zuleitung zwischen Trafo und Hausanschluß abhängt.
Hier mal ein Bild aus VRM von meinem Hausanschluß (Nordbayern). Die Frequenz war den ganzen Tag im Rahmen der Meßgenauigkeit konstant bei 50Hz, die Spannung schwankt etwas, ist aber kaum von meiner Einspeiseleistung abhängig. Das sieht man besonders gut in der Nacht, wo der Strom näherungsweise Null ist.
Aber gemessen wird doch irgendwo und nicht am Trafo.
Außerdem ist ein Ortsnetz ja ein Netz dessen einzelne Verästelungen mehr oder wenig stark ausgelastet sind.
Als Hobbyprojekt ok. Aber die im Titel gestellte Frage kannst du damit nur sehr unzureichend beantworten.
Es geht darum einen Überblick zu erhalten und zwar alle 5min. Wenn wir mehr Messpunkte haben, bekommen wir auch einen besseren Überblick.
Ich meine, dass sogar die RONTS dafür sorgen können, dass Nachts die Spannung höher gemessen werden könnte, als Tagsüber, da sie sich anpassen (stufenweise).
In dem Fall könnte man mittels Spannungswerten gar keine Aussage über den Zustand des Netzes machen, da man nicht weiß, was der RONT macht.
Die 24h Messungen zeigen was ganz anderes. RONTs werden erst seit 2010 verbaut und unserer Ortsnetz stammt aus den 90er oder vielleicht auch älter.
Würde bei RONTS immer alles im grünen Bereich liegen, egal wieviel eingespeist wird?
Ortsnetz immer ok, nachmessen nicht nötig?
Nachtrag: Neuere WR müssen Blindleistung mit einspeisen um die Spannung zu drücken.
Kann man dann trotzdem sehen ob das Netz überlastet ist?
Würde bei RONTS immer alles im grünen Bereich liegen, egal wieviel eingespeist wird?
Ortsnetz immer ok, nachmessen nicht nötig?
Wenn die RONTS die Energie ins Mittelspannungsnetz abgeben können, sollte die Spannung immer normal sein. Wenn es "Stau" im Mittelspannungsnetz oder im hinterliegenden Hochspannungsnetz gibt, gehen auch bei den RONTS die Spannungen hoch.
Die RONTS sind noch nicht so verbreitet, weil solche Trafos sehr langlebig sind.
Es wäre super, wenn wir nachweisen können, das die Netze entspannt sind: live, alle 5min ohne die Interessen von Unternehmen. Aber ich habe in den letzten Wochen auch Messungen gesehen, wo es über 253V hinausging, diese Ortsnetze sind nicht okay und der Ausbau vom Netzbetreiber drängt.
Soll es denn bei einer Implementierung "nur" von HA bleiben oder besteht über Iobroker auch noch eine Möglichkeit Daten zu liefern?
Ich könnte Daten beisteuern die nicht von uns selbst "verfälscht" werden da wir nicht einspeisen.
mir ist bei uns im Ortsnetz was aufgefallen, könnt ihr mal in eure Auswertungen schauen ob das ähnlich ist.
In diesem Artikel geht es um einen ähnlichen Ansatz. Allerdings nur auf deren Systeme beschränkt - dafür bereits größer 100.000 im Einsatz.
Danke @sueber für den Link, ich kenne die Analyse von E3/DC und die Berichterstattung darüber. Es ist halt eine Stichprobe. Ich finde den Live Ansatz sehr spannend. Macht gerne mit, ich habe die Datenerfassung in den letzten Tagen breiter aufgestellt.
Hey Stefan, sehr interessante Beobachtung. Du musst wohl schon an einem der neuen RONT Transformatoren hängen, ein Standard Trafo hat ein festes Übersetzungsverhältnis.
für Sonntag ist leider wieder nicht so tolles Wetter vorhergesagt, sonst könnte man mal schauen ob es auch Sonntags zur Absenkung kommt, oder ob hier wirklich Großverbraucher zuschlagen von Mo. bis Sa.
Das Whitepaper hat ja gerade die Verhältnisse an sonnigen und frischen Tagen, bei niedriger Netzauslastung gezeigt und entsprechend aufbereitet.
Mit diesem Projekt wir es schon eine Herausforderung an die gleiche Zahl von Teilnehmern zu kommen, let's go.
Nur zur Veranschaulichung: In DE gibt es ca. 500 bis 600 Tsd OrtsNetzTrafo, diese haben dann mehrere Niederspannungsstränge, mit 20 - 40+ Häusern (so ganz grob). Am Nachbar-ONT, bei weniger PV Anlagen, sind die Spannungswerte wieder anders.
Die Verteilsnetzbetreiber müßte von der BNetzA verpflichtet werden diese Daten zu veröffentlichen. Denn nur dann kann der Bürger erkennen, ob kostentreibende Maßnahmen wie Steuerbox (§14a, EnWG) wirklich erforderlich sind.
Deine Schätzung teile ich und es ist eine große Aufgabe.
Diese Daten können die Netzbetreiber im Moment nicht erheben, weil einfach keine Messtechnik in den Trafostationen verbaut ist. Außer man ist schon an einem sehr neuen Trafo, einem RONT angeschlossen. Diese werden erst seit 2010 installiert.
Nun, hier liegt glaube auch eine Fehleinschätzung vor.
Sie brauchen die sekündlich/minütlich/stündlichen Daten auch nicht, weil sie einfach wissen - es hat sich nichts groß verändert:
- PV Dachanlagen fallen nicht vom Himmel, sie werden geplant
- Wallboxen werden gemeldet und dann wird kurz geschaut, die kommen auch nicht täglich dazu
- Dito bei Wärmepumpen
Wenn sich also nichts groß ändert, warum dann flächendeckend Equipment verbauen - die Jungs kennen ihr Netz sehr gut.
Und da wo es enger ist, da ist dann auch etwas verbaut. (*1)
Aber natürlich haben interessierte Gruppen und Firmen ein Interesse - insbesondere im Niederspannungsnetz "Panik vor zu geringer Digitalisierung" zu verbreiten.
Denn sog. SmartMeter und Steuerboxen (§14a, EnWG) müssen unters Volk gebracht werden, denn die Energiekonzerne brauchen zu allererst die Daten: Für "smarte "Tarife, die dann selbstverständlich ihre Profite halten und steigern.
Gleichzeitig gibt natürlich kein Interesse an transparenten ONT Daten, denn dann würde die Skandalisierung der fehlenden Digitalisierung ins Leere laufen.
*1: Nicht mißverstehen, es wird problematische Stränge/ONT geben - aber zur Abhilfe gibt es technische Maßnahmen. Und natürlich gibt es auch das Ölkabel, das schon sehr, sehr alt und unter den Gleisen der DB verläuft - aber das sind die 0,00x Prozent.
Das alle Großverbraucher angemeldet und damit bekannt sind ist richtig, aber was ist mit Gleichzeitigkeit der Lasten. Wenn alles so schick ist, warum werden denn Milliarden in den Ausbau investiert? Ich denke, die Trafos werden oft auf Verdacht gefahren und normal sehr gering ausgelastet. Die neuen RONTs sind dann der nächste Schritt aber das wird 30 oder 40 Jahre noch dauern.
Sehe ich anders. Über den Strompreis auf Angebot/Nachfrage und damit auch auf Auslastung der Netze zu reagieren ist eine super Idee. Es kommt den Nutzern und auch den Betreibern zu Gute. Perfekt. ![]()
Wo kommt das denn her? Der Digitale Wandel im Stromnetz in Deutschland hängt offensichtlich hinterher und wird viele Vorteile bringen. Die Netzbetreiber müssen sich in den nächsten Jahren strecken.
Ich frage mich, was willst Du hier erreichen, vielleicht, vermitteln alles ist gut so? Dann würde ich gerne wissen, warum dauert es so lange bis neue PV oder Windkraft Anlagen ans Netz gehen?
Gerne bin ich auch gerne bereit, das Projekt dafür herzunehmen und nachzuweisen, das die Netze in einem guten Zustand sind und alle aktuellen Lasten ohne Überlast handeln können. Im Moment habe ich in einigen Ortsnetzen im Süden nicht diesen Eindruck..
