Die Batterie wird dazu mit insgesamt 14 Sechskantschrauben und Unterlegscheiben am Fahrzeugboden befestigt. Links und Rechts befinden sich die dazugehörigen Anschlußschächte, die im Betrieb mit je einem Abdeckblech mit Dichtung verschlossen sind.
wie ihr sehen könnt, befindet sich Im linken Schacht der 12V Datenstecker (21polig). Über ein Y-Kabel mit einem 9 poligen und einem 12 poligen weißen Steckverbinder erfolgt der Anschluß zur Batterie, zum Betrieb des BMS (Batteriemanagementsystem)
Auf der rechten Seite befinden sich an der HV Batterie dicke Kabel mit HV Plus und HV Minus, ein weißer Steuerausgang für die Switch & Fuse Box und das Erdungskabel.
Das Steuerkabel, das HV-Plus und das HV Minus Kabel sind an der Switch & Fuse Box im rechten Schacht angeschlossen. Das Erdungskabel ist auf einen Massepunkt gelegt.
die Daten vom Typenschild der V5 habe ich hier mal abgetippt:
Streetscooter
Rechargable Lithium-Ion Battery
70INR 19/65
Nominal Voltage: 252 V
Capacity: 79,8 Ah
Energy: 20,1 kWh
Max. discharge current: 215 A
Max. charge voltage: 294 V
Operating temperature: -20°C to +50°C
Charging temperature: -20°C to +50°C
Safety advices for Lithium-Ion batteries
Don't crush. Don't heat or incerate. Don't
short circuit. Don't dismantle. Don't immerse
in any liquid or it may vent or rupture.
Made in Germany
GEB 17-W36 / Art.: 28079-00 /
StS-Art.: B14X616250_05/ F559267 /SN xxxxxx
So wie ich die Anfangsbuchstaben der Streetscooter Artikelnummer aktuell lese und verstehe, könnte die V5 daher nicht als erste Batterie der B16 Baureihe, sondern damals eher als eine der letzten Batterieversionen der B14 Baureihe entwickelt worden sein.
Sobald die zahlreichen Inbus Schrauben der V5 Batterie gelöst und die schwarze Abdeckhaube abgehoben wurde, sehen wir einen grauen Schaltkasten bei dem ringsherum 10 Batteriemodule mit je einer weiteren schwarzen Abdeckung angeordnet worden sind.
Safety advices for Lithium-Ion batteries
Don't crush. Don't heat or incinerate.
Don't short circuit. Don't dismantle.
Don't immerse in any liquid it may vent or rupture.
Respect charging instructions
Charge 0 to 45°C.
Discharge: -20 to +60°C.
Made in China
GEC 17-W17
Art.: 24649-3-LTD
Da ich ja auch interessiert davon bin, was sich unter den weiteren Deckeln befindet, habe ich dort auch mal die Schrauben gelöst und die Deckel abgenommen.
in der Mitte erkennt man das BMS und weitere Bauteile zur Steuerung der HV Batterie, rechts sieht man ein Modul mit den beiden Hauptanschlüssen rot und schwarz, sowie einer kopfseitigen Platine, die die eingebauten Zellen balanciert, Temperatur überwacht und mit dem BMS über Daisy Chain kommuniziert. Die Daisy-Chain wird vom ersten Modul bis zum letzten Modul in Reihe durchgeschliffen. Am Anfang und am Ende sitzen in der Datenleitung noch Abschlußwiderstände.
Lastseitig ist die V5 Batterie als 1-Strang Variante ausgeführt, die 10 Module sind dazu lastseitig in Reihe geschaltet. Wenn also die Spannung eines Modul mit nominal 25,2V angegeben worden ist, dann steht an der HV Batterie selbst 10 x 25,2V = 252V nominal zur Verfügung.
auf der grünen Platine steht Streetscooter STS-BMZ-V2, die Platine scheint also durch eine Kooperation von Streetscooter und BMZ entwickelt worden zu sein. Man erkennt deutlich die Steckverbinder der Daisy-Chain und es gibt da noch einen 4-fach DIP Schalter, der die einzelnen Module adressiert.
da ich mir sämtliche Module angeschaut habe, konnte ich auch die Art der Adressierung in Erfahrung bringen. Es ist Binärcode, gestartet wird bei Streetscooter anscheinend mit der 0.
Off Off Off Off =0
On Off Off Off =1
Off On Off Off =2
On On Off Off =3
Off Off On Off =4
On Off On Off =5
Off On On Off =6
On On On Off =7
Off Off Off On =8
On Off Off On =9
und falls ihr euch über die grauen Klebestreifen auf den Modulen wundert. Habe mir den Spaß erlaubt und die Spannung jedes einzelnes Modul gemessen. Die Werte sind auf den Klebestreifen vermerkt. Jedes Modul besitzt aktuell ungefähr 27,6 - 27,7V Klemmenspannung, es gibt hier zum Glück keine Ausreisser, die Module sind zueinander schonmal gut balanciert, so wie es auch sein sollte.
danke für die Info. das ist krass. ja dann ergibt es Sinn.
Kann es dann vielleicht sein. daß die BMZ Module bei Futavis auseinandergenommen und modifiziert worden sind, wieso gibt es da noch die Typenschilder von BMZ zu sehen. da passt doch hinten und vorne etwas nicht.
Na ist doch alles ganz einfach: Streetscooter hat natürlich nicht alles von Null an selbst gebaut, sondern Teile zugekauft, wie jeder Autobauer. Irgendwer hat 18650 NMC-Rundzellen hergestellt, vielleicht Panasonic oder ein anderer Zellhersteller. Die hat BMZ gekauft und daraus einen Akkupack gebaut. Auf den kamen dann die in Aachen entwickelten BMS-Platinen. Die Akkupacks gingen dann zu Streetscooter, wo aus 10 Stück eine Traktionsbatterie gebaut wurde. Übliche Lieferkette, würde ich sagen.
Hatte deinen Beitrag dazu schon gelesen, nur der Ablauf war ja auch ein anderer, zuerst gemessen, dann Kleinanzeigen, dann hier in diesem Forum angemeldet und dann irgendwann deinen Beitrag gelesen. Die Zellen brauchte ich damals zum Glück auch nicht einzeln anmessen, das wäre zudem eine Heidenarbeit gewesen. Zum Glück gab es am Schluß auch ein aussagekräftiges Diagnoseprotokoll. Hatte damals nur quick and dirty die Modulspannungen angemessen, weil mir nur 8 von 10 Modulen laut Diagnose angezeigt worden sind, hatte damals die Befürchtung, daß 2 Module ausgestiegen wären und somit auch das BMS in einem Schutzmodus ist. Das 8er 10er Problem, stellte sich danach aber auch durch die andere Software der Werkstatt als "normal" heraus. Finde ich zwar nach wie vor "nicht normal", aber für die Werkstatt war das anscheinend ein bekanntes Problem.