Deye 10/12KW DC / AC richtig abgesichert mit Backup- / Smart Load und Notumschalter

Besten Dank für eure Input.
Erst mal grundsätzlich zu meiner Situation:
Die SolarEdge PV Anlage mit LG Hochvolt-Batterie wurde vor sieben Jahren von einer Fachfirma so installiert.
Vor sechs Jahren hab ich die Wallbox selbst dazu gebaut.
Und vor zwei Jahren hat eine Fachfirma die Wärmepumpe so installiert.
SolarEdge hat zwar eine Erstatzstromoption im Angebot, aber die passt nicht zu meiner "alten" Bestandsanlage und wäre eh sauteuer.
Ich steh also jetzt vor der Entscheidung, ob ich Ersatzstrom mit Deye einigermaßen günstig nachrüsten kann, oder ob ich besser alles bleiben lasse.

Natürlich würde man die Bestands PV Module an den Deye anschließen, geht aber nicht, weil die alle Module wegen Teilverschattungsproblematik mit einem Leistungsoptimierer (funktioniert perfekt) bestückt sind.
Und die können nicht mit dem Deye.

Und ja, Reihenschaltung von zwei Batterien kann beim Entladen zu Problemen führen.
Aber ich kann die Sicherung des Ladereglers der LG Hochvolt Batterie abschalten und dann würde die SolarEdge PV Leistung grundsätzlich alle in den Deye gehen.
Evtl. könnte ich später versuchen mit Home Assistant-Steuerung zur gleichen Zeit immer nur eine Batterie entladen zu lassen.....

Die Absicherung der Wärmepumpe hat der Heizungsbauer so gebaut.
Wozu der eine LSS 3x 32 A hat hab ich auch nicht verstanden.

Einen Type B RCS am Load Ausgang hinterm Sontheimer scheint mir schon sinnvoll.

Die 3x 35A Schraubsicherung ist noch Bestand vom Hausbau vor 34 Jahren und müsste sicher erhöht oder auch weggelassen werden (da ist ja schon der 3fach SLS50 vorm Zähler).

Vielleicht sollte der Hauptpfad mit 50A abgesichert werden, aber dann kann ich nicht mehr den Deye mit 45A AC Durchgang verwenden, sondern müsste z.B. auf den SUN-14K-SG05LP3-EU-SM2 wechseln (leider wieder 200€ mehr). Der hat 70A AC Durchgang.

Das mit den Solaredge ist klar, diese Optimierer oben auf dem Dach die verhindern dass man diese Teile loswird.
Bleibt die LG Hochvolt NMC Bombe die ich nicht geschenkt haben möchte, schon garnicht in meinem Haus installiert haben möchte, und die Wallbox an der anscheinend so wie an der Home Assistant Geschichte Dein Herz hängt.
Wenn aber schon 200 € Dir schmerzen bereiten, wie wäre es mit mit so einer Stehalleine Batterie
Erfahrungen mit Speicher „MARSTEK B2500-D“? und dann an die den Tiefkühler angeschlossen....

ICH.... würde wenn ich Deine Hütte in Berlin besitzen würde... radikal aufräumen und den Home Assistant-Kram auch noch beenden weil der für PV Melken, Strom speichern Gridbezug vermindern, Auto laden, und Blackout nicht im Dunkel sitzen nicht notwendig ist.


Datasheet Deye-Wireless.pdf (459,7 KB)

Also alles rote rauswerfen, abschreiben entsorgen, Deye 20K mit der ersten 15 kWh Batterie (kommen noch min. 2 davon) Heizstab an Deye Smart Relais, Wallbox gegen Deye EVSE ausgetauscht, LoRa Sender in Deye und die Smart home in dem Bereich in Rente schicken.

So, ich hab meine Planung für meine Bestandsanlage mit Erweiterung um ein Deye ESS noch mal kräftig überarbeitet und viele der gemachten Vorschläge (nicht alles 1:1) mit einfließen lassen.

Den Bestand mit PV-Anlage, Wallbox und Wärmepumpe versuche ich erst mal so zu erhalten und hab den ganzen bestehende Hausanschluss über den Deye geschleift.

Die Herausforderung war die Verbraucher am Load-Ausgang des Deye anzuschließen UND die PV-Anlage am Generator-Eingang des Deye anzuschließen UND trotzdem noch noch eine Null-Einspeisung / Nullbezug an den CTs der PV zu ermöglichen. Dazu ziehe ich einfach beide Verbindungen (zum Load und zum Gen) durch die bestehenden PV-CTs.

Die PV “denkt weiterhin“, dass diese CTs der Netzübergabepunkt ist und versucht ihr bestes hier ne Nulleispeisung / Nullbezug hinzukriegen.

Wenn das nicht klappt, weil PV Akku ganz voll oder ganz leer oder zu großer Verbrauch oder zu wenig PV Erzeugung kümmert sich der Deye dann um Nulleipreisung / Nullbezug am Grid-Eingang.

Da die PV davon gar nichts weiß, sollte es doch auch nicht zu einer hin und her-Ladung / Entladung der beiden Batterien kommen, oder? So was würde passieren, wenn beide Batterien an der gleichen Stelle messen.

Für den Load-Pfad und den Gen-Pfad hab ich je einen Netz-0-Ersatz(strom) Umschalter vorgesehen.

Am Grid-Eingang ist ein 100A Trennschalter vorgesehen (für z.B. Montagearbeiten)

Im Load Pfad ist ein 300mA RCD Type B für Überwachung auf DC. Der PV Pfad umgeht diesen RCD.

Der jetzt eingeplante Deye-Typ kann 70A kontinuierlichen AC Durchgang.

Die Deye Wallbox würde mich interessieren, aber bidirektionales Laden sollte sie schon können.

Weiß jemand ob der N des Load und der N des Gen immer miteinander verbunden sind?

D.h. dass beide im Inselbetrieb mit dem PE über Relais verbunden werden?

Besten dank schon mal für eure Kommentare.

Mahlzeit. Also was ich auf den ersten Blick sehe ist dass du den Fi 50A 300mA gegen ein mit 30 mA tauscht. Ansonsten hast du keinen Personen Schutz für deinen untersten Abgang.
30 mA Personen Schutz, 300 mA Brandschutz!

Dann solltest du noch einen LS-Schalter vor den FI setzen für den Offgrid Betrieb. Und auch so hättest du nämlich keinen Leitungs Schutz.
Denn 100A LS-Schalter solltest du auch überdenken da du ja nur 63A bzw 50A Versicherung hast. Da komm ich gleich zu den 70A die der Deye zwar durchleiten kann, die du begrenzen musst wegen der gerade angesprochenen Sicherungen.

Wallbox LS Schalter 20 A

MfG Thorsten

Ach so, hast du einen Haus oder Tiefen Erder? Den brauchst du für den Offgrid Betrieb, bei einem Fehler Fall im Netz hast du eventuell keinen PE und dementsprechend keinen Schutz durch den FI !

OMG.. da reden wir in ein paar Jahren noch mal darüber, das steckt (trotz Messe in München) noch in den Kinderschuhen, für den aufpreis bekommst Du so viele Heimbatterien dass dein EV sicher nicht liefern muss

Besten Dank
Also, ich würde dazu tendieren RCDs aus dem Hauptversorgungspfad ganz rauszuschmeißen und nur (30mA Typ A) RCDs vor den Sicherungen der Endverbraucher zu platzieren. Soweit ich recherchiert habe ist ein Type B RCD (DC Überwachung) in meinem Betrieb ohne PV Module ja wohl nicht auch nötig, oder?
Der 100A LSS steht so in der Deye Installationsanleitung, nicht zur Absicherung sondern zur Spannungsfreischaltung bei Montage. Vielleicht wäre in in diesem Sinne je ein 63A LSS direkt am Grid, Load und am PV sinnvoll.
Die Wallbox läuft seit Jahren mit 16A LSS.
Und ja, aus meiner Kellerbodenplatte kommt ein 10mm dicker Leiter, geht an eine Verteilerschiene, wo's dann weiter geht auf Zählerkasten und PV Modulschienen. Von dieser Verteilerschiene würd ich dann auch ne 10mm² Verbindung zum Deye Gehäuse legen.

Bei meinem nächsten E-Auto wäre das ein Thema, dauert aber noch.
Wann kommt die Deye Wallbox raus und wo gibt's ein Datenblatt?

Endstromkreise über FILS in Automatenbreite und gut......

PV habe ich über 2pol DC LS abschaltbar umgesetzt. LS für 4/6mm² ist nicht notwendig, da selbstsicher.

Datasheet Deye-Wireless.pdf (459,7 KB)
Viel mehr als das gibt es nicht und rauskommen tut der Kram für uns wenn die Software fertig ist.

Hallo zusammen,
ich möchte einen AC Speicher haben und plane den SUN-12K-SG04LP3-EU oder den 10K plus zwei oder drei Deye SE-G5.1 Pro-B einzusetzen.
Bevor ich das alles durchplane habe ich ein Verständnisproblem:
Aktuell kommt der PV Strom durch Balkon PVs, die an unterschiedlichen Phasen und LSS hängen, meist gemeinsam mit Verbrauchern. Es gibt also keine "echte" PV Anlage.
Plan ist es, den Überschuss in Akkus zu laden und eine Art Nulleinspeisung zu realisieren. Zusätzlich wäre es schön, im Falle eines Netzausfalls, weiter Strom erzeugen/speichern und nutzen zu können.


Laut der Anleitung, muss der SG04LP3 WR an das Netz aber "hinter" die Haushaltsgeräte, Sprich in meinem Falle auch hinter die PV Anlagen. Kann der das so regeln? Ob Netzbezug oder Einspeisung herrscht, weiß er ja von den CT Klemmen.

Verstehe ich richtig, dass

  1. was hier als Last Ausgang bezeichnet ist, nicht zwangsläufig genutzt werden muss?
  2. wenn man einen Betrieb ohne Netz haben wollte, das ganze Haus dort anschließen müsste, also Netz --> WR --> Haus.

Wenn "Haus" komplett an "Last" hinge, würde das ja auch die PV betreffen. Es käme also im Überschussfall hier zu negativer Last.

Was würdet ihr mir raten?

Viele Deye-Nutzer haben einen Umschalter (z. B. von Sontheimer) installiert, um die Verbraucher bei Bedarf vom Load auf Grid umzuschalten.
Du kannst deine BKWs an den Gen-Port anschließen. Im Off-Grid-Modus wird Deye versuchen, die WRs durch Frequenzanhebung abzuschalten.
Ich habe einen Umschalter installiert, mit dem ich meine drei Mikro-Inverter vom Gen-Port auf Grid umschalten kann. Die MIs laufen aber bereits seit über einem Jahr netzparallel.

danke schon mal! ok, ich habe es fast verstanden, bedeutet das, der Umschalter schaltet dann zwischen Netz und Last um? also wahlweise Netz-> Netz Input Port des Wechselrichters und Netz-> Last Port?

das ginge nur mit einer Unterverteilung in welcher die Kreise an denen die BKWs hängen separat untergebracht wären. Würde der Wechselrichter es "verstehen" auch wenn von diesen Kreisen Verbrauch kommt (nachts)?

Wenn ich das ganze Haus an den Load Port hinge, bräuchte ich einen größeren WR, durch Wärmepumpe kann höhere Last als 12 KW entstehen. Meist jedoch nur kurz.. Wenn müsste ich Wärmepumpe und CEE Dose (für Wallbox) ohne WR direkt ans Netz hängen.

nein der Sontheimer schaltet einmal

Netz->Gridanschluss Deye-Loadanschluss Deye -> Hütte
und anderes
Netz-> Hütte

Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Informationen in diesem Thread! :+1::+1::+1:

Ich plane aktuell den Anschluss eines Deye SUN-14K-SG05LP3-EU-SM2 in Kombination mit AMY-Batterien. Zusätzlich möchte ich einen Sontheimer-Umschalter verbauen. Bei einem Stromausfall würde ich manuell über diesen Umschalten.

Was haltet ihr von meiner Anschlussplanung? Hat vielleicht jemand dieses Setup bereits erfolgreich in Betrieb? Mit meinem Elektriker konnte ich bisher noch nicht im Detail darüber sprechen – bitte also mit entsprechender Vorsicht betrachten. :face_with_spiral_eyes:

Ein paar Punkte, die mir bisher aufgefallen sind:

  • Ein FI Typ A ist auf der AC-Seite des DEYE ausreichend, da der Wechselrichter differenzielle Gleichströme erkennt und diese auf unter 6 mA DC begrenzt. Laut DEYE-Handbuch wird ein FI mit 300 mA empfohlen, um die Selektivität zu gewährleisten.
  • Die allpoligen Trennschalter sollten idealerweise im Hauptsicherungskasten sitzen. Dort ist jedoch kein Platz mehr. Nach meiner Recherche ist es aber zulässig, die Unterverteilung (UV) – die nur ca. 1 Meter entfernt ist – direkt an die Hauptleitungsklemme anzuschließen. Die Trennschalter könnten somit in der UV beim Wechselrichter untergebracht werden.
  • Das Signal "Island Mode" sorgt dafür, dass PE und N über ein Relais im DEYE verbunden werden. Diese Option muss zwingend aktiviert werden, damit der Inselbetrieb korrekt funktioniert.

Vielen Dank und Beste Grüße

Hast Dir ja viel Mühe mit den bunten Irgendetwas gegeben.

Mir das anzusehen bestraft mich zu sehr, länger als 10s hab ich's nicht ertragen........

Ja, die Zeichnung ist am Ende unkontrolliert eskaliert :grimacing:.
Ich versuche es mal mit Worten: Passt das so oder würdet ihr etwas anders machen?

Absicherung der Hauptleitung:
SLS 50A

DEYE GRID:
Allpoliger Lasttrenner 63A
FI TYP A 300mA 40A
LS C32

DEYE LOAD:
LS C32 ohne extra FI
Allpoliger Lasttrenner 63A

SONTHEIMER Umschalter 4 polig 63A
1: hängt am Netz und am am DEYE GRID
2: hängt am DEYE LOAD
3: geht zu den FI/LS der Verbraucher

CT Klemmen:
Werden zwischen Sontheimer und Netz platziert.

Falls jemand Lust hat, sich durch meine bunte Zeichnung oben zu kämpfen, würde mich das sehr freuen :slight_smile:

Moin @donwolle,
Ich habe gewagt, deine bunten Bilder anzuschauen und habe dazu einige Fragen. Hast du tatsächlich keine Verbindung vom HAK zur Potentialausgleichsschiene? Welche Netzform hast du?
Wozu brauchst du ein FI vor dem Wechselrichter? FI ist mehr oder weniger ein Personenschutz. Der WR ist aber keine Person.

Nein, es ist nicht zwingend erforderlich. Es hängt davon ab, welche Netzform du hast und nach welchem Schema du den Wechselrichter installiert hast. Bei mir ist das Signal „Island Mode” nicht aktiv, aber ich gehöre zu den wenigen, die es so installiert haben. Es ist nicht VDE-konform, dafür aber sicher. Eine Sternpunktverschiebung ist bei Fehlfunktion des Island-Mode-Relais nicht möglich.
Ich denke, jetzt habe ich genug für Verwirrung und Aufregung gesorgt.

Die technische Bezeichnung "Sternpunktverschiebung" hat eine Bedeutung.

Diese hat ungefähr genau gar nichts mit Nullung zu tun.

Insofern ist es falsch anzunehmen, der Island Mode hätte Einfluss drauf.

Wir kennen deine Sichtweise auf das Problem bereits.
Die Funktion Signal Island Mode kann einen erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer von Haushaltsgeräten haben.

  1. Hat hat nichts mit Sichtweise zu tun
  2. Das hat sich als Unfug herausgestellt

Bitte Google oder andere Quellen befragen, was eine Sternpunktverschiebung bedeutet.

Es ist wir beschrieben - Island... hat keinen Einfluss auf Sternpunktverschiebung. Eine Gefährdung für Haushaltsgerate ist ebensowenig darstellbar.

Die Stromwandler (CT) vor dem Zähler zu platzieren erscheint mir "unpraktisch".

Die bunte Skizze einmal als Handskizze, reduziert auf das Wesentliche ist bestimmt hilfreicher.

Im Zählerschrank ist eher kein Platz für si viele Komponenten. Der AAR ist definiert, auch was da installiert werden darf.

Vermutlich ist mit "Hauptzählerschrank" etwas anderes geneint, als das was das Wort beschreibt ?

Es beschreibt zB mit "HauptZähler..." - es gibt mindestens einen weiteren.

Geneint ist Eventuell ZS mit Verteilerfeld ?
Auch das lässt sich nicht aus dem Bunten ablesen.

Es gibt auch FILS in einem Gehäuse, in Automatenbreite. Ich verwende nichts Anderes mehr. Inzwischen gibt es entsprechend Automaten auch in halber Breite, bzw zwei in einem Automatengehäuse.....:joy: