@booker Tehalit 110x60
90x60 hätte zwar ausgereicht, war aber nicht erhältlich und es sind "Kinderzimmer". Da gibt es andere Blickfänge als der Kabelkanal sauber an der Wand installiert.
Danke, ja bei uns gibt’s auch nirgends kleinere Kabelschächte, dann muss ich halt die 120x60 nehmen.
Hallo
So der Klimatechiker war heute da und hat 2 Anlagen in Betrieb genommen, er hat aber die Anschlüsse zum Innengerät verlötet, er meinte das wäre eine Schwachstelle und mit der Zeit werden die Verschraubungen undicht.
Hat alles wunderbar geklappt, jetzt werde ich nochmals 2 Single Splits bestellen, dann kann ich das ganze Haus damit kühlen und heizen.
Grüsse Rolf
@booker
Interessant mit dem "verlötet"
Hat das sonst jemand gehört, dass die Innengerät-Anschlüsse irgendwann undicht werden?
Kann mir das gar nicht vorstellen warum. Wenn das ordentlich gemacht ist, wird es relativ schnell undicht oder
es sollte "für immer" halten oder?
Ja, laut meinem Klimatechniker ist das seit einigen Monaten Vorschrift, um sicherzustellen dass kein Kältemittel in den Raum entweichen kann im Falle einer Undichtheit. Ich meine auch das in dem EU Text für F-Gase gelesen zu haben ...
Seit Umstellung auf R32 (so um 2017 herum) haben einige Firmen aus Sicherheitsgründen in ihren Installationsanleitungen gefordert, dass das IG angelötet wird. Nicht, weil Bördel mit der Zeit undicht würden, sondern weil gelötet grundsätzlich ein höherer Sicherheitsstandard ist. Ich meine, bei Panasonic stand das in der Anleitung. Das selbst Panasonic das nicht streng fordert, sieht man schon daran, dass auch deren Anlagen Bördelanschlüsse haben.
Das es jetzt eine neue gesetzliche Regelung geben würde, die das fordert, kann ich mir nicht vorstellen. Da würde ich eher mal auf "Phantasie des Kältetechnikers" tippen.
aber jetzt mal blöd gefragt. Wäre es grundsätzlich nicht auch einfacher die Rohre zu verlöten? Mich nervt es ehrlich gesagt im nachhinein sie nicht verlötet zu haben. Gasbrenner und Lötzinn kosten doch nix. Man braucht keinen Drehmomentschlüssel bzw. fast kein Werkzeug. Und wenn du die Anlage mal tauschst, zack schnell durchtrennt. Ich glaub ich würde die nächste Anlage auch verlöten.
Die Leitungen müssen mit Stickstoff geflutet werden während des Lötens, da sonst Zunder im Rohr entsteht. Wir reden ja hier vom Hartlöten, nicht vom Weichlöten. Das macht das Löten direkt weit weniger einfach. Sonst wäre das auch meine Präferenz.
Daran habe ich nicht gedacht, ja. Und das Werkzeug braucht man ja spätestens am Außengerät sowieso.
Genau, normal wird hartgelötet. Ich sehe es so: Wer das kann und regelmäßig Übung damit hat, der wird das attraktiv finden. Vielleicht machen es Profis deshalb auch ganz gerne.
Im DIY-Bereich können es die meisten nicht.
Zumindest ist bei Samsung und Bosch zum Thema Bördeln und Undichtigkeit in den Anleitungen der Hinweis übrig geblieben, dass man nach nochmaligen Öffnen der fertig gebördelten Leitung (noch nicht befüllt) ein neuer Bördel anzufertigen ist.
Warum muss Sickstoff in die Leitung wenn gebördelt wird?
Um die Leitung zu reinigen. Und es wird auch getrocknet.
Der Stickstoff muss aber nicht beim Bördeln selbst in die Leitung. Beim Hartlöten muss während des Lötens das innere der Leitung mit Stickstoff geflutet sein.
Beim Abdrücken dient der Stickstoff als trockenes Mittel um einen Drucktest zu machen. Meines Wissens wird erst evakuiert (Vakuum ziehen). Dadurch soll auch ein Großteil der Feuchtigkeit verdampfen und mit abgezogen werden. Danach wird Stickstoff als Drucktest auf die Anlage gegeben womit man dann Undichtigkeiten erkennen kann. Wenn hier alles gut ist, wird jetzt nochmal ein Vakuum gezogen. Das dient dann aber nur noch dafür den Stickstoff aus den Leitungen zu ziehen.
Das braucht es, weil ein benutzter Bördel ein höheres Risiko hat, nochmals ordentlich dicht zu sein. Das Material wird gepresst und verformt sich, dadurch wird das Kupfer härter und kann sich nicht mehr so optimal erneut anformen. Wenn man sich die Oberfläche eines benutzten Bördels unter dem Mikroskop anschaut, sieht man die ganzen Mikrokratzer des Stutzens, die sich da reingedrückt haben, wodurch es die gute Dichtwirkung gibt.
In der Praxis wird her aber gerne mal gepfuscht und man nimmt den gleichen Bördel mehrmals. Mit Nylog dazwischen erhöht das die Erfolgschance.
Also das kann ja nicht sein, dass beim Hartlöten Sickstoff in der Leitung ist, wie soll das funktionieren?
Wieso soll das nicht funktionieren? Beim Schweißen wird auch ein Schutzgas verwendet. Beim Hartlöten wird durchgehend eine geringe Menge Stickstoff in das Rohr eingeleitet um die Luft/den Sauerstoff zu verdrängen.
Ja, genau so, Stickstoff ist ein Schutzgas, was beim Löten durch die Leitung fließen muss.
Das verstehe ich nicht, die Leitungen werden zusammengesteckt, dann wird das Rohr mit dem Brenner heiß gemacht und dann mit dem Füllstab das Rohr verlötet,
Kann man machen, dann entsteht aber im Rohr Zunder was das Innere der Anlage ggfs. beschädigt. So wird es jedenfalls nicht korrekt gemacht. Dazu brauch man Stickstoff um den Sauerstoff aus dem Rohr zu verdrängen. Der Sauerstoff reagiert sonst mit dem Kupfer zu Kupferoxid, was im Inneren nichts zu suchen hat.