Daikin Perfera - Erfahrungen und Probleme

Ne das Verhalten ist nicht prinzipiell schlecht.

Mitsubishi ist im sehr niedrigen Lastbereich beim Kühlen (und wirklich nur in diesem ganz konkreten Bereich) halt schlichtweg deutlich effizienter und darum siehst du die niedrigen Werte. Wenn du bei 9°C Ausblas bist hattest du z.b 4°C kälterer Ausblastemperatur als ich heute Abend bei 22°C Außen bei 100 Watt.

Von der thermischen Energieabgabe in den Raum kommen sowohl deine Mitsubishi als auch die Daikin in ähnliche Bereiche. Die Mitsubishi-Werte sehen aber halt grundlegend besser aus weil die Anlage in diesen spezifischen ganz konkreten Bereich sehr viel effizienter arbeitet.

Ich hatte bei den 100 Watt heute Abend einen EER von 11-12 (rechnerisch)

Wenn du in dem Lastbereich vielleicht bei 17-20 bist hast du allein deshalb den Stromverbrauch fast nurnoch halbso hoch. Ists Außen nochmal 4-5°C weniger sind ganz ganz schnell nochmal 20-30% Stromverbrauch weg. Einfach weil sich die Druckverhältnisse bei gleicher Kompressorfrequenz anders verhalten.

Hier mal nur als Beispiel wie stark der Stromverbrauch bei gleicher Kompressorfrequenz driften kann nur weil die Außentemperatur sich ändert. Da führen 6°C weniger Temperatur auch schonmal zur Halbierung der elektrischen Leistungsaufnahme. Das ist jetzt die 2MXM-Perfera. Aber die Anlagen verhalten sich allesamt so.

Um Werte zu vergleichen braucht man alle Parameter. Aber das Mitsubishi sehr weit runterkommt elektrisch beim Kühlen ist bekannt. Es liegt aber auch daran, dass die in diesem niedrigen Lastprofil viel effizienter Arbeiten. Siehe Eurovent Cooling ConD.

Dafür haben sie aber halt wieder andere Schwächen.

Bei mehr Last beim Kühlen ist z.b die Daikin die du hier als so gruselig bezeichnest z.b plötzlich wieder deutlich effizienter und spart da wo viel Strom gebraucht wird wieder richtig.

Beim Heizen ebenfalls.

Die eierlegende Wollmilchsau die alles am besten kann gibt es halt einfach nicht. Es kommt immer drauf an für was konkret eine Anlage ausgelegt wird

Krassestes Beispiel ist die 4KW Perfera Nepura. Die ockelt im Sommer mit 160 Watt, saugt 27°C warme Luft an und spuckt 22°C warme Luft aus. Komplette Katastrophe. Bei der Last ist die Anlage eigentlich höchstens ein Strom verschwendender Ventilator.

Dafür kloppt das Teil aber im Winter bei -10°C noch problemlos ÜBER 6KW Wärme in den Raum und selbst bei -25°C noch über 4KW.

Die Frage ist halt immer worauf die Anlagen konstruktiv ausgelegt werden. Die haben alle Stärken und Schwächen. Jeder Vorteil hat anderswo wieder Nachteile.

Wir haben die einfach Nepura Comfora und die kühlt im Sommer eigentlich ganz gut. Auch hält sie die Raumtemperatur gut beim eingestellten Wert. Zielwert 24 Grad - Auswurf mit ca 20 Grad, Lüfter Stufe 4.

Ebenfalls 160W Leistungsaufnahme - viel tiefer geht die Anlage m.E. nicht und habe ich auch noch nie dauerhaft gesehen. Bei uns wäre die nächst niedrigere Stufe „aus“ - beim Kühlen und Heizen. Da sind mir 160W lieber als takten :wink: Hatte deine Nepura schonmal weniger als 160W? Wir überlegen, noch eine Zweite im Haus einzubauen (Wohnzimmer) und über Nepura findet man nicht so viele Erfahrungen.

Ich habe die Zimmertür offen gelassen aber ein Vorhang blockiert dann den Großteil des zusätzlichen Luft Austausches. Ansonsten wird eh Sauerstoff knapp weil Fenster ist nun mit XPS Platten gedämmt.

So sah die Kurve dann später aus. Zum Glück ging es von 180w starten und takten auf 118-123w konstant.

Mal schauen evtl gehe ich auf 18° statt 22° weil 22° eingestellt (21° real) ist halt ohne Decke schlafen für mich. Bei 18° kann ich eine ganz dünne Decke nehmen. Lieber wären mir ja 14-15° für normale Sommer Decke… aber das lässt sich ja nicht einstellen und dann wird das AG wohl auch zu laut. Bzw warte ich auf kühleres Wetter bis ich das dann so zu versuche einzustellen. Mit faikin und falscher (also erhöhter) Temperatur kann das funktionieren???

Die beste Klimaanlage am Markt dürfte aktuell die Fujitsu airstage KH Serie sein oder halt die teuren MEL LN/RW. Alle die klar besser sind wir Perfera Kosten halt auch noch Mal ordentlich mehr. Allerdings verschenkt hier Daikin potential, kann ja nicht so schwer sein den Kompressor noch besser zu steuern. Die Wärmetauscher sind ja echt sehr groß für die Klasse 20-35…

Bzw könnte Daikin auch einfach innen den Ventilator noch langsamer laufen lassen, das wäre bei Eurovent und SEER nicht mehr sichtbar dass es Effizienz kostet, aber würde dann statt takten einfach die Effizienz etwas killen bei ganz geringer Last und dafür 15dB Modus als super leise anbieten . Ich glaube weiterhin dass die Emura Dank 10cm breiter auf niedrigster Stufe knapp leiser ist. Die 19dB sind sowieso eher Marketing als real.

Versprich dir da nicht zu viel. Du vergleichst nur nach Datenblättern, wie die Anlagen sich in der Realität verhalten, ist mit Datenblättern nicht zu erkennen. Da gibts oft ganz viele Überraschungen.

Beispiel unsere MHI: Geht bei der Kühlung wunderbar bis 110 W runter, aber wenn die Außentemperatur unter 21 Grad geht, springt die auf 270 W hoch. Sowas findest du in keinem Datenblatt.

Nein. Faikin mit externem Sensor dient nur als Referenz.
Anhand der Referenz wird dann aktiv von Faikin die Soll-Temperatur des Innengerätes angepasst.
Damit du die gewollte Temperatur am externen Temperatursensor erreichst.

Angenommen du stellst 25°C ein was du haben willst.

Dein externer Temperatursensor misst 27°C.

Dann trackt Faikin als Solltemperatur z.b die aktuelle Temperatur des Innengerätes - 2°C
Sinkt dein Temperatursensor auf 26,5°C dann die aktuelle Temperatur des Innengerätes -1,5°C
Sinkt dein Temperatursensor auf 25°C setzt Faikin als Solltemperatur die aktuelle Innengerättemperatur.

Nur als Beispiel. Es kommt halt darauf an welcher Wert bei coolover eingestellt wird.

Damit stellst du halt sicher, dass die gewollte Temperatur am externen Sensor erreicht wird. Egal wie warm es am Innengerät ist. Ob das Innengerät dann 28°C oder 22°C misst ist irrelevant.
Weil Daikin regelt den Heizbedarf und Kühlbedarf anhand der Abweichung der Soll- und IST-Temperatur des Innengerätes.

Aber du bist halt an den Temperaturbereich des Innengerätes gebunden. Beim Kühlen kann Daikin 18-30°C. Und spätestens wenn der Sensor am Innengerät 17,5°C erreicht hat geht es halt nicht mehr weiter runter und das Innengerät reduziert den Kühlbedarf entsprechend bis es abschaltet.

Mit Faikin ersetzt du mit dem externen Sensor nicht direkt den Anlagentemperatursensor.
Sondern der externe Sensor wird als Referenz genutzt um die Soll-Temperatur aktiv anzupassen.
Das Endergebnis ist das Gleiche, aber du bist halt an die Temperaturbereiche gebunden.

Kühlen wird immer aufhören wenn das Innengerät unter 18°C sinkt.
Und Heizen wird immer aufhören wenn das Innengerät deutlich über 30°C steigt.
Unabhängig der Temperatur am externen Sensor.

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Kann man den Sensor am innengerat manipulieren? Dass der falsch, also wärmer misst? Heizen brauche ich nie. Das Zimmer ist 365 Tage im Jahr zu warm.

Gehen tut das wenn man ganz genau weiß was man tun muss und die Kennlinie des Sensors kennen würde.
Also wenn du das hinbekommst, dass der Sensor was anderes anzeigt kannst du damit sicherlich danach den Raum auch kälter kühlen.

Denn “zu kalt” kühlen kann die Anlage unmittelbar erstmal nicht. Es sei denn die Liquid-Temperatur sinkt unter 8°C, dann hört die Anlage auch auf zu kühlen bzw eher gesagt unter 8°C geht sie nicht. Zumindest ist das der Normalfall den ich beobachtet habe bei den Perferas.

Was ich mir vorstellen könnte ist, dass der Kompressor irgendwann nicht mehr weit genug runtermodulieren kann. Bei 18°C Luft 8°C auspusten kann die Anlage wahrscheinlich modulieren.

Aber bei 18°C die real 15°C sind 8°C kalte Luft auspusten könnte ich mir vorstellen, dass das dann zum Problem wird weil das etwas ist, was konstruktiv so einfach nicht vorgesehen war.

Was da passiert ist dann rein spekulativ, denke das wird man ausprobieren müssen und das wird keiner hier wissen. Gut möglich, dass das Probleme machen wird.

Hast du auch Home-Assistant am Laufen?
Wenn du Faikin via MQTT einbindest kannst du auch die Soll-Temperatur über Home-Assistant auf dem Innengerät nachführen. Dann kannst du sagen wenn der Raum so und so viel zu warm soll die Soll-Temperatur so und so als Abweichung getrackt werden. Das ist kein Problem die Abweichungen bei jeder Temperaturänderung in Echtzeit nachzuführen. Das mach ich hier auf Grund einer besonderen Konstellation mit einer Nepura im Wohnzimmer so. Die reine Anzahl der Befehle sind kein Problem. Da kannst du ruhig 300 die Stunde aufs Innengerät braten. Dat macht nix :slight_smile:

Weil nur mit Faikin hättest du das Problem, dass du glaube ich trotzdem nicht 15°C einstellen kannst weil der Anlagenbereich in der Betriebsart Kühlen 18-30°C ist. Dann müsstest du den externen Sensor den du benutzt zusätzlich auch noch manipulieren damit der wenn 15°C sind 18°C anzeigt. Klar, das geht vielleicht auch. Bei den Xiaomi-Mi2 die ich benutze müsste ich mal in die Firmware gucken ob man das vielleicht sogar programmieren könnte statt basteln zu müssen.
Aber das ist natürlich schon alles ein sehr spezieller Use-Case bei dir

Ja, Home Assistant ist da..wie ich den Sensor am innengerat manipulieren kann aber Null Plan. Kühlen get angeblich bis -10° Außentemperatur. Sprich ich es sollte nur am innengerat liegen.

Das Problem tritt meistens auf, weil das IG an einer massiven Wand montiert ist. Eine Lösung wäre, eine Dämmplatte zwischen IG und Wand. Andere Lösung, nimm ein TV Gestell mit Rollen und montier das IG da dran?

Ah, und den Sensor aus dem IG entfernen? Ich hatte eher gedacht Widerstand oder iirgendwas. Ob der 3 oder 10° falsch misst ist mit Home Assistant dahinter dann ja egal.

Ist es nicht der Normalfall? Wenn man kein Fertighaus hat und das IG an einer Außenwand montiert, die dann fast zwangsläufig tragend sein wird, hat man doch eine "massive" Wand.

Nein, international betrachtet ist das die totale Ausnahme. In Asien, USA, Australien, wo die Klimas verkauft werden sind Wände so gut wie nie massiv. Entweder Holzrahmenbau oder irgendeine andere Leichtbaukonstruktion.

Das ist ganz simpel. Du musst erstmal den Sensor finden, entweder ist der an einem Kabel dran, oder auf der Anzeigeplatine aufgelötet. Kabel ist immer noch das Einfachste, denn das kann man dann einfach verlängern und nach draußen legen. Wenn Platine, muss man typisch ein kleines SMD-Bauteil runterlöten.

Die Anlagen nutzen zur Messung in aller Regel einen NTC-Widerstand. Der lässt sich also problemlos mit Widerständen manipulieren oder man besorgt sich NTC-Widerstände mit anderen Werten.

Löterfahrung hast du?

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Da gebe ich dir recht. Ich hatte von Deutschland gesprochen. Wenn Daikin aber z.B. eher auf skandinavischen Länder schielt, da haben wir auch viele Fertighäuser. Da haben wir also in Deutschland, aber auch in Südeuropa, echt Probleme mit der Massivbauweise.

Das ist aus meiner Sicht eher eine sekundäre, wenn nicht sogar tertiäre Ursache für die "falsche" Messung des Sensors im IG. Die durch die Bauform gegebene Nähe zum Wärmetauscher und der nicht komplett isolierte Luftstrom im Gehäuseinneren sind die Hauptursachen für eine zu hohe Messung beim Heizen und eine zu niedrige Messung beim Kühlen. Der Temperaturunterschied zwischen Wand und Raumluft von 2-3 K spielt im Vergleich zu 15-20 K zwischen Wärmetauscher und Raumluft keine Rolle.

Moin,

Bitte auf keinen Fall die Temperaturfühler verlängern.

Das habe ich bei einem Kunden auch schon durch und viel mit dem Daikin Support telefoniert.

Wenn man die Fühlerleitung verlängert, kommt das IG damit nicht mehr zurecht.

Der Lüfter läuft dann Pulsweise, wird immer schneller/langsamer und bei den Truhengeräten klappern die Luftauslassklappen, da die Anlage nicht mehr weiß, was sie machen soll.

Die einzige Möglichkeit die man etwas zu ändernhat ist der Offset.

Das die Anlagen mal weiter runter regeln und mal nicht, hat verschiedene Gründe.

Ölrückführung, Verdlüssigubgstemoerstur und Überhitzung.

Die Anlagen haben keinen Druckaufnehmer und gehen nur nach Temperaturen.

Wenn es draußen kälter ist und die Verflüssigubg zu stark ist, dann muss der Verdichter höher drehen um die Drücke aufrecht zu halten.

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10 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Einfluss von Innen-/Aussenwand auf IG Temperatursensor

Ich glaub, das kann man nicht verallgemeinern, ich sehe technisch keinen Grund, warum man den nicht verlängern können sollte. Im Zweifelsfall eine abgeschirmte Leitung verwenden. Und natürlich nicht parallel zu Netzleitungen führen.

Klar sollte man jetzt kein 10m Leitung anschließen, aber bei 2-3 m sehe ich keine Problem.

Das mit der Lüfterstufe können die Leute die Home-Assistant und Faikin haben nachträglich manuell lösen. Generell wechseln die Perferas auch im Werkssetting vor allem beim Heizen sehr oft und unnötig die Lüfterstufe wenn der Modus Auto benutzt wird. Am schlimmsten die Nepura. Meine Innengeräte sind alle Original, das hat mich so aufgeregt, das war wirklich das allererste was ich geändert habe als der Kram in Home-Assistant war.

Ich hab die Lüfterstufe einfach an die Durchschnittsleistung der letzten 60min gekoppelt mit Hysterese. Mit Lufterstufen, die eine effiziente Ausblastemperatur ergeben. Und das Problem ist damit für immer erledigt.

@leon596

Kannst du das genauer beschreiben wie du es in HA abgebildet hast? Danke dir.