Daikin nepura Erfahrungen

Heute ist tatsächlich mal einer der Tage, da schaffts die Nepura selbst mit Windstärke Orkan nur schwer das Wohnzimmer warm zu bekommen. Und danach mit komfortabler Lüfterstufe auch überhautp warm zu halten.

Irgendwo ab 1.500-1.600 Watt ist gefühlt so ein Bereich, da produziert man effektiv statt zusätzliche Wärmeenergie eigentlich nur zusätzliche Abtauvorgänge.
Wobei man so ehrlich sein muss, mit jeder anderen Anlage wäre man vermutlich vorher schon gescheitert und käme gar nicht in den Bereich, wo es warm genug wird.

Muss doch Holz in den Ofen. Aber dafür ist er da.
Die beiden noch verbliebenen Heizkörper im Wohnzimmer der alten Ölheizung hätten bei den Bedingungen vermutlich 13-14°C geschafft. So ehrlich muss man auch sein.

Wenn man denn diesen Wärmemengenangabe in Onecta zumindest im Traum glauben schenken darf, so steht trotzdem beim COP noch ne 3 vor dem Komma. -2°C haben wir, aber der Wind steht wohl schlecht.
Das Duell vs. Öl oder Holz gewinnt man damit ja noch immer krachend und deutlich und für die Wärmeabgabe ist das eigentlich schwer in Ordnung.

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Einfach so zum Vergleich: Ich brauche aktuell für Heizung & Warmwasser für mein EFH 160m2 (Bj. 2019) aktuell knapp 60 kWh Gas pro Tag, dann ist aber quasi das ganze Haus auf 21 Grad (im Schnitt, Schlafzimmer etwas geringer, Wohnzimmer etwas mehr)

Ich habe den Thread überflogen und viel über die Bedarfssteuerung gelesen, aber wurde die Ausgangsfrage überhaupt so richtig beantwortet?

Für wen lohnt es sich, die Nepura Variante zu nehmen?

Ich möchte in meiner DHH mit 110qm 2-3 Innengeräte installieren, um im Sommer PV-Strom in angenehmes Klima umzuwandeln. Für den Winter kommt dieses Frühjahr eine 5KW Vaillant-LWWP.

Meine Idee war jetzt, zur Effizienzsteigerung beim Heizen auch im Winter mit den Spilt-Klimas zuzuheizen. Kann jemand was dazu sagen, ob das generell sinnvoll ist, wenn man sich ein Hybrid-System aus LLWP und LWWP baut und ob bei diesem Anwendungsfall auch Nepura vorzuziehen wäre? Frage mich ob’s das bringt oder ich im Winter eigentlich hauptsächlich die LWWP laufen lassen sollte und allenfalls zum Schnellaufheizen mal die Klimas anschmeißen. Vielen Dank.

Für Leute die in der Anzahl der Innengeräte limitiert sind, die Heizfähigkeit der Anlage aber benötigen. Andernfalls lohnt sich der gravierende Mehrpreis der Anlage in meinen Augen nicht weil den Mehrpreis bekommt man über bessere Effizienz fast unmöglich wieder rein.

Und wenn man wirklich so limitiert ist, dass man die Heizfähigkeit einer einzelnen Anlage unbedingt braucht, dann sind die Anlagen auch nicht mehr so super effizient.
Jedenfalls ist der COP einer Nepura wenn die permanent über 1.000 Watt läuft nicht mehr soo super.

Ist die LWWP im Frühjahr denn fix?
Wenn du sowieso Klimaanlagen zum Kühlen einbaust würde ich an deiner Stelle wenn es möglich ist die alte Heizungsanlage noch ein Jahr länger behalten, die Geräte die du einbaust schon passend zum Raum dimensionieren und mal schauen, ob für dich nicht auch heizen mit der Klimaanlage eine Option wäre wenn du eh Klimaanlagen einbaust.

Kommt natürlich auch auf den Grundriss an.

Wenn du gute Split-Geräte hast und die passend zum Raum dimensioniert sind werden die sehr wahrscheinlich immer effizienter als die LWWP sein. Das als Hintergedanke.

Aber es gibt auch viele Leute, die finden die Lüftergeräusche unangenehm und da ist eine LWWP natürlich viel besser. Aber wenn man Split-Klima als Konzept zum "zuheizen" plant würde ich ernstaft überlegen ob man nicht direkt darauf als Allein-Heizung setzen sollte.

Wenn die alte Heizung noch einen Winter schafft würde ich das nächsten Winter vielleicht einfach mal mit den Anlagen die du zum Kühlen einbaust testen.
Oder zumindest in Erwägung ziehen.

Aber so vom Bauchgefühl kann ich mir nicht vorstellen, dass in einem Kopnzept wo du eine LWWP planst eine Nepura auch nur Ansatzweise irgendeinen Sinn ergibt.

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Eine Anlage zu benötigen, die ordentlich Leistungsreserven auch bei niedrigen Außentemperaturen hat, wäre ein Argument. Und wie du schreibst, dass bei höherer Leistung dann auch der COP sinkt. Was aber an den seltenen sehr kalten Tagen auch nicht so die Rolle spielt.

Ein weiteres Argument: Wer eine Anlage braucht, die im Winter sehr sicher und robust durchläuft, ohne das jemand mal eingreifen müsste, weil irgendwas zugefroren ist. Also konkret die Wannenheizung, die z.B. die Standard Daikin Perfera nicht hat.

Zu deinem Anwendungsfall des Zuheizens, wenn du auch selbst Vorort bist und ggf. mal eingreifen kannst bzw. gar nicht auf die Anlage angewiesen bist, weil LWWP vorhanden: Da sollten die normalen Daikins völlig ausreichen. Gerade die neue Perfera (AllSeason) ist ja auch optimiert für den Winterbetrieb.

Die LWWP kommt fix im Frühjahr. Ich wollte Klima-Split-Heizen ausprobieren, meine Eltern wollten das aber aus den von dir genannten Komfortgründen nicht. Dennoch wollen sie Klimageräte für die heißen Tage im Sommer. Ich frage mich an der Stelle einfach noch, wie ich die Stromkosten bei parallelem Heizbetrieb beider Systeme optimiere. Vermutlich werde ich einfach die Heizkörper in der Übergangszeit komplett abgedreht lassen, mit Klima heizen und erst bei bei 5-10 Grad Außentemperatur die Heizkörper aufdrehen. Ob es dann effizienter ist, beide Systeme auf geringerer Teillast parallel laufen zu lassen oder Klimas abzuschalten ist die Frage die mich grade beschäftigt. Daher auch die Überlegung Perfera vs. Perfera Nepura.

Gibt’s eigentlich zum Heizen hier neben Daikin irgendwas was immer wieder empfohlen wird? Mir wurde noch Bosch / Buderus (die effizientere mit dem E) oder Midea angeboten. Aber alleine wenn man sich die Verarbeitung / Gehäuse anschaut sieht man schon nen deutlichen Unterschied.

Nepura nicht notwendig. Nimm normale Perfera o.ä.

Wenn Split-Klimas im niedrigen Leistungsbereich laufen, also so ein 2-3,5kW Gerät mit 200-500 W, ist die definitiv deutlich effizienter, als eine LWWP.

Umgedreht musst du schauen, dass die LWWP effizient durchlaufen kann, also möglichst wenig taktet.

Insofern könnte ich mir vorstellen: Übergangszeit zuerst mit LLWP heizen, so lange das noch gut klappt. Dann LWWP laufen lassen. Wenn die aus dem kritischen Bereich raus ist, wo sie oft auf Mindestlast läuft, kann wieder die Split-Klima auf eher niedrigem Leistungsniveau mithelfen.

Wobei du dann noch ein paar Schwierigkeiten hast, die ganze Regelung der LWWP so zu optimieren, dass die durch die zusätzliche Wärmequelle nicht durcheinander kommt.

Danke für die hilfreichen Antworten bisher. Dass man beim parallelen Betrieb das Takten der LWWP vermeiden muss leuchtet mir ein. Wir haben diese in Absprache mit dem Installateur extra schon eher etwas “zu klein” ausgelegt. Haben uns für eine 5KW entschieden obwohl wir zwischen der 5er und 7er lagen lt. raumweiser Heizlastberechnung. Ich hoffe also, dass Takten da weniger eine Rolle spielt. Ziel wäre theoretisch also Teillastbetrieb von allen Geräten.

Kannst du nochmal darauf eingehen, was du damit meinst, dass die LLWPs die LWWP nicht durcheinander bringen sollen? Meine einfache Logik wäre: LLWPs heizen zu → benötigte Vorlauftemperatur der Heizkörper kann niedriger ausfallen und daher läuft die LWWP einfach auch auf niedriger Modulation.

Wo gibts da Probleme? Und wenn ja, gibts da Möglichkeiten, sowas zu regeln? Sorry, bin ganz neu im Thema und wäre dankbar für Hinweise, wie und wo ich mich belesen kann. Vielleicht hat ja auch jemand Erfahrungen mit dieser Kombination.

Viele versuchen, das ganze Heizungssystem so abzugleichen, dass alle Heizkörperventile komplett offen sind und sich dann in jedem Raum die Wunschtempratur einstellt.

Wenn du jetzt in einem Raum mit Split-Klima zuheizt, passt das alles nicht mehr. Gehst du mit der Vorlauf runter, sind alle anderen Räume zu kühl.

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Das Problem kann entstehen, wenn einzelne Räume zugeheizt werden, da dann die anderen eine zu niedrige VL Temp. Bekommen.

Wenn alle Räume zu 30% Heizlast mit Split versorgt werden, können auch alle mit weniger VL auskommen.

Das denke ich auch - schon alleine weil die Verluste über “weit verzweigte Rohrnetz” der Zentralheizung wegfallen. Es wird zwar häufig gesagt: “Das macht ja nix, heizt ja eh auch das Haus”… Aber so ganz richtig ist das dann so nicht unbedingt. Denn meistens gibt es in Häusern so einige Heizkörper - die in der Praxis gar nicht oder nur bedarfsweise aufgedreht sind. So haben viele Leute Heizkörper im Keller - die sie nicht oder nur selten benutzen. Oder auch in Abstellräumen, Fluren, ungenutzten Zimmern usw.

Das Problem dabei: Das Leitungssystem wird dann i.d.R. dennoch vollständig durchspült. Und wenn man nun Räume schon nicht beheizen möchte - dann wird auch das “beheizen durch die Rohre” keinen Sinn machen;)

Die Thematik wird erst so richtig auffällig, wenn man mal mit Wärmebildkamera durch das - nicht durch die Zentralheizung beheizte - Haus geht und die Böden betrachtet bei laufender Heizung = “beheiztem Leitungssystem”. Obwohl die Rohre gedämmt sind, unter den Bodendämmungen und Parkettboden - sieht man den Verlauf dieser perfekt…

Gerade in dieser Hinsicht machen jedoch zb. Nepura keinen Sinn - sondern besser um das selbe Geld 2 Geräte. Die können dann die Räume besser und gleichmäßiger beheizen und eben mit weniger Leistung (=i.d.R. effizienter) + mit weniger Lüftergeschwindigkeit (=leiser) laufen.

Wobei mich in dieser Hinsicht mal Praxiserfahrungen interessieren würden. Also ob in der Praxis - bei ungünstigen Bedingungen - auch eine Nepura vereisen kann.

Dieser Winter war hier dahingehend echt übel, sehr lange Zeiträume mit “perfekten Vereisungsbedingungen” hier. Ich könnte mir vorstellen, dass da auch eine Nepura sichtbar Eis ansetzen kann.

Gleichzeitig heizt die dann die Wanne eben auch dann, wenn es nicht unbedingt nötig wäre.

Wobei jedoch - genau genommen - die selben Voraussetzungen auch im Sommer herrschen. Auch da wird das Lüftergeräusch - mehr oder weniger - hörbar sein und auch da wird der Luftstrom - ggfs. - spürbar sein. Also grundsätzlich ist es nicht so viel anders.

In Verbindung mit LWWP ist das zudrehen von Heizkörpern tendenziell nicht gut. Das schränkt den "(i.d.R für WWP ohnehin schon zu geringen weil HK) Volumenstrom dann ggfs. noch weiter ein und ist dann schlecht für die Effizienz.

Im Grunde solltest du es umgekehrt machen.

Du solltest die LWWP im optimalen Bereich betreiben = maximal möglicher Volumenstrom bei minimal möglicher Vorlaufttemperatur. Die Vorlauftemperatur kannst du dann ggfs. so einstellen, dass zb. nur die Räume ohne LLWP noch ausreichend warm werden - die Räume mit LLWP können dann von dieser zusätzlich beheizt werden.

Der Vorteil: Das Innengerät der LLWP bzw. die LLWP regelt sich (im Gegensatz zur LWWP) völlig selbstständig perfekt auf Basis der Raumtemperatur. Wenn nun also die Wärme der LWWP nicht reicht, dann heizt die LLWP perfekt nach Bedarf zu bis die Wunschtemperatur erreicht ist und hält diese vollautomatisch.

Die LWWP kann das nicht - der fehlen dafür sowohl Sensoren wie auch Stellglieder.

Ich heize schon den ganzen Winter nach dieser Methode das WZ: Egal ob ich mit Gas, mit Pellet oder mit LLWP heize - aber auch in einer Kombination. Die LLWP wälzt bei aktiver “Fremdheizung” nur mehr die Luft um und fängt wieder an zu heizen, sobald es wieder auf die eingestellte Temperatur abgekühlt ist. Funktioniert perfekt :+1:

Die LWWP zur LLWP “zuheizen lassen” ist deshalb keine gute Idee, umgekehrt schon.

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Ich würde das Heizsystem schon auf Basis der LLWP korrekt einstellen und auch betreiben. Sprich möglichst viel Heizfläche, alle Thermostate auf etc pp. Dann entsprechend Heizkurve etc einstellen.

Wenn einem doch Abends etwas frisch ist, kann man halt dann mal die Klima anwerfen.

Primär würde ich hier aber in erster Linie die Kühlfunktion sehen und dafür sollten die Geräte gut ausgelegt und positioniert sein. Das ist schon ein enormer Komfort im Sommer

Gibt es bei der Nepura inzwischen Erfahrungswerte, ob man diese auch in kleineren Räumen mit z.B. 15m2 verwenden kann? Das kleinste Modell ist ja schon ziemlich leistungsstark, wenn man aber eine Wannenheizung möchte führt aber aber fast kein Weg an einer Nepura/Nordic vorbei. MultiSplit Nordics gibt es ja auch nicht wirklich.

Mich würde mal eine kleine Einschätzung Eurerseits zum Betriebsfenster meiner Nepura interessieren.

Die Ausgangslage ist, dass wir ein sehr großes Wohnzimmer mit sehr viel Deckenhöhe haben.
Da die erreichte Raumtemperatur am Sofa eine extrem große Abhängigkeit zum Strömungsverhalten der Luft im Raum hat und entsprechend die Lüfterstufe und Ausblastemperatur eine große Auswirkung haben ist es relativ sinnlos den internen Temperatursensor am Innengerät zu nutzen.

Egal was man einstellt.
Man erreicht am Sofa nie die Temperatur die man haben will sondern permanent eine Andere.

Ich habe am Sofa in der Lampe die über dem Sofatisch hängt ein BLE-Thermometer platziert.

Dieses Thermometer nutze ich als externe Referenz und anhand dessen passe ich immer das Soll-Ist-Temperaturdelta am Innengerät fließend an.
Damit erreiche ich, dass es am Sofa trotz des großen Raumes immer ungefähr gleich warm wird.

Dazu habe ich bis jetzt den Faikin-Auto-Mode mit Hysterese genutzt in Kombination mit dem Faikin ESP32-Modul und Heatover -3 und Heatback 2 eingestellt.

Das Regelungsverhalten ist aber nicht optimal.
In Phase wo es draußen nicht richtig kalt ist hat man immer einen pumpenden Leistungsverlauf am Innengerät. Die Temperatur des Raumes am Sofa in der Hängelampe schwankt zwischen 24-25°C und die Leistung schwankt zwischen 500-1500 Watt. Die Temperatur wird erreicht und das Raumluftverhalten ist so wirklich um viele viele Welten besser als wenn ich den internen Temperatursensor nutzen würde.
(denn damit hätte man am Sofa mal 22°C, mal 26°C, mal 24°C)
Aber diese Leistungsschwankungen sind für die Effizienz natürlich nicht besonders gut.


Hier sieht man, dass die Durchschnittsleistung eigentlich nur um die 600 Watt liegt. (gelbe Linie oberer Graph).
Aber die Leistung zwischen 300-1.500 Watt hin und herpendelt.
Demzufolge ist die Ausblastemperatur immer schwankend zwischen 35-50°C.
Das ist natürlich nicht zielführend. Bei 50°C ist die Anlage nicht effizient und auch die ausgeblasene Luft steigt viel zu schnell zur Decke hoch wodurch man noch mehr heizen muss.

Die Bedarfssteuerung ist hierbei wenn mehr als 600 Watt gebraucht werden übrigens keine Hilfe. Auf 95% Demand kommt man im Schnitt nicht über die 600 Watt.
Heißt sobald es draußen kälter als 6°C ist (eigentlich ja den Großteil des Winters) kann ich mit der Bedarfssteuerung sowieso nicht arbeiten.

Ich habe jetzt schon sehr viel probiert den Faikin-Auto-Mode nicht zu nutzen und eine eigene aktive Soll-ISt-Temperatur-Anpassung zu bauen um dieses Verhalten zu glätten.
Immer mit dem Ziel am Sofa eine konstante Temperatur zu erreichen.

Das Problem ist aber, dass man die Anlage egal welche Soll-Ist-Abweichung man einstellt einfach nicht dazu bekommt die Leistung wirklich konstant zu halten.
Bei einem Delta von 2,5°C regelt die Anlage immer Leistung runter.
Bei einem Delta von 2°C kann hingegen alles passieren.
Die Anlage hält mal kurz die Leistung. Regelt mal hoch. Regelt mal runter.
Egal was man tut, man bekommt die Leistung nicht konstant.

Ich habe das ingesamte Regelungsverhalten durch eine eigene Automation generell nochmal stark verbessern können. Das Temperaturniveau ist jetzt extrem stabil. Diese großen Leistungsschwankungen habe ich wegbekommen. Die Leistung bleibt jetzt stabiler in einer sehr viel kleineren Range. Und die Ausblastemperatur ist sehr schön immer im Bereich von 5°C (im Beispiel 41-44°C ) und pumpt nicht mehr in einer 15°C-Range hoch und runter. Das sieht jetzt folgendermaßen aus

Aber wie man erkennt. Die Leistungsabgabe ist trotzdem nicht stabil. Ganz im Gegenteil. Die bekomme ich auch nicht stabil. Der Kompressor ändert ob der Soll-ISt-Anpassung permanent seine Frequenz. Immer ein bisschen hoch, immer ein bisschen runter.
Aber man bekommt es egal welche Anpassung man wählt in diesem höheren Leistungsbereich einfach nicht konstant. (im Gegensatz zu den normalen Perferas, da gehts)

Sind diese wirklich zahlreichen und permanenten kleinen Laständerungen des Kompressors (unten der Graph ist mal die Kompressorfrequenz bzw. Drehzahl eingeblendet) nicht unterm Strich etwas, was für die Lebensdauer der Komponenten nicht auf suboptimal sein könnte?

Die Ausblastemperatur ist jetzt super. Das Temperaturniveau ist stabil.
Laut Onecta ist auch der COP deutlich besser. Rein die COP-Daten und das Raumgefühl haben nur Vorteile so wie es jetzt ist.

Aber wenn ich die Anlage jetzt jahrelang mit diesen permanenten Leistungsschwankungen betreibe stellt sich mir die Frage.
Tut man sich was die Haltbarkeit der Komponenten angeht damit einen gefallen?
Oder verschleißt man sich damit Komponenten möglicherweise im Zeitraffer?
Sind diese 100-200rpm Drehzahlschwankung am Kompressor ein Problem?
Oder sind diese irrelevant da der Kompressor ja in Teilllastbereich trotzdem permanent durchläuft ohne zu takten. (Max-Drehzahl bei Volllast ist ca 6.000u/min als Relation)

Da würden mich mal 2-3 Gedanken interessieren.

Das Raumgefühl ist jetzt besser als es nicht sein könnte.
Das wäre ob der ungünstigen Konstellation aus viel Heizbedarf, nicht zu viel Lüfterstufe in einem großen Raum auch anders nicht möglich.
Aber ich habe kein super gutes Gefühl. Sagen wir es mal so.

Drehzahlanpassungen - da sehe ich von der Haltbarkeit überhaupt kein Problem. Was die Effizienz angeht, ist eine Drehzahl effizienter. Denn mit jeder Änderung muss sich der Kältekreislauf erstmal wieder einschwingen, sich sozusagen optimieren. Das braucht einige Zeit, wo die Anlage nicht im Optimum ist.

Das man die Anlage nicht konstant auf einer Leistung halten kann, wird mit den Regelalgorithmen zu tun haben. Ist eben kein P-Regler, sondern ein PID-Regler.

Interessant wäre da mal, wenn du die Sensoren mal durch Festwiderstand ersetzt und beobachtest, was die Anlage dann bei bestimmter Soll-Istabweichung tut.

Meine MHI ist deutlich ruhiger und ausgeglichener in ihrem Verhalten geworden, nachdem ich den 5 K NTC durch 10 K NTC parallel 5k Festwiderstand getauscht habe. Damit halbiere ich die Empfindlcihkeit, bei 1 Grad Abweichung sieht die Anlage also nur 0,5 Grad. So läuft die dann stundenlang mit z.B. 180 W durch. Aber das klappt auch nur, weil ich die Wunschtemperatur auf 18 Grad runter gelegt habe. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die Regelung viel zappeliger wird, wenn ich z.B. > 22 Grad bin.

Meine Daikin ATXF verhält sich bei 17 Grad Soll auch sehr ausgeglichen und zappelt kaum. Allerdings hab ich die noch nciht ausführlich bei höheren Tempraturen getestet.

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Ich glaube da steckt noch mehr in der Regelungslogik drin.
Also es hat auch einen Einfluss von welcher Richtung die Anlage sich auf die 2°C-Soll-Ist-Abweichung einstellt. Wenn ich bei 900 Watt von 2,5 auf 2°C Abweichung gehe kommt eine andere Reaktion als wenn man bei 900 Watt von 1,5 auf 2°C Abweichung geht.

Das Problem ist aber zusätzlich, dass es sich auch in den Leistungsbereichen unterscheidet.
Wenn man bei viel Kompressorfrequenz von 1,5°C auf 2°C Abweichung springt reagiert die Anlage von der Leistungsregelung (also wie sie dann weiterregelt, hoch, runter oder konstant) anders als wenn das bei weniger Kompressorfrequenz geschieht. Und vor allem nicht wirklich reproduzierbar.

Ich sammel jetzt mal erst alle Logs die ich sammeln kann über mehrere Wochen (und vlt auch Beginn des nächsten Winters) und hoffe, dass vielleicht ChatGPT irgendwann so gut ist und da eine wirklich reproduzierbare Logik erkennen kann.

Bisher klappt das aber nicht.

Wenn du der Meinung bist, dass das von der Haltbarkeit kein Problem ist, dann ist das doch schonmal gut. Mein Gedanke war, dass auch die Ventile ja viel viel mehr und häufiger rumregeln als wenn die Anlage konstant läuft. Also.... es ist meine Vermutung. Ob das wirklich so ist oder ob die Anlage auch bei vermeintlichem Konstantlauf permanent kleine Anpassungen vornimmt da bin ich mir nicht so sicher.

Das einzige was ich sicher sagen kann ist, dass die Anlage trotz der permanenten kleinen Schwankungen auf jeden Fall effizienter läuft als mit der vorherigen Achterbahn-Regelung.

Ich glaube ich beobachte das erstmal und probiere das im kommenden Winter nochmal zu verbessern. Wenn es draußen wärmer als 6°C ist kann man es mit der Bedarfssteuerung glätten und umgehen.

Ich hab jetzt auch schon viele verschiedene Ansätze rumprobiert.
Wenn man Temperaturwerte glättet (z.b mit dem Schnitt der letzten 5min arbeiten), Leistungswerte glättet oder auch die Anzahl der Befehle die man sendet reduziert führt das immer zu bedeutend mehr Leistungsschwankung da die Anlage dann in dem Moment wo sie aus dem Wunschfenster fällt natürlich dann Zeit bekommt noch weiter aus dem Fenster zu fallen und das lässt sich dann nur noch eckig einfangen.

Das ist mal ein Beispiel für den besten "Zwischenkompromiss"


Man landet wieder dann im Bereich 1°C-Schwankung. Nur dass der obere Leistungsbereich tiefer und der untere Leistungsbereich höher liegt was auch schon eine sinnvolle Verbesserung ist.
Man bräuchte vermutlich in der Automation dann aber wieder noch eine lernende Komponente die die Leistungswellen erkennt und dann da automatisch nochmal gegenarbeitet mit einem Korrekturfaktor der sich selbst immer neu lernt.
Aber da wird es natürlich irgendwann super kompliziert weil im Raum auch noch der Ofen steht der auch mal an sein kann. Ich mein das ist zwar alles ein nettes Hobby.
Aber da wird man verrückt

Wenn man jede Änderung sofort sendet (und entsprechend hunderte Befehle pro Stunde auf das Innengerät feuert) ist die Gesamtleistungskurve und der Temperaturverlauf gleichmäßig.
Die gemittelte 60min-Leistung zeigt das ja. Die ist ja wirklich perfekt wie an der Schnur gezogen.
Aber halt mit diesen Leistungszacken die in der Detailbetrachtung halt teils minütlich passieren weil das Tracking halt immer angepasst werden muss.

Ich werde mal weiter rumprobieren.

Hallo zusammen, ich habe das gleiche Problem mit einer ColdRegion, hier der Beitrag vonmir, vermutlich in der falschen Kategorie:

https://akkudoktor.net/t/frage-bzgl-unterstuetzung-bei-homeassistant-und-faikin-modul/36762/75

Bei mir ist es auch so dass die Anlage ständig am rumpendeln ist. Ich habe die Vermutung dass es evtl. daran liegen kann dass die Kältemittelleitung nur ca. 2 Meter beträgt. Wissen tu ich es aber nicht. Vielleicht kann mir ja jemand dazu weiterhelfen oder einen guten Tipp geben.

Das war kein öffentlicher Beitrag, sondern eine private Unterhaltung, kann also niemand sehen.

Ist ja nur ein EEV-Ventil. Da ist ein Schrittmotor eingebaut. Schrittmotoren sind sehr langlebig, weil die bürstenlos sind. Da müssten schon irgendwann die Kugellager kaputt gehen, du hast aber hier so gut wie kein Belastung drauf. Alles sehr unwahrscheinlich.

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