Mich würde mal eine kleine Einschätzung Eurerseits zum Betriebsfenster meiner Nepura interessieren.
Die Ausgangslage ist, dass wir ein sehr großes Wohnzimmer mit sehr viel Deckenhöhe haben.
Da die erreichte Raumtemperatur am Sofa eine extrem große Abhängigkeit zum Strömungsverhalten der Luft im Raum hat und entsprechend die Lüfterstufe und Ausblastemperatur eine große Auswirkung haben ist es relativ sinnlos den internen Temperatursensor am Innengerät zu nutzen.
Egal was man einstellt.
Man erreicht am Sofa nie die Temperatur die man haben will sondern permanent eine Andere.
Ich habe am Sofa in der Lampe die über dem Sofatisch hängt ein BLE-Thermometer platziert.
Dieses Thermometer nutze ich als externe Referenz und anhand dessen passe ich immer das Soll-Ist-Temperaturdelta am Innengerät fließend an.
Damit erreiche ich, dass es am Sofa trotz des großen Raumes immer ungefähr gleich warm wird.
Dazu habe ich bis jetzt den Faikin-Auto-Mode mit Hysterese genutzt in Kombination mit dem Faikin ESP32-Modul und Heatover -3 und Heatback 2 eingestellt.
Das Regelungsverhalten ist aber nicht optimal.
In Phase wo es draußen nicht richtig kalt ist hat man immer einen pumpenden Leistungsverlauf am Innengerät. Die Temperatur des Raumes am Sofa in der Hängelampe schwankt zwischen 24-25°C und die Leistung schwankt zwischen 500-1500 Watt. Die Temperatur wird erreicht und das Raumluftverhalten ist so wirklich um viele viele Welten besser als wenn ich den internen Temperatursensor nutzen würde.
(denn damit hätte man am Sofa mal 22°C, mal 26°C, mal 24°C)
Aber diese Leistungsschwankungen sind für die Effizienz natürlich nicht besonders gut.
Hier sieht man, dass die Durchschnittsleistung eigentlich nur um die 600 Watt liegt. (gelbe Linie oberer Graph).
Aber die Leistung zwischen 300-1.500 Watt hin und herpendelt.
Demzufolge ist die Ausblastemperatur immer schwankend zwischen 35-50°C.
Das ist natürlich nicht zielführend. Bei 50°C ist die Anlage nicht effizient und auch die ausgeblasene Luft steigt viel zu schnell zur Decke hoch wodurch man noch mehr heizen muss.
Die Bedarfssteuerung ist hierbei wenn mehr als 600 Watt gebraucht werden übrigens keine Hilfe. Auf 95% Demand kommt man im Schnitt nicht über die 600 Watt.
Heißt sobald es draußen kälter als 6°C ist (eigentlich ja den Großteil des Winters) kann ich mit der Bedarfssteuerung sowieso nicht arbeiten.
Ich habe jetzt schon sehr viel probiert den Faikin-Auto-Mode nicht zu nutzen und eine eigene aktive Soll-ISt-Temperatur-Anpassung zu bauen um dieses Verhalten zu glätten.
Immer mit dem Ziel am Sofa eine konstante Temperatur zu erreichen.
Das Problem ist aber, dass man die Anlage egal welche Soll-Ist-Abweichung man einstellt einfach nicht dazu bekommt die Leistung wirklich konstant zu halten.
Bei einem Delta von 2,5°C regelt die Anlage immer Leistung runter.
Bei einem Delta von 2°C kann hingegen alles passieren.
Die Anlage hält mal kurz die Leistung. Regelt mal hoch. Regelt mal runter.
Egal was man tut, man bekommt die Leistung nicht konstant.
Ich habe das ingesamte Regelungsverhalten durch eine eigene Automation generell nochmal stark verbessern können. Das Temperaturniveau ist jetzt extrem stabil. Diese großen Leistungsschwankungen habe ich wegbekommen. Die Leistung bleibt jetzt stabiler in einer sehr viel kleineren Range. Und die Ausblastemperatur ist sehr schön immer im Bereich von 5°C (im Beispiel 41-44°C ) und pumpt nicht mehr in einer 15°C-Range hoch und runter. Das sieht jetzt folgendermaßen aus
Aber wie man erkennt. Die Leistungsabgabe ist trotzdem nicht stabil. Ganz im Gegenteil. Die bekomme ich auch nicht stabil. Der Kompressor ändert ob der Soll-ISt-Anpassung permanent seine Frequenz. Immer ein bisschen hoch, immer ein bisschen runter.
Aber man bekommt es egal welche Anpassung man wählt in diesem höheren Leistungsbereich einfach nicht konstant. (im Gegensatz zu den normalen Perferas, da gehts)
Sind diese wirklich zahlreichen und permanenten kleinen Laständerungen des Kompressors (unten der Graph ist mal die Kompressorfrequenz bzw. Drehzahl eingeblendet) nicht unterm Strich etwas, was für die Lebensdauer der Komponenten nicht auf suboptimal sein könnte?
Die Ausblastemperatur ist jetzt super. Das Temperaturniveau ist stabil.
Laut Onecta ist auch der COP deutlich besser. Rein die COP-Daten und das Raumgefühl haben nur Vorteile so wie es jetzt ist.
Aber wenn ich die Anlage jetzt jahrelang mit diesen permanenten Leistungsschwankungen betreibe stellt sich mir die Frage.
Tut man sich was die Haltbarkeit der Komponenten angeht damit einen gefallen?
Oder verschleißt man sich damit Komponenten möglicherweise im Zeitraffer?
Sind diese 100-200rpm Drehzahlschwankung am Kompressor ein Problem?
Oder sind diese irrelevant da der Kompressor ja in Teilllastbereich trotzdem permanent durchläuft ohne zu takten. (Max-Drehzahl bei Volllast ist ca 6.000u/min als Relation)
Da würden mich mal 2-3 Gedanken interessieren.
Das Raumgefühl ist jetzt besser als es nicht sein könnte.
Das wäre ob der ungünstigen Konstellation aus viel Heizbedarf, nicht zu viel Lüfterstufe in einem großen Raum auch anders nicht möglich.
Aber ich habe kein super gutes Gefühl. Sagen wir es mal so.