Jedenfalls hat mein Energiemessgerät als Maximalleistungsaufnahme irgendwas um die 2.500W gespeichert. Für den exakten Wert müsste ich nachsehen. Bei der ATXD35A waren es 1.655W, also deutlich weniger.
Um da Genaueres zu sagen, muss ich die Anlage erstmal länger am Laufen haben und beobachten. Auch wie sich das in Bezug auf die Solltemperatur verhält, ob das auch Unterschiede in der Leistungsgrenze bei Bedarfssteuerung macht.
Aber das wird noch dauern, aktuell heize ich nur ein wenig, wenn ich am Innenausbau arbeite. Da wird mir schnell zu warm, der realistische Heizbetrieb mit ordentlich warmer Raumtemperatur muss noch warten.
Was mir aber gut gefällt ist, dass die Leistung sich stark drücken lässt. Der erste Test deutet darauf hin, dass sich die Leistungsaufnahme weiter runter drücken lässt als bei der ATXD35A. Das wäre für meine Nutzung perfekt, weil sehr gut gedämmt und nicht allzu groß. Eigentlich ist die Anlage überdimensioniert.
Ich würde es anders ausdrücken: die Bedarfsteuerung bezieht sich auf die Nominalleistung, nicht auf die maximale Leistung. (auf die max Leistung natürlich irgendwie auch, aber primär auf die nominale Leistung)
Bei Daikin wird in der Doku eine Tabelle bei der nominale Kompressor-Frequenz angegeben. Das ist also die Frequenz-Ansteuerung, bei der die Anlage genau ihren nominalen Wert leistet. Also für die FTXTM30S / RXTM30A bei +6° Aussentemperatur, 20° Innentemperatur, 3.2kW Heizleistung (bei 0,62kW Leistungsaufnahme).
Bei unveränderter Kompressor-Frequenz und sich ändernden Aussentemperatur nimmt bekanntlich die Heizleistung ab und die Stromaufnahme zu. Diese folgt genau dieser Zeile in der Tabelle.
D.h. wenn man die Bedarfssteuerung jetzt auf 95%/100% einstellt, folgt die Anlage genau dieser Zeile in der Tabelle.
Der Inverter kann natürlich die Frequenz, mit der der Kompressor läuft ändern. Daikin gibt zusätzlich in der Doku eine Tabelle an, wie die Leistungsdaten bei maximaler Kompressorfrequenz sind. Bei maximaler Kompressorfrequenz ist die Ausgangsleistung z.b. 7.4kW bei 2.67kW Leistungsaufnahme.
Ich kann bei mir nur die Leistungsaufnahme messen. Wenn ich die Bedarfsteuerung auf 95% stelle, stimmt die Leistungsaufnahme ziemlich genau mit der Tabelle (bei nominale Kompressor-Frequenz) überein.
Ich habe einen Pelletskamin. Über den Verbrauch an Pellets, unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades konnte ich die Heizlast meines Hauses bestimmen.
Das habe ich mit den Daten in der Daikin Tabelle verglichen. Die Heizleistung der Klimasplit kommt auch ungefähr hin.
Also zusammengefasst: meiner Beobachtung zufolge entspricht 95%/100% Bedarfsteuerung der Tabelle bei nominaler Kompressorfrequenz.
Komischerweise läuft die Anlage bei 95% Bedarfsteuerung sehr konstant, bei 100% scheint es aber, als ob die Bedarfsteuerung nicht richtig aktiv ist.
Ich habe auch eine Toshiba-Anlage, bei der man die Leistung auf 100%, 75% und 50% begrenzen kann. Für diese Anlage habe ich eine vollständige Tabelle. Diese Daten (Leistungsaufnahme bei gegebener Aussentemperatur und Leistungsbegrenzung) stimmen auch mit meinen Messungen/ Beobachtungen überein und folgen der gleichen Logik wie die Daikin-Tabellen.
Wir glauben, dass die Bedarfsteuerung beim Abtauen nicht aktiv ist. Die hohen Werte könnten also bei Abtauen gemessen sein.
Zusätzlich muss man darauf hinweisen, dass die Daikin-App nicht immer zuverlässig funktioniert. Insbesondere bei der Bedarfsteuerung scheint es so, als kann etwas angezeigt werden, was in Wirklichkeit nicht so aktiv ist. Habe ich zumindest häufiger mal gehabt.
Du hast - glaube ich - aber das Faikin-Modul, oder?
Ich hatte es so verstanden, dass 100% Bedarfsteuerung diese ausschaltet. Wenn sie aktiv sein soll, geht also maximal 95%.
Die Merkwürdigkeit bei der Nepura scheint dann eher dadurch zu Stande zu kommen, dass sie sehr viel mehr über Nennleistung hochdrehen kann. Dadurch steigt der Abstand zwischen Bedarfssteuerung 95 % und der Maximalleistung.
Ich hab mal den Wikiartikel korrigiert auf die Nennleistung.
Die hohen Werte an Leistungsaufnahme kamen noch ohne Bedarfssteuerung zustande. Ich habe das Faikin-Modul erst seit einigen Tagen verbaut.
Das entspricht auch meiner Beobachtung. Bei 100% Bedarfssteuerung regelt die Anlage völlig frei hoch. Die Begrenzung fängt erst bei 95% an.
Deshalb wunderte es mich etwas, warum die 95% nichts mit der eigentlichen Leistungsaufnahme zu tun haben.
Aber wenn man die 100% auf die nominale Kompressorfrequenz bezieht, dann kommt das mit den 95% hin. Die 100% sind dann hald ganz ohne Begrenzung.
Scheint bei jedem Gerät anders zu sein.
Die Werte für die 4KW-Version hatte ich ja dort vor einigen Tagen schon eingetragen.
Da sind 95% 640 Watt. Econo weiß ich nicht genau. Liegt aber auch in dem Bereich.
Die höchste Leistungsaufnahme die ich bisher beim Heizen gesehen habe sind knapp über 2.800 Watt. Die sehe ich aber dafür auch jeden Tag beim Aufheizen.
Die Werte die für die 3KW-Version hier jetzt gefallen sind scheinen da ja plausibel zu zu sein.
Die Bedarfssteuerung ist ja soweit ich weiß auch dafür gedacht für schwache Stromnetze/um Stromkreise nicht zu überlasten.
Ich schätze, dass das auch mit ein Faktor bei dem Wattwert sein könnte wo die Leistung limitiert wird. Ist aber natürlich jetzt spekulativ.
Was effizientes Aufheizen angeht ist das natürlich ein bisschen ärgerlich.
Da hat man bei mehr Heizlast keine Möglichkeit irgendeinen effizienten Weg zu gehen.
Bei mir wirds mit 95% nicht warm wenn der Raum ausgekühlt war und es draußen wirklich auch kalt ist. Ohne Bedarfssteuerung läuft die Anlage aber halt immer mit 2.800 Watt los bei 50-53°C Auswurftemperatur auf maximaler Lüfterstufe.
Ich schätze was die Effizienz angeht ist das aber zu verschmerzen.
Klar ist das ineffizient. Aber die Leistung liegt ja nur 10-30min an je nach Raumgröße und die Leistung hilft halt auch dabei längere Heizpausen machen zu können weil der Raum schneller wieder warm wird. Das kompensiert sich dann wieder etwas und auf einen gesamten Heiztag fällt das eher weniger ins Gewicht.
Aktuell experimentiere ich weiterhin mit Heatover und Heatback und Faikin-Auto.
Und die Bedarfssteuerung wird zusätzlich aktiv wenn die Ist-Temperatur die Soll-Temperatur zu weit überschießt.
Aktuell klappt es ganz gut die Temperatur an einer externen Messstelle im Wohnzimmer konstant zu halten ohne dass die Anlage taktet. Ist aber alles noch Experimentierphase.
(Die Raum-Temperatur wirkt recht hoch weil ich das Thermometer nicht auf Tischhöhe anbringen konnte.
Bei der großen Deckenhöhe führt durch die Luftverteilung eine steigende Ausblastemperatur dafür, dass die Raumluft auf Tisch und Sofa-Höhe kurzzeitig kälter wird was bei Faikin-Auto einen nochmals erhöhten Leistungsbedarf vorgaukeln würde und die Luft auf Tischhöhe nochmal kurzzeitig weiter abkühlt während der Raum insgesamt aber eigentlich überheizt wird. Die Anlage überschießt dann. Ich messe die Temperatur bei 3,5m Deckenhöhe auf 1,8m ca. Gibt da manchmal echt Dinge,die hat man so erstmal gar nicht auf dem Schirm. Luft und Wärmeverteilung verhält sich manchmal echt lustig)
Wobei das ja auch ziemlich merkwürdig umgesetzt wurde. Naheliegend wäre doch dann gewesen: Einstellung eines Leistungslimits in Watt. Jede Anlage hat dann eine Tabelle hinterlegt, wo sie weiß, bei welcher Kompressordrehzahl sie diese Leistung erreicht und kann entsprechend regeln. Wie es jetzt umgesetzt ist, muss jeder Betreiber erstmal herumtesten, bei welcher Prozentzahl die schwache Sicherung noch nicht fliegt.
Ja, das ist dann blöd bei dir. Aber wie ist das denn bei Econo? Ist das auch noch zu wenig Leistung?
Und du hast doch auch Einfluss auf die Leistung über die Einstellung der Soll-Temperatur. Also Soll nur 1 Grad über Ist und dann Soll schleichend erhöhen. Darauf reagiert doch fast jede Anlage mit entsprechend weniger Leistung.
Ja, sehe ich auch so.
Es wäre super, wenn man für die Bedarfsteuerung Werte zwischen 100% und 200% setzen könnte.
Habe eine 4KW Cold Region Perfera aus 2023. Das Verhalten ist identisch was Ihr bei der Nepura beschreibt mit den 95% usw.
Wie nordicbynature beschreibt würde ich mir auch 40% bis 200% wünschen,
habe immer gehofft das eines der vielen Softwareupdates etwas verbessert.
Aber mit dem "ungezügeltem" Verhalten bei Bedarfsteuerung auf AUTO oder 100% hat sich nie etwas verbessert.
Ich lese immer wieder mal mit, habe aber für mich noch nichts praktikabeles (WOMAN ACCEPTANCE FAKTOR BEACHTEN) gefunden wie man das 40-200% umsetzen könnte.
Bei meinen örtlichen Verhältnissen (Wohnzimmer 40m2 + geöffneten Türen tagsüber) ist es so, dass ich bis ca. 4° Aussentemp. mit 95% und Lüfterstufe 2 zurechtkomme, wenn es kälter wird schalte ich in der APP um auf Bedarfsteuerung "Auto" (Lüfterstufe 2 bleibt, sonst ist es zu laut und unangenehm), dann kommt die erforderliche Wärme, allerdings mit dem wilden eletrischen Leistungsbezug.
Was ich immer noch nicht verstanden habe, warum die das bei DAIKIN so schlecht programmiert haben.
Econo hab ich die genaue Wattzahl jetzt nicht im Kopf.
Aber das ist leider definitiv in der gleichen Range wie 95% Demand.
Also irgendwo im 600-Watt ± ein bisschen-Bereich.
Man könnte die Soll-Temperatur natürlich tracken.
Aber das ist dann halt wirklich schwer umzusetzen weil man dann den Faikin-Auto-Mode z.b wieder abschalten müsste und eine Automation bräuchte die dann selbstständig die Änderungen mittrackt und das auch mit den richtigen Werten dann.
Bei Soll 1°C unter IST laut IG wird die Anlage relativ sicher auch über 2.000 Watt fahren.
Der Unterschied ist lediglich statt sofort dauert es dann länger.
Also ich denke das ist ganz bestimmt umsetzbar wenn man das wirklich wollen würde.
Und wenn sich da wer dransetzen will hätte man glaube ich durchaus Chancen.
Wäre wirklich super, wenn die Person dann Erkenntnisse hier teilen könnte.
Dann würd ich das auch gerne mal ausprobieren.
Aber die Anlage verhält sich nicht immer so logisch, dass das wirklich eine 0815-Automation wird.
z.b ist mir schon aufgefallen, dass bei 24°C-Solltemperatur die gleiche Abweichung zwischen Soll und Ist ein anderes Heizverhalten auslöst als wenn man exakt das gleiche bei 2 oder 2,5°C weniger macht.
Weil meine aktuellen Heatover/Heatback-Einstellungen schaffen es bei 23,5°C oder 24°C tatsächlich die Temperatur sehr konstant zu halten. Da bin ich auf Anhieb schon zufrieden.
Bei 21,5°C Soll hingegen ist es ein Roller-Coaster. Von der Leistung gehts.
Aber die Temperatur schwankt dann plötzlich in einer 1,5°C-Range. Statt 0,5°C.
Obowohl sonst nix verändert wurde.
Ich für meinen Teil denke, dass ich mit der hohen Anfahrleistung nicht unbedingt ein Problem habe.
Ich denke der Gesamt-Effizienzunterschied auf den Tag ist kleiner als man glaubt.
Aber man ärgert sich halt unterschwellig ein bisschen weil man denkt… na Mensch.
Wenns etwas besser ginge wäre es halt schön.
Bin ansonsten aber jetzt wo die Anlage läuft sehr zufrieden.
Für unser Wohnzimmer war die Wahl wahrscheinlich goldrichtig.
Bin mal gespannt auf die ersten Tage die richtig kalt werden.
Im Büro hatte ich ja zwischen der 3KW/4KW-Nepura und der Sarara 2,5KW geschwankt.
Heizlast da aber zumindest ein kleines bisschen niedriger.
Da hatte ich wegen ähnlichem Preis die 2,5KW-Sarara genommen.
Die Entscheidung war ebenfalls richtig.
Die Anlage lässt sich zwar was Bedarfssteuerung angeht gar nicht regeln.
Und die fährt direkt nach Start auch aufs Maximum. Bleibt aber beim Aufheizen nicht am oberen Maximum.
Pendelt sich eher auf MAX-Lüfterstufe in einem Bereich ein, wo man bei 40-42°C statt 50+°C ist.
Was mir ein bisschen negativ bei der Nepura aufgefallen ist (da ist die Sarara z.b besser) ist, dass diese in unserem Wohnzimmer generell egal wie man sie betreibt im Lüfter-Auto-Mode sehr sehr häufig die Lüfterstufe wechselt wenn der Raum mehr als nur 400-500 Watt Heizlast hat.
Bei wenig Heizlast selten. Aber bei mehr Heizlast ist das wirklich nervig wenn man drauf angewiesen wäre.
Mich stört es am Ende nicht.
Weil ich gebe halt einfach jetzt fixe Lüfterstufen vor situationsbedingt und das Problem ist damit umgangen. (Maximum wenn keiner drin ist und 2 bei Anwesenheit oder auf Wunsch auch 1)
Aber es hat mich schon etwas verwundert.
Danke für die Einblicke in das Verhalten der Nepura. Wie ist das hier mit den Lüfterstufen. Normalerweise kenne ich es von Daikin so, dass man damit nur die maximal anfahrbare Stufe einstellt und es weiter eine Automatik bleibt. Wenn du jetzt schreibst "fixe Lüfterstufe", hört sich das anders an. Oder wirkt es nur fix, weil du z.B. auf 2 limitierst und die Anlage eh lieber von der Automatik her höher drehen wollte. Dann geht die sozusagen nicht mehr auf 1 zurück, weil die Automatik der Meinung ist, dass es deutlich mehr bräuchte.
So generell erinnert mich die Anlagenregelung an meine MH SRC/SRK. Wenn ich da keine limitierenden Sachen aktiviere, ist der Regler extrem aggressiv eingestellt. Also kleinste Abweichungen führen dazu, dass die Anlage zur Maximalleistung hochfährt. So mit dem Ziel, den Raum möglichst schnell auf Temperatur zu bringen. Mein Eindruck ist, dass das eine bewusste Entscheidung der Hersteller ist, weil sie der Meinung sind, dass die Kunden ihre Anlage vor allem daran beurteilen, ob sie schnell schön warm macht. Aber genau diese Optimierung stört dann eben die Effizienz-Fraktion.
Nebenher: In unseren recht kleinen Räumen ist diese Wärme-Attacke auch unangenehm. Da bekomme ich schnell Kopfschmerzen von, weil der Kopf zu schnell warm wird. Aber viele, die einen Kamin im Zimmer haben, kennen das ja ähnlich. Scheint also für viele nicht so das Problem zu sein.
Wie du es einschätzt, kann man das vom Verbrauch aber wohl in der Tat als recht entspannt sehen: Nach 30min ist der Spuk vorbei und die Anlage läuft dann länger in einem effizienten Bereich. Lediglich, wer stark bedarfsweise die Anlage nutzt und mehrmals am Tag aus und einschaltet (wie wir das machen), hat dann eine eher ungünstige Optimierung der Anlage, wo es deutlich ineffizienter wird. Bei uns wird die Anlage täglich vielleicht 4-6 mal an und ausgeschaltet.
Ja, es ist so wie du sagst.
Lüfterstufe 5 kann man nicht erzwingen, die Anlage versucht eine gewisse Ausblastemperatur zu halten und würde die Ausblastemperatur zu stark abfallen, dann wird obwohl Lüfterstufe 5 eingestellt ist eine geringere Lüfterstufe angefahren.
Genau wie bei den Perferas. Spätestens wenn die Liquid-Temperatur unter 29°C fallen würde wird der Lüfter runtergestellt. Manchmal auch schon einige Grad eher. (vor allem bei hohen Lüfterstufen)
Die Liquid-Temperatur korreliert so einigermaßen auch mit der Ausblastemperatur. ±3°C
(Was mir unangenehm auffällt ist, wenn man den Befehl Lüfterstufe 5 nur einmal stellt wählt die Anlage teilweise selbstständig nach einer Zeit eine niedrigere Stufe aus wenn sie merkt, dass 5 nie angefahren wird. Das ist etwas blöd. Und die normalen Perferas machen das z.T auch. In meinem Fall aber egal weil ich den Lüfterbefehl als Automations-Teil mit jeder Temperaturänderung eh wieder neu schicke)
Und Lüfterstufe 2 wird entsprechend gehalten weil eben so viel Wärmebedarf vorhanden ist, dass die Anlage vom Lüfter nicht tiefer will.
Hier 1x aufbereitet mit Daten.
Leistungsaufnahme und Lüfterdrehzahl von gestern.
Die Anlage ist im Wohnzimmer meiner Eltern.
Ich habe denen in Home-Assistant einen Taster gemacht wo sie dann Anwesenheit AN/AUS klicken können und das steuert dann u.a die Lüfter der Klimaanlage.
Der Status ist die obere Leiste
(Grau → Abwesenheit Lüfter 5
Gelb → Anwesenheit Stufe 2)
(Nachts um 3 Uhr setzt sich das dann wieder zurück für den nächsten Tag)
Vor ca. 20 Minuten habe ich meine 3kW Nepura über das Faikout-Modul gestartet, weil ich die Leistungsaufnahme bei 30% Bedarfssteuerung und den derzeit ~6°C Außentemperatur testen wollte. Gerade bin ich dann schnell zum Energiemessgerät und habe geschaut: 123W Leistungsaufnahme.
Das ist krass! Das bedeutet: Selbst bei rund 6°C Außentemperatur in der Aufheizphase bei 24°C Solltemperatur (Ist-Temp. ca. 15°C) kann ich die Anlage auf eine derart niedrige Leistungsaufnahme drücken!
Mir ist es letztens ja schon aufgefallen, dass die Anlage sich per Bedarfssteuerung recht weit drücken lässt, dafür aber auch nach oben hin die Begrenzung zu stark und auch nicht so recht sinnvoll ist.
Letzteres ist bei mir nicht so wild und jedenfalls sieht es so aus als hätte diese Anlage KEINE Probleme damit, in sehr niedrigeren Leistungsbereichen zu arbeiten. Auch bei hoher Solltemperatur und außen ~6°C. Meine ATXD35A lässt sich aktuell bei außen 6°C max. auf ~210W drücken, solange die Solltemperatur noch nicht erreicht ist.
Ich finde das bei der Nepura deshalb so positiv, weil die Anlage damit insgesamt zum Heizen besser taugt:
- sie hat DEUTLICH mehr Reserven was die Maximalleistung und die Leistung bei tiefen Temperaturen angeht. Also gegenüber der ATXD35A so richtig deutlich mehr.
- das kommt auch dem bedarfsweisen Heizen zugute. Natürlich nimmt sie dann auch mehr Leistung auf aber sie kann es eben deutlich besser
- sie lässt sich manuell weiter runter drücken (Bedarfssteuerung)
Nachteil der Nepura:
- Im Econo-Modus verhält sie sich seltsam. Schwankende Leistung zwischen ca. 330-470W und das während der gesamten Aufheizphase und auch dann, wenn die Solltemperatur noch lange nicht erreicht wurde.
- Bedarfssteuerung geht nur bis ca. 550-7XXW
- die Fernbedienung ist ein Scheißdreck
Durch die sehr niedrige Heizlast bei mir sind die Nachteile für mich praktisch fast egal, weil die Wohnung später eigentlich nicht mehr so weit auskühlen wird wie derzeit, wo ich auch tagelang nicht heize (noch nicht ganz fertig ausgebaut).
Ich hatte aufgrund der geringen Heizlast ein wenig Sorgen, dass die Anlage dann in der Übergangszeit oft taktet, wenn sie nicht unter die ~160W geht, die man über Eurovent ableiten kann.
Wahrscheinlich verhält sie sich dann sogar noch besser, wenn es draußen 10-15°C hat.
Gerade noch getestete weitere Werte (Bedarf hochgestellt, 5-10min gewartet, dann Leistungsaufnahme abgelesen):
Bei 80% Bedarf –> 322W
Bei 95% Bedarf –> 554W
Du musst bei den Bedarfswerten jedoch immer etwas länger warten.
Meist gibt es immer einen Dip nach unten beim Ändern der Bedarfswerte auch dann, wenn das SOLL noch sehr weit über dem IST liegt.
Und es dauert dann eine Zeit, bis die Anlage wieder bis an das Maximum der Bedarfswerte fährt.
Die 80% und 40%-Werte sind jedenfalls so nicht plausibel wenn du 554 Watt bei 95% hast.
Zumindest innerhalb der %-Werte verhalten sich die Anlagen in der Regel schon konsistent.
Wenn du 554 Watt bei 95% hast, dann ist 230-240 Watt für 40% plausibler.
140-150 Watt sehe ich bei der 4KW-Version auch zwischendurch.
Wenn der Heizbedarf aber vorhanden ist bewegt sich die Anlage aber wieder zu der Obergrenze der 40%. Aber nicht immer sofort sondern das dauert teilweise 5-30 Minuten.
Die komplette Logik dahinter habe ich auch nicht ganz verstanden.
Lediglich die 95%-Demand scheinen nicht zu einem kurzzeitig deutlichen Unterschieden der Watt-Werte zu führen. Ich habe zu Beginn lange versucht mit 100%/95%/70%/40% die Zieltemperatur an einer alternativen Stelle im Raum konstant zu halten. Das funktioniert was die Temp-Werte angeht auch gut. Aber dieses Unterschießen und nicht smoothe Verhalten führt immer zu einem kurzzeitigen Flattern der Leistungsaufnahme. Dadurch ist mir das aufgefallen.
Aber in der Regel verändert man ja die Bedarfswerte auch nicht 20x die Stunde.
Dann ist es egal.
Immerhin fährt die 4KW Nepura wieder an das Maximum der Bedarfswerte und ich schätze die 3KW wird das auch machen.
Es gibt auch Anlagen von Daikin, die bleiben dann in einem Wattbereich hängen.
Die 4KW-2er Multisplit der Perferas ist so ein Fall. 40% sind da 300 Watt.
wenn man den Bedarf aber von 70% auf 40% ändert geht die Anlage auf 190-220 Watt und bleibt da häufig einfach hängen. Daikin halt ![]()
So wie du das beschreibst - also dass das Ganze innerhalb der %-Werte sich einigermaßen konsistent verhalten sollte, das kenne ich auch von der ATXD35A.
Wie sich das Ganze dauerhaft verhält, kann ich erst sagen, wenn ich das mal ausgiebiger beobachte. Dauert noch.
Was aber die Nepura definitiv anders macht: sie kann auch sehr niedrig starten. Wie gesagt, selbst nach 20 Minuten war die Anlage noch bei den 123W. Ob sie geschwankt hat, weiß ich nicht.
Es ist für mich jedenfalls erstaunlich, dass die Begrenzung nach unten “besser” funktioniert als bei der ATXD35A. Für meinen Zweck im Grunde perfekt. ![]()
Ich werde dann nächstes Jahr im Frühjahr berichten, ob sich das Ganze bei steigenden Außentemperaturen auch noch so verhält, dass die Anlage mit wenig Takten bei niedriger Leistungsaufnahme durchlaufen kann.
Ich habe zwar schon einen eigenen Threat für meine Anlage aufgemacht, wollte aber nochmal meine Erfahrung mit der Nepura FTXTA30C/RXTA30C posten. Die Heizlast des Raums ca. sanierter Altbau ca. KFW 70) Haus ist niedrig und sie läuft einfach seit Wochen im Auto-Modus durch. Außentermperatur waren gestern im Schnitt ca. 6,5C°. Laut Onecta App 5,2kWh Strom pro Tag gezogen und 25,3 kWh Wärme abgegeben. COP 4,8.
Im Vergleich hat meine normale Stylish 3er Split (3MXM40A2) von der nur 2 IG liefen, Bad CTXA15 3,4kWh und anderes Zimmer im EG FTXA20C 3,3kWh verbraucht. In Summe gestern also 6,7kWh und 42,1kWh Wärme abgegeben. COP 6,2
Ich monitore jetzt seit der Heizsaison 25/26 intensiv die Verbrauchsdaten der App und zwischen der Stylish Nepura und den kleinen Stylish (15er und 20er) Innengeräten und die Nepura liegt immer ca. 1-1,5 COP Punkte niedriger.
Laut meiner Temperaturmessung der Luft am Innengerät ist die Nepura auch immer 2-3 Grad über den anderen Stylish Geräten.
Der angezeigte Stromverbrauch der OnectaApp passt ganz gut zur der Änderung meines Stromzählers. Die LLWPen hängen an einem eigenen Zähler. Habe das Gefühl die OnectaApp zeigt eher etwas zu hohe Stromverbräuche an.
Was für COP Werte erreicht ihr denn mit eurer Nepura Anlage?
Ich habe mich damals für die Nepura entschieden weil ich die Sicherheit haben wollte auch noch bei ganz tiefen Temperaturen sicher heizen zu können und weil ich für den Übergang eine “kleine” SingleSplit für das ganze Haus haben wollte. Allerdings scheint die 3MXM40A2 ähnlich niedrig runter modelieren zu können wie die Nepura.
Grundsätzlich bin ich aber erstaunt und sehr zufrieden. Laut meiner Heizlastberechnung komme ich in etwa auf den Wärmebedarf der OnectaApp und dabei ist der Stromverbrauch aber enorm niedrig. Komme jetzt auf einen COP von fast 6 im Dezember (RCP Szenario 4,5C lässt grüßen…) Viele Freunde von mir haben LWWP die auch in gut gedämmten Gebäuden nicht diese Arbeitszahl haben.
sry für den langen Text…
Da gabs aber schon vermehrt Infos hier im Forum, dass die Abtauung nicht immer gut funktioniert und sich dann ein Eisklotz in der Bodenwanne bildet.
Wo bist du denn typisch mit der Ausblastemperatur, wenn der Raum sich erstmal eingeschwungen hat z.B. bei Außentemperaturen von 2-3 Grad?
Unsere Anlagen laufen typisch im Bereich 26-35 Grad.
Bisher habe ich da noch keine negativen Erfahrungen gesammelt. Werde ich aber im Blick haben. Die Tage kommen sicher noch wa das relevant wird. Aber das ist natürlich dann ein erheblicher Nachteil der “normalen” Stylish Geräte
Bei 2C° AT habe ich noch nicht gemessen. Werde ich dann nochmal machen.
Laut Onecta im Dezember 67,3kwh verbraucht mit 312,1kwh Wärmeabgabe.
Entspräche COP von 4,63
(Ausblastemperaturen in der Aufheizphase bei 50°C und im Betrieb zwischen 35-42°C)
Ich traue den Werten aber ehrlich gesagt kein bisschen (auch wenn ich die 4,6 durchaus für realistisch hielte) weil eine der Nicht-Cold-Region-Perferas bei mir bei nicht extrem abweichender Ausblastemperatur im Dezember laut der App angeblich nen COP von 9 haben soll.
Und die Anlage, die die mit Abstand besten Ausblastemperaturen hat (nur um die 23-24°C) weil die Zieltemperatur des Raumes nur im Schimmelschutzbereich liegt soll dann wieder einen schlechteren COP sein. Und das sind dann nichtmal unterschiedliche Anlagen sondern identische Anlagen und nichtmal da ergibt es irgendeinen Sinn.
In meinen Augen sind die Werte ne lustige Spielerei. Mehr aber auch nicht.
Leider kann man es schlecht per Hand ausrechnen, die Datenblätter bezüglich des Luftdurchsatzes nach Lüfterstufe scheinen nicht gerade maximal plausibel zu sein.
Jedenfalls ergeben die Werte die man manuell ausrechnet noch viel weniger Sinn.
Was hingegen so halbwegs passt sind die Verbräuche.
Onecta: 67,3kwh
Shelly: 65,7kwh
Was du schreibst spricht ja wirklich dazu, dass die Wärmemengenwerte nicht plausibel sind. Bleibt nur die Lösung mit der Heizlastidentifikation durch Heizlüfter und dann Abgleich der Anlagen. Laut Eurovent sollte die Nepura bei +7C° AT einen COP von über 6 schaffen.
Ich habe die Nepura Anlage in der Rennovierungsphase auf min. Heizung (meine 16C°) eingestellt gehabt und 40% Bedarfssteuerung, da lief sie nie über einen COP von 5, egal bei welcher Außentemperatur. Das habe ich aber jetzt erst gecheckt.
Hat sonst vielleicht wer eine gute Heizlastberechnung für die Räume und kann darüber in etwa den Wärmebedarf berechnen und abgleichen mit der OnectaAnagbe?



