Brauchwasserwärmepumpe inkl. Zirkulationsleitung - Paar Fragen

Ich habe hier keine Zirkulationsleitungen und tröste mich damit, dass es energetisch eh keinen Sinn macht. Gleichzeitig nervt es mich aber - mal mehr, mal weniger - dass es dann eben dauert, bis warmes Wasser kommt. Könnte ich mich entscheiden, würde ich JEDERZEIT die Zirkulation wählen - wenn es nix kostet ausser den Betrieb;) Dann eben nach Bedarf schalten - fertig. Das Licht im Raum muss man ja auch anschalten - das ist ja auch ok;) Aber kurz vorher die Pumpe einschalten finde ich angenehmer, als den Finger ins kalte Wasser halten um zu merken wann es warm ist - oder halt länger warten bis es dampft…

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Das war damals auch unser Gedanke. Die Energieberaterin, die eigentlich die Renovierung betreuen hätte sollen - anderes Thema - fand das nicht so prickelnd, aber so what. Als ich mich irgendwann dann doch mal mit dem home automation “Spielkram” auseinandergesetzt habe (der erste Shelly kam glaube ich mit dem BKW), hab ich dann auch recht schnell die Zeitschaltuhr durch nen Shelly ersetzt.

“Subjektiv” würde ich auch sagen, es “fühlt” sich verschwenderischer an sinnlos Wasser den Abfluss runterlaufen zu lassen - als nen Taster zu drücken und dann direkt warmes Wasser zu haben.

Selbst mit dem Wissen, dass es letztlich auf´s selbe rauskommt - fühlt sich das “falsch” an :thinking:

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Wenn man davon ausgeht, daß die Bakterien primär in der Warmwasserleitung heranwachsen, obwohl da ja reichlich Durchfluß ist, mag das Sinn machen, um den Eintrag von Bakterien in den Speicher zu minimieren, der dann im Zufluß nur kaltes Wasser hat. Die Zirkulationsleitung ist bei mir ja nur kurzfristig mal warm und die meiste Zeit kalt, so daß da recht schlechte Wachstumsbedingungen herrschen. Ich hätte da allerdings eher den Speicher selber als Brutstätte im Verdacht (zumindest früher, als ich ihn mit Gas betrieben hatte und durch höhere Temperaturen Ablagerungen an Wand und Opferanode, jetzt wohl eher marginal mit max 50 Grad und Edelstahl), wo es dank der Schichtung ja immer ne Zone mit guten Bedingungen gibt und dann primär vor allem so Dinge wie Duschschlauch, Perlatoren und Duschkopf. Von daher sehe ich für mich keinen Sinn darin, das Wasser weglaufen zu lassen. Eher mal - Wink an mich selber - wieder nen neuen Duschschlauch besorgen und den Duschkopf reinigen, auch wenn wir recht weiches Wasser haben.

Da ist nicht reichlich Durchfluss. Wenn du den Hahn aufdrehst läuft es durch das Warmwasserrohr und nicht durch die Zirkulationsleitung. Das Wasser in der Zirkulationsleitung stagniert dann. Und dieses stehende Wasser wird dann alle 24h oder so wieder zurück in den BWWP-Tank gespült wenn ihr den Taster verwendet. Genau, der Speicher selbst. In welchen du das stehende Wasser reinpumpst.

Der Duschschlauch zieht das Wasser aber nicht zurück in den Tank. Das ist in 5sek raus.

Ist das so - auch wenn die Zirkulationspumpe aus ist? Was hält das Wasser davon ab, zu fließen?

Wenn es steht, kühlt es (auch wg. der ungedämmten Rohre) sehr schnell ab. Im Speicher hingegen bleibt es immer schon warm…

Genau, also dorthin zurück - woher es ohnehin kommt…

In diesem Thema hier wurde eben bisher geschrieben:

  • Legionellen werden über das Wasser ins Haus kommen - sollte das der Fall sein
  • Sie benötigen es “warm” um sich zu vermehren - werden “inaktiv” wenn es zu kalt oder zu warm ist
  • Wenn sie es länger “heiß” haben - sterben sie, sonst werden sie nur inaktiv.
  • Somit wurde auch hier festgestellt, dass sie demnach im Speicher ggfs. gute Bedingungen vorfinden KÖNNTEN für Vermehrung.

Dann wäre aber wen die von aussen kommen und sich im Speicher vermehren der Speicher das “Problem” - nicht eine Leitung die täglich durchspült wird und sehr schnell nach Nutzung abkühlt…

Und dann ist eben die Frage ob man mit mit den geplanten Änderungen überhaupt das erreicht - was man gerne erreichen möchte…

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Ich hatte extra oben gefragt, was der TE will. Er will “nur” Strom sparen. Strom sparen + Komfort ist was Anderes. Strom sparen und Legionellen-Gefahr minimieren ist was Anderes. Was genau sollen wir hier also diskutieren? Wenn in einer Zirkulationsleitung 24h Wasser steht, dann ist das schlecht. Jegliches stehende Wasser ist schlecht. Auch das in der Warmwasserleitung. Aber jetzt hat man die WW-Leitung + Zirkulationsleitung in dem es steht. Das ist schlechter als nur die WW-Leitung.

Demnach müsste man vorschlagen: Lass die WW-Leitung zum Bad und auch die Zirkulationsleitung, aber dämme sie nicht damit das Wasser da drin schneller wieder abkühlt.

Dann wäre aber wen die von aussen kommen und sich im Speicher vermehren der Speicher das “Problem” - nicht eine Leitung die täglich durchspült wird und sehr schnell nach Nutzung abkühlt…

Das ist der Grund, warum ich schrieb dass eine niedrigere Temperatur im Speicher für mehr Austausch sorgt und daher besser ist als eine höhere Temperatur die dafür sorgt, dass das Wasser länger im Tank vorhanden ist.

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Ich hab schon bewusst vom Warmwasserrohr geschrieben, weil da ja öfter auch ohne Zirkulation mal Warmwasser fließt und so der Vermehrung dienliche Temperaturen herrschen können im Gegensatz zur Zirkulationsleitung, wenn die nur zum Duschen aktiviert wird. Aus meiner Sicht wird das Legionellenproblem in Einfamilienhäusern genauso unnötig hochgekocht, wie die Gefahren durch BKW Stecker. Lassen wir es hier gut sein denke ich, wenn der TE nicht noch Fragen hat. Nehme für mich als Anregung mit, dass die anderweitige Nutzung des Zirkulationswassers ne Option sein könnte, wenn wir irgendwann mal das Bad neu machen und ich dann auch die Toiletten nicht mehr mit Frischwasser versorgen will.

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= Warmwasserboiler ist schlecht. Zentraler Warmwasserboiler ist nocht schlechter. Zentraler Warmwasserboiler mit Zirkulation ist noch schlechter etc.

Ist eben dann die Frage: Wo fängt man an - wo hört man auf :thinking:

Wenn man da möglichst “sicher” sein will und dennoch das “fremde Wasser” aus der Leitung nutzen, dann müsste man es wohl direkt an der Entnahmestelle mittels Durchlauferhitzer erwärmen - ggfs. noch mit UV bestrahlen :wink:

Oder direkt kalt duschen, härtet ab :winking_face_with_tongue:

Nun “pickt” man sich dann eben ein Detail (die Zirkulation) aus dem Gesamtsystem raus und möchte da mit einem teilweisen Rückbau (denn der gesamt geht ja baulich nicht ohne stemmen) etwas “verbessern” ?

Ob so eine Maßnahme dann tatsächlich sinnvoll ist - ob es jemand dann macht oder nicht bleibt ja jedem selber überlassen :+1:

Du hast völlig Recht: In der Theorie könnte es “sinnvoller” sein, wenn man das Wasser aus der (den) Leitungen in den Abfluss fließen lässt - aber in der Praxis scheint diese Maßnahme völlig sinnfrei - wenn doch offensichtlich die “Lebensbedingungen” im Boiler deutlich besser zu sein scheinen?

Ich kenne es ja von meinem Haus: Das Warmwasser kühl BEÄNGSTIGEND schnell ab. Also obwohl ich es weiß, bin ich immer wieder überrascht. Gefühlt ist es so, als würde die Warmwasserleitung aktiv gekühlt werden :laughing:

Also bei mir (ganz offensichtlich…) unisoliert, und wenn das hier ebenso der Fall ist, dann kühlt das einfach so schnell ab, dass ich hier bei Wasser das immer sofort abkühlt und nur max.24h in der Leitung verweilt überhaupt keine Bedenken hätte. ICH;)

Würde mir das Angst machen, würde mich die “unklare Situation” im Boiler noch vielfach mehr beunruhigen und ein Durchlauferhitzer direkt an der Entnahme wäre die richtige Wahl.

Ja, so sehe ich das. Inkl. der in die Küche - denn dann wird auch diese Leitung immer mit durchspült.

Mögliche Maßnahme - bei Angst vor Legionellen - wäre dann auch den Warmwasserboiler dauerhaft auf sehr hoher Temperatur zu halten. Das würde dann vermutlich noch eher einen positiven Effekt haben - weil es die Legionellen dann durch die dauerhaft sehr hohe Temperatur “killen” würde. Das widerspricht aber nat. dem Energiesparen.

Fakt ist:

Dauerhaft laufende Zirkulation ist immer schlecht - hat nur den kleinen Komfortvorteil immer “zapfen” zu können und sofort warm zu haben ohne vorher einschalten zu müssen. Aber bzgl. Energieverbrauch und Legionellen schlecht (wobei in Verbindung mit sehr heißer Boilertemperatur könnte es bzgl. Legionellen sogar positiv sein - kommt dann wohl auf die tatsächlichen Temperaturen an.

Also wenn der Warmwasserboiler zb. dauerhaft über 60° hat (also in “Ruhe” mehr für den Temperaturfall bei Entnahme) dann sind die Dinger wohl dem Tod geweiht.. (So es überhaupt ein Problem gäbe…)

Hoffentlich die Rückschlagklappe hinter der Zirkulationspumpe... Sonst könnte durch thermische Zirkulation stetig warmes Wasser aus dem Speicher gezogen werden (wie es bei mir vor dem Stilllegen der Zirkulationsleitung war).

Ich habe bei uns die Zirkulationsleitung ordentlich stillgelegt, als die Pumpe kaputt gegangen ist. Eine verbleibende Zirkulation, die noch in der Wand liegt, habe ich parallel mit der Warmwasserleitung geschaltet, sodass bei Bezug jetzt beide Leitungen durchströmt werden. Das Wasser in der Dusche laufen lassen, bevor es warm wird, ist mittlerweile in die Routine übergegangen. Ich lege prophylaktisch dennoch bei der Erneuerung der Hauptleitung eine (nicht angeschlossene) Zirkulationsleitung mit rein, dann kann ich mich auch in ein paar Jahren noch umentscheiden. Meine aktuelle BWWP hat sowieso keinen entsprechenden Zirkulationsanschluss....

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27 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Legionellen in EFH/MFH und deren Vermeidung/Bekämpfung

Sehe ich auch so. Ich hatte das Theme hier ganz bewusst sehr genau verfolgt, weil speziell ich hier im Haus sehr oft in der Küche Wasser “zapfe” um es zu trinken. Täglich. Und in dem Zusammenhang auch meistens zumindest tw. aus der WW Leitung - weil es sonst einfach viel zu kalt wäre. Also wäre ich da quasi direkt betroffen.

Ich glaube ja, hier wird das “Zirkulationswasser” grundlos schlecht geredet. Viel mehr müsste man sich - wenn - um die “Quelle” kümmern denke ich. Das wäre einerseits das Wasser was ins Haus kommt, was man schlecht beeinflussen kann. Aber in weiterer Folge eben der Boiler - in dem die Legionellen eben wohl ggfs. dauerhaft ihre “Wohlfühltemperatur” vorfinden könnten, jedenfalls bei den heute üblichen geringer(en) Temperaturen. Und wie @roterfuchs richtig gesagt hat: So “mittendrin” ist dann wohl gerade schlecht, denn dann ist die Temperatur zu gering um die zu killen - aber zu hoch um das Wasser sehr schnell zu ersetzen. Also wohl auch eher eine “ganz oder garnicht” Situation.

Wenn es bauseits (sinnvoll) möglich ist, müsste man sich wirklich Gedanken machen, ob ein Durchlauferhitzer direkt an der Zapfstelle nicht eine sinnvolle Option sein könnte.

Im Bezug auf die Energie ist die zentrale Warmwassererzeugung und Speicherung bei wie in dem Fall nur 2 Zapfstellen vermutlich in einem ungünstigen Verhältnis. Hier wird wohl in dem vergleichsweise großen hydraulischem System für nur 2 Zapfstellen relativ viel Energie unnötig verbraucht. (Also auch ohne 24h Zirkulation).

Andererseits ist das für die energieeffiziente Brauchwasserheizung mittels Wärepumpe nat. wieder nötig - insbesondere auch mit PV usw.

Hier sind diejenigen im Vorteil,die so eine Brauchwasserwärmepumpe ins Bad oder direkt daneben etc. stellen können :+1:

Aber durch die schnelle Abkühlung in die Leitungen sehe ich da bei Wasser das zirkuliert kein Problem - anders wäre es ev. wenn das ewige Zeiten in der Leitung steht. Aber selbst kann wäre es ja auch immer kalt…

So langsam werde ich immer verwirrter :sweat_smile: Muss das alles mal sacken lassen und schreibe später noch etwas dazu.

Mein Ziel ist es weniger Energie zu verbrauchen, mehr die Leitungen zu spülen und die Gefahr von Legionellen zu vermeiden. Der Komfort ist mir dabei nicht ganz so wichtig.

Kann nur aus eigener Erfahrung sagen:

die Siebkörbchen und die Duschschläuche/Brauseköpfe sind bei "ideal verlegten " WW Leitungen mit Zirkulation die Schwachstellen im EFH/MFH. Also besser da mal drüber gucken. Siebkörbchen tauschen stürzt einen jetzt nicht wirklich in den finanziellen Abgrund

Bei mir im EFH werkelt seit Jahren eine BWWP mit 50 ° C und einmal pro Tag Zirku mit 1 h Laufzeit. Löppt.

Ich mache bei der jährlichen Trinkwasserprüfung durch das Gesundheitsamt (Pflegeeinrichtung....) die Erfahrung , dass dort , wo man die Wechselzyklen der Anbauteile beachtet und eine saubere Temperaturführung von 60 °C einhält, die Ergebnisse immer ohne Beanstandung sind.

Aber jetzt OFF TOPIC für Großanlagen in Pflegeeinrichtungen /Hotels etc:
(weil mit normaler Steckdosen BWWP nicht darstellbar)

bei einer vergurkten Installation ( erkennt man leider immer erst im Betrieb) hilft noch nicht mal das üblicherweise Vorgeschriebene (best practice) alle 3 Tage 1 min laufen lassen pro Zapfstelle, sondern nur regelmäßig 70° C über Nacht mit Zirkulation.

1 mal pro Monat 70°C bei meinen speziellen Kandidaten und Ruhe ist
Seitdem ich das in den Problemhäusern so handhabe, gab es dort keine Wiederholungsprüfung mehr.

Die 70 °C sind allerdings nicht überall machbar ( wg. z.B. Kesselstein, Anlagentechnik) aber wo es möglich ist....
Der Mehrverbrauch an Heizenergie über Nacht ist auch verschmerzbar , wenn man sich überlegt , dass jede Prüfung ein paar hundert Euro kostet. ( bei meinem Liebling mit besonders vielen Strängen wären das sogar runde 1000 Tacken pro Besuch durch das Gesundheitsamt. Dafür kann ich verdammt viel Gas kaufen)

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Danke für diesen Erfahrungsbericht! Wie oft wechselt Ihr in diesem Bereich mit vulnerablen Benutzern die Duschschläuche und Brauseköpfe? Wie handhabst Du das privat, wenn Du beruflich entsprechend Verantwortung trägst?

Kaum hat einer ne gute Idee kommen 100 Bedenkenträger :smiley: Mach einfach, das funktioniert

Jo ist echt so. Da weiß man irgendwann gar nix mehr.

Damit was Funktionierendes bei rauskommt, sind Bedenkenträger genauso wichtig, wie Ideengeber. Und die Realität ist eben oft komplex. Der funktionierende Pfad ist schmal und muss gefunden werden.

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Solange der Wärmeverlust der Leitungen im Haus stattfindet, ist doch egal. Dafür muss weniger geheizt werden.

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Ist im (vermutlich auch unbeheizten) Keller und die Verluste sind ja auch die anderen 8 Monate da …

So langsam explodiert hier der Faden :sweat_smile: Kann mir mal jemand noch folgende Sache erklären:

Meine Warmwasserleitung geht von der BWWP ja nach oben und teilt sich dann nach links Richtung Bad und nach Rechts Richtung Küche.

Wenn ich jetzt duschen gehe und somit warmes Wasser nach links anzapfe, wird die Leitung nach Rechts auch komplett warm. Zuerst dachte ich nur ein Stück, weil das Jahr ja verbunden ist. Jetzt habe ich das gestern mal beobachtet. Je länger warmes Wasser im Bad entnommen wird, desto mehr fliest auch nach Rechts Richtung Küche und zwar bis zu dem Punkt an dem die Zirkulationsleitung auf die Warmwasserleitung geht. Mit der Zeit wird die Zirkulationsleitung zur Küche auch heiß, also wird hier doch auch etwas durchströmt. Wie kann das sein? Die Pumpe ist aus.

Hier mal ein Foto (gelbe Markierung ist was alles warm wird, wenn im Bad entnommen wird.)