Legionellen in EFH/MFH und deren Vermeidung/Bekämpfung

VBNC-Zustand

Und schon wars das mit der Theorie….

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…weshalb ich geschrieben habe, dass eben hohe Temperaturen im Speicher nötig wären / sind wenn man “sicher” sein will. Denn dann wird auch das rückgespülte Wasser wieder “sicher” (sollte man sich davor fürchten :thinking: )

Am Ende hilft da nur dauerhaft hohe Temperatur… (und / oder UV etc.)

Ich fühle mich so, als hätte ich “zu genau mitgelesen” …:see_no_evil_monkey:

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Hier ein Bild von der „leckeren“ Opferanode unseres alten 120 Liter WW Speichers. Hatte nach 14 Jahren noch ihre 2 mA oder was angesagt war geliefert, aber auch ne schöne große Oberfläche für Biofilm etc.

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igitt :laughing:

:see_no_evil_monkey:

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Duschschläuche sind “einfach”.

Zum einen:

Und zum Anderen:

Das Entleerventil lässt jedes Mal das Wasser aus dem Schlauch raus wenn man den Hahn zudreht.
Und der Brauseschlauch schabt mit der Silberfeder den Schlauch ab und desinfiziert ihn von innen.

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Ich denke die Rahmenbedingungen sind u.a. dank der Studie die @roterfuchs gepostet hat klar: Oberhalb 20° wachsen die Legionellen, 35-40° ist “Wohlfühltemperatur” wo sie sich am schnellsten vermehren, ab ca. 70° (1h aufwärts) “sterben” sie…

Dann kann jeder seine Schlüsse ziehen wo in seiner Anlage welche Temperaturen und wie lange in der Praxis auftreten werden und wozu das führen könnte.

Ich habe mich vom “Schock” erholt welche Todesfalle das Bad doch sein kann und im Haus bleibt alles wie es ist - ohne “Spezialausrüstung” :laughing:

Du kennst die Rahmenbedingungen - rechne dir doch einfach aus, wieviel du ca. sparen kannst wenn du etwas änderst und entscheide dann. Dann hast du eine Grundlage für deine Entscheidung :+1:

Hallo,

zum Thema Legionellen gibt es eine einfache Empfehlung……..

Mehr baden als duschen!

Untersuchungen in der Schweiz haben ergeben, dass durch die so genannte Legionellenschaltung die starken Keime trainiert werden.

Das wöchentliche Hochheizen ist eher bedenklich. Alle 36 Stunden soll der kpl. speicherinhalt inkl. aller Leitungen ausgetauscht werden.

Viele Grüße

Jürgen Poscher

Sag ich ja, mehr Umsatz. Man kann aber auch länger duschen. Oder der Tank kleiner.

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Kleinerer Speicher…… Darüber habe ich auch nachgedacht. Wir haben einen 400 l Solarspeicher und mit 2 Personen im Haus ist der zu groß. Zwar ist die Waschmaschine und Spülmaschine auch am Warmwasser angeschlossen, aber es reicht nicht immer um den Speicherinhalt alle 36 Stunden auszutauschen. Nun kam wir die Idee, den Speicher zur Hälfte mit Glaskugeln bzw. einem geeigneten Material zu füllen. Idealerweise ein Material was hygienisch unbedenklich ist, eine hohe Wärmekapazität besitzt und bei man eventuell auch noch einen Phasenwechsel zur Wärmespeicherung nutzen könnte. Wer hat eine zündende Idee?

Viele Grüße

Jürgen

Tausch den Speicher aus. :wink: Im ernst, auch an den Kugeln würde sich was absetzen können. Wenn ihr nur ab und zu mal badet reichen auch beispielsweise 120l aus. Wenn man dann wirklich mal baden will nach Bedarf einfach auf 60°C hochheizen, das Wasser wird ja sofort genutzt und der Speicher dann wieder mit der normalen Temperatur genutzt.

Mur mal so als Info wie ich das mit WW- Zirkulieren gemacht habe. Wegen Thema Legionellen oder wie das heißt.

Ich steuere die über Loxone und einen schaltbaren Shelly Steckdose und Sensor im Lichtschalter meiner 2 Bäder.

Heißt, sobald in unseren zwei Bädern einer das Licht einschaltet (nur kleine Fenster mit wenig Licht, daher fast immer) gibt eine Shelly mini PM Sensor das Signal weiter an die Loxone Steuerung. Die schaltet dann für 3 min. (Zeit kann ich einstellen) die Zirkulation Pumpe über eine Shelly Steckdose an.

Somit läuft sie wenn WW benötigt wird, und nachts z.B. garnicht. Temp ist auf 55c eingestellt.

Sind 5 Personen und WW hat so 180l

Wenn es interessiert wir genau die Steuerung ist, meldet euch.

PS: ich hab die Shelly Mini pm Sensor genommen, da dieser nur 10 € ca. Kostet und einen Loxone Bewegungsmelder 120€ das ist mir Zuviel und die Lösung funktioniert genauso finde ich.

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Du mit deinem Töten. Du tötest die bei 60°C und der Tank soll keine 60°C haben. Das wäre vollkommen unsinnig eine BWWP zu benutzen und die dann mit 60°C oder 70°C aufzuheizen. Und er müsste auch die Leitungen und die Armaturen mit 70°C spülen. Kein Mensch macht sowas.

Wenn er doch die WW-Leitung lösen kann in der Küche, kann die doch weg. Nutzt er die dünne Zirkulationsleitung. Dann würde ich die aber an WW anschließen.

Und nochmal, wenn er wirklich Angst vor Befall hätte, dann würde er hinter der BWWP eine UV-Sterilisation einbauen. Diese UV-Lampe geht immer dann an, wenn Wasser entnommen wird. Das bedeutet zwar mehr Stromverbrauch, wer sich aber diese UV-LED-Lampen ansieht ist das aufs Jahr gesehen im Gegensatz zu einer permanent oder sporadisch höheren Tanktemperatur vollständig zu vernachlässigen. Das sind ein paar kWh im Jahr. Besser geht es dann nicht mehr.

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Genau :+1:

Es zirkuliert in dem Moment wenn das Ventil in Richtung Abfluss (fernbedient) geöffnet wird. Da du jetzt aber keinen “geschlossenen Kreislauf” hast wie zuvor die Zirkulationsleitung ohne Abnahme, kannst du jetzt den Wasserdruck nutzen = Zirkulationspumpe ist hinfällig.

Wobei die 45° aber meinem Vernehmen nach mit der Voraussetzung zu Stande gekommen sind:

Würde dann bedeuten bei identischem “Gefälle” wären es nur mehr um die 40°?

Legionellen im Trinkwasser » Kleine Bakterien mit großen Auswirkungen .

Was ich im Zusammenhang mit einem möglichen Legionellenbefall im zb. WW Boiler (noch?) nicht verstehe:

Es wird oft darüber berichtet, wenn man das gesamt Warmwasser in zb. 36h “tauscht”, dann wäre die Gefahr gebannt? Aber wie soll das in der Praxis möglich sein? Es leert doch niemand in der Praxis seinen Speicher “am Stück” aus :thinking: Und wenn nicht (also fast immer) dann mischt sich das ja ständig mit dem “frischen Wasser” und die Gefahr bleibt dauerhaft bestehen? Also jedenfalls bei geringer Temperatur im Speicher.

Ich halte das Thema für irrelevant, wenn täglich gezapft wird. Nur nach dem Urlaub sollte man mal 2 Minuten laufen lassen.

Etwas kritisch ist vielleicht das Gäste-WC, wo auch im Normalfall längere Zeit nicht gezapft wird. Aber bei wirklich kalten Leitungen scheint das Thema Legionellen eh im Einfamilienhaus kaum eine Rolle zu spielen.

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Die Frage ist, wieviel gezapft wird. Wenn man einen 300l Speicher hat und nur mit 80l duschen geht stehen 220l Drin. Da wird nur alle 4 Tage komplett ausgetauscht. Wenn dann auch noch, so wie hier, das Wasser in den Leitungen wieder zurück in den Tank gespült wird, dann ist das hygienisch schlechter, als jeden Tag sagen wir 10l in den Abfluss zu gießen um die Rohre zu spülen. (abspülen, wegschütten). Man muss das auch nur alle 24h wegschütten. Wenn in den 24h eine Entnahme stattfand, dann kann wieder 24h gewartet werden.

Das ist alles ein schmaler Grad. Im EFH, auch im MFH wenn man weiss was man macht kann man direkt besser planen. Und gar nicht erst für diese Bedingungen sorgen. Ich hatte im HTD-Forum einmal gefragt, warum nicht einfach alle 24h mit KALTEM Wasser gespült werden kann, die WW-Leitung. So würde ja auch nur kühles Wasser in der Leitung stehen. Ich bekam keine Antwort. Das Thema ist komplex und einfach zugleich. Wer wirklich Angst hat, der muss letztlich einen UV-Filter und an den Wasserentnahmestellen Wasserfilter verwenden. Nur so könnte gewährleistet werden, dass die Menge an möglichen Belastungen minimal ist. Ich denke man nimmt mehr auf, wenn man im Regen nen Regentropfen ins Auge bekommt….. Oder bei Regen das Aerosol einatmet. Oder oder oder.

Das hindert einen jedoch nicht, vorzusorgen. Der TE will Geld sparen. Sehe ich ein. Kann er erreichen. Am Besten ohne Zirkulation. Also weg damit wenn es geht. Und wie geschrieben, ohne Zirkulation habe ich bisher noch von keinem Fall von Legionellen gehört. Lasse mich aber gerne überzeugen, dass es solche Fälle gibt.

Na jedenfalls war das Thema in dem du diese Frage gestellt hast ein EFH ohne Zikulation wo Legionellenbefall gemessen wurde.

:wink:

Ok, erledigt

:laughing:

Gerade dass sollte in der Praxis dann weit weniger kritisch sein. Spülung ist eh Kaltwasser und man verlässt dann direkt den Raum (Sollte auch kaum Aerosol erzeugen), Hände Waschen dürfte auch kaum Aerosol erzeugen - also am Ende wirklich sehr unwahrscheinlich.

Letztlich ist es so, dass es wohl keine Methode gibt - bei der man 100% “sicher” wäre.

Ausreichend hohe WW Temperatur an allen Stellen der Anlage reduziert die Gefahr aber so weit, dass Probleme sehr unwahrscheinlich werden… Der genannte Fall mit EFH hatte 46° WW Temperatur - also etwa gleich wie hier.

Wenn man dann weiß, dass hohe Temperatur schlecht für Legionellen ist - aber gut für den Energieverbraucht, dann hat man eben seine Wahl getroffen wenn man so geringe Temperatur einstellt.

Dennoch bleibt es Glückssache - selbst wenn man dauerhaft nur überall “Legionellen-Wohlfühltemperatur” fährt und selbst wenn man die ungünstigsten (verschmutzten?) Rohre usw. hat - kann es sein das niemals was passiert.

Tendenziell könnte aber der Trend zur WP und somit tendenziell geringere Temperaturen - insbesondere bei “do it yourself” - zu einer Häufung der Fälle gühren denke ich.

Ich glaube, dass schon viel schief gehen muss, wenn Legionellen ein Problem werden. Schau dir die Millionen sehr ungünstiger Installationen an, die es in Europa gibt. Aber wie oft taucht das Thema Legionellen wirklich auf? Verschwindend gering.

Viele sind da nur so panisch, weil es eben wirklich recht gefährlich werden kann, wenn es denn dann doch mal passiert.

Inkl. dann vermutlich zwangsläufig folgender Vorwürfe - wenn man wissentlich gespart hat… ) ohne jemals zu wissen, ob es einen Unterschied gemacht hätte…)

Zeig ma.

Letztlich ist es so, dass es wohl keine Methode gibt - bei der man 100% “sicher” wäre.

Eben! Mein reden. Die Frage ist nur, wie verringer ich bis zu einem gewissen annehmbaren Maße die Wahrscheinlichkeit?

Und da kristallisiert sich heraus: Keine stehenden Leitungen im Leitungsnetz lassen. Oft spülen. Fast immer in Systemen mit Zirkulation (ich würde nicht sagen NIE).

Und dann kommt das, was der TE schreibt. Selbst wenn er auf 60°C aufheizt, bei Entnahme entsteht dennoch eine Temperatur, die gut für das Wachstum wäre. Das ist dann eine Stunde so, dann auf 60°C (nur fiktiv). In der Stunde sind die dann vermehrt. Sterben nicht weil im VCNB Zustand. Ob die dann noch gefährlich sind, wer weiss. Aber ob man dann 60°C im Speicher hat, 50°C oder 40°C…. Die beste Vermehrtemperatur hätte es dann auch, es sei denn man würde sofort danach wieder mit ein paar KW reinballern um wieder die Temperatur zu bekommen. Und dann: Setzt sich mehr Kalk ab. Höhere Temperatur, mehr Ablagerungen. Mehr Ablagerungen….. wisst ihr selber. :wink:

Dennoch bleibt es Glückssache

Das ist genau meine Meinung. Solange die über die Wasserleitung in mein Wassersystem können KANN ein Befall passieren, oder nicht. Wäre ich alt und krank, vorerkrankt oder gefährdet, dann würde ich UV-Desinfektion nutzen. Genau dafür habe ich Platz im Heizraum gelassen. Später vielleicht mal. Habe auch 95cm Türöffnungen, für später mal. Oder ebenerdig. Nachträglich alles ändern: Zu teuer. Sich deswegen jetzt schon nen Rollstuhl kaufen: Übertrieben….

Was?

Wenn man mit Absicht die perfekte Temperatur für die Vermehrung von Legionellen wählt weil man damit Energie spart - gleichzeitig aber die Anlage umbauen will um “sicherer” bzgl. Legionellen zu sein - :thinking:

Klar, 100% Sicherheit gibt es nicht. Aber deshalb dann (fast) die maximale Unsicherheit wählen?

Die genannten Temperaturen werden eben lt. vielen Quellen als perfekt für maximale Vermehrung genannt.