Brauchwasserwärmepumpe inkl. Zirkulationsleitung - Paar Fragen

Also die Zirkulation ist an der BWWP angeschlossen, also tauscht sich das Wasser auch aus denke ich.

Was du unten noch geschrieben hast mit der Entleerung verstehe ich nicht. Bei mir sind die Voraussetzungen halt wie sie sind:

Zirkulation geht von der BWWP in zwei Richtungen, einmal hoch ins Bad (geht dann dort irgendwo im Estrich an die Warmwasserleitung) und einmal im Keller an die Warmwasserleitung, die in die Küche geht. Wenn ich jetzt den teil der Zirkulation zur Küche wegmache, habe ich ja schon etwas gewonnen.

Am Bad komme ich nicht mehr dran. Verstehe auch nicht so wirklich was du meinst. Ich habe dann ja nur noch einen kurze Strang an Zirkulation und kann dann ja mehrfach am Tag kurz die Pumpe anmachen. Dann sollte ja auch kein Wasser abgestanden sein. Ein Wasserhahn, der sich selbst entleert bringt ja auch nichts, weil der dann ja Wasser aus der Warmwasserleitung entleert.

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“Gebastelt” wird dann ja ohnehin, egal mit welchem Ausgang:

  • Teilweiser “Rückbau” der Zirkulationsleitung
  • Leitungssystem unangetastet, nur Schaltung der Zirkulationspumpe änder
  • “Entleerventil” einbauen

Ich verstehe auch die Notwendigkeit nicht so recht, die aktuelle Lösung lässt das Wasser ja soweit es geht zirkulieren - und “erneuert” wird es ja durch das duschen ohnehin laufend. Also wird aktuell mit der Zirkulationsleitung auf ein großer Teil vom Wasser Richtung Küche mit “getauscht” - auch wenn man dort die Leitung nicht aufdreht.

Aber ich denke letztlich gibt es so viele mögliche Gefahren im Leben, wo fängt man da an - wo hört man auf? Da in “Final Destination” Manier zu leben macht es dann auch nicht besser. Wenn man wirklich schon mit Legionellen konfrontiert war würde ich das eher verstehen, ich würde erstmal ev. das Wasser testen um zu wissen, ob es da überhaupt einen Grund gibt in die Richtung etwas zu ändern…

@redhot

Sorry, aber ich glaube so richtig verstanden hast du es noch nicht. ja es funktioniert so alles, aber mit extremer Energieverschwendung. Wenn ich es nochmal machen würde, würde ich gar keine Zirkulationsleitung einbauen. Habe mal gerade alte Bilder rausgesucht. Wenn ich die Zirkulationsleitung komplett ausbauen würde, dann müsste ich die Fliesen an der Badewanne wegmachen. Die Zirkulationsleitung geht unter der Badewanne auf die Warmwasserleitung.

Wenn man davon ausgeht, daß die Bakterien primär in der Warmwasserleitung heranwachsen, obwohl da ja reichlich Durchfluß ist, mag das Sinn machen, um den Eintrag von Bakterien in den Speicher zu minimieren, der dann im Zufluß nur kaltes Wasser hat. Die Zirkulationsleitung ist bei mir ja nur kurzfristig mal warm und die meiste Zeit kalt, so daß da recht schlechte Wachstumsbedingungen herrschen. Ich hätte da allerdings eher den Speicher selber als Brutstätte im Verdacht (zumindest früher, als ich ihn mit Gas betrieben hatte und durch höhere Temperaturen Ablagerungen an Wand und Opferanode, jetzt wohl eher marginal mit max 50 Grad und Edelstahl), wo es dank der Schichtung ja immer ne Zone mit guten Bedingungen gibt und dann primär vor allem so Dinge wie Duschschlauch, Perlatoren und Duschkopf. Von daher sehe ich für mich keinen Sinn darin, das Wasser weglaufen zu lassen. Eher mal - Wink an mich selber - wieder nen neuen Duschschlauch besorgen und den Duschkopf reinigen, auch wenn wir recht weiches Wasser haben.

Nachtrag: Sehe das Risiko jetzt für uns auch als so gering an, daß ich mir da echt keinen Stress mache. Kann auch nicht verhindern, daß ich mir ne Erkältung oder jetzt kurz vor Weihnachten ne Magen-Darm Geschichte irgendwo einfange. Wenn man neu baut oder ne Grundsanierung macht, kann man sich da natürlich nen Kopf drüber machen, so wie man halt auch Impfungen mitnimmt.

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Gut möglich, kommt häufiger vor :wink:

Die Verschwendung ist aber abgestellt - weitgehend - wenn die Zirkulationsleitung nur bei Bedarf läuft. Dann zirkuliert das Wasser dennoch - aber nur dann wenn nötig. Der Vorteil (sofort warmes Wasser wenn man aufdreht) ist dann 1:1 dennoch gegeben - man muss eben vorher einschalten. Die Energie wird dann kaum verschwendet, denn das warme Wasser würde dann sowieso vom Boiler zur Zapstelle fließen - durch die Zirkulation dann eben kurzeitig doppelt. Aber das macht dann ja kaum was aus…

Das “Problem” bei der Zirkulation ist ja grundsätzlich, wenn die IMMER läuft, denn “kühlt” sie ständig das Wasser im Boiler - was sinnfrei ist…

Ja ich weiß was du meinst. Aber wenn ich jetzt z. B. duschen will und die Zirkulation einschalten. Dann werden auch die 13m im Keller, die zur Küche gehen auch warm. Das finde ich dann so unnötig alles. Und wie RoterFuchs schreibt fließt die Brühe immer in den Speicher zurück.

Die Hauptfrage ist ja wenn man alle Freiheiten hätte: Zirkulation sinnvoll oder nicht

Genau so :+1:

Wenn die Zirkulationsleitung + WW Leitung dann ohnehin nur immer kurz “warm” werden, dann wird es “wenn” - dann eher im Boiler zu einem Problem kommen. Denn wenn Legionellen “wenn überhaupt” von AUSSEN kommen, dann finden sie dort einen Nährboden. Eine Änderung im Leitungssystem wäre dann sinnfrei.

Das ist doch Irrsinn…:see_no_evil_monkey:

Naja, “Brühe”? Das kommt doch vom Speicher und fließt durch saubere Rohre…

Und wenn “das Problem” ohnehin von aussen kommen müsste und offenbar im Speicher eher “gedeihen” würde, dann sollte man wirklich eher eine “UV Anlage” einbauen wenn man so großen Sorgen hat deshalb: UV Anlagen für Brunnenwasser | Onlineshop

Ja, aber dafür wird dieses Wasser dann ja auch “gewechselt”…

Das ist doch nicht der Rede wert, wenn das nur 2x täglich passiert…

Wenn man warmes Wasser will wenn man aufdreht: sinnvoll;)

Dann würde ich das Wasser aus der Zirkulationsleitung in einen Grauwassertank für die Toilette leiten oder die Waschmaschine damit füttern. Und mir eine Frischwasserstation gönnen. In der Dusche will ich es möglichst schnell warm haben, allerdings ohne nach deutscher Bürokratie das Haus und den Keller mit Warmwasser zu heizen.

Genau… Ist eben die Frage, was will man erreichen?

Wenn man isoliert betrachtet bei der Warmwasserleitung zur Dusche sparen möchte - egal was es an baulichen Maßnahmen kostet - wäre das eine Option :laughing:

Wahrscheinlich ist bei mir dann die beste Variante wenn ich die Zirkulationsleitung zur Küche wegmache. Da brauche ich sowieso fast nie warmes Wasser und diese unnötige Erwärmung der 13m entfällt. In dem Zuge verringere ich den Querschnitt der Leitung (verwende dann die Rohre der ehemaligen Zirkulation). Dann habe ich bei Bedarf schneller warmes Wasser und die Leitung ist schneller gespült wenn ich in der Küche den Hahn aufdrehe.

Dann habe ich weiterhin die Zirkulation ins Bad, die ich bei Bedarf einschalten kann.

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“Bedarf” im Sinne von “bei jeder Nutzung” - nicht “wenn ich mal daran denke”… Sonst steht dort das Wasser ggfs. wirklich ungenutzt…

Ich denke, nen 100% igen Schutz gegen Eintragung wird das auch nicht bringen und wenn es irgendwo im System ne potentielle Brutstätte gibt, werden sie da ihren Weg hin finden. Letztlich muß halt der Titer dieser Tierchen entsprechend niedrig gehalten werden, damit der Körper mit klar kommt und man nicht erkrankt. Bei vulnerablen Gruppen niedriger als bei anderen Menschen. Wenn man das Risiko minimieren will, muß man aber dann auch bitte die komplette Kette betrachten, inkl. des letzten Meters. Ist länger her, daß ich mal was zu gelesen habe, aber habs so im Kopf, daß wie gesagt der Duschschlauch und Kopf kritischer ist als der Rest.

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2xtäglich?

:thinking:

Aber wenn es dich besser schlafen lässt, ist es die richtige Entscheidung :+1:

Genau darum geht´s :wink:

:+1:

Ich sehe das auch eher als “ganz oder garnicht” Sache…

Unnötig an den Leitungen basteln ist da meiner Ansicht nach eben sinnfrei - wenn, dann eben echt das “volle Programm”… Aber wozu?!? Dann dürfte man eh auch nichts mehr aus dem Supermarkt essen (woanders her am Besten auch nicht), mit der ständigen Gefahr vor Listerien usw.

Und weil dann 2x täglich das Wasser minimal weniger auskühlt? Wäre das auf den Tag gesehen überhaupt messbar??? Da macht ja jeder Kleinstverbraucher im Standy mehr aus der irgendwo angesteckt ist…

Den Hauptvorteil, den er ja auch erwähnt hat, sehe ich drin, daß schneller warmes Wasser in der Küche ist (Komfort) und man weniger Wasser verplempert, das ja auch zunehmend wertvoller wird.

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Ohne Zirkulation:

  • “Vorteil”: einfache Wasserleitung, keine Pumpe, kein Energiebedarf dafür, kein “Wasser im Kreis” (=Energieaufwand)
  • Nachteil: Wasser läuft ungenutzt in den Abfluss, bis es warm ist, Wartezeit bis es warm ist, ggfs. unangenehm weil es einige Zeit dauert bis es warm ist

Zirkulation:

  • Vorteile: Sofort warmes Wasser wenn man aufdreht, keine Wartezeit, angenehmer
  • Nachteile: Teurer und aufwendiger in der Installation (2.Leitung, Pumpe) teurer in der Nutzung (Strombedarf für Pumpe, Abkühlung = höherer Heizaufwand)

Wenn man die Pumpe nur nach Bedarf schaltet, hat man eben den besten Kompromiss - wenn schon alles eingebaut ist…

Die geringfügige Abkühlung 2x täglich ist ja in Anbetracht dessen was die eigentliche Nutzung an Wärme verbraucht nicht der Rede wert…

Also wenn man umbaut / neu baut: WEGLASSEN!

Aber wenn es schon da ist…

Das ergibt keinen Sinn, mit bedarfsgerecht laufender Pumpe ist doch sofort warmes Wasser da?!?

Aber halt nur, wenn man dafür den Taster drückt oder tagsüber durchlaufen läßt … Für mal schnell was abspülen, warte ich ja nicht, bis die Zirkulation das warme Wasser beibringt. In den Fällen ist die dünne Leitung dann sicherlich geschickter. Und sonst kann er ja immer noch ne zweite dünne Leitung legen oder nen DLE als Nachbrenner unter die Decke oder in den Küchenschrank schrauben.

Ist das dann noch praxisgerecht? Wie soll das Geld sparen?

Klar, wenn eine bedarfsgerecht geschaltete Pumpe überhaupt keinen Nachteil hätte zur dauerhaft laufenden - dann wären die Dinger wohl schon von Anfang an schaltbar verbaut worden…

Aber wenn dort ja ohnehin sehr selten Wasser gezapft wird - dann ist es doch sinnvoller wenn es immer mal umgewälzt wird…

Mir wäre hier jegliche - mögliche - Einsparung zu gering um was zu ändern. Einzig die Pumpe bei Bedarf schalten - was sehr einfach, schnell und billig mit Funkschaltern geht…

Hat man sich halt früher keine Gedanken drüber gemacht … Wenn man mal nen Shelly oder was besseres dazwischen hängen hat, kann man ja auch zusätzlich zeitgetriggert zirkulieren lassen. Für seinen Anwendungsfall ist die Lösung wie sie sich jetzt rauskristalliert hat, denke ich am sinnvollsten. Die 13m sind ja doch ne Ecke und so kann die Pumpe gezielt fürs Bad arbeiten.

Und wir beide können es bei uns ja anders machen und haben andere Voraussetzungen. Bei uns gehts von der BWWP in die Küche und von dort einen Stock höher ins Bad zum Waschbecken und von dort so vielleicht 6-7m ums Ecks rum zur Dusche. Zirkulationsleitung wurde seinerzeit von der Rückseite am Waschbecken angebracht um das Bad nicht zu zerstören (als wir vor 15 Jahen nach dem Kauf auf zentrale WW Bereitung umgestellt hatten, vorher DLE und Boiler im Haus).