Der artikel ist vom september 2021. Dass sich was geändert hat ist nicht zu erwarten. So gesehen ist der Artikel aktuell.
Personen, die mit eigener PV Anlage selbst strom erzeugen, sollen den Netzausbau mit bezahlen. Das sagt viel über deutschland aus. Wer dies sagt, und wer sich das bieten lässt.
Ich pack das popcorn aus und geniesse die show. Das ende des films ist klar, ich frage mich nur, was grösser ist, die unverfrorenheiten der einen seite oder die dummheit der anderen seite.
Die Erde ist ein scheibe, es gibt keinen grossen unterschied von mittelalter zu heutiger zeit. Bezahlt also den netzausbau weil ihr weniger Strom vom Netz bezieht. Und fahrt nicht zu weit in urlaub, sonst fallt ihr am rand der Erde runter.
Hab da ja ne PV mit "losgetreten..."
Was soll ich denen denn erzählen?
Kauft Akkugerät, damit könnt ihr täglich 100...200kWh wegspeichern ?
Irgendwie Unfug.....
Entsprechend gibt es keine Gasheizung usw in der Bude.
Jetzt sollen die bestraft werden, kein CO² rauszupusten ?
Der ganze Scheiß war auch nicht unbedingt billig.
Jetzt folgt auf Investition in die Zukunft eine Bestrafung. So gestaltet man keine Zukunft, das Gegenteil ist der Fall. So verhindert man diese....
Wir werden doch irgendwie voll verarscht
So schürt man Verunsicherung. Zuerst mit dem Altmaierknick due weltinnovativste Solarindustrie und den Marktführer Deutschland zerstören und nun um Industriestandort bangen - krank hier.......
Dann diese Argumentation "wer einspeist verursacht Kosten"
Wer einspeisst investiert, mit der Absicht, dass es sich rentiert. Und das sich die Investition auch lohnt. Wer Investiert, will das es sich rechnet. Es soll investiert werden und darf nur kosten ?
Das ist ja wie Habek - einfach nicht produzieren, dann ist man ja nicht pleite - oder wie war das ???
Da wurde sich lustig gemacht, jetzt wird hier so argumentiert - finde ich dämlich.....
nicht die BNA ist die Böse. Das steht auch in dem Artikel. Die Politik aus Berlin war es. Das steht in dem Artikel drin:
"Derzeit legt die Bonner Behörde Netzentgelte auf Basis von Regeln fest, die die Politik beschlossen hat. Aus Sicht der für die Einhaltung von EU-Recht zuständigen EU-Kommission ist die Behörde nicht unabhängig genug – sie sollte nach eigenem Ermessen handeln können, also ohne dass sie an politische Vorgaben gebunden ist." (Zitat Ende)
Übrigens erfolgten die nötigen Anpassungen in 2023 durch Änderungen im EnwG und die BNA darf jetzt die Regeln selbst aufstellen.
Was nützt es, jetzt Schuldige für die Säumnisse der letzten Jahre zu suchen? Nix, aber egal, wer daran Spaß hat, kann es ja machen. Was nützt es gegen die nun unabhängigere BNA zu Felde zu ziehen, nix, aber es könnte der Suche nach einer fairen Verteilung der Kosten schaden.
Sorry, da mach ich nicht mit. Erst Heizungshammer, dann BNA Hammer? Bin gespannt, wann das in der Zeitung mit den großen BILDern steht.
Ich denke, dass heutige Besitzer von grossen und teuren PV durchaus reflektieren dürfen, ob ihre Investition als Beispiel für die 90% der Haushalte dienen können, die sich erst auf den Weg zu all Electric machen.
Bauern die seinerzeit Milchseen und Butterberge produziert haben waren in einer ähnlichen Lage.
Und die Anbieter dieser PV Konzepte, die bei der Preisgestaltung ihrer Leistungen und Hardware die ungehemmte Einspeisung einpreisen, müssen nach Modellen suchen, die für die 90% funktionieren.
Und - davon bin ich überzeugt - für Privathaushalte ist ein BKW mit 2kWp Kleinspeicher und Nulleinspeisung als Ausgangspunkt zielführender als eine grosse PV.
Mit der Nulleinspeisung sorgt man konzeptionell dafür den erzeugten Strom lokal zu verwerten. Es ist nicht der Geiz die Triebfeder, sondern die Berücksichtigung der intelligenten, lokalen Verwertung.
Wenn man auf Nulleinspeisung verzichtet, dann nutzt man faktisch das Netz um den Eigenverbrauch zu erhöhen und das verursacht Probleme.
Es geht nicht um das Blamen der Pioniere. Es geht darum, die nächste Stufe der Elektrifizierung der Haushalte möglich zu machen.
Und da bin ich der Meinung, dass der Weg zu einem 'Halb"- Inselbetrieb ( ein Inselbetrieb ist von Privathaushalten im Winter nicht erreichbar) der richtige ist und der besagt, das das Netz zum Hausstromnetz nur noch eine auf kleine Dauerlast ausgelegt sein sollte und Lastspitzen im Haushalt durch vor Ort Technik abgedeckt werden.
Das könnte man durch Umlage der Netzkosten auf die Anschlussgrösse erreichen.
Und das Konzept funktioniert auch für Gross- PV Anlagen, die dadurch einen Anreiz bekommen ihre Stromlieferung über den Tag hin zu verstetigen.
Die BNA sollte wie bei der Telekommunikation den Markt öffnen und die Macht der VNB, die sie mit Hilfe ihrer TAB ausüben beschneiden.
Die heutige Regelungswut verhindert Notwendige Produktentwicklungen.
Bei der Telekommunikation gab es vor Freigabe der Endgeräte auch nur eine sehr bescheidene Auswahl.
Beste Grüße
Aber dadurch verschiebst du doch nur das Problem. Das Problem sind die träge regelnden, jahrzehntealten Grundlastkraftwerke ohne Puffer. Die haben jahrzehntelang das Netz zum abwerfen ihrer zuviel vorhandenen Leistung genutzt und das mit Sicherheit nicht aus Nächstenliebe sondern eingepreist. Unnötige Leistungsreserven wegen fehlender Speichermöglichkeiten und träger Regelbarkeit.
Und nun kippt das, weil eben viele flinke Erzeuger hinzukommen (klein wie groß) und daher nun NOCH MEHR "Strom über" ist. Das nun SCHON WIEDER auf den Endkunden zu wälzen, der vorher schon für die Entsorgung des Stroms der Grundlastkraftwerke bezahlt hat, und in der Einpreisung den Energiekonzern gepampert hat, der darf nun WIEDER diesen pampern und dem dann die nötigen Speicher kaufen/das Netz umbauen, oder die Speicher zu hause hinstellen, weil von keiner Seite aus Regelungen kommen, die eben den Grundlastkraftwerksbetreiber dazu verpflichten seinen Strom zu puffern. Statt also im Großgroß wird im Kleinklein bestraft.
Wer das nun genau ist, ob das eine Behörde ist oder eine Regelstelle oder wie man das am Ende nimmt, der Endkunde hat einfach keine Wahl, egal was er vorgesetzt wird. Aber einfach transparent sagen: "Wir schmeißen euch das so oder so vor die Füße weil wir niemand anderen als euch belasten WOLLEN" tut keiner. Das wäre ja ehrlich. Da könnte man versuchen gegen anzukommen wegen Gleichheit im Netz. Da wird auch Angebot und Nachfrage ausgehebelt weil man in der Lage ist mit solchen Mitteln den Preis völlig losgelöst vom Markt zu verteuern oder verbilligen. Siehe die ganzen Maßnahmen zu Anfang des Ukraine-Kriegs. Man ist in der Lage das anders zu besteuern oder umzulegen. Will man aber nicht. Und dieses "will man nicht" ist das allererste, was man kommunizieren muss, und nicht um den heißen Brei herum.
Wenn man das gemacht hat, also objektiv offenlegt wer für welche Kosten letzten Endes verantwortlich ist, dann kann man das wenigstens nachvollziehen. Es muss einem nicht gefallen, aber so IST ES dann einfach. Und JETZT kann man versuchen zu planen, wie man gegensteuert. Wenn sowieso der Preis steigt, vielleicht kommt ja dann wirklich variable Stromtarife. Also statt nun PV im Wohnhaus wird nun am Herdanschluss ein Wechselrichter und ein LV-Akku drangehangen und Peak-Shaving genutzt. Vielleicht werden die Leute einen flexiblen Tarif nutzen und ab 10:00 Akku laden und dafür dann am Tag diesen Strom aus dem Akku nutzen, sodass der teure Abend/Nachtstrom auch günstiger wird, weil weniger genutzt wird.
Kostet 5000€ mit 15kWh und ca. 12KW Leistung (also auch fürs Kochen geeignet, nur nicht für DLE oder E-Auto).
Was also benötigt wird sind direkt nutzbare Akkus im 3-Phasen-Netz als Box direkt für den Herdanschluss. Der ist nämlich meist höher ausgelegt als mit 3x1,5mm², hat dieses aber mindestens.
Ich denke das all Electric und EE genau dazu führen müssen das ehemalige Konzept der zentralen Erzeugung umzukehren.
Das bisherige Konzept hatte 2 Aspekte. Die Stromproduzenten sorgten für Netzstabilität durch Anpassung der Einspeiseleistung und hatten dafür den Markt in der Hand.
Wenn man über dezentrale Stromproduktion redet dann bedeutet das folgerichtig, dass das Puffern vor Ort stattfindet.
Alle akkubetriebenen Geräte sind doch hierfür ein Beispiel. Bei Kleingeräten finden wir das heute normal, können uns das für einen Herd aber ( noch) nicht vorstellen.
Und auch Industriebetriebe können sich beteiligen.
Ein Batteriespeicher im Container kostet heute nicht mehr viel!
Beste Grüße
Aber private Haushalte beziehen nur 25% des Stroms und das (fast) das ganze Jahr über. Der Rest ist eben NICHT fluide über das ganze Jahr, weil je nach Industrie etc. am Tag mehr gearbeitet wird als z.B. nachts und auch am Wochenende weniger und auch an Feiertagen weniger und auch an.... private Haushalte gehören dazu, aber der dicke Batzen ist eben woanders.
Das kann ja heute so sein.
Die Argumentation ist doch, dass die Abkehr vom Gasnetz für die Gebäudebeheizung dazu führt, dass wir in die Haushalte mehr Energie über das Stromnetz transportieren müssen und das Lastprofil Heizen ist eben nicht so schön ausgeglichen wie die Entnahme von Haushaltsstrom.
Und wenn das Lastprofil PV Erzeugung privat noch dazukommt dann hast du auch bei den Haushalten über das Jahr hinweg eine Welle mit Höhe im Winter und Tal im Sommer.
Und wenn man vermeiden möchte, dass man für diese Welle (zu) viel in die Netze investieren muss ss , dann muss man die Lastreserven, die heute für die Lastspitzen morgens und abends vorgesehen sind für die Jahreswelle nutzen.
Und dann müssen die Lastspitzen weg. Und das zahlt immer der Endkunde. Entweder über Netzentgelte oder über Technik vor Ort.
Und das gilt auch für die meisten Industriebetriebe!
Mit geeigneter Technik würden dann endlich auch die Fabrikhallendächer genutzt und statt Gaskraftwerken stellt sich ein Industriebetrieb einen Gasmotor auf das Gelände
Ich denke dass wir Innovationen vor Ort benötigen und ich bin davon überzeugt das das ein Weltmarkt ist! Halbinseln wohin das Auge blickt - ist übrigens Resilient.
Beste Grüße
Würde man als Sinn Dekarbonisierung definieren, ist jedes machbare, einspeisbste W sinnvoll und muss entsprechend lohnenswert sein.
Diese Energie abzuwürgen - was das Ziel zu sein scheint - ist kontraproduktiv.
Der Bürger kann und sollte wollen mitzumachen, das Gegenteil wird geschürt.
Es muss sich für das EVU lohnen, es darf dem Bürger nur kosten.
Wer nicht investiert soll belohnt werden, wer investiert wird bestraft........
Da stimmt doch was nicht.
Abkehr von Erdgas ???
Darum wird das als Wasserstoff getarnte Erdgasnetz ausgebaut.
Das passt zur Forderung unser Ministerin Reiche, 20GW an Gaskraftwerken zuzubauen.
Bezahlt wird das "Kernnetz" mit Steuergeldern, der Betreiber ist wer?
Nun zu behaupten, der Bürger müsse hoh5ere Netzentgelte bezahlen - .....
Hier im durchaus sonnigen Süden der Republik hat schon der ein- oder andere PV auf dem Dach.
Nur spielt das im Vergleich zu den Anlagen, die sich die Landwirte auf alles gepflastert haben, was PV tragen kann, und auch den Anlagen auf größeren öffentlichen Gebäuden kaum eine Rolle.
Wenn der eigene Tellerrand nur bis zur eigenen Haustür reicht, sind alle da draußen grundsätzlich böse.
Es ist aber ganz einfach: wer mit den Bedingungen des Strombezugs nicht einverstanden ist, kann sich einfach abklemmen.
Oliver
Ich denke man muss Zielgruppen auseinanderhalten.
Landwirte sind Produzenten, die sich diversifizieren. Die haben Flächen und grosse PV Anlagen und die sind wirtschaftlich. Da ist ein Zusatzeinkommen.
Aber- genau die wie sie ihre Äpfel einlagern um diese um Winter verkaufen zu können, müssen sie sich damit abfinden, dass das Vermarkten ihres Stromes zukünftig aufwändiger werden wird.
Das ist immer so, wenn das Angebot temporär die Nachfrage übersteigt.
Der Privathaushalt mit seinem Apfelbaum sorgt für seinen Privatbedarf.
Es können nicht alle Privathaushalte im Herbst Äpfel verkaufen wollen.
Beste Grüße
Auch die Industrie muss dekarbonisert werden.
Da muss von derzeit Erdgas oder Kohle getriebenen Proiduktionsprozessen auf Wasserstoff umgestellt werden.
Diese Produktionsprozesse werden erst umgestellt, wenn H2 in ausreichender Menge und zuverlässig in der Produktion ankommt, andernfalls kann der Produzent seinen Laden gleich dicht machen, das will doch auch keiner, oder?
Herzliche Grüße
Eclipse
Der Privathaushalt kauft im Jahr 100KG Äpfel und zahlt dafür 200€.
Der Privathaushalt pflanzt sich einen Apfelbaum und kauft nur noch 50KG, zahlt aber weiterhin 200€. Er verkauft 10KG Äpfel für 10€.
Alle Anderen zahlen für ihre 100KG Äpfel nun 400€.
Nicht aber der Apfelsafthersteller. Der zahlt weiterhin nur 100€ für 100KG Äpfel. Und das Tolle: Nebenan entsteht nun eine Apfelplantage.
? Also ich weiss nicht wie du heizt aber normal rennt so eine Heizung im Winter 24h. Gerade Wärmepumpen lassen sich wunderbar kalkulieren. Problem dabei ist nur: Bisher wurde das nirgends erfasst. Jedes Haus hat sein eigenes Süppchen gekocht und die Energie zum heizen selber beschafft und selber nach eigenem gutdünken verwendet. Das wäre dann vorbei, man könnte alles mitloggen und nachvollziehen.
Zeig mal! Das wird immer behauptet, aber alleine die Summe der PV-Anlagen liegt bei wieviel? 53TWh hatten wir oben, von 500TWh. Und diese 53TWh sind ALLE PV-Anlagen. Die Hälfte ist Privatpersonen und landwirtschaftliche Fläche. Sind 26,5TWh.
"11.7 Gefährdet volatiler Solarstrom die Versorgungssicherheit?
Bisher nicht, es wird jedoch immer wichtiger, die mittägliche Erzeugungsspitze durch Last-
verschiebung, Speicherung oder Abregelung zu dämpfen. Mit steigender Leistung wird PV zunehmend als stabilisierende Regelgröße in die Pflicht genommen. **Die Versorgungssicherheit für Letztverbraucher konnte parallel zum Ausbau der Photovoltaik sogar verbessert werden"
"21. Ersetzen PV-Anlagen fossile und nukleare Kraftwerke?"
Nein, zumindest nicht in den nächsten Jahren.....
Die Nagelprobe sind windstille, trübe Wintertage, an denen
der Stromverbrauch Maximalwerte erreichen kann, ohne dass Sonne- oder Windstrom
bereitstehen. Auf der anderen Seite kollidieren PV- und Windstrom zunehmend mit trä-
gen konventionellen Kraftwerken (alte Braunkohle). Diese – fast ausschließlich grundlast-
fähigen - Kraftwerke müssen deshalb möglichst schnell durch flexible Kraftwerke ersetzt
werden, bevorzugt in multifunktionaler, stromgeführter KWK-Technologie mit thermi-
schem Speicher
Ta-da!
Es gibt also keine "Probleme" mit PV-Anlagen. Es gibt ein Problem mit den Grundlastkraftwerken, weil die zu träge sind. Und gleichzeitig gibt es eine Veränderung der Lastprofile bei privaten Haushalten, die aber auch nur einen Bruchteil des Stromverbrauchs darstellen.
Das ist so wie immer. In den Medien groß, dass der Kunststoffverbrauch so hoch ist, jeder könne was bewegen.
Und im Handel ist alles einfoliert und eingeschweißt und verpackt wie blöde und was der Endkunde daran ändern kann sind die 5-10% die er an Reichweite hat. Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, die wahre Verschwendung und das Aasen findet woanders statt.
Nicht jeder Endkunde. Nur der private Endkunde. Weswegen die Steigerungen der Kosten auch so immens sind. Würden ALLE das mehr zahlen, gäbe es kein Problem.
Danke für den Link,
hier geht´s ja nur um Netzentgelte, dort geht es um die gesamte Energiewirtschaft. Insgesamt ist viel mehr zu ändern, als nur die Entgelte für die Netznutzung.
"11.Überlastet PV-Strom unser Energiesystem?
An den zahlreichen Baustellen der Energiewende wird mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten gearbeitet. Der Ausbau der Photovoltaik ist auf Kurs, der Umbau des Energiesystems und die Anpassung des Strommarktdesigns halten nicht Schritt. Dadurch kommt es in den sonnenreichen Monaten um die Mittagszeit immer häufiger zu negati-ven Strompreisen an der Leipziger Börse, zu Stromertragsverlusten durch Abregelung und zu Verzögerung beim Bau von PV-Kraftwerken mangels Anschlusskapazitäten. An vielen Stellen fehlen Preissignale oder technische Voraussetzungen für eine bedarfsgerechtere Solarstromproduktion (zur Glättung der Mittagsspitze), für eine netzdienliche Lastflexibilisierung und einen netzdienlichen Betrieb der bereits in großer Zahl vorhandenen stationären und mobilen Batteriespeicher. Notwendige Maßnahmen werden im Ab-schnitt „22.3 Transformationsschritte“ besprochen." (Zitat Ende)
Nach meiner Auffassung sollten wir hier die technischen und von Naturgesetzen vorgegebenen Zusammenhänge von den von Menschen gemachten Regeln trennen und das auch im Sprachgebrauch:
im Zusammenhang mit Phsik und Maschinenbau gibt es Ursache und Wirkung, nicht "schuld", "verantwortlich", etc. Im Zusammenhang mit menschlichem Verhalten gibt´s auch Ursache und Wirkung. Von Verantwortung (die Pflicht auch auf unangenehme Fragen antworten zu müssen), Schuld, etc. geht es, wenn Pflichten missachtet wurden (leichtfertig, fahrlässig, etc.)
Es gibt Kraftwerke, die träge geregelt werden könne und solche, die schnell geregelt werden. Da gibt es keine "Schuld" sondern nur Ursache und Wirkung.
Die Anhandlung zeigt auf, dass PV zu Spitzenzeiten 90% des Verbrauches deckt, im Jahresmittel aber nur 13,9%. (Abbildung S.6). Das ist ein Ursache - Wirkungszusammenhang, mehr nicht. Die Netze können daran nichts ändern, sondern müsse so ausgelegt werden, dass alle Verbraucher stets genug bekommen.
L.G.
Zu aller erst:
Danke lieber @Akkudoktor für das gute Video (und die vielen anderen Videos und Dein Engagement!)!
Ich diskutiere das Thema Netzentgelte und Netzfinanzierung auch schon seit geraumer Zeit und lange vor dem Thesenpapier.
Aus meiner Sicht liegt ein Teil des Problems darin, dass die Netzbetreiber ja von den Stromerzeugern abgespalten wurden, um das in getrennten Händen zu haben. Das ist auch gut so, aber die Auslegung ist an einigen Stellen in meinen Augen falsch. Und damit kommen wir auch der Lösung meiner Meinung nach näher:
Die Netzbetreiber haben die Aufgabe, das Netz bereit zu stellen und es stabil zu halten. Dafür kassieren sie Netzdurchleitungsgebühren, die ja bekanntlich alle paar Jahre überprüft und sogar reguliert werden (kein unbegrenzter Gewinn möglich). Das der Netzausbau nicht in erforderlichem Umfang erfolgt ist, hat sicherlich mehrere Gründe. Zum einen wurden von der Politik und den Unternehmen selbst nicht die entsprechenden Weichen gestellt, andererseits konnte man so ja auch die Rendite erhöhen und die Kosten vergleichsweise niedrig halten. Kaputtsparen...
Wenn wir den Netzbetreibern erlauben würden, an verschiedenen Knotenpunkten des Netzes selbst große Akkusysteme zu betreiben, damit man ein Überangebot auffangen, speichern und bei Bedarf wieder abgeben und somit die Spitzen und Täler im Netz aktiv glätten kann, so steht das aus meiner tiefen Überzeugung NICHT im Widerspruch dazu, das ein Netzbetreiber kein Stromerzeuger sein darf. Denn den Strom würde er nicht selbst erzeugen, sondern nur netzdienlich puffern und verspätet wieder abgeben. Dafür könnte er sogar an den Überschussgewinnen beteiligt werden, was dann den Aufwand kompensiert.
Dieses Modell würde uns lokale Speicher auf der Quartiersebene an den Trafohäuschen bescheren. Letzte sind ohnehin in den letzten Jahren deutlich geschrumpft und viele werden durch baulich deutlich kleinere getauscht. Da passen oft reichlich Akkupacks daneben.
Für die Entscheidung wo Akkusysteme genehmigt werden und wo nicht, sollte in meinen Augen die Bundesnetzagentur zuständig sein und nicht die Netzbetreiber. Somit wäre man dann auch aus dem Dilemma raus, das die Netzbetreiber sonst die eigenen Akkus bevorzugen würden.
Das gleiche kann auch auf höheren Netzebenen passieren und muss überall mit entsprechender Messtechnik begleitet werden, um in Echtzeit das Netz bis runter auf jeden einzelnen Einspeiser/Verbraucher im Blick zu haben. Das ist das ergänzende Smart Meter Rollout, das ja gefühlt ausgeschlossen wird, von dem aber die Netzbetreiber sagen: Brauchen wir!
Einen solchen Ansatz vermisse ich in dem Thesenpapier völlig.
Natürlich ließe sich das mit den besprochenen Varianten kombinieren.
Ich bin der festen Überzeugung, das wir genau hierfür eintreten sollten und das so aufs Tablet bringen müssen. Kein anderer Ansatz würde eine so dramatische Entlastung im Netz ermöglichen und es dezentral stabiler machen. Wie wir in der Ukraine sehen ist das sogar Teil einer Strategie, ein solches System als kritische Infrastruktur auch vor Sabotage und Zerstörung zu schützen, vom gesparten Netzausbau mal ganz abgesehen.
Alternativ könnten solche Speichersysteme auch von dritten gebaut werden, aber warum eigentlich? Der Netzbetreiber ist doch dafür prädestiniert. Aber man sollte es auch nicht ausschließen, sondern zusammen arbeiten. Der Netzbetreiber kann sowas ja auch ausschreiben.
Weiter würde es die Notwendigkeit von Heimspeichern etwas reduzieren und die sollten aber nicht in Konkurrenz vertrieben werden, sondern als Ergänzung im Netz betrachtet werden. Am Ende zählt doch die Gesamtkapazität netzdienlicher Speicher. Je mehr die in der Fläche verteilt sind, umso besser.
Ein Solarpark kommt mit etwa 1/3 Leistungsanbindung aus, wenn der Strom vor Ort gepuffert wird. Im Idealfall würde der Strom rund um die Uhr aus dem Akkusystem abfließen mit relativ stabiler Dauerleistung (Thema Grundlast). Und die Leitung müsste dann auch nicht so dick sein. Das Spiel kann man auf jeder Ebene so spielen. Wenn die Leitungen nach Baden-Württemberg und Bayern auf Dauerlast laufen würden und die dort entsprechende Akkus vorhalten würden (kann auch die Industrie selber machen), dann nivelliert sich der Netzausbau dramatisch. Ich muss dann von der Menge her rechnen und nicht mehr von der Spitzenlast - was einen großen Unterschied machen kann.
Ok, Ursache lautet, dass seit jeher keine Digitalisierung stattgefunden hat und daher bisher Lastprofile meist von Industrie und Gewerbekunden erstellt wurden, die auch einigermaßen genau sein müssen um zu gewährleisten, dass diese ihre Leistung bekommen. Gleiches galt für private Haushalte wobei jene ein anderes Lastprofil haben. Aufgrund dieser Lastprofile liefen die bisherigen Kraftwerke entweder mit mehr Leistung oder weniger.
Das war dann an Wochenenden so, Tag/Nacht, Feiertage und je nach Betrieb ausgelegt damit es nicht "zuviel" an Strom gab, welcher nicht gebraucht wurde und daher ins Netz "zur Freigabe" durchlief und billig verkauft/verschenkt werden muss.
Dieser Zustand wird nun durch PV und Windkraft VERSTÄRKT. Die bisherigen Effekte waren schon vorhanden. Die Wirkung kennen wir.
Die Lösung lautet, eine Digitalisierung von GROSSVERBRAUCHERN weil die Vorhaltung der Leistung eher von Großverbrauchern getrieben ist, als von Kleinverbrauchern. Die Kleinverbraucher machen in Summe weniger aus, als Großverbraucher. Ebenso sieht es auch bei der Erzeugung. Großerzeuger haben eine immense Auswirkung im Vergleich zur Summe der Kleinerzeuger.Ferner macht es wirtschaftlich keinen Sinn, Kleinerzeuger zu kontrollieren, reglementieren, Kosten auferlegen sondern ZUERST im Großen.
Müssen sie nicht. Also das scheint ebenfalls ein Problem zu sein, die pauschale Vorhaltung von Leistungen, die nur von wenigen Abnehmern/Einspeisern benötigt werden. Das Netz reicht ja aus für private Haushalte. Es reicht nur nicht, wenn weiter EE ausgebaut wird IM GROSSEN MASSSTAB. Genauso wie es nicht ausreicht komplett auf EE umzusteigen ohne Grundlastkraftwerke.
Das sehe ich anders. Wenn man überlegt was ein Akkusystem kostet wäre es sinnvoller, wie ja auch geschieht, Gaskraftwerke zu bauen. Die dann die Grundlast flexibel flink decken können oder eben abgeschaltet werden können. Zudem kann man sehr gut PV-Überschüsse in Gas speichern, wenn auch nicht Wirkungsgrad-rentabel dann aber die Überschüsse zur Netzstabilisierung nutzen. Und vor allem: Gasnetz ist großflächig vorhanden! Speicher sind großflächig vorhanden!
Nicht ganz richtig. Digitalisierung wird immer dann eingesetzt, wenn Personal abgebaut werden kann, also rationalisiert. Der Benefit eines digitalisierten Stromnetzes war bislang nicht vorhanden
Das ist halt auch eine gute Frage: Was kostet ein Akkusystem denn nun? Teslas Megapack liegt (in den USA) bei umgerechnet 220 Euro/kWh. Das sind Systemkosten mit Wechselrichter, Gehäuse, Klimatisierung, Pipapo. Fehlen ggf. noch kleine Fundamente und ein Kabel zum Anschluß. In China lagen die Systemkosten bei einer Ausschreibung zuletzt bei ca. 65 Euro/kWh. Wo werden wir in Europa liegen? 100 Euro? 200 Euro? Oder lassen wir uns wieder Extrafeatures und Extraregulierungen einfallen und liegen dann bei 500 Euro/kWh? Bei 100 Euro/kWh und 15 Jahren Nutzungsdauer mit 300 Zyklen a 75% pro Jahr lägen wir inkl. Wirkungsgradverlusten bei 5,2 Cent/kWh an Speicherkosten. Bei 500 Euro bei 21,2 Cent/kWh an Speicherkosten (Finanzierungskosten jeweils eingerechnet).
Wenn die kWh Strom 8 Cent Gestehungskosten hat und die Umwandlung in Gas 60% Wirkungsgrad und die Rückverstromung im GuD-Kraftwerk noch 60% Wirkungsgrad hat, dann liegen die Speicherkosten bei Gas (1 Cent für Netznutzung eingerechnet) bei ca. 15 Cent/kWh.