Naja die kWh Strom im Sommer kostet ja... negativ. Also ist die Umwandlung in jedem Fall günstig.
Es kann ja sein, dass heute der Strombezug der Privathaushalte nahezu unverändert ggü. den Vorjahren ist. Das wird bei 100% All Electric @ Home aber anders sein!
Meine Beobachtung:
Ich habe noch kein BEV, heize aber mit WP und betreibe ein 2kWp BKW mit 2 Marstek 2,24 kWh Speichern zu je 410 EUR.
Mein Jahresstromverbrauch wird 2025 bei 5500 kWh liegen.
Davon habe ich im Januar 1100 kWh bezogen, das sind 20% des Jahresbezugs. Vor der WP waren es ca 350 kWh im Januar.
Im Januar lag der max. Tagesbezug bei 48 kWh und der max Bezug über eine h bei 3,4 kWh.
Im Winter hatte ich die Speicher noch nicht.
Im Sommerhalbjahr finanzieren sich die Speicher innerhalb von 4 Jahren, weil sie die PV Stromerzeugung glätten und an den Verbrauch anpassen. Sie machen hier im kleinen, was Großspeicher im Netz tun werden. Sie machen es möglich Strommüll zu verwerten.
Mit den Speichern kann ich jeweils 1,8 kWh an Tag verschieben und zwar nicht nur in die Nacht, sondern auch wenn Wolken vorbeiziehen.
Jeder Speicher vermeidet bei mir einen Strombezug von ca. 350 kWh/Jahr, reduziert meine Stromkosten und meinen CO2 Fußabdruck.
Im Winter könnten die Speicher dazu dienen die Lastpeaks morgens und abends zu glätten. Ich hatte die Speicher in diesem Winter nicht und hatte dynamische Strompreise und das war teuer. Es war einfach unkomfortabel die WP zu Hochpreiszeiten auszuschalten. Kaffeemaschine, Microwelle Herd und Föhn richten sich nicht nach Börsenstrompreisen.
Was ich damit sagen will.
All Electric ar Home bei jedem führt zu einem höheren Strombedarf im Winter und wenn die Leistung durch die Netze bereitgestellt werden muss, dann ist es vergleichsweise günstig,beim Endverbraucher mit geeigneter Technik die Netzbelastung zu reduzieren.
Mein Haushalt ist für Stromlieferanten und Netzbetreiber wirtschaftlich noch immer interessant, aber mein Bedarf ändert sich im Jahresverlauf und daran müssen sich die Geschäftspartner anpassen.
Klar, meine Bastellösung mit den Marstek Speichern Open dtu on Battery Shelly Pro 3EM und Hoymiles WR läuft nicht so " professionell" aber es reicht mir um zu sehen wie die Zukunft aussehen kann.
Die Kosten für meinen Halbinselanschluss, der im Sommer die Einspeisung begrenzt und im Winter dem Bezug die Spitzen nehmen könnte ist preiswert und finanziert sich bei mir im Sommerhalbjahr auch zu den heutigen Konditionen.
Heute rechnet mein VNB mit meinem 35 kW Anschluss und Lastprofilen und hofft darauf,dass die Annahme der Gleichzeitigkeit Faktoren auch in Zukunft richtig sein wird.
Übrigens - im Winter motte ich die Speicher ein. Das Verschieben der Last macht bei mir keinen Sinn und funktioniert mit den Marstek eher nicht. Sind halt DC Speicher. Dafür sind die angebotenen Preismodelle vollkommen uninteressant.
Ach ja, nicht jeder möchte und kann Stromhändler werden und das heutige PV Privatanlagenkonzept funktioniert nach m.E. nicht für 100% all Electric @Home.
Beste Grüße
Wenn du mit Öl heizen willst, dann zahlst DU für die Lagerung des Öls bei dir zu hause.
Wenn du mit Gas heizen willst zahlst DU für den Gasspeicher oder die Gasleitung.
Wenn du mit Holz heizen willst zahlst DU die Lagerung und die Lieferung des Holzes.
Wenn du mit Strom heizen willst zahlst DU für die Vorhaltung des Stroms?
All electric erzeugt Kosten. Dann soll der, der all electric nutzt auch all electric zahlen. Und das macht er auch. Zum Teil eben durch seine Stromkosten aber ansonsten genau jene Peaks NICHT. Würde er eben auch nach Leistung bezahlen müssen, nur beispielsweise, würde man für eine 4KW Vorhaltung am Tag 96kWh beziehen können. Ich weiss nicht, was deine Wärmepumpe benötigt, meine benötigt keine 4KW pro Stunde 24h am Tag, noch nichtmals bei Minusgraden von -10°C. In den 96kWh wären aber auch der Herd drin. Wird nicht klappen. Was dann aber klappt ist:
Akku mit Wechselrichter und ich schalt den Herd ein, Peak-Shaving. Mein Anschluss nimmt weiterhin nur 4KW auf, der Akku gibt dem Herd den Rest.
Aber den Akku zahlst DU.
Heute kannst du aber deinen Herd und die Wärmepumpe und das E-Auto laden und zahlst trotzdem nicht mehr für die Vorhaltung der 22KW oder mehr. Den DLE betreiben und zahlst nicht mehr wie jemand der nen Boiler hat. Die Energiewende, das all-electric auf die Endkunden abgewälzt, die nicht unbedingt dieselben Möglichkeiten haben.
Das musste er vorher auch schon. Da hat der einfach die Kraftwerke laufen lassen. Vorher Lastprofile gemacht und wenn nun wer gekocht hat oder den DLE betrieben hat, und der wurde abgeschaltet dann war das, was über war einfach Schwund. Was hat sich daran geändert? Nichts. Er muss weiterhin ins unbekannte kalkulieren und bisher war das den Geschäftspartnern scheißegal, weil sie dir das einfach eingepreist haben. Wenn du aber nur noch 100 Tage von 365 Tagen Strom beziehst wollen die dennoch 365 Tage bezahlt werden. Also legen sie die Kosten auf diese 100 Tage um. Also wird entweder jede kWh teurer oder die Grundgebühren/Mindestgebühren, denn an dem System, also dass neue Lastprofile hermüssen, dass Speicher hermüssen, dass Smartmeter hermüssen, daran ändert man ja nichts. Wird nicht gemacht.
Was ich ja schrieb. Aber der geht ja dennoch von 35KW aus. Du hast aber auch in der Vergangenheit nie dauerhaft 35KW bezogen sondern wenn dann nur sporadisch und das hochgerechnet mit allen anderen 35KW Anschlüssen deiner Nachbarn. Und das soll sich nun signifikant geändert haben wegen all-electric? Wegen privaten PV-Anlagen? Ja! Tut es. Punktuell!
Da wo also vorher schon ein Loch war, weil wenig Leistung vorhanden oder vorgehalten wurde, da wird es dann bei ZUSÄTZLICHER Belastung zu wenig sein. Rein wie raus. Das ist aber nichts Neues.
Oder anders: Die Erderwärmung findet auch ohne den Menschen statt aber der Mensch treibt das mit CO² Aussoß, Wasserdampf, Bebauungen etc. pp. voran. Das Grundproblem bleibt aber erhalten. Die willkürlichen Abstrahlungen der Sonne.
Das kann man nur verhindern durch genauere Messungen. Und die werden weiterhin nicht durchgeführt. Da können wir hier auch weiße Kügelchen in Seen kippen damit mehr Sonnenlicht reflektiert wird, aber im großen und Ganzen ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Wie auch private PV-Anlagen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind.
Im übrigen: Dein eingespartes fossiles Heizmittel von früher kann verstromt werden in Kraftwerken mit höherem Wirkungsgrad.Dein Benzin aus dem Auto anders genutzt werden. Hohn ist es aber für all-electric zu werben und es dann zu verteuern....
Wenn der Diesel teurer wird, verteuert sich die ins Haus Lieferung der fossilen Brennstoffe Holz und Öl.
Du zahlst nicht die Vorhaltung des Stroms, das geht, von wenigen in D vernachlässigbaren Fällen, nämlich nicht. Du zahlst für die Instandhaltung der Straßen, um es auf Dein Beispiel mit Öl und Holz zu übertragen. Fahren mehr Lkw verschleißen die Straßen schneller und es wird teurer.
Gäbe es eine Pflicht, dass Steuern nur für den Bereich verwendet werden dürfen aus dem sie generiert werden, dann hätten wir eine deutlich höhere Kfz-Steuer in Schland.
Sorry, ich verstehe Deine Botschaft nicht.
"Sinn" macht all Electric, weil sie es ermöglicht den Nutzen Mobilität und Gebäudewärme trotz Umwandlungsverlusten in Kraftwerken deutlich effizienter zu erreichen .
Für einen Privathaushalt bedeutet das, die Kosten für Gas/Öl fallen weg, die Kosten für den Strombezug steigen. Damit steigt auch der Betrag der gezahlten Strom-Netzkosten absolut.
Für die Stromnetze bedeutet es dass für Privathaushalte mehr Energie im Jahr mit einem geänderten Profil transportiert werden muss.
Und diese Ertüchtigung kostet Geld, und diese Ertüchtigung sollte sparsam sein.
Und es geht hierbei um das Konzept.
Und ich persönlich verstehe den Ansatz mit dem " intelligenten Management top down nicht.
Zu kompliziert, zu teuer, zu zentral, zu wenig Resilient.
Ich hielte es für zielführend, einem Privathaushalt z.B einen 11 kW Anschluss mit 3x16 A oder noch kleiner anzubieten und über die Vorsicherung sicherzustellen dass der Haushalt eben niemals nicht kalkulierte Stromentnahmen tätigen kann.
Und zulässige Brownout Phasen werden auch vereinbart.
Damit erreicht man dass Die heutige Auslegung der Verzeilnetze kaum erweitert werden muss.
So ein Halbinselanschluss erfordert beim Abnehmer Investitionen in WR, Speicher und Management.
Die Alternative ist ein " Komfort - Anschluss wie bisher in dem das Netz alles liefert, was adhoc benötigt wird.
Das sollte man preislich lenken.
Und - sorry, das Modell sich eine 10kVp oder grössere Anlage für 14 TEUR oder mehr bei einer Kaffefahrt von Enpal und Co aufschwatzen zu lassen was darauf setzt, überflüssigen Strom an die Allgemeinheit zu verkaufen funktioniert nicht für alle.
Dieses Geschäftsmodell bezahlen aktuell die 90% der Haushalte, die noch am Anfang stehen.
Ihr Nutzen liegt darin, dass diese Pioniere dafür gesorgt haben dass man die Technik die die 90% zukünftig benötigen preiswert und ausgereifter ist.
Beste Grüße
Ich nicht.
Und nun?
Oliver
Tut er ja nicht. Die Stromkosten steigen momentan auch so, was bedeutet, dass ein Umstieg auf All-Electric mehr kostet. Das ist ja die Krux. Fossile kosten mehr, aber Strom auch.
Die brauchen momentan weniger Energie und zahlen auch so mehr. Erklär das bitte. Wenn sie weniger verbrauchen, zahlen sie mehr. Wenn sie mehr verbrauchen, zahlen sie mehr....
Muss doch gar nicht. Einfach eine Bedarfsanalyse machen. Wer mehr KW entnimmt, zahlt mehr. Da sind wir wieder bei: Bezahlen nach Peak-Leistung in KW(die vorgehalten wird) und nach Verbrauch in kWh. Und dann das FÜR ALLE. ALLE. Nicht die eine Industrie nicht, der eine Wirtschaftskomplex nicht. ALLE. Dieselben Kosten je KW, dieselben kosten per kWh für Netzkosten. Problem gelöst. Will man nicht. Verstehe ich. Wäre aber fair.
Wo eben Leute aasen und verbrauchen und der Rest bezahlt denen das. Exakt das ist das Konzept hinter "Verbrauchs- und Leistungsabhängig". Denn das tolle daran ist: Wenn jemand nun im Jahr nur 2000kWh Strom verbraucht, und der benötigt dabei tatsächlich am Tag gleichbleibend 7kWh und das Meiste davon mittags mit 6KW Spitzenleistung, müsste der für 6KW bezahlen und die 7kWh. Er kann sogar runter auf einen Anschluss mit 1KW (Minimum) indem er einen 3-Phasen-Akku mit WR anklemmt und Peak-Shaving aktiviert. Mit einem 7,5kWh Akku kommt der damit einen ganzen Tag aus, kann dann den Akku wieder aufladen mit 0,5KW 15 Stunden lang. Der WR muss dann pro Phase 5KW können. Das kostet dann einmalig 3000€ und erspart Netzgebühren. Wie hoch die in Dland momentan sind weiss ich nicht. Wenn eine KW 50€ kosten würde, würde man bei 1KW Anschluss eben nur 50€ fix bezahlen, bei 6KW mit ansich demselben Lastprofil 300€. Also spart man im Jahr 250€. Hat man in 12 Jahren raus. Wer jetzt ein E-Auto hat und WILL mit 22KW laden sind das schonmal mindestens 1100€ im Jahr. Usw. usf.
Man KANN ja auch ein E-Auto mit ner Steckdose laden. Ich weiss! Wer viel fährt braucht mehr Ladeleistung, der hat aber auch zu 95% ein dickeres E-Auto und keine kleine Nuckelpinne. Er zahlt ja auch "nur" den Aufpreis für das E-Auto. Wenn später noch eine Wärmepumpe kommt, sind es vielleicht 30KW. Also 1500€ im Jahr. Er kann auch reduzieren, weil er das E-Auto nur langsam lädt.
Und davon abgesehen, eine Zeitlang gab es hier auch Wärmepumpenstromtarife. (hier in Österreich gibts meines wissens keine oder keine mehr) Die waren auch nicht TEURER, sondern GÜNSTIGER. Warum? Weil der Stromanbieter dann mit einem anderen Lastprofil kalkulieren konnte. Mit Dauerlasten. Da hat also MEHR Verbrauch WENIGER gekostet. Man sieht also, dass sowas nicht immer zu höheren Kosten führen MUSS.
Wo wir wieder am Anfang wären. Das Netz MUSS nicht nur auf Private Haushalte teurer werden. Es KÖNNTE auch anders gehen. WILL man aber nicht. Daher ist der Rest nur hätte/wäre/wenn.
Hallo,
aus den letzten Beiträgen kann ich nicht entnehmen, welche Neugestaltung der Netzentgelte bevorzugt wird. Darum geht es doch an dieser Stelle, eine Antwort (bis 30.06) zur Anhörung der BNA zu entwickeln. Ich finde es super, dass sich hier auch Foristen aus anderen Teilen Europa´s melden. Deren Beschreibungen und Erfahrungen können helfen, Fehler nicht zu wiederholen.
Nur als Ergänzung: bei meinem VNB gibt es Wärmepumpentarife auch heute noch zu günstigern Preisen, weil der diese Last kurzfristig abwerfen kann. Dann kann er Lastspitzen deckeln und spart den teueren Einkauf von Strom. Mein VNB berechnet den Bedarf aller Haushaltskunden nach dem Standardlastprofil H25. Darin ist schon enthalten, dass einige eine PV Anlage haben. Danach kauft der VNB ein und das im strukturierten Einkauf. Sollte er mehr Strom liefern, als er eingekauft hat, muss er die Differenz sehr teuer bezahlen.
L.G.
Geloscht.
Darum geht es ja. Es geht darum ein System zu finden für die Netzgebühren. Das Problem dabei ist, dass keines unserer Szenarien jemals kommen wird. Wir können also schön rechnen was eine tolle Idee ist. Aber umgesetzt wird es sowieso nicht.
Und ja, auch geht es darum Fehler anderer Systeme und Länder aufzuzeigen. Wobei "Fehler" vom Standpunkt abhängt. Vom Standpunkt der hiesigen, österr. Netzbetreiber und deren Hauptunternehmen die größten Stromerzeuger und deren Aktienbesitzer gesehen ist alles richtig.
Du schreibst es, auch hier könnte der Netzbetreiber den PV-Besitzern die einspeisen einen höheren Betrag für die Netzvorhaltung im Winter berechnen, um die fehlenden Kosten im Sommer auszugleichen. Tut er aber nicht.
Derzeit werden alle Netzkosten nach der entnommenen Menge in kWh berechnet. Daher kann der Netzbetreiber im status quo nix nehmen und gar nix ausgleichen. Es gibt nicht einen Netzbetreiber, sondern die Betreiber von 3 Netzebenen mit verschiedenen Eigentümern. Die oberste Ebene mit 380 kV wird bundesweit ermittelt und nach Verbrauch auf die Ebene der überregionalen Verteilnetze mit 110 kV umgelegt. Diese legen ihre Kosten auf das Netz um, an das wir Kunden angeschlossen sind. Zwischen 110 kV und 230V/380V liegt noch die unterste Verteilebene mit 20 oder 30kV. Die gehört in der Regel aber dem VNB.
Als "Fehler" in Östereich sehe ich die lobenswerte Umrüstung aller Zähler bis hin zum kleinsten Kunden auf Digitale 2 Richtungszähler mit DFÜ ohne die DFÜ zu nutzen. Da fehlt es nicht an Daten, sondern daran, dass die Daten derzeit keine Berücksichtigung finden und bis das so weit ist, wird mit Standard Lastprofilen gearbeitet. Das wird sich aber gewiss ändern. Irgendwann werden die tatsächlichen Verbrauchsdaten vorliegen und die Standardlastprofile ersetzen. Die Energiewirtschaft braucht diese Daten nicht nur für die Netzplanung sondern auch für die Strom Beschaffung.
Da wir hier noch nicht so weit sind, wird hier nur mit den Standardlastprofilen gearbeitet. Das Profil H25 ist für den Durchschnittshaushalt gedacht. Es wurde aus Messungen über viele Haushalte entwickelt und berücksichtigen in geringem Umfang die PV Einspeisung.
Die These der BNA, dass der Anteil der Prosumer steigen wird, erachte ich als absolut richtig. Die Aussagen des Frauenhofer Instituts (dank an @eclipse) zeigen doch das wahre Dilemma auf. Der Markt wird nicht durch Angebot und Nachfrage gesteuert. Wer eine EE-PV Anlage errichtet hat, bekommt die EEG Vergütung auch dann gezahlt, wenn sein Strom nicht mehr benötigt wird und an der Strombörse negative Preise aufgerufen werden (niemand braucht den Strom).
Wenn ich mir die großen PV Anlagen (flurgebunden) anschaue, dann sehe ich, dass alle die gleiche Himmelsrichtung und fast gleiche Neigung haben. Diese Ausrichtung führt zum maximalen Jahresertrag. Da die EEG Vergütung unabhängig von der Tageszeit erfolgt, kommt keiner auf eine Ausrichtung Ost, um in den Morgenstunden mehr einzuspeisen und West für den Nachmittag. Eine solche Anlage mit Ost-West Ausrichtung wäre zwar für das System nützlich, bringt aber auf das Jahr gesehen weniger Cash. Für die Hauseigentümer ist das Dachform und Ausrichtung die Vorgabe, aber auf dem flachen Boden gewiss nicht - es fehlt der finanzielle Anreiz. Das spricht für eine Umstellung der EEG Vergütung, die kann mit Netzentgelten ggfls, begleitet werden.
Dazu müssten die Netzkosten auf Erzeuger und Verbraucher gleichermaßen verteilt und dynamisiert werden.
Die Fragen der BNA dazu waren doch: soll die Aufteilung auf Produzenten und Konsumenten erfolgen, wenn ja zu welchen Anteilen? Soll das für alle Netzebenen erfolgen, usw.?
L.G.
Den Ansatz quasi zu berücksichtigen, ob gerade Bedarf oder Überangebot besteht, halte ich für zielführend. Wer bei Bedarf einspeist oder bei Überangebot verbraucht, der wird für Einspeisung mit höherer Vergütung und für Verbrauch durch geringere Netzentgelte entsprechend belohnt.
Und schon laden BEV in der Mittagszeit und nicht stumpf ab 19:00 Uhr. Kann nicht jeder jeden Tag umsetzen, aber irgendwas ist ja immer.
Das ist aber nicht im Sinne der Energiewende, denn diese soll auch von den Überschüssen leben damit H2 oder was anderes günstig daraus gemacht werden kann. Es ist etwas kurzsichtig nur auf Eigenverbrauch zu setzen. Die alten Großerzeuger wollen aber von ihrem markt nix abgeben, da die Preise gefallen sind, gibt es plötzlich zu viele Erzeuger die ihren Gewinn schrumpfen lassen. Nicht der viele Strom ist das Problem, die geringen Preise da durch. Wenn man heute neue Anlagen nur noch nach Strompreisbörse entlohnen würde, könnte man sich drauf einstellen und mittels günstiger Akkus (auch im BEV) die Einspeisung verschieben. Win-Win, Netze entlastet und Zubau ginge weiter.
Nicht nur, in D sind es die vorgegebenen Sicherheitsvorgaben. Zu viel Markt bringt wie überall, nur Insellösungen auf Firmenebene, siehe Akkutechnik bei Werkzeugen. Firmen haben kein Interesse etwas universell zu gestalten, denn dann könnte eine andere Firma ja billiger verkaufen (bestes Beispiel Tintendrucker).
Ein wichtiger Punkt wie ich auch finde, anders nimmt man keinen mit.
![]()
Dann müsste es dazu Anreize geben, Strompreiszonen z.B.
Dann ist aber die derzeitige Rechnung attraktiver ohne Speicher... bei einer 100MW Anlage brauchst aber einen Mega Speicher um 2/3 zu puffern...
Leistungsbezogene Preise sind schon Zielführender, egal ob mit oder ohne PV, dies würde den Netzausbau ohne Überkapazitäten ermöglichen und Verbraucher wie Erzeuger dazu bringen kontinuierlich das Netz zu nutzen. Nur habe ich ja schon meinen Baukostenzuschuss nach Leistungsgröße bezahlt, auch jetzt noch mal, als ich von 35A auf 40A gegangen bin.
Ich würde sicher auch mit 14kW zurecht kommen, die Preise sollten dann aber immer in 1kW Schritten festgelegt werden. Messung mit iMSys und ein kurzes Überschreiten 1-3mal im Jahr tollerieren. Ist mit iMSys kein Problem, was bis 2028 ja wohl zu schaffen sein muss.
Es ist keine kurzsichtigkeit. Man wird als kleiner privater stromerzeuger dazu getrieben, dass man keine 5W für die allgemeinheit erzeugt. Weil dies mit kosten verbunden ist. Statt dass sich die Investition mit der zeit rechnet, zahlt der kleine pirvate Stromerzeuger drauf.
Ich kann die Aussage gut nachvollziehen. Für einen "durchschnitt" privathaushalt ist ein 2.000 W BKW mit entsprechendem Speicher am besten geeigent. Das zusammenspiel, benötigte Energie, vom BKW (incl. Speicher) erzeugte Energie und kosten der BKW Anlage ist am besten. Wenn die Anlage kleiner oder grösser betrieben wird, leidet die Kosten-Nutzung der Investition/Anlage.
Freilich könnte man argumentieren, dass das bischen Steom, das durch kleine private PV Anlagen erzeugt wird, sofort im engen umkreis verbraucht wird, da es mehr Haushalte mit reinem Strombezug gibt, als haushalte, die zeitweise bischen was an Strom ins Netz schicken. Dann müssten andere aber ihre grossen Solarparks an der Autobahn drosseln, oder ein windrad im wald. Für das Netz wäre dies am besten, verringert sich doch so Strom in "zuführungsleitungen", also in der leitung von der grossen PV Anlage an der Autobahn zu den Häusern in der Stadt oder Ortschaft.
Es wird keine Entscheidung "im Sinn der Energiewende" geben, die Entscheidungen laufen darauf raus, dass der Ausbau kleiner privater PV Anlagen gestoppt wird und bestehende kleine PV Anlagen umgebaut werden, keinen Strom mehr ins Netz abgeben.
Gibt's in Deutschland noch keine EEG's?
Mit ein wenig zusätzlichem/minimalem Aufwand ist damit vieles von dem hier gesprochen wird abgedeckt, so zumindest meine Einschätzung (ohne die zig Beiträge bis ins letzte Detail gelesen zu haben).
Hallo @ta-innok
woher kommst du? Was meinst du mit EEG´s?
EEG ist das hierzulande das Kürzel für Erneuerbare Energien Gesetz. Das haben wir und seine derzeitige Fassung ist auch ein Teil des gesamten Problems. Hier geht es nur um das Detail der Netzkosten.
L.G.
Seh das schon wie @alter-hase ...
PV Betreiber werden bestraft / gesteuert durch Versorger/Netzbetreiber/Lobbyisten dieser Colour....
Was'n "EEG's" ????
Oh sorry.
In Österreich ist das die Abkürzung für ' Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften'
https://energiegemeinschaften.gv.at
Strom in der Gemeinschaft weitergeben (Strompreis wird innerhalb der Gemeinschaft vereinbart), je nach gewählter Form mit reduzierten Netzkosten (weil eben nur Ebene 6/7 genutzt wird).
Abrechnung im 15 Minuten Takt.
Mit ein wenig technischen Aufwand wäre auch eine 'Nulleinspeisung' auf die Gemeinschaft gesamt gesehen möglich bzw. eben lokaler Speicher innerhalb der Gemeinschaft der gezielt für den lokalen Bedarf der Gemeinschaft genutzt wird.
Habe mich da letztes Jahr intensiv damit beschäftigt, inzwischen hat sich meine Situation aber geändert.
Soweit ich mich erinnern kann kommt das von der EU, darum dachte ich in Deutschland würde es das auch schon geben.
okay,
nein, die gibt es in diesem Sinn bei uns (noch) nicht.
Nützt nur nichts wenn einem die Leitung abgewürgt wird wie bei mir. 4KW und der Rest geht einfach flöten. Rest? Nunja, bei meiner 15kwp Anlage sind das ca. 5000kWh die weggebremst werden. Die ich im übrigen auch nicht anderweitig nutzen kann weil diese 4KW insgesamt gelten.
Trafo kann das nicht? In 300m Entfernung auf derselben Straße wurde vor nem Monat ein brandneuer hingebaut. Mein Ansuchen um Erweiterung der Leistung? Dafür muss eine Prüfung gemacht werden die "voraussichtlich 6 Monate" dauern soll. Während mir geschrieben wird, es gälte das "First-Come-First-Serve" - Prinzip. Also wird dieser Trafo bald auch wieder dicht sein, während bei mir noch, was auch immer, geprüft wird.
Selbst im selben Haus (!) darf ich nicht mehr als 4KW einbringen an meine Schwiegermutter. Erneuerbare Energiegemeinschaften sind genauso eine Farce. Zudem sind dort (fast) nur PV-Anlagenbesitzer. Sämtliche relevanten Kraftwerke für den Winter wie Windkraft oder Wasserkraft sind nicht in EEG. Warum auch? Die verdienen mehr wenn sie normal einspeisen.