Wir haben eine ähnliche Kellerwand mit Kalksteinziegeln in Hohllochformat. Dort hängt jetzt unser 50kg Deye 15kW. Habe ein paar mehr Löcher in die Montageplatte gebohrt um neben den vorhandenen Schwerlastdübeln (die dort nicht sehr gut hielten) einige 12mm/80mm Nylondübel zu versenken. Das Ganze dann mit 8/80mm Sechskantschrauben verschraubt - da kann man vermutlich einen kleinen Elefanten anhängen.
Falls das nicht reicht ggf. auch komplett durchbohren und von der Rückseite mit Stahlplatte und Gewindestangen sichern. Dann muß schon die ganze Wand zusammenbrechen.
Alternativ größer Bohren und dann mit Schnellmörtel die Dübel direkt in den feuchten Mörtel einsetzen und aushärten lassen. Gerne mind. 10-12cm tief - das sollte halten.
Es gibt auch noch diese Spreizdübel, die sich im Hohlraum spiralig aufschrauben - ggf. verschiedene kombinieren (zur Sicherheit).
Wenn es wirklich halten soll für schwere Lasten dann ist Injektionsmörtel zusammen mit Siebhülsen die richtige Wahl. Das Bild unten ist ein Beispiel und nicht als Empfehlung zu verstehen.
Wenn das was auf dem Dübel steht, minus 15% Sicherheit, nicht ausreicht, nehme ich Injektionsmörtel.
Aber bedenke, was da steht ist als Auszugskraft gemeint, auch wenn dort Kg stehen.
Die Kraft wirkt ja sicher zu 90% nach unten und nicht direkt raus aus der Wand - von daher sehe ich hier keine allzu große Gefahr. Auf welcher Basis ist dieser Injektionsmörtel? Wirkt der irgendwie besser als Schnellzement/Mörtel? Bei eher bröseliger Wand ist es auch wichtig, das Loch vorher innen zu befeuchten - ich sprühe 1-2 Mal mit der Sprühflasche hinein - dann haftet der Mörtel besser.
Sorry, 15% Sicherheit halte ich für ganz dünnes Eis. Am Bau sind so viele Unbekannte / Pfusch, einen Faktor 2 sollte man schon als Sicherheits-Faktor ansetzen.
Der Standard für solche Injektionmörtel sind Quarzsand gefüllte Epoxidharze. Die sind getrennt in der Kartussche und werden mit einem statischen Mischer (Düse) in das Bohrloch gedrückt.
als wesentliche Vorsichtsmaßnahme ist Hautkontakt vermeiden, ein paar Einweghandschuhe sind normal als PSA ausreichend.
Das Zeug ist in einer Art “Silikonkartusche” und zähflüssiger ist Silikon. Die Düse steckt man in das Bohrloch. Wer da etwas ins Auge bekommen will muss schon die Silikonpresse verkehrt herum halten und dann ist sojemanden auch nicht zu helfen.
Und zu Bohrstaub, wir arbeiten in den seltensten Fällen im Rohbau sondern meist wohnen wir schon im Haus. Da ist es bei mir selbstverständlich das der Bohrstaub direkt abgesaugt wird um den Dreck in Grenzen zu halten. Bei dem Verfahren gibt es keine Bohrstaub in den Augen sondern nur im Staubsauger.
o.k. das ist ein 2-Komponentenkleber aus Harz und Härter, ähnlich wie Epoxidharzkleber. Der Härter ist chemisch aggresiv und da sollte man Hautkontakt vermeiden.
Ich habe aber auch gute Erfahrungen mit 1-komponentigen Klebern. Normaler Montagekleber funktioniert auch gut, wenn das Loch sauber und leicht angefeuchtet ist. Wichtig: Kleber gut trocknen/aushärten lassen, bevor man die Schrauben eindreht!
Meine Erfahrung mit normalen (Spreiz)-dübeln: hier gibt es einen großen Unterschied zwischen Qualitätsdübeln (z.B. Fischer) und billigen Plastikdübeln. Letztere sind oft zu hart und dehnen sich nicht richtig beim ersten Eindrehen der Schraube. Konsequenz: die Schraube geht sehr schwer hinein, der Dübel dreht sich mit bevor er sich spreizen kann und damit Halt in der Wand gewinnt. Die Fischerdübel sind weicher und dehnen/spreizen sich beim ersten Eindrehen, so dass sich die Anker in der Wand festhalten können, bevor die Schraube weiter hineingedreht wird! Das gilt zumindest für leicht sandige und bröselige Wände. Bei festen Betonwänden tun es oft auch die billigeren Dübel, solange der Dübel stramm in der Wand sitzt.
Bischen offtopic, sorry. Kann ggf. auch nicht schaden, sicherzustellen, daß die Steine in der Wand halten. Muß da an die Hängematte denken, für die mein Vati in der Altbau Studentenbude meiner Schwester damals nen Haken montiert hat …
Also:
Die Angaben des Dübelherstellers beinhalten schon eine Sicherheit. Doppelte Sicherheit ist da nicht nötig.
Bei Belastung im 90 Grad Winkel kannst du die dreifache Last anlegen.
Ich habe noch nie darüber nachgedacht Schutzausrüstung für so etwas harmloses wie Injektionsmörtel zu verwenden, die wie richtig erklärt aus einem 2K Harz und Quarzsand besteht. (Es muss nicht immer Epoxidharz sein) Aber natürlich ist Schutzausrüstung nie verkehrt.
Heco ist ein Schraubenhersteller (ein guter) auch er hat " Betonschrauben" im Angebot. Die gehören aber nicht in Ziegel
Danke. Nach dem Lesen der obigen Beiträge hatte ich schon starke Bedenken ob ich die nächsten 5 Jahre überlebe, da ich vor 10 Jahren ohne Vollschutzkleidung die Befestigung meines Carports an der Hauswand mit dem Fischer Injektionsmörtel, den Gewindestangen und den zugehörigen Siebhülsen vorgenommen habe.
Habe das System auch bei der Befestigung einer Markise sowie der Halterung einer SAT-Schüssel genutzt. Klar gibt es das auch von anderen Herstellern als Fischer.
Klar muss man vorher den Staub nach dem Bohren gründlich entfernen (Bürste und Ausblasen). Nach der Anwendung des Fischer-Systems ist das auch nach 10 Jahren dermaßen fest, dass ich glaube, dass eher die Außenwand des Hauses einstürzt als als das dies aus der Wand ausbricht.
Was ich hauptsächlich aus den Aktionen mit dem Injektionsmörtel gelernt habe, ist das das Zeugs extrem schnell aushärtet. Korrigieren ist schon nach kurzer Zeit nicht mehr. Man muss sauber arbeiten und ausrichten.