Batteriepolpaste - Polbehandlung - Noalox

Gibts da kein genau spezifiziertes Drehmoment, um die dann mit Drehmomentschlüssel anzuziehen? Man will ja möglichst nahe ans Maximum ran und das geht nicht, wenn man nur nach Gefühl anzieht.

Was ich aber höre: Dass die Schraubverbindungen ganz real öfters mal für Probleme sorgen, weil die Übergangswiderstände messbar zu hoch sind und es zu Erwärmungen und Verlusten kommt. Scheint also kniffelig zu sein.

Selber hab ich noch keine Erfahrungen mit solchen Strömen. Wobei, meine AGM-Bleiakkus am 230V Wechselrichter haben bei 20A auch deutliche Spannungsverluste an den Verschraubungen, wenn ich mich recht erinnere. Müsste ich mir mal genauer anschauen.

Du hälst die Paste für Placebo, hast aber keine Erfahrung damit und brauchst volles Drehmoment, um die schlechte Verbindung so eben Hinzupressen?

Wow!

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@carolus Bei mir war an zwei Zellen der Widerstand auch zu hoch, lag aber nicht an der Verschraubung, sondern an der Kabelverbindung(Kabelschuh).

Diesen habe ich erneuert und alles war ok, ohne Paste. Paste hat im CPU/GPU Bereich wirklich seine Berechtigung, zur Wärmeableitung.

Und an @ Nikimann, die Gewindebolzen sind ins Alu eingedreht, kann man sogar nachkaufen wenn einer beim Anschrauben zu viel Kraft hatte, diese sind dann wohl minimal größer im Einschraubbereich.

Grüße

@der-neue-hier

Ich hab mich ja auf das schweißen von Stahl auf Alu bezogen. Das die Bolzen meistens eingeschraubt sind ist mir Klar.

Wärmeleitpaste ist wieder etwas anderes. Deswegen heißt das ,was man für Alu verwendet, weder Polfett noch Wärmeleitpaste noch einfach Paste, sondern Alu Kontaktpaste . UndhT auch einen technisch nachvollziehbaren Wirkungsmechnaismus.

Ich glaub, das muss ein Missverständnis sein. Das war eine neugierig-interessierte Frage, ob diese Paste Hokuspokus ist oder ob sie ganz real eine Wirkung zeigt. Ich bin sehr dafür, genau hinzuschauen, um real Wirksames von Unsinn zu unterscheiden.

Und wenn die Schraubverbindung im Übergangswiderstand oft ein Schwachpunkt ist, dann sollte man doch das maximale Drehmoment nutzen, weil das die Übergangswiderstände verringert. Oder siehst du das anders?

Das ist kein Missverständnis. Das sind deine Standpunkte, gegen die einige Leute ihre zeit aufgewendet haben.

Nein. Man muss ein Drehmoment nutzen, was für die elektrische verbindung ausreicht und die mechanische nicht schädigt.

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Nein, das war kein Standpunkt, sondern eine Frage. Ich hab dazu doch gerade keinen Standpunkt, weil ich es nicht weiß und mich deshalb darüber austauschen wollte, um hier etwas mehr Klarheit zu bekommen. Ich weiß aber, dass es in vielen Bereichen irgendwelchen Hokuspokus gibt und man deshalb genauer hinschauen sollte.

Das einzige, was ich als Standpunkt eingebracht habe, ob es sein könnte, dass diese Paste überflüssig ist. Das aber als ganz offene Frage ohne eine Mutmaßung oder eine vorgefasste Meinung.

Ich für meinen Teil sehe Pasten wie zb. Noalox, Wago Alu Plus als unerlässlich für den Akkubau mit Zellverbindern an.

Die Paste schützt die Verbindung vor der Umgebung also auch Sauerstoff und damit vor Oxidation.Ich war auch erst skeptisch da beide Pasten nicht mal den Strom leiten obwohl sie teils als Kontaktpaste verkauft werden wie die Wago Alu Plus. Obwohl Noalox noch Zink Partikel enthählt die sich wie es der Hersteller beschreibt ins Aluminiumoxid schneiden und somit den Kontakt verbessern. Ein weiterer für mich sehr wichtiger Punkt ist die Chemische Korrosion oder auch Elektrolytische Korrosion genannt. Da die meisten Hersteller von Akkuzellen Edelstahlschrauben zum verbinden empfehlen, und ich auch sonst wenn es geht ausschließlich Edelstahl Schrauben verwende. Denn Aluminium und Edelstahl verträgt sich nicht (unedle und edle Metalle). Auch hier schützen diese Pasten damit es nicht zur Chemischen Korrosion kommt. Es gibt auch Cupal Scheiben die diese Korrosion ins innere der Scheibe verlagern sollen, das ist aber wieder ein anderes Thema da diese Scheiben wohl den Übergangswiderstand eröhen.

Mein Akkupack bekommt jedenfalls Noalox zwischen Verbinder und Pol. Da ich aber nur eine kleine Tube habe (ziemlich teurer das Zeug) und auch das Wago gerne mal probieren möchte, kommt an die Gewinde von Schraube und Pol Wago Alu Plus. Jeder muss selbst entscheiden ob er das für Unnötig hält oder nicht, für mich ist es aus den oben genannten Gründen unerlässlich.

Eine schlechte Verbindung kann jedenfalls so aussehen:

Und ich habe keine Lust das es bei mir nach Jahren genauso oder ähnlich aussieht. Wenn ich einen DIY Akku baue dann soll der auch über Jahre möglichst zusammen bleiben und funktionieren.

Obwohl es hier wie der TE beschreibt an losen Verbindungen lag. Interessant finde ich aber auch den Beitrag von Multimegatrucker auf Seite 2, das flexible Busbars aufgrund ihrer Eigenschaften auch lose werden können. Ich bin gespannt ob das bei mir auch passiert, und ich habe wirklich sehr massive Verbinder, man könnte schon fast sagen sie sind Überdimensioniert?. Übergangswiderstand von den Teilen ist jedenfalls innen von Loch zu Loch gemessen 0,04mΩ. Bei mir sind es aber auch M8 Schrauben und meine Auflageflächen von den Polen sind größer als zb. die von anderen Zellen mit M6 Gewinde, von daher passt das sehr gut.

Nicht zu vergleichen mit denen hier:

https://www.solarparts-shop.de/de/kunststoffgehaeuse-fuer-lifepo4-zellen-202-310ah-zellen-32-45-55-63-64-66-101.html

Der Größenunterschied ist schon enorm, aber dafür sind es auch 95mm²... hier der Vergleich mit einem Feuerzeug:

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Auch wenn das hier leicht OT ist:
Diesen verpressten Flechtmaterialien schenke ich kein Vertrauen.
Auch wenn die Verpressung gut aussieht, wurde im Innern evtl nicht genug Druck aufgebaut wurde, um eine saubere Verbindung zu erhalten. Was anfangs noch funktioniert und gute Widerstandswerte hat, kann sich trotzdem im Laufe der Zeit setzen und schon baut die Schraube keinen Druck auf.
Ich sehe hier im Bereich der Bohrung kein solides Material wie nach einer ausreichenden Verpressung, sondern Unregelmäßigkeiten, die wie Hohlräume aussehen. Das "Volumen" des unverpressten Flechtmaterials wirkt nicht so viel größer als im Bereich der Presshülse, da wird kein Wahnsinniger Druck drauf sein.

Aber: ich hab da null Erfahrung, daher ist das nur Meinung und Bauchgefühl.

Starre Busbars oder Busbars mit einem starren Bogen leiten unweigerlich bei jedem Ladezyklus Kräfte in die Pole, kann auch nicht im Sinne des Erfinders sein.

Bleiben selbst verpresste Verbinder.
Oder die Luxusvariante: laminierte flexible Busbars, bei denen die Terminals mittels Diffusionsschweißen zu einem Kupferblock verschweißt wurden Damit hat man an den Enden praktisch einen monolitischen Kupferblock, der sich zwecks Flexibilität im Zwischenbereich in Lamellen auffächert, ohne jegliche Übergänge dazwischen.

So zum Beispiel:

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Ich halte diese Verbinder für die besten. Ausser, es ist irregulär zusammengehunzter Kernschrott. Aber was du da im Foto zeigst, ist imho ok.

So hat man fast hundert Jahre lang im PKW die Minusverbindung zur Karosserie gemacht, im Dreck mit Schwefelsäureatmosphäre. Nur einige habe dabei versagt.

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Wenn richtig gemacht sind die sicher gut und langlebig. Bei Chinaware ziehe ich leider zu oft Nieten und ärgere mich hinterher. ? Heimische Hersteller sind leider unbezahlbar.
Spricht was gegen die Busbars mit Lamellen in der Mitte und verschweißten Enden? Da dürfte eine schlechte Verpressung doch ausgeschlossen sein.

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Ausprobieren.

Nicht bös gemeint, aber meinst Du damit:
"Weiß ich nicht, probier es aus und berichte" oder "Das ist doch offensichtlich! Aber mach mal, siehst dann schon"? ?

Ich meine damit:

Die Dinger sind gut, aber teuer.

Und

Ich habe flexible Leitung und Ösen, verlötet, gewählt.

Welche hast du genau? bzw. wo gekauft?

thx

Michael

Selbst gelötet. Standardmaterial.

@u-f-o

Edelstahl und Alu verträgt sich relativ gut oder warum werden die Alutragschienen fast aller PV-Anlagen mit Edelstahlschrauben verbunden bzw befestigt? Edelstahl ist nicht nur Oxidationsfaul sondern tatsächlich im Punkto Kontaktkorrosion mit fast allen anderen Metallen "verträglich".

LG

Jens

solche hab ich mir jetzt gekauft, doppelbusbars für paralelschaltung 2er zellen und dann in reihe, es musste diesmal was dekadentes her ?

drunter nehm ich die wago 249-130 paste

zeig mal? und bezugsquelle? Danke LG T