Augen Auf Kabelschuhe Unterschiede/Qualität etc

Kommt halt auf den Einsatzzweck an.

Adernendhülsen braucht man bei gewissen Einsatzzwecken nicht, z.B. Käfigklemmen. Sie haben aber auch große Vorteile. Je nach Einsatzzweck kann man Litzen ohne Vorbehandlung nicht einsetzen. Da sind Adernendhülsen das Mittel der Wahl.

Das Problem des Löten ist nicht das Blei, sondern wo man verlötete Litzen einsetzt.

Siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=VjQgM3iIWSA

Mein Fazit. Immer Adernendhülsen im Elektrowerkzeugkasten haben und bei Notwendigkeit einsetzen. Und nicht verteufeln.

Thema Bleilot :
Es gibt sogar Anwendungen, wo Bleilot zwingend angezeigt ist....
Die Rißfortpflanzung bei Bleilot ist sehr günstig, und bei bestimmten Anwendung wie Medizinprodukten und Avionik nur schwer anders zu erreichen.

In DIY Bereich ist Bleilot durchaus angezeigt.! Es gibt soweit mir bekannt ist kein generelles Verbot.
Gewerblich ist was ganz anderes, bes. in der Massenproduktion.

Laut Norm VDE 0100-520 ist Löten als Verbindung in Installationen zu vermeiden. Dabei ist DIY in Privathäusern weniger reguliert als z.B öffentliche Gebäude. Auf jeden Fall bevorzuge ich federbelastete Klemmen.

Das Problem bei den meisten Problemstoffen ist die fehlende Kreislaufwirtschaft. Unsere Welt ist voller potentieller "Gifte", als gängige Werkstoffe von Aluminium bis Vanadium. Vieles was in der Technik unersetzlich und in der Natur weit verbreitet ist, gehört dennoch nicht in menschlichen Körper, und nach dem Ende der Nutzung zum Entsorgungszentrum.

Thema Klemmen für große Querschnitte:
Die Hebelverhältnisse von Einstecklängen zu Durchmesser sind da sehr ungünstig, will meinen, alle Kräfte auf das Kabel haben es leicht das Kabel zu lockern oder aus der Klemme zu befördern.

Fazit
Die Kombination aus Werkstoffen, Kabel, Klemmen und Verarbeitung muß stimmen.!

In meinem Fall würde das bedeuten durchgehend Bronzekabel mit einem Mantel aus für Ammoniak undurchlässigen Kunststoff zu verwenden. Das würde die Anlage unbezahlbar machen. In den Räumen mit hoher Ammoniakbelastung kann man keine fein gelitzte Leiter einsetzten.
Zum Glück haben wir keine Schweine ! Dennoch haben sich einige Litzen in der intakten Isolierung komplett in Oxid verwandelt. Massive Drahte wie NYM zeigten nach 8 Jahren keine Probs.

Auch hier alles Einzelentscheidungen.

Das wurde weder festgestellt noch ist es richtig.

Auch nicht richtig.
Militär und medizin haben eine ausnahmeerlaubnis.

Hier wird mal wieder alles kaputttheoretisiert. "Es könnte", "vielleicht", "nicht zulässig", "Explosionen", "Tod, Verderben und wir werden alle sterben!!!!elfeins".

Wenn man mit nem gesunden Menschenverstand an die Sache geht, mal ne Testcrimpung macht, diese irgendwo befestigt und dann ordentlich dran zieht und wackelt ohne das sich etwas löst, passt es. Eventuell nochmal mit ner Wärmebildkamera rüber oder nach einigen Minuten Volllast mal den guten alten Fingertest. Feddich...

Ja, in der Theorie gibt es unzählige Dinge die passieren KÖNNTEN aber wie wahrscheinlich ist das Ganze wenn man ein paar Grundlegende Dinge beachtet? Es geht hier um das Crimpen von Kabeln und nicht um die Konstruktion des ISS-Nachfolgers.

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Selbst die die alten Stegleitungen aus 1962 in meinem Haus zeigen keine Ermüdungserscheinungen. Auch nach 60 Jahren haben sind die noch vollkommen intakt und Kupfer ist nicht korrodiert. Wobei ich die meisten schon ersetzt habe, weil damals alles an einem Stromkreis angeschlossen war. Das will man heutzutage nicht mehr.

Frage mich aber, ob die NYM genauso lange halten wie die alten Stegleitungen.

Also ich habe teilweise noch Kaliko-Kabel in geteerten Blechrohren aus den 30ern verbaut.!
Damals war das High-Tech.!!! Viele waren noch okay, bei einigen wurde die Isolation durch die Panzer von verendeten Speckkäfern sichergestellt. Das Ganze natürlich genullt...
Da herrschte akute Lebensgefahr, deshalb ist hier alles von mir neu gemacht worden.! Auch die Teile mit neuen NYM-Kabeln.

Die Lebensdauer ist Temperatur und von Umwelteinflüssen abhängig.
Besonders kritisch ist Schweinehaltung bedingt durch Ammoniak.
Die ersten Solar-Anlagen auf Dächern von Schweineställen hatten eine hohe Ausfallsrate.!

Die Steuerung von Huhnerklappen mit Schutzkleinspannung ist aus "Klingeldraht" aus dem Baumarkt. Die Doppelpackung enthielt zwei Identische wirkende Spulen mit rot-schwarz ummantelter Litze 0,5# Cu. Nach zwei Jahren war eine Spule innen komplett durchkorrodiert und platze auf, die zweite Spule ist direkt daneben verlegt und nach weitern 6 Jahren noch intakt.!

Ganz offensichtlich gibt es beim selben Lieferanten große Unterschiede.
Auch das Cu selbst ist nicht mehr das was es war. Schlechter möchte nicht behaupten, halt anders.

Wie schon erwähnt müsste ich hier teilweise militärische Kabel einsetzen. Unbezahlbar.!!

aPoPo Löten von dicken Kabeln :wink:

Anbei ein Foto wie das Dipl.-Dilettanten machen.
Eine Klemme von 10# Draht auf so ein dünne Litze habe ich noch nicht gesehen.
Dazu ist da kein Platz und eine Zugentlastung muß auch noch rein....

Mit Endhülse die Leiter mechanisch sichern und dann mit Discounter-Brenner und Bleilot löten.
Die Stirnfläche füllen genügt.
Als Zugentlastung wurden Edelstahl-Kauschen verwendet und die Drahtschleife mit Kabelbinder gesichert.
Isoliert mit VDE-tauglichen Band und am Schluß mit Gewebeband gegen Scheuern geschützt.

Später ist die Stelle unter dem Schleifring nicht mehr erreichbar.
Bei Problemen muß der 6m-Mast umgelegt werden.
Ist für mich völliges Neuland, mal sehen wie lange es hält.
Der Hersteller der KWA fordert mindesten ein mal jährlich eine Revision.!

Experten meinten das war gut so.... Warten wir es ab. :wink:

LG Jörg

Was hat das mit dem Thread zu Kabelschuhen zu tun? Sehe auf dem Foto keinen einzigen Kabelschuh.

Sieht aber gräßlich aus. Wer nutzt noch Isolierband, bei dem die Klebung insbesondere bei Hitze nicht lange hält?

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Bessere Lösung?

Wenn Du das in Ordnung findest, ist es wohl ok.

Brauchen wir aber hier nicht ausführen. Hier geht es im Thread über Kabelschuhe und wir haben lange diskutiert, ob die von Klauke sein müssen oder ob auch andere Hersteller akzeptabel sind.....

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Mich hat jemand gefragt wie ich solche Querschnitte löte, genau so.!

Das ist eine "Knurzlösung", geschuldet den Umständen.
Wie schon erwähnt, man wird bez. der Haltbarkeit abwarten müssen.
Ausserdem muß die KWKA mindesten einmal jährlich in Revision.
D.h. für mich auch besonders ALLE Verbindungsstellen zu kontrollieren.
Solcher "Leichtbau" bietet keine Dauerlösung! Über dieses Drähtchen sollen dauerhaft 15A gejagt werden. Ich bezweifele, daß das hält.!!!

Bez. Klebeband. Es ist zwingend erforderlich ein geeignetes Klebeband zu nehmen.!
Nix Deco.!!! Sondern ein zertifiziertes Produkt. Ich habe schon VDE-Isolierbänder erlebt die nach vielen Jahrzehnen "ekelig" an den Fingern hingen.... Über die Bioverträglichkeit des Klebers möchte ich erst gar nicht nachdenken müssen.!

Exkurs : Meine Kumpels verwendeten früher ein "Polfett" auch beim Antennenbau.
Da rostete über Generationen nix fest.! Die Herstellung, Handel und Besitz dieses Produktes ist heute verboten.! Frei nach dem zynischen Motto : U-Boot-Besatzungen überleben eh nicht.!

Das verwendete Teil muß zu Anwendung passen und angemessen verarbeitet werden.
Klauke ist sicherlich immer von guter Qualität, dennoch entscheidend ist das alles passt.
Bei WKAs wird auch von Profies meines Wissens in der Regel alles nochmal von Stirnseite verlötet, im Installationsbereich macht man das nicht.

Wir bauen ja in erster Linie Einzelstücke, da muß man nicht auf den 1/100 €Ct kucken.
Ich kaufe bei sicherheitsrelevanten Bauteilen nur im lokalen Fachhandel, weil meine praktische Erfahrung nicht langt Qualitätsmängel sofort zu erkennen...

Versuch macht Kluch [ oder tot ]

Es gibt keinen Anlaß, Grund oder Einfluß, der diesen Pfusch als "das ist gut" darstellt. Das hat eher gar nichts mit Elektrotrechnik zu tun.

Der Stoßverbinder ist erfunden. Mit passendem Schrumpfschlauich dann in IP68. Kostet eventuell wenige Cent, mit dem Brenner erwärmt man den Schrumpfachlauch, Isolierband ist eigentlich für "alle" gedacht außer für Profis

Vielen Dank für das Bild was als "so is gut" verstanden wird - kann immerhin als schlechtes Beispeil wie man es nicht macht dienen. Aber genau so stelle ich es mir vor, wie viele Arbeiten.....

Hier scheint das gewerbliche zu sein - Bleilot ist in dem Fall vermutlich nicht einmal legal.....

Naja, das ist nicht gerade eine durch Normen abgedeckte Aufgabe, unter erschwertem Bauraumbedingungen, mit seltenen Anforderungen.
Da muss man nicht gleich wieder die Normenkeule schwingen, sondern auch mal anforderungsbezogen eine eigene Lösung machen dürfen.

Letztendlich zählt nicht, ob etwas normengerecht ist, sondern ob es sicher ist, ob es unter den gegebenen Anforderungen hält, und ob es mit den vorhandenen Mitteln unter den gegebenen Umständen machbar ist.
Denn NUR DAS ist das Ziel von Normen: in einem BEISPIEL vorzugeben, welche Ausführung normerfüllend ist.

Und es ist jede Abweichung von Normen erlaubt, die dem Ziel von Normen gleichkommt.

Deswegen gibt keinen Anlaß, Grund oder Nutzen, diese Ausführung gleich als "Pfusch" darzustellen.
Das hat nämlich gar nichts mit Elektrotechnik zu tun, sondern eher mit Vorurteil.

Ich kenne "erschwerte Bedingungen" - ich erkenne aber keine.

Es ist nicht anmaßend Pfusch den man sieht als solchen zu bezeichnen. Zumindest habe ich ein Handwerk erlernt und mein Meister hätte mir für diese Lösung zurecht einen heißen Satz Ohren verpaßt...

Wie einfach wäre es VORHER die Litzen zu verlängern, statt am Ort des Geschehens - nur so als "IDEE" ?

Vermutlich zu einfach

Gern rezitiere ich mich - der Stoßverbinder ist erfunden - was auch mit einem "Kabenschuh" verglichen werden kann - nur das der Schuh fehlt und beidseitig eine Litze angeschlossen wird. In der Crimp-Variante und mit Heißkleber benentzen Schrumpfschlauch liefert das IP68, bei hohem mechanischem Schutz.

Das ist keine neue Erfindung, aber mit Aderendhülen und Isolierband (was kein Elektriker verwendet) rumzuhampeln ist schlicht Pfusch. Meine Ausbindung und Berufserfahrug verbieten mir so etwas auch nur anzudenken. Vielleicht bei einer LED-Lichterkette bei Weihnachtsdeko, aber selbst da.....

V.g. Argumente sind einerseits vielfach richtig und andererseits steht hier kein Material zur Verfügung.!
Kaufen kann ich hier faktisch vor Ort gar nichts mehr.!

Außerdem ist das keine 10# Litze sondern Volldraht. Auch für Stoßverbinder ist kein Platz.
Das Problem gent dann im Controller weiter. Wenn ich die Reihenklemmen auf zweimal 10# parallel umrüste, sprengt das jeden Rahmen.
Ich muß hier gar nichts erfüllen, außer Berührschutz bei 48Vac Nennspannung.

Eigentlich ging in diesem Thread um Adernendhülsen und Kabelschuhe. Selbst so simple Dinge kann man gar nicht mehr im "Einzelhandel" bekommen. weil keine Firma mehr was reparieren darf, aus Angst gegen irgendwelche Überregulierungen zu verstoßen.

Es gibt da keine fertige Lösung für "mein" Problem, weil da kein Platz für vorgesehen ist.!

Bei Discounter / Restpostenmark1 am Ort wird "Isolierband" eines deutschen Vertreibers verkauft. Das ist für mich Decoband! Auf englisch steht "isolating" auf deutsch nicht. Die wissen warum... VDE-Isolierband habe ich in meiner Ausbildung kennen und unterscheiden gelernt. Auf meiner Packung hier prangt noch ein VDE Zeichen und die Spannungsfestigkeit pro Schicht in Volt incl. Reserve für Alterung usw. Diese Packung habe ich für sehr viel Geld während meines Praktikums gekauft. Ein Stück davon habe ich in einem Gerät verbaut, das seit 1980 in Betrieb ist. Jetzt waren die deutschen Marken-Elkos kaputt. Das Isolierband konnte wiederverwendet werden.! Das pappte wie am ersten Tag.!

Diese Problematik kann man getrost auch auf Kabelschuhe und den Rest erweitern.!
Echte Qualität zahlt sich aus, aber nur für den Kunden und nicht für den Binären Krieger.

Der Grund für alles ist eine geplante Deindustrialisierung durch die Unternehmen selber.!
Solange man Dummheit und Scheitern noch mit Subventionen belohnt, nimmt man die auch noch mit.

Sonst wäre es nicht möglich ein deutsches Markenkabel mit Markenkabelschuhen unter Verwendung des Originalwerkzeugs nach Vorschrift so zu verpressen, daß ich sie von Hand ohne Kraftaufwand abziehen kann. Da pfusch ich lieber für mich privat weiter.!!

Im Bild ging es ausschließlich darum wie ich löte, und Isolierband verwende, damit ich im nächsten Jahr die Lötstelle ohne Aufwand kontrollieren kann.

Es geht sicher besser, nur das ist hier nicht vorgesehen.!!!!

Ich würde mich freuen, wenn wir hier wieder auf eine sachliche, nicht persönliche Ebene zurückkommen würden, das Thema an sich ist für einige - mich eingeschlossen - durchaus interessant.

Genauso sehe ich das auch.!

Ich habe meine Batteriekabel von deutschen Anbietern VDE-gemäß fertigen lassen...
Mit einer Ausnahme war das von Erfolg gekrönt. Preislich wäre Eigenbau interessanter.

Ob das Spitzenprodukt Klauke total alleinstehend ist, bleibt dahingestellt. Vor Ort wird hier nichts anderes verwendet.
Aus der Bucht habe auch China-Deco gekauft... Nie wieder.! Das ist für einen anderen Markt gedacht und funzt durchaus bei diesen Anwendungen.

Mein Hauptproblem ist die Beschaffung von kleinen Stückzahlen zu vernünftigen Preisen.
Ich muß hier wirtschaftlich bleiben, Normen gelten für mich im engeren Sinne bei DIY nicht.
Ich bringe ja nichts in Verkehr.

Wo kiege ich z.B. Klauke preiswert in kleinen Gebinden.??

Ich handhabe das so, ich frage meinen Elektriker am Ort und gehe mit den vorbereiteten Kabel zu ihm. Dort wird dann verpresst und etwas in die Kaffeekasse gegeben.
Aber nicht jeder Elektrobetrieb verarbeitet 50mm² oder größer und nicht jeder Elektriker ist da kooperativ.

Gelöscht.