Augen Auf Kabelschuhe Unterschiede/Qualität etc

Ich finde es wichtig über Problematik feinstdrähtiger Leitungen ohne Ausgleichshülse zu Pressen zu reden bzw. aufzuklären.

Ich habe mir aus Neugier ein paar Kabelschuhe bei Aliexpress bestellt, die hier schon irgendwo erwähnten SCxxx für NSGAFÖU in 25mm². SC25-6 und auch SC16-6 weil ich irgendwo ein Tipp dazu gelesen habe.
Mit der China Hydraulik Presse zuerst die SC25-6 gepresst, war auch "handfest". Den Kabelschuh dann in den Schraubstock gespannt und etwas an der Leitung gewackelt und gezogen und schon war die aus dem Kabelschu raus. DAS finde ich extrem gefährlich.

Dann den SC16-6 probiert. Er passt, wenn die Leitung sauber abgeschnitten ist und kein Drähtchen geknickt ist perfekt. Gepresst auf 16mm² und daraus konnte ich auch im Schraubstock die Leitung nicht rausziehen.

Diese Leitung verhält sich bei mir bei Belastung mit 50A in der Thermografie unauffällig.

Von den Ausgleichshülsen von Klauke habe ich erst hier in dem Forum etwas gelesen und da frage ich mich wie viele Leitungen hergestellt wurden mit Markenkabelschuhen aber ohne Ausgleichshülsen und wie sie sich da verhalten?

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Danke. Ist mir so noch nicht aufgefallen. Presse allerdings auch nicht hydraulisch und in der 6-kant Form. HX50-B vom Chinaman. An die Kabelschuhe kann man sich gefühlt dranhängen.

Mickey78 hat das korrekt beschrieben.

Daher müssen feinstdrähtige Leiter auch mit Dornpressung versehen werden.

Wir hatten mal Siemens Antriebe mit M56 Steckern. Darin wurden die 25mm² mittels Zusatzhülsen optisch korrekt in Sechskantpressung vercrimpt. Nach 5 -6 Jahren sind uns innerhalb von zwei Jahren drei Stück abgebrannt. Immer ausgehend von einer der Crimpungen. Haben dann alle Steckvorrichtungen rausgeschmissen und die Motoren fest angeschlossen.

Eine ähnliche Problematik finde ich immer wieder bei den kleinen Ringösen mit den bunten Kunststoffkragen. Auch da werden manchmal die Crimpstellen viel zu wenig gefüllt und am Ende nicht geprüft ob der gecrimpte Draht nich doch wieder ausgezogen werden kann. Hab ich schon den einen oder Anderen neu gemacht weil ich Dödel, wenn ich ein Klemmbrett offen habe, auch schon mal an den Drähten ziehe. Ich nehme dann die Litze eben zwei- oder dreifach damit das alles ordentlich gecrimpt ist. Das ist nicht perfekt, aber so hält ein 1mm² auch zuverlässig in einer blauen Ringöse(1,5 - 2,5mm²).

Ich denke du meinst diese

Selbst mit den richtigen Zangen sind ie 2te Wahl.

Bei kleinen Kabelquerschnitten, so bis 6mm2 sind diese Typen zu bevorzugen

Bedingt natürlich die richtige Zange.

Quetschkabelschuhe funktionieren hervorragend, da ist nix 2. Wahl.....

verschieden Leute machen verschiedene Erfahrungen.
Meine sind eher schlecht mit den Kunststoffummantelten.

Und schaust du dir industriell gefertigte Kabel an sind alle mit der doppelt C Pressung.
Ich denke die wissen warum.

Danke, das du mich aus unqualifiziert hinstellst.

Ich möchte mal etwas "Öl" auf die Wellen gießen und hoffe, daß keiner zündelt.:

Alle v.g. Argumente sind mir sattsam bekannt, und trotzdem habe ich es noch nicht erlebt, daß eine Lösung alle zufriedenstellt.!

TOP Nachziehen der Schrauben.

Dieses sollen nicht weitergedreht werden, sondern nochmal mit dem gleichen Drehmoment beaufschlagt werden. wenn sich dann was dreht, ist was faul.!
Und ich benutze einen Drehmoment-Schraubendreher weil ich ein "Laie" bin.!!

TOP Federinge

Laut meinem Maschienenbau-Prof sind Federringe nutzlos, gar kontraproduktiv.!
Die max. Federkraft liegt weit unter der Vorspannkraft, die für eine Selbsthemmung erforderlich ist.
Die freie Schraubenlänge muß ausreichend sein, um betriebsbedingte Langenänderungen abzufedern. Kurze Schrauben können das nicht.!
Ich sprach nach dieser Info meinen Ausbilder/Meister im Praktikum an und der bestätigte das vollumfänglich, und gleichzeitig wurden überall unter die Kabelschuhe Fächerscheiben gelegt. Diese sollten die Oxidschicht zerkratzten und auf Dauer den Kontakt verbessern. Das wurde bei M3 bis M5 so gemacht. Größer gab es da nicht.
Für meinen Prof ist alles unter M8 Spielzeug gewesen und im Praktikum kamen sehr hohe Strome über 16A gar nicht vor.

TOP Krimpen

Industriell ist das eine super gute Sache.
Hier vor Ort kann ich diese Verarbeitungsqualität nicht darstellen, also ist Basteln und Frickeln angesagt.

TOP Große Kabel-Querschnitte

Die muß ich umständlich bestellen und sind mit meinen Mitteln nicht beherrschbar.!
Deshalb setzte ich die erforderlichen Querschnitte zusammen. Das verbessert die Flexibilität und die Teile sind leicht beschaffbar.

TOP Löten von hochflexiblen Kabeln

Ich mache das wg Korrosion durch entsprechende Umwelteinflüsse wie Ammoniak und extrem hohe Luftfeuchte. Ich wohne hier mit 88% Luftfeuchte im Jahresmittel und mit Riechabstand zu einer Schweinezucht-Anlage, wo die Wölfe ums Dorf schleichen. Also richtig Bio.!! :wink:
Entsprechend ist hier die Korrosion in allen Verklemmungen bei Litze.

Im Anhang ein Foto eines gelöteten Kabelschuhs mit 3x 10mm²Cu. Das ist Bleilot, nur das ist für DIY sinnvoll.

Und nochmal: wir machen hier Einzelanlagen mit DIY-Methoden aus dem Vollen.
Jeder Einzelfall muß entsprechend gesehen werden.!
Was bei mir prima klappt, kann woanders eine Katastrophe sein.

Das Kolophonium muß noch entfernt werden !!

Leute macht euch mal locker.!
LG Jörg

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Für mein Verständnis:

Du crimpst erst 3x10mm2 und lötest dann um die Oxidierung der Einzeladeren zu verhindern?

Genau. Ich selbst vertraue meiner Arbeit nicht, und ich habe wie schon erwähnt schon Pleiten bei gekaufter Profi-Qualität erlebt.

Ich habe das gecrimpt und auf festen Sitz geprüft. Danach mit Bleilot von vorne verlötet.

Achtung geht nur mit reinem Cu-Kabeln.! ich habe auch versucht Lautsprecherkabel mit Bleilot so zu verarbeiten. Ging schief.!!! Grund einmal hoher Ag-Gehalt, das Gefüge wird durch Bleilot zerstört. Ergebnis Kabelbrand.! Zweiter Versuch war Copper-Cladded-Alu, auch Kabelbrand.!
Meine Profikumpels machen das jeden Tag mit "Erfolg". Mein Juwelier, Gold- und Silberschmied sieht jeden Tag die Katastrophen, wenn Bleilot auf solche Werkstoffe trifft....

Wir sind hier alles "Idioten" ( altgriechisches Wort für Laie ).
Und es gibt keine idiotensichere Geräte, weil Idioten so genial sind.
Im Umkehrschluß sind alle Forscher Idioten, weil sie im wissensfreien Raum wursteln....
Wenn einer Erfolg hat, wird er für ein Genie gehalten... Bis das Kartenhaus zusammenfällt.

Zum Abschluß: Löten ist in Elektroinstallationen in D aus gutem Grund verboten.!
Da mache ich das auch nicht.!!!

Gelötete Kabel setze ich nur mit Bedacht ein, wo es mir sinnvoll erscheint.
z.B. wenn Litze auf Ammoniak und Wasser trifft.

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Wie sicher bist du dir da, in der Allgemeingültigkeit?

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Sofern das die Drähte wie 1,5# usw. in Abzweigdosen usw. betrifft meines Wissens "Ja"
Man darf auch Litzen als Ersatz für Adernendhülsen nicht verzinnen. Bei hohen Strömen wird das Material warm und weich, so daß der Kontaktdruck dauerhaft nachlässt, mit Lawineneffekt.!
Aber ich lerne gerne dazu.

Hier setze ich nur noch Klemmen mit Kläppchen ein, mit bestem Ergebnis.
Schraubklemmen sind nicht Idiotensicher.

Lustig .....

Da wurde mir in meinem Beruf wohl Unfug erzählt und die Praxis lehrte mir auch nix

Ist auch ein wenig gewagt den Lawineneffekt dabei mit ins Spiel zu bringen. Eventuell könnte das jemand ernst nehmen und plappert das nach....

Nicht lustig, aber 2 mal richtig.

Genau das. Der Kindergarten nervt und trägt 0,0 dazu bei brauchbare und verstândliche Handlungsempfehlungen auszusprechen die einen echten Mehrwert bringen.

Litzen dürfen in verbindung mit schraubklemmen tatsächlich nicht verzinnt werden...
Siehe z.b. Schraubklemme: Aderendhülse oder verlöteter Litzenverbund? oder Lüsterklemme – Wikipedia.

Deshalb verwende ich inzwischen bei Installationen nur noch diese Klemmen mit Kläppchen.
Hier können je nach Model auch feingelitzte Kabel ohne Endhülsen sicher verarbeitet werden.

Sinngemäß gilt das v.g. auch für dicke Batterie-Kabel. Bei mechanischer Beanspruchung durch Biegung neigen verzinnte oder gelötete Kabel zum Bruch am Steifigkeitssprung.

Allerdings sind mir mehrfach unverzinnte, große Querschnitte auch aus dem Kabelschuh oder der Endhülse "rausgerutscht". Man sollte auf eine angemessene Befestigung der Kabel achten und die Schraubverbindungen sehr sorgfältig und regelmäßig prüfen. Da zieht sich nichts mehr bei.!

Leute - macht doch keine Wissenschaft daraus!
Ja, man kann viel falsch machen und feindrähtige Litzen gehören in Lüsterklemmen tatsächlich nicht verlötet. Habe ich früher auch viel gemacht, insbes. an Bananensteckern. Die haben sich regelmässig alle gelockert und schlechten Kontakt gegeben. Da gehören dann Aderendhülsen dran.
Ansonsten wird im Bereich Elektronik und Leiterplatten nach wie vor mit bestem Erfolg gelötet und hält - richtig gemacht - ein Leben lang. Und ich verwende nur Bleilot 40/60 - was anderes kommt mir nicht auf den Tisch! :astonished_face:

Nachdem ich das gegoogelt habe, habe ich dort das Gegenteil gefunden.

Wie schon festgestellt, Aderendhülsen sind generell nur selten notwendig und es kann/darf großzügig drauf verzichtet werden......

Bleilot ist gar nicht mehr zulässig, nur noch zur Reparatur :zany_face: