Ich hab meinen Kram ja ohne Förderungen selbst verbaut... aber war es nicht so, dass es bei R290 noch eine extra Förderung gab? Und nachdem es meines Wissens keine R290 Split LWWPs aktuell gibt, müssten das dann doch alles Monos gewesen sein.
Kann ich mir hingegen nicht vorstellen. Was soll der Grund sein?
Die Splitt hat 2 Geräte die Verluste haben. Der Mono nur ein Gerät. Und speziell bei den zigtausenfach verbauten Pana-Monos gibt es gute Anleitungen wie man die richtig gut nachdämmen kann. Und die 50 cm fett isolierte Wasserleitung nach drinnen hat nur, pi mal Daumen, eine halb so hohe Temperatur wie die heißen Kupferrohre der Splitt.
Wobei man dann auch sagen könnte: Wenn die Geräte ohne so einem Ventil bei Frost schaden nehmen können, dann könnten die Hersteller so ein Ventil natürlich auch direkt einbauen. Dann würde sich die Frage gar nicht stellen
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Ja genau, da gab es ein Forschungsprojekt am Fraunhofer ISE. Genauer gesagt waren es 12,4 kW Heizleistung mit einem Kältemittelinventar von 124g Propan:
Das Projekt liegt nun aber schon etwa 3 Jahre in der Vergangenheit, und R32 wird ab 1.1.2027 für Split-Wärmepumpen kleiner/gleich 12kW verboten - und doch wüsste ich keine einzige R290 Split-Wärmepumpe, die heute schon auf dem Markt wäre.
Irgendwie scheint der Sprung vom Forschungsprojekt/Proof-of-Concept zum Produkt auf dem Markt nicht gelungen zu sein. Da frage ich mich jetzt wirklich, wie es mit Split-WPs bis 12 kW in einem Jahr weitergeht (>12kW darf noch ein paar Jahre weiter R32 benutzen).
R454C wäre vielleicht eine Alternative, aber da hört man auch nichts, dass da was auf dem Markt kommen soll.
Wäre es da nicht sinnvoller generell Glykol mit einzufüllen? Ich möchte gar nicht wissen wie viele Boiler und Wasserleitungen in Berlin geplatzt sind….
Naja wieviel Wasser ist in so einer Heizungsanlage? 300 Liter? Und die mit Glykol strecken wäre wirklich viel Aufwand. Zumal sie ja wie schon oft hier beschrieben, eigentlich nur dann gefährlich werden kann wenn es friert und nicht läuft….
Was spricht gegen einen zusätzlichen Wärmetauscher für den Glykol Aussenkreis?
Nichts. Und Glykol kostet doch fast nichts. Zumindest nicht in großen Gebinden.
Ja stimmt, dass wäre bei GWP und Brennbarkeit noch ein Mittelding zwischen R32 und R290 und bliebe einige weitere Jahre erlaubt. Aber in der Tat bislang keine Spur davon auf dem Markt.
Aktuell sieht es so aus, als ob die Split-WP bis 12 kW in einem Jahr ganz verschwindet und nur noch die Monoblöcke mit R290 überleben.
Das zusätzliche Delta_T, das man sich damit einfängt. Das schmälert den COP der Wärmepumpe.
Na ja bei dem ISE Versuch war das ziemlich sicher keine Split Anlage, weil
Die Rohrleitungen wurden so kurz wie möglich gehalten, um die inneren Volumina zu reduzieren.
Bei nur 5m Leitungslänge (die meist nicht reichen) wird da schon so viel Propan benötigt.
Aber die neue Norm ist ja jetzt da, und nun sind statt bisher 340g R290 bis zu 980g erlaubt. Und sicher kommen dann bald die ersten Split WPs. Bestimmt mit Gaslecksensoren etc. verpflichtend.
Macht es wirklich einen so großen Unterschied ob ein Parallelpuffer direkt oder per innenliegenden Rohrwärmetauscher angebunden ist?
Verständnisfrage zum Frostschutzventil:
Meines Erachtens sorgt dieses nur dafür, dass bestenfalls im Havariefall das R290 im Freien austritt, aber die Frostsprengung des Platten-WT und damit den mutmaßlichen Totalschaden der Wärmepumpe kann es nicht abwenden.
Mag ja sein, dass es bei Frost öffnet und solange Wasser aus dem Heizkreislauf ins Freie austritt, bis das Membranausdehnungsgefäß der Heizung drucklos ist. Das ändert aber nichts daran, dass im Platten-WT dann immer noch Wasser steht. Selbst wenn das Frostschutzventil unterhalb des Platten-WT angeordnet ist, läuft das Wasser da von selbst nicht raus. Man müsste das Wasser schon mit Druckluft ausblasen, oder zumindest oberhalb des Platten-WT über ein weiteres Ventil Luft einströmen lassen, damit das Wasser dann nach unten rausläuft.
Das wäre zu prüfen…
Oliver
Interessanter Einwand!
Dort steht zwar "[...] für Propan-Kältekreise im Innenraum.", aber dass es ein Split-Gerät war, wird dort nicht explizit gesagt.
Du hast also recht - es könnte sich auch um eine Wasser-Wasser-WP zur Innenaufstellung gehandelt haben.
Gefrorene verschlossene Wassergefäße platzen beim Auftauen.
Man verwendet doch zwei der Ventile. Die Pumpe läuft nicht, es findet also keine Zirkulation statt. Wenn nun das Ventil auslöst, was soll dort ablaufen? Doch nur das Wasser von der Wärmepumpe ins Haus. Ich gehe mal davon aus, dass man Rückschlagventile eingebaut hat. Also leerlaufen kann die gesamte Heizung nicht. Selbst wenn, dann hätte das nachströmende Wasser mehr als die 3°C und das Ventil greift nicht, dann platzt aber auch nichts. Oder es ist dann nur das im Plattenwärmetauscher und Rohr, das würde das Ventil ablassen.
Schreib es nicht zu laut. Wenn Springer das mitbekommt, lautet die nächste Schlagzeile: “Skandal! 99% deutscher Gebäude sind Frosthölle schutzlos ausgeliefert - Habeck muss Verantwortung übernehmen!”
“Sinnvoller” ist halt relativ…
Sinnvoller als ein Heizungsschaden? Auf jeden Fall.
Sinnvoller insgesamt
Nicht unbedingt, wenn es zu 99,99% nicht nötig ist und die Effizienz schmälert. Da wäre die “Ventillösung” dahingehend schöner, denn die wird abgesehen von ggfs. min. Wärmeverlust nichts schlechter machen.
Am schönsten wäre es, wenn die Hersteller derartige Ventile direkt einbauen. DAS wäre auch etwas, wo der Regulierungwahn der EU Sinn machen könnte: Wenn die Geräte ja offensichtlich für die Aufstellung im Freien und für tiefe Temperaturen vorgesehen sind - dann muss da eine mechanische Vorrichtung rein um das Gerät vor Frostschäden zu schützen… Dann müssten es alle machen, keine hätte einen Nachteil - die Geräte (Kunden) wären geschützt.
Ist halt schon ein Unterschied, ob dann im tiefsten Winter ggfs. der Kühlkreis nachgefüllt werden muss und die Anlage läuft, oder die Anlage getauscht werden muss…