Anfängerfragen zur PV

Mhhm - ja stimmt, bevor ich mir über die Notstromeinbindung zu sehr den Kopf zerbreche, hoffe ich lieber, dass die Weltlage einigermaßen stabil bleibt und nutze während der seltenen Stromausfälle die Kabeltrommel.

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Hast Du bei dem Haus auch ein Grundstück mit Garten?
Wenn ja, gäbe es dort eine Stelle, die möglichst den ganzen Tag keinen Schatten hat?

Ich frage das, weil dein Budget ja noch mit Glaséehandschuhen angefasst werden muss nd Du hier die Fragen stellst. Das lässt vermuten, dass Du selber etwas tun möchtest.

Mein Vorschlag wäre daher, wenn es denn möglich ist, fang im Garten mit einer kleinen Anlage an und sammele Erfahrungen. Und wenn denn das Dach neu eingedeckt und dabei isoliert wird, melde dich vorher nochmal hier.

Im Garten könntest Du eventuell eine kleine Laube mit Dachflächen nach Ost und West aufbauen. Da kann man schon mit wenig Aufwand sechs bis acht Elemente im Standard-Format oder im größeren unterbringen. Die bringen dann zusammen schon 2.500 bis 5.000 Wp =>realistische 3.500 Watt (größeres Format) bei mittelmäßig sonnigem Himmel. Damit könnte man von Mitte Februar bis Anfang November 6kWh (6x Standard) bis 20kWh (8x Langformat) pro Tag erwirtschaften.

Und wenn Du dann Erfahrungen gesammelt hast, geht es an die “richtige” Anlage mit 7-10kWp auf dem Hausdach. Bis dahin gibt es auch schon wieder bessere Module (mehr Wirkungsgrad). Oder Du nimmst PVT-Elemente (PV und Thermie in einem Element). Habe ich mir letztes Jahr in einem Schwimmbad (und gestern in Youtube, Fraunhofer ISE) angeschaut und die Leute vom Schwimmbad sind begeistert.

tom@solarharz.de

Und du kommst da drauf weil der Themenersteller ein Schwimmbad besitzt? Was macht der mit der Wärme der PVT-Module?

Bezüglich des Speichers bin ich jetzt (durch einen Schlaganfall zwischendurch) seit über 18 Monaten am Bauen /Umbauen. Es sind nicht nur die Batterien, sondern auch die Ladeeinrichtungen, die Inverter, die Absicherung, die Überwachung (Bilanz-Messgeräte) und die Batteriepflege (Balancer).

Und eine zentrale DC-Stromsammelschiene für 500A Ausgleichsstrom findet man auch nicht im Baumarkt.

Ich habe das so nach und nach mit Fotos dokumentiert und schreibe gerade noch an meiner persönlichen Doku. Die letzte Woche hatte ich endlich Erfolg mit meinen Bilanz-Messgeräten (DCM2D103) und der Abfrage mittels Raspberry-PI und Modbus-Protokoll. Hurra, es klappt jetzt endlich. Man will ja heute keine Blei-Säure-Batterien mehr haben, bei denen man den Ladezustand (SoC) über die Spannung abschätzen kann.

Und man sollte nicht vergessen, dass die üblichen BMS nicht mit den hohen Strömen umgehen können, die man bei 32kWh oder mehr zu erwarten hat. Alleine schon die Frage, ob man einen entladenen Batteriezug mit 16x320Ah-Zellen und einen voll geladenen so einfach wieder parallel schalten darf (!). Da könnten dann doch Ströme fließen ohoh

Und einfache Trennrelais, auch wenn da 500A oder meinetwegen auch 1.000A drauf steht, kommen auch nicht in Frage. Die können meistens auch nur 24V garantieren. Ein DC-Trennschalter für 60-100Volt und 500A Schaltleistung mit Lichtbogenlöschung kostet dann schon über 100€. Und wenn man einen bistabilen haben will, muss man noch ‘was drauf legen.

Deshalb mein Vorschlag im anderen Post: erst einmal klein anfangen.
Da hat man diese Sorgen alle noch nicht. Die kommen erst mit der Skalierung. Und man lernt für kleines Geld.

Ich habe übrigens noch gute (gebrauchte) Geräte abzugeben.

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Das Problem mit dem Berg habe ich hier leider auch morgens und abens Aber von März bis September stören die nicht mehr…

Aber nun zum Kern meiner Rückfrage:
Den Boiler direkt über DC angeschlossen; welche Heizwendel und welche Steuerung hast Du denn dafür? Würde mich auch interessieren. Die normalen AC-Heizeinsätze und die Thermostaten (Schalter) dafür kann/darf man dafür ja nicht benutzen.

Recht einfach: Standard-Heizwendeln halten dauerhaft wenigstens 120V DC aus. Step-up Ladestandgeregelt aus der Batterie auf bis zu 95V. Bei der Spannung erreicht man ca 17% der Nennleistung der Heizwendel. Bei z.B. 6kW Heizstab also 1000W. Siehe DC Boilerheizung DIY für 25€ - direkt vom Panel oder vom Akku, geht auch parallel zu MPPT (12-60V)

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Danke.
Schaue ich mir genauer an.
Und was ist mit der Opfer-Anode?
Nicht dass sich der Boiler oder die Heizspirale nachher galvanisch auflöst...

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Noch einmal. Der Themenersteller will eine PV aufs Dach setzen. Der hat jetzt schon LLWP. Wieso sollte er diese in irgend einer Form verändern wollen? Davon war doch keine Rede. Wenn er jetzt schon 3xLLWP hat, wieso dann nicht einfach noch welche dazu? Oder so lassen?

Dann fällt das gesamte Wasser-Thema hinten durch. Er braucht keine Heizkörper, er braucht keine wasserführenden Leitungen, er braucht keinen Pufferspeicher, er braucht keine Solarthermie und er braucht auch keine PVT-Module. Er braucht keinen Ringgraben. Und keine Erdsonden.

Und wenn er jetzt PVT nehmen würde, wieviele soll er denn nehmen? Er kann jetzt nur beispielsweise 4 Module nehmen. Damit er im Sommer noch Warmwasser damit machen kann. Was kosten 4 Module? Was kostet es, zusätzlich zu den Leitungen an Strom noch Leitungen an Wasser bis ins Dach? Dazu ein Puffer. Die Module müssen mit den anderen PV-Modulen kompatibel sein. Im Sommer schafft er damit Warmwasser, hat wahrscheinlich noch Wärme übrig. Mehr PVT-Module? Wohin mit der Wärme? Im Winter, tolle Idee wenn die Sonne scheint. Ansonsten eher nicht. Aber er kann das natürlich auch als Wärmequelle für eine Wärmepumpe nehmen. Dann muss er einfach nur die ganze Wohnung noch mit einer Heizungsanlage verbauen. Und eine Wasser-Wasserwärmepumpe. Bei Sonne schön, aber da kommt auch noch zu wenig Leistung runter. Und bei Sonne weniger Bedarf. Keine Sonne und Minusgrade? Nichts anderes wie ein Luftwärmetauscher. Eigentlich noch schlechter, weil der Luftwärmetauscher pustet Luft durch den Wärmetauscher und wälzt damit viel um. Bei den PVT-Platten liegen die auf dem Dach. Und man bräuchte wieder viele davon. Wieviele für z.B: 5KW, ich habe keine Ahnung.

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Ich würde auch vorschlagen, man bleibt beim Thema und schweift nicht bis zur Warmwassererzeugung via PVT ab. Gefragt wurde nach PV und was man mit einem (mehr oder weniger) vorhandenen Budget machen kann.

Ich kann aus meiner Erfahrung heraus nur sagen, wenn 20k zur Verfügung stehen und ein gewisser Anteil an Eigenleistung erbracht werden kann und ggfs. noch der ein oder andere fachkundige Kumpel was machen kann, dann ist mit 20k€ ganz gut was zu reißen. Da würde ich pauschal dazu tendieren, mach das Dach so voll wie es geht.

Beispiel von uns, gerade den Auftrag an den Dachdecker vergeben, 49 Module sind bestellt. Dachdecker legt 45 (4Stck. sind Reserve) Module aufs Dach, montiert zuvor die Montageprofile auf Süd- und Nordseite (Südseite hat noch eine Gaube) und stöpselt die Stringleitungen mit denen zusammen die ich vom Spitzboden kommen lasse und reicht mir den Potentialausgleich bis zum Spitzboden.

Gerüst haben wir ein Eigenes, aber mieten hätte nach drei Angeboten die ich vorher eingeholt hatte rund 1350€ gekostet.

Zählerschrank ist bei uns so geblieben weil wir (pseudo) Inselbetrieb haben und nicht einspeisen. Allerdings auch Splitklimas und ein BEV bedienen.

AC Wechselrichter hab ich selbst auf Basis der Stringausführung ausgewählt, montiert und angeschlossen. Sämtliche Leitungen von den GAKS am Spitzboden durch einen freien Zug im alten Schornstein bis zum WR in den Heizkeller gezogen.

Lange Rede kurzer Sinn, nachfolgend eine Preisaufstellung (ohne Anmeldung, Zählerschrank und Batteriewechselrichter):

  • 16kWh Akku aus AMY Sammelbestellung all In 1450€ / Stck.
  • 49x 470W PV Module ca. 4000€
  • WR 12kW SOLAX X3 850€
  • GAKs 300€
  • Dachdecker 190€ Montage pro Modul inkl. Montageprofil
  • Kabel und Leitungen pauschal 500€

Läge man bei 15.650€ inkl. einem 16kWh Akku - noch ohne einen Hybridwechselrichter. Tausche man unseren AC gekoppelten WR gegen z.B. einen Deye 12K wären das vermutlich statt 850 vielleicht 1500€, da bin ich bei Deye nicht ganz so auf dem Laufenden.

Der Preis lässt sich natürlich auch noch nach unten verändern wenn man eben nicht 45- sondern weniger Module montieren lässt.

Der Preis lässt sich weiter nach unten Drücken wenn man preiswertere Module kauft. Im Vergleich zu den 490W Modulen waren die 470er wesentlich teurer, aber ich wollte einfach keine Nadelstreifenoptik auf dem Dach. Wen das nicht stört, der bekommt 490W Module für 76€/Stck. zzgl. Transport.

Im Übrigen sehe ich persönlich kein Problem darin, die 20k zu finanzieren. Bevor ich Strom- und Gasanbieter monatlich in Summe 250 - 300€ zuschiebe kann ich stattdessen auch eine Finanzierung bedienen. Okay, natürlich nicht vollständig, also etwas Strom und etwas Gas müssen wir vermutlich noch immer dazu kaufen, aber wenn zum Beispiel 75% der bisherigen Energiekosten statt in gekaufte Energie in ein Darlehen fließt wäre das für mich okay.

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OK, jetzt aber bitte endgültig beim Thema bleiben und das ist nicht WP. Gibt genug andere Gelegenheiten oder mach einfach einen eigenen Thread auf um die Effizienz verschiedener WP/Quellen zu diskutieren.

So Leute, hab jetzt nochmal bischen was entfernt (inkl. zweier Beiträge, die Ihr im Offtopic erstellt hattet aber sachbezogen waren - aber falsches Thema) um den Faden hier einigermaßen aufs Kernthema zurück zu führen.

Bitte als Mod: Wenn sich bei der Diskussion zu einem Thema neue Aspekte ergeben oder einem einfach einfallen, wie die Frage ob man nicht doch ne Sole-WP statt LWWP nehmen sollte - beides hier nicht Thema - dann doch einfach ein neues Thema aufmachen. Vielleicht folgen einem nicht alle Teilnehmer aus dem aktuellen Faden, aber dafür kommen neue dazu. Oder ggf. mal ne PN schreiben, wenn man primär den TE damit ansprechen will und es nicht Inhalt des Fadens ist.

Also bitman: Bist herzlich eingeladen, dafür ein eigenes Thema aufzumachen und ggf. Erfahrungen von Dir oder Kunden einzubringen oder wenn Du eine bestimmte Studie und Deine Einschätzung dazu einfach zur Diskussion stellen willst. Und bitte Begriffe wie "dumm", "geistig nicht scharfsinnig", "Dogmen", "Denkbereich erweitern deleted" bleiben lassen. Da ist jetzt unsere Toleranzschwelle als Mods auch erreicht ...

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Nochmals vielen Dank für die rege Beteiligung und vor allem auch das Kostenbeispiel. Daraus wird deutlich, was ich schon ein wenig “befürchtet” hatte:

Der größte Kostenpunkt entsteht durch die Arbeitsleistung das Installateurs der Module und die Halterungen. Bei mir käme vermutlich noch die Stabilisierung der Sparren dazu.

Da war die Anregung von @bitman schon gut, ein Gartenhäuschen zu errichten und das mit Solar zu belegen. Schattenfreie Zonen habe ich zwar keine und noch eine Hütte benötige ich nicht, was ich aber habe sind diverse kleinere Dächer und senkrechte Wände, die ich mit überschaubarem Aufwand verstärken und nutzen kann.

Da würde ich bestimmt 20-30qm Panele hinbekommen. Zwar auch mit einigen Schattenstunden aber ansonsten größtenteils Südausrichtung und ich denke(hoffe) mal, die Menge machts.

Ich werde mich jetzt mal ein wenig eigenständig über die verschiedenen Optionen informieren und wieder nachfragen, wenn ich konkrete Pläne zur Diskussion stellen kann.

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Und man soll den Osten (senkrecht) nicht unterschätzen... ,- )

Ich bin inzwischen etwas weitergekommen:

Alles abgesehen vom “Balkonkraftwerk” ist vermutlich raus, da ich verhindern möchte, dass der Bestandsschutz meines Zählerschranks in Frage gestellt wird. Das ist nämlich noch ein alter, großer Siemens Sipro 8gr7 von 1996 und der befreundete Elektriker hat wohl deshalb auch beim Neuaufbau der Hauselektrik einen Unterverteilerkasten installiert, anstatt da am Bestand irgendetwas anzufassen/ zu ändern.

Demnächst steht seitens Avacon der Zählertausch ins Haus, laut Internet Recherche sollte das wohl auch funktionieren - aber dass sie mir, wie eigentlich beabsichtigt, den Nachtstromzähler ausbauen, wird wohl nicht funktionieren, ohne den Bestandsschutz zu verlieren.

Vielleicht kann man dann wirklich aus der Not eine Tugend machen und da (irgendwann) ein zweites BKW anschließen. Ich habe aber keine Ahnung, ob das eine Art Kaskadenschaltung ist oder ob ich meine Stromkreise dann auf die beiden Zähler aufteilen muß. (Ich vermute letzteres, auch weil ich all - abendlich um die gleiche Uhrzeit ein “ka-klong” Geräusch aus dem Schaltschrank vernehme, was wohl die mechanisch-automatische Umschaltung auf Nachtstrom bedeutet)

Der Umbau auf einen modernen Zählerschrank wäre übrigens ziemlich schlimm, der alte Schrank hängt Aufputz am Flurende und hat frontal nur 100cm Platz zum Treppengeländer. Also müsste ich die Wand öffnen und den neuen Schrank Unterputz verlegen.

Zum PV Thema selbst gabs auch etwas Ernüchterung: An DIY nutzbaren Zaun/Flachdach/Giebeflächen komme ich zwar auf ca. 50qm, größtenteils Südausrichtung aber die Beschattung ist wirklich ein Problem und wird, insbesondere bei flacherer Sonnenbahn während der Übergangszeiten bestimmt ein Drittel der möglichen Sonnenvollstrahlung kosten.

Ich werde jetzt erstmal den Zählertausch abwarten. Wenn das ohne Beanstandungen des Zählerschranks geklappt hat, sehe ich weiter.

Vielleicht hat ja bis dahin der Markt auch schon etwas mehr auf die geänderte Norm bezüglich max 6,99kwp BKW´s reagiert. Am liebsten hätte ich eine solide DIY Lösung, bei der ich fertige Einzelkomponenten per Kabel kombiniere und nicht darauf hoffen muß, dass der Hersteller des komplett - BKW in 5 Jahren noch existiert und z.B. einen abgerauchten Wechselrichter austauschen kann.

Wenn im Zählerschrank normales 60er System ist, kannst Trenner, SLS, ÜSS nachrüsten. Einige VNB erlauben leeres Zählerfeld für Zusatzeinrichtungen. Mim elektrischen abklären, der weiss was er bei deinem VNB durchkriegt

Ja, das ist eine gute Idee. Kann ich mich dann darauf verlassen, dass der Vnb das am Ende dann genauso sieht wie der Elektriker, bzw. nimmt der das dann noch ab?

Ich hatte den örtlichen Elektriker letztens am telefon wegen Zählerdemontage. Als ich sagte, dass ich für diesen Zähler eine Vorankündigung für den Austausch bekommen habe, meinte er (sinngemäß):slight_smile:

“Oh, dann auf keinen Fall vorher die Abmeldung anstreben, das geht schief, wenn da schon ein Austauschvorgang läuft, gibt es eine großes Durcheinander, immer wieder erlebt…“

Von daher bin ich etwas skeptisch, ob ich mich da ohne Not in die Mühlen des Wahnsinns begeben möchte. 800W sind auch nett.

Apropos: wird der Zähler durch eigenes Personal von Vnb getauscht oder durch örtliche Elektriker?

Sind oft lokale Unternehmen, die für den VNB arbeiten. Zählertausch ist in 10 min erledigt und die Leute interessiert überhaupt nicht, wie der Zählerschrank aussieht. Der kann 60 Jahre alt sein, spielt keine Rolle. Einzig, wenn es ganz offensichtliche Sicherheitsmängel gibt, dürfen die nicht dran arbeiten. Ein alter Stand der Technik gehört nicht dazu.

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Meist haben die elektrischen die Zulassung vom VNB, in deren Interesse zu arbeiten, also z.B. Zähler setzen Hauptsicherungen Plomben usw. wenn dir der gewogen ist wird manches möglich. Allgemeingültige Aussage unmöglich weils gefühlt 2000 VNB in D gibt

Auf kleinanzeigen gibts Ersatzteile für dein System. Unteren Deckel besorgen und passend bearbeiten, dass die notwendigen Sachen reinpassen. Oder jemand mim 3D Drucker passendes anfertigen lassen