Anfängerfragen zur PV

Ja, mal abwarten, wie sich das in der Praxis bewährt…

Bei ca. 40qm Fläche je Dachseite würde ich wohl ziemlich genau bei 7kwp rauskommen. Wobei dann noch zu prüfen wäre, wie viel Zusatzaufwand bei mehr als 7kw in dem Fall entstehen würde…und dann entscheiden, ob ich damit (SmartMeter?) oder den Grundgebühren für den zweiten Zähler besser fahre.

Wenn ich aber die Sparren verstärke und das Gerüst besorge, wird es wohl sinnvoll sein, die Nordseite auch mit vollzulegen.

Wären dann im Falle des Betriebs über 2 Zähler halt auch 2 kleinere Speicher, anstatt 1 großer und damit teurer aber auch eine gewisse Redundanz.

E-Auto ist vorerst kein Thema. Wenn das mal aktuell wird, kann ich noch eine Scheune mit PV belegen und ggf. daneben ein Carport bauen. Aktuell geht es mir vor allem um langfristige Rentenvorsorge mit Verringerung der Lebenserhaltungskosten. Zur Arbeit muss ich in der Rente nicht mehr, somit sind die Fahrtkosten nicht von höchster Priorität. Wenn in 10 Jahren die PV abgezahlt ist, dürfte auch der VW Up durch sein, dann kann man das neu überdenken. (Für die groben Sachen mut Hänger habe ich noch den Subaru meiner Frau in petto aber der Arbeitsweg von 130km ist mit dem Up am wirtschaftlichsten. Bahn ginge auch aber nur im Notfall)

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Bei dünnen Sparren kann man auch Glas/Folienmodule nehmen, die sind leichter wie Glas/Glas Module.

Du kannst heute den Netzbetreiber anrufen oder schreiben und fragen, ob Du nach der neuen Regel mehr wie 2 kWp mit 800 VA selbst anmelden darfst.

Vorschlag; mit dem SunEnergieXT 500 dürftest Du im "Balkonsegment" wohl die größte Ausbaustufe machen können. Je zwei große Module pro Eingang in Reihe, (also 8 Module), bei Ost-West ggf. sogar doppelt so viele ( 2 x 2 pro MMPT).
Ausbaustufe geht pro (Kopf)-Gerät um 30 kWh meine ich, der ist in 5 kWh Schritten erweiterbar und fängt bei 5 kWh (4,5 davon nutzbar?!)

Nach Ummeldung vom Elektriker vom SunEnergieXT 500 auf SunEnergieXT 500 PRO würde das Gerät 2400 kW abgeben dürfen. Pro und nicht pro sind die identischen Geräte. Nicht pro (herstellerseitig gedrosselt) ist um ca. 150 Euro günstiger, daher kann das sein das man für ein späteres Freischalten (sofern das angeboten wird) nachbezahlen kann.

Die große Lösung vom Elektriker wäre sonst SMA/Fronius mit BYD oder von E3DC mit einer zumeisst vorbereiteten Inselausführung (hochpreisig)

Vorschlag, klein anfangen. Wenn später mehr Geld angesammelt ist für E-Auto und E3DC auf dem Sparbuch; entsprechend erweitern :slight_smile:

Bei dem Sparzielen böte sich nochmaliges Überrechnen an.

Wieviel Anteil machen denn die Stromkosten/Energiekosten an den Gesamtkosten aus?

Wieviel davon einzusparen ist überhaupt realistisch (saisonale Abhängigkeiten bei Solarproduktion)?

Was kostet eine eingesparte Kilowattstunde, meinetwegen mit 30jähriger Laufzeit der PV-Anlagen?

Unbedingt Verwaltungskosten einbeziehen - hier verdienen sich Elektriker allein für die Anmeldung der Anlagen eine goldene Nase, vom Umbau der vorhandenen Anlage völlig abgesehen.

Ich würde unbedingt Alternativen prüfen für die Alterssicherung und das Günstigste wählen und nichts übers Knie brechen.

Vielen Dank zwischendurch mal für die vielen, wertvollen Tipps und Denkanstöße.

Die Option, klein anzufangen, klingt inzwischen wieder deutlich attraktiver. Mit dem Xt500 + 4 Module würde man sich bei überschaubarer Investition viele Möglichkeiten für die Zukunft offen halten.

Was neben den finanziellen Überlegungen (insbesondere angesichts der momentanen Weltlage) noch ein interessanter Aspekt ist: den Speicher als Notstromreserve nutzen zu können. Das hatte ich bisher noch nicht auf dem Schirm und wäre neben dem vorhandenen Gasherd, Brunnen und Holzöfen der fehlende Baustein.

Ansonsten haben wir noch ca. 20 Jahre bis zur Rente. Da wäre es theoretisch sogar am besten, das Geld anzusparen und erst in frühestens 10 Jahren PV im großen Stil zu starten: Dann wäre die Technik vermutlich noch weiter und günstiger, die Anlage würde uns überleben. Aber die Zukunft ist natürlich vollkommen unberechenbar….

Dann wäre es vielleicht ein guter Start, niederschwellig mit einer modularen PV / Speichereinheit und wenigen Modulen auf dem Schuppendach/ Am Zaun zu beginnen gleichzeitig für die Umsetzung einer großen Lösung zumindest einen Teil anzusparen, Erfahrungen mit der kleinen PV zu sammeln und Technologiefortschritte mitzunehmen.

Unsere Stromkosten liegen aktuell bei ca. 250€/Monat, Gesamtkosten für alles Notwendige liegt pro Monat bei ca. 3000€. Deshalb bin ich auch nicht übermäßig motiviert, das mit der PV anzugehen.

Bei einer maximal realisierbaren, monatlichen Ersparnis von vielleicht 200€ Strom wäre es auf Dauer schon nett aber nach meiner Rechnung kein totaler “Nobrainer”, wie mir von außen suggeriert wurde. Nicht, wenn man es per Kredit finanzieren muß und nicht einmal beim Heizen mit Luft-Luft-Wärmepumpen.

Dafür ist der Speicher noch zu teuer und der Ertrag im Winter, wenn die meiste Energie benötigt wird, zu gering.

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Das klingt nach einer guten Idee.

Die ersten Module bringen tatsächlich den größten Effekt: hier habe ich tatsächlich ein BKW samt Aufständerung und Wechselrichter in Baumarktqualität für 200 €(!) kaufen können. Es schlägt sich nicht schlecht.

Anderen zur Kreditaufnahme zu raten ist leicht - die Risiken bleiben beim Kreditnehmer. Ich bin froh, von der Entscheidung zu erfahren.

Ich habe mich zu dem Sunenergy Xt500 noch etwas mehr informiert und verstehe jetzt, dass es mit der Notstromversorgung etwas schwieriger ist und die maximale Eingangsleistung beim Grundmodell (Kopf) auf 2500W begrenzt ist.

Das mit der Eingangsleistung dürfte auch so ganz gut reichen und die Notstromversorgung ginge per Lastumschalter auch. Der Elektriker hat alles so angeschlossen, dass eine Phase in jedem Zimmer entweder Steckdose(n) oder Licht versorgt.

Fraglich ist für mich noch der Punkt, weshalb in west-ost Ausrichtung ggf. doppelt so viele Module möglich wären?

Ansonsten auf Dauer ein interessanter Ansatz mit dem Xt500, um abgesehen von der PV mit einem dynamischen Stromtarif den Speicher als Puffer zu nutzen und strompreisgünstige Zeiten zu nutzen.

Jedoch gibt es ein großes “Aber”: Ich habe mir heute erstmals bewußt angesehen, welche Orte am, um und auf dem Haus eigentlich am besten geeignet sind und heraus kam: Optimal ist weder Dach, Fassade noch Nebengebäude: Überall steht entweder ein oder mehrere Bäume, ein höheres Nachbarhaus oder unser Haus/Nebengebäude beschatten sich gegenseitig.

In Frage käme für den Anfang noch die senkrechte oder leicht angekippte Montage von maximal 5 Modulen an der Giebelwand des Nebengebäudes oder ebenfalls maximal 5 Module auf ein Flachdach am Nebengebäude mit ca. 15 Grad von west nach ost abfallend. Hier wäre die Montage am einfachsten, wird aber ebenfalls im Tagesverlauf von verschiedenen Gebäuden/Bäumen abgeschattet.

Bei mir hat das meiste gebracht ein 600W Panel mit 75° Neigung . Das steht zwar nach SO ausgerichtet, nachmittags ist Schatten drauf, aber ich hab das ganze Jahr über genug am Vormittag, um die Batterie nachzuladen. Das liefert Sommer wie Winter etwa gleich viel. Meine restlichen Panels hängen 90° nach SW, die machen die Batterie nachmittags voll bzw meinen Boiler.

Ich halte wenig von geschlossenen Systemen, bei denen eine speichererweiterung nur vom gleichen Hersteller passt. Aber naja. Prioritäten.

ich würde das Dach vollmachen, dazu einen Mindestens 10 kWh Akku, 1 MP5000 und den als ESS in Nulleinspeisung. Später kannst Du dann die Anlage immer noch erweitern bzw. ausbauen.

Ja, stimmt schon - ein geschlossenes System klingt erstmal nett und schlüssig aber je mehr ich mich einlese, umso stärker wird der Verdacht, dass DIY auch hier wieder viel preiswerter, flexibler und sinnvoller ist.

In einem Youtube Video baut jemand einen 15Kwh Akku für 1200€ auf. Und das so detailliert, dass das Nachmachen ungefähr wie Malen nach Zahlen ist.

Ich bin immer noch hin und hergerissen, welches Konzept besser ist: Klein starten und schnelle Armotisation einer überschaubaren Summe oder Dach vollmachen auf Kredit und lebenslang Strom im Überfluss (bestenfalls). Vermutlich wird sich die beste Entscheidung dann automatisch herauskristalisieren, wenn ich mir noch mehr Wissen angelesen habe.

2 Fragen haben sich noch ergeben:

  1. Kann man irgendwie grob berechnen/herausfinden, wie stark sich die Abschattungen bzw. Dachausrichtungen bemerkbar machen und ob es bei den eher ungünstigen Bedingungen überhaupt lohnt, z.b. die nördliche Dachseite mit zu belegen, obwohl die Anlage im Sommer eh überdimensionert ist und im Winter nur wenig Sonne bekommt?
  2. Ginge eigentlich auch eine “Halbinsel” Anlage? Also alle kleineren Verbraucher bis ca. 2500W ausschließlich an die Batterien klemmen und an der Leitung vom Stromversorger nur noch den Durchlauferhitzer, Herd und zusätzliches Laden der Akkus?

Erwähnt aber hoffentlich auch, daß man die Muttern mit einem Drehmomentschlüssel anziehen muß und das ganze mit einer Thermokamera prüfen sollte? Auch die Anschlußkabel sollten fehlerfrei gecrimpt und montiert werden. Will nicht abschrecken, hab selber einen gebaut, aber etwas Respekt darf man schon haben vor dem was man da macht.

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Wenn man bei Ebay 32kWh Speicher für 2700€ fertig bekommt, dann sind 1200€ für 15kWh nicht wirklich günstig.

Ja das stimmt ist aber ein Fauler kompromiss bei DIY kann ich zellen Tauschen und anordenen wie man Lustig ist bei fertigen eben nicht wirklich günstiger ist DIY heute nicht mehr einen 32kWh Akku sind mit Zellen BMS das man sich aber dann selbst aussucht und ein gehäuse das man selbst Herstellt ebenfalls mit Kabel ect ect 2500-2700€ aber man weis was man da gebaut hat mit welchem BMS und welchen Zellen.

Und musst das verspannen etc. pp. Als Hobby und wenn man es kann, warum nicht. Für einen großen Haufen an Leuten wird die Fertiglösung einfacher zu realisieren sein. Irgendwo muss das auch alles hin, ggf. transportiert werden können, dann die Sache mit der Versicherung.

Dazu nur als kleinen Gedankenanstoß:
Das Gerüst zahlst Du nur 1 mal, wenn Du ans Dach gehst - in dem Fall würde ich das auf jeden Fall vollmachen. Solltest Du “klein” starten wollen mit dem Nebengebäude, ist das auch sinnvoll - auf 20 m² bekommst Du ja auch genug unter. Nur wie gesagt, wenn Du ans Dach gehst, dann am besten auch gleich richtig, :wink:

Und bzgl. Akku - wenn Du es dir zutraust und die oben genannten Sachen wie Drehmomentschlüssel etc. hast, kann man das selber bauen - die fertigen NKON ESS Speicher bei nkon.nl sind ja leider nicht verfügbar.
Ich habe meinen 16 kWh Akku selber gebaut und Spaß dran gehabt. Bei nahezu gleichem Preis für einen fast identischen NKON ESS würde ich ihn heute fertig kaufen - leider wie gesagt derzeit nicht lieferbar.

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Der größte Vorteil bei DIY ist aus heutiger Sicht für mich der Transport in den Keller …

Richtig - ein nicht zu übersehender Vorteil :wink:
Ich würde auch keinen (fertigen) 32 kWh Speicher haben wollen, sondern eher 2 x 16 kWh - allein schon aus Gewichts- & Portabilitätsgründen.

Man kann auch einen 2p 16S bauen ja ich weis einzelne Zellen bla bla... aber es funktioniert wenn die Zellen aus einer Charge kommen, man spart sich 1 BMS und hier würde ich mittlerweile zu einem JK BMS raten da diese aktuell am besten funktionieren auchb wenn die SOC berechnung eher mau ist.

Der Keller kommt für mich als Ort für den Akku nicht in Frage. Wenn dann eher die Garage (spätere Werkstatt) im Nebengebäude.

Grundsätzlich geht es aktuell bei mir um Machbarkeit der verschiedenen Optionen. 30kwh Speicher sind für unter 3000€ möglich, das reicht mir erstmal als Info. Wie ich das am Ende konkret umsetze, ist im Moment noch nicht so relevant.

Hauptsächlich hatte ich auf der negativen Seite die Beschattung nicht auf dem Schirm und auf der positiven die Nutzung als Notstrom.

Wenn ich gleich auf die große Lösung setze, dann mache ich auch gleich beide Dächer voll. Da komme ich dann bei ca. 30kwp raus.

Wenn es die kleine Einstiegslösung wird, bleibt es erstmal bei 4-6 Modulen an der Giebelwand - ohne Gerüst und mit DIY Halterung.

Entscheidend ist bei beiden Lösungen die Einbindung in mein Stromnetz.

Auf Erfüllung von teuren und komplexen Regularien habe ich wenig Lust, von daher wäre es interessant zu wissen, ob meine angedachte “Halbinsel” ginge. Vermutlich aber nicht, da die Anlage ja nicht wirklich physisch vom Netz getrennt ist, wenn ich in Dunkelphasen den Akku mit Netzstrom laden können möchte.

Macht die Idee, sich mit der Wechselrichterleistung auf ca. 3kw zu beschränken und Herd + Durchlauferhitzer vorrübergehend am Netzstrom zu belassen und langfristig durch Gasherd + Boiler zu ersetzen, Sinn oder besteht da bezüglich Kosten, Sicherheit und Komplexität kein großer Unterschied?

Beim Balkonkraftwerk hatte ich mir die Notstromfunktion wesentlich einfacher vorgestellt. Um in einer möglicherweise versorgungsunsicheren Energiesituation zumindest noch Licht, Radio und Brunnenpumpe betreiben zu können, braucht es etwas mehr als eine Steckdose am Akku. Wenn ich es richtig verstanden habe, zumindest einen Lastumschalter und einen Wechselrichter, der mit Akkuspannung funktioniert, damit das BKW bei längerfristigem Stromausfall noch Strom speichern kann.

Eigentlich brauchts nur eine Kabeltrommel und eine Stehlampe, wenn man sich von dem Wunsch, das ganze Haus auf Notstrom betreiben zu wollen, trennt. Das geht zwar auch, aber nicht in klein und günstig a la Balkonkraftwerk.

Oliver

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Mein Boiler läuft direkt DC von Batterie. Spart den WR-Verlust. Reicht meist aus, außer bei ner Woche Regen oder wenn die Sonne es nicht übern Berg schafft. Hab <2kW an der Wand.

Für die unbedingt notwendigen 230V Verbraucher reicht so ein Kleininverter von Temu <100€. Bei nem echten Blackout nusst halt Verlängerungsstrippen ziehn