Akku-Auslegung - Lieber etwas größer und dann nur 10-80% nutzen?

Hallo @dermitdersonnetanzt,

Die App reicht...
Balancer Start: 3,4V
Balancer Trigger Spannung: 20mv

Dann voll laden und alle Zellen über 3,4V bringen wie hier beschrieben:
https ://akkudoktor.net/t/16s-230-ah-selbstbau-akku-mit-daly-bms-laedt-nicht-richtig-geht-immer-von-20-auf-100/35759/6?u=u-f-o
Den verlinkten Grundlagen Thread im Beitrag durchlesen ist nicht verkehrt, da steht ne Menge Basis Wissen drin.
Ansonsten auch den Beitrag direkt unten drunter von Carolus zur Kenntnis nehmen.

@paddy72
Ja, ein Glaubenskrieg der eigentlich keiner sein dürfte, und mMn auch keiner weiteren großen Diskussion bedarf. Für mich ist das als Grundwissen anzusehen wie man Akkus schonend behandeln kann. Aber ich werde in Zukunft meine Zeit nicht mehr damit verschwenden und solche sinnlosen Diskussionen darüber führen. Wer es nicht glaubt weil ihm eindeutig das nötige Wissen darüber fehlt und meint sinnlos ohne jegliche gute Argumentation auch noch diskutieren zu müssen, bitte schön ohne mich. Meinetwegen immer voll laden am besten bis 3,65V, und leer ziehen bis 2,8V, Laderate auch immer mit den maximal angegebenen 0,5C am besten unter 10°C usw.... Für mich sind solche Leute Zeiträuber, und man merkt es an den Antworten weil nix kommt.

Ansonsten gut zusammengefasst :wink:

Es wäre denke ich gut, wenn wir mal einen Wiki-Artikel verfassen, wo das bisherige gesicherte Forenwissen zusammengefasst wird. Müsste nur mal jemand in die Hand nehmen, der da hinreichend Wissen zu hat.

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Du meinst ein Wiki speziell über den Umgang und das schonende behandeln eines Akkus, also PV-Speichers in Form eines Lifepo Akkus? Mit den Themen: Ladeschlussspannung, Entladeschlussspannung, DOD bzw. Betriebsfenster, Temperatur, C-Rate, Ladeendstrom. Also alles Dinge welche die Lebensdauer eines Lifepo Akkus beeinflussen. Könnte man machen ja, wobei ich persönlich keinen Nerv darauf hätte dann solche Diskussionen darin führen zu müssen wie ich sie gerade geführt habe. Dann mache ich lieber mein eigenes Ding, behalte mein Wissen für mich und gebe es nur Leuten weiter die es zu schätzen wissen. Die Erfahrung zeigt leider das es zuviele Undankbare und heuchlerische Menschen gibt, sowas stumpft halt ab. Am Ende denke ich mir manchmal "Tue nichts Gutes, dann widerfährt dir nichts Böses", was natürlich nicht heißen soll das ich nix Gutes tue, weil ich an Karma glaube und fest davon überzeugt bin. Vielleicht hat Paddy ja Lust darauf...

Das setzt auch voraus, die ungefähren Auswirkungen beziffern zu können. Wenn ich also berechnen kann, dass das Verhalten den Akku schont, der Akku nun 20-30 Jahre halten sollte sofern es keine Produktionsfehler gab, und dafür nutze ich nur 70% Kapazität und beispielsweise 5KW Leistung zum laden/entladen. Und in 10 Jahren gibt es Speicher die nur noch 33% kosten. Dann kann ich ausrechnen ob es nicht besser ist 100% des Akkus zu nutzen, der hält nur 7 Jahre aber ich spare dadurch mehr ein an Eigenverbrauch und kann durch die Einsparung dann einen weiteren Akku kaufen, der mehr einspart, der erste Akku wird DANN beschränkt und hält halt solange er hält. Er könnte auch so jederzeit ausfallen dann hätte ich ihn nur zu 70% belastet.

Es muss also auch eine gewisse Bezifferung geben was wieweit Auswirkungen hat. Man macht das, 70%, 5KW und das besagt 20 Jahre, aber die Degradation, ohne was zu tun von der Chemie her lässt ihn nach 20 Jahren SOWIESO 20% verlieren….. etc. pp.

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Ich sehe das Problem, dass es eigentlich nur wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die Einflüsse von SOC und Temperatur auf die Alterung (kapazitätsverlust) haben. Kalendarische Alterung sehe ich nirgendwo bewertet. Der Einfluss von Alterung in allen Parametern auf Innenwiderstand sehe ich kaum untersucht.

Dazu “passt”, dass die wenigen Aussagen über Lebensdauerende sich auf Innenwiderstand beziehen, nicht auf Kapaverlust.

Steigerung des Innenwiderstand als Betriebskriterium wiederum sehe ich nirgendwo in der Auslegung. Da freut man sich, dass der Akku 0,5 C oder 1 C kann.

Praktische Erfahrungen?

Mein Schrottakku ist wegen Innenwiderstand rausgeflogen, nicht wegen Kapazitätsverlust. Die Spannung pro Zelle fiel bei 0,3 C um 200 mV. Und das brauche ich im Wandlerbetrieb.

Die aktuellen Betriebsratschläge beruhen auf einer Interpretation der Wissenschaftlichen Erkenntnisse. Praktische Erfahrungen über den Nutzen?

Kenne ich nicht.

Ich kenne nur fanatische Streitereien über ein paar % SOC.

Sehe ich auch so, dass die Datenbasis einfach zu schwach oder nicht vorhanden ist. Deshalb wird man da nicht seriös irgendwas berechnen können. Könnte man es, hätte der @akkudoktor wohl schon längst ein Tool gebastelt, mit dem man es berechnen kann.

Ja genau. Hier im Forum wurden doch schon viele Dinge sehr detailiert diskutiert und es ist ein Forenwissen entstanden, wo weitgehend Konsens besteht. Und da wäre es gut, das mal zusammenzutragen und in einen Wikiartikel zu packen. Jeder, der dann neu hier dazu kommt, hat sofort eine komprimierte Form von Infos und kann sich schnell einlesen. Dann würden auch nicht immer wieder Diskussionen über Dinge aufkommen, die eigentlich schon tiefgehend diskutiert wurden.

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Ja das kenne ich auch von Li Ion 18650. Immer noch fast die aufgedruckten 2Ah, aber hoher Innenwiderstand. Die Kapazität geht zuletzt runter.

Ok, da muss ich eines Ergänzen: die Schadensfälle TitanSolar. Ist da eigentlich eine Ursache bekannt?

"Die App reicht...
Balancer Start: 3,4V
Balancer Trigger Spannung: 20mv"

So? =
Balance Trig V auf 0,2 gesetzt,
Calibrating V stand auf 1 OVP

Der Unterschied von Cell OVP und OVPR? Die Werte standen auf 4,x, das dürfte viel zu viel gewesen sein.


20 Millivolt sind nicht 0,2 Volt, hab mich da verhauen, hoffe das hält die Batterie für ein Tag mit 0,2 Volt aus. Da haben ja 0,020 Volt zu stehen.

@roterfuchs
Siehst du und genau das meine ich.
Es braucht keine Bezifferung die dir eh niemand genau geben kann, entweder man hält es für sinnvoll den Akku zu schonen oder eben nicht. Du bist eben jemand der sich über die Schonung der Zellen keinen Kopf macht, auch das ist Ok, du must es ja nicht machen. Wenn du der Meinung bist das sich dein Akku nach 7 Jahren bezahlt gemacht hat und du Plus gemacht hast ist es doch Ok. Kommt halt ganz darauf an wieviel Energie du damit speichern und nutzen kannst welche sonst verloren wäre. Nur 7 Jahre ist doch keine Zeit, in meinen Augen ist das Resourcen Verschwendung. Jeder gute Blei Akku sollte alleine schon 10 Jahre halten, heute sind es wohl eher 7 Jahre (früher war das sogar noch länger). Und nicht vergessen so eine Eve Zelle hat vor ein paar Jahren auch noch über 200€ gekostet, nicht jeder hat die Zelle zu Preisen von 60€/Stück gekauft :wink:. Und das ein Lifepo Akku nach 20 Jahren 20% aufgrund der Alterung verliert.... also ich habe von Berichten gelesen nach 7 oder 8 Jahren (weiß nicht mehr genau) ohne jeglichen Kapazitätsverlust (aber ok waren Winston Zellen). Sofern die Berichte stimmen muss es also nicht sein. Ein Wiki darüber würde ja nicht nur Tipps und Ratschläge zur schonenden Nutzung des Akkus geben, sondern zb. auch Tipps zu grundlegenden Einstellungen des CC-CV Ladeverfahrens, welche man zb. so oder so machen sollte, und gleichzeitig verlängern sie die Lebensdauer. Basiswissen... Änfänger könnten auf jeden Fall davon profitieren, aber es wird ja wie man sieht eh nicht gewünscht. Stattdessen wird es so propagiert wie es auch die Medien zeigen: Stichwort: Schnellladung. Frage: wie hoch ist deine eingestellte Ladeschlussspannung (bitte ehrlich beantworten)?

Das ist zu schwarz-weiß. Ich denke, du musst es als völlig normal ansehen, dass alles sehr vielschichtig ist und es nicht die eine richtige Meinung oder den einen richtigen Weg gibt.

Vieles hängt eben auch davon ab, in welche Richtung man optimiert. Nicht jeder will auf maximale Lebensdauer optimieren und das ist doch auch völlig ok so. Es geht vielmehr darum, erstmal zu wissen, was einen Akku schont. Je nach Anwendungsfall und Situation berücksichtigt man es oder eben auch nicht.

Genau, es bedeutet dann einen Tag ohne Balancing solange die Zellen nicht über 200mv Differenz zueinander haben. Calibrating Voltage und Current solltest du erstmal solange nicht anrühren bis du passendes Equipment hast mit denen du kalibrieren könntest. Zumal das beim JK etwas Tricky ist, es kann sein wenn du zb. bei niedrigen Strömen kalibrierst und alles passt, das es dann bei höheren Strömen nicht mehr passt. Da muss man ein bissl probieren bei verschiedenen Strömen.

OVP und OVPR, beide auf 3,5V wie bei dir ist nicht möglich.
Da hast du auf jeden Fall eine "Sending Failure Meldung" bekommen die du wohl einfach ignoriert hast!? Das heist der Wert wurde nicht übetragen... wenn du dich dann erneut einloggst steht wieder der alte Wert drin. OVPR (Over Voltage Protection Release) muss immer niedriger eingestellt sein als OVP. Weil das die Spannung ist ab der das Laden wieder freigegeben wird nachdem die OVP ausgelöst hat. Wenn deine Ladeschlussspannung auf 3,45V/Zelle eingestellt ist dann stell 3,55V ein, so hast du noch 100mv Luft. Wenn dann die OVP auslöst weißt du genau das was mit deinem Balancing nicht stimmt (was jedoch richtig konfiguriert nie vorkommen sollte). Aaaaber vorher must du das Balancing deiner Zellen in Ordnung bringen, also kannst du es ruhig erstmal etwas höher einstellen, jedoch die OVP nie über 3,65V :wink:.

Tipp:
Wenn du Werte verstellt hast im BMS. Danach nochmal "alle" Werte mit einen Touch auf Ok durch tippen. Es darf dann keine einzige "Sending Failure Meldung" mehr kommen!

Jup, aber es demotiviert seine "Kraft" und Zeit dann überhaupt da rein zu stecken :wink:.

Sagte ich ja, beides ist natürlich Ok. Wer es nicht machen möchte macht es eben nicht... nur kommen dann eben wieder gefühlt 1000 Anzweiflungen und Diskussionen. Alles muss natürlich Wissenschaftlich belegbar sein, und am besten unter Laborbedingungen getestet, man kennt es ja.

Es gibt kein Gesetz dagegen, dass man seine eigene Batterie misshandelt und denn brennt die Hütte ab. Kannste machen wennst des lustig findest.

Aber alles was wir tun ist auch Politik. Brennt ein Haus ab werden zehntausend andere aich keine Batterie ins Haus stellen

Ich habe meinen langen Text mal wieder gelöscht und schreibs in Kürze:

(PS editiert: haha, der alte Text war länger)

Was du verlangst ist Glaube. Ich soll glauben, dass der Akku länger hält. Ich soll hoffen, dass er länger hält und keine Komponenten des Akkus versagen, die ich pers. nicht austauschen kann, und bei der ein Fachmann mehr kosten würde pro Stunde, als der ganze Akku. Mein Akku hat vor 2 Jahren mit 16kWh ca. 2000€ gekostet. Heute bekomme ich 32kWh für 2700€. Wie das in 7 Jahren aussieht weiss ich nicht, aber wenn ich dann 64kWh für 2000€ bekomme sind wir genau da, was ich schreibe. In meinem Fall sind nämlich selbst diese 64kWh oder auch 128kWh sinnvoll, weil wir eine große PV haben und ich damit das Netz wirklich effektiv entlasten könnte und den am Tag erzeugten Strom auf nachts umlegen könnte. Das setzt voraus, dass Akkus billiger werden, und es setzt voraus, dass das nachts vergütet wird.

Wenn also dann mein Akku nach 7 Jahren tatsächlich tot wäre, dann hätte er in der Zeit, bei unserem Nutzungsprofil, ca. 4000€ eingespart und 2000€ gekostet. Das ist für mich in Ordnung. Für dich vielleicht nicht. Unter 10 Jahre ist in Ordnung für mich, selbst die gesamte PV braucht bei uns ca. 10 Jahre. Und sie soll nicht nach 10 Jahren kaputt sein, sondern mit irgendwas muss ich rechnen. Weil: So Dicke haben wir es eben nicht. Und ich denke, dass ich damit nicht alleine bin.

Änfänger könnten auf jeden Fall davon profitieren, aber es wird ja wie man sieht eh nicht gewünscht.

Nenn mich mal Anfänger. Außer dass du mir sagst, dass er länger halten KANN, das aber niemand beziffern kann, ansich niemand garantieren kann und dass du mal gelesen hast es gäbe keine Degradation nur bei lagern, und dass hier was propagiert wird… ich sehe nichts, was mich überzeugen könnte.

Frage: wie hoch ist deine eingestellte Ladeschlussspannung (bitte ehrlich beantworten)?

Es gibt keine eingestellte Ladeschlussspannung. Mein fertiger Felicity-Akku mit BMS an einem fertigen Deye-Wechselrichter sind eingestellt auf das Pylon-Protokoll 00 mit ToU von 13% (weil der Akku bei 10% eine Force-Ladung macht, die bei einer Leistungsmessung des Netzbetreibers mein Peak-Shaving umgehen würde!). Ich habe keine Ahnung was das BMS einstellt, der Felicity einstellt und der Deye einstellt als Ladeschlussspannung.

Man bindet das BMS nicht in einen Regelkreis ein….

(Duck und wech….)

Und ein intakter Akku kommt 10 Tage und/oder 10 Zyklen ohne Balancing aus.

Oder auch länger….

Korrektur:

An den Op, @dermitdersonnetanzt :

Lies mal Frankenstein:

Ich bin dann mal raus hier :joy:.

@dermitdersonnetanzt
Schreib mir gerne eine PM wenn du weitere Fragen hast :wink:

Sorry, das war ungenau. Ich meinte den OP, habs in dem Zusammenhang falsch referenziert. Habs oben geändert.

Entschuldigung.

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@carolus
Hat mich schon gewundert :upside_down_face:
Braucht keine Entschuldigung, alles gut :wink:.
Hab meinen Beitrag auch angepasst...

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