Je nach Lieferant/Qualität kann da schonmal ein kleiner Bauch in den Zellen sein. Wir wissen aber auch nicht wie dick die Isolierung zwischen den Zellen war, eventuell waren die schon etwas dicker, dann reichts eben nichtmehr für die mitgelieferten Busbars.
@bauerpiepenbrink [quote data-userid="18408" data-postid="130517"]
Sollten die festen BusBars nicht auch gehen? ich werde ja so oder so verpressen, nächstes mal nur etwas vorsichtiger und ohne Bewegung nach dem verschrauben.
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Ja, die gehen auch. Hier im Forum leben wir alle den Perfektionismus aus. Die starren Busbars gehen schon, wenn du aber noch eine Nummer sicher gehen willst bieten sich die Flexiblen an. Den beim Laden und Entladen dehnen sich bzw. ziehen sich die Zellen zusammen, ganz gleich wie stark du die Zellen verpresst, das ist unvermeidlich.
Ist schon eine sehr eigenartige und unglückliche Geschichte, die ich da gelesen habe.
So 100%ig sicher ob der Ursache kann man ja nun auch nicht sein, wenn auch die starke Vermutung naheliegt, dass hier einfach die mechanischen Kräfte 'ungünstig verteilt' waren. Das aber durch Anziehen eines Spanngurtes von Hand derartige Kräfte auf die Pole wirken, dass sie sich durch Kunststoffisolatoren pressen und einen inneren Kurzschluß auslösen, scheint mir auch schwer vorstellbar - obwohl es derzeit die einzig logische Erklärung zu sein scheint. Möglicherweise hatte die Zelle aber auch Vordefekte aus der Fertigung, aus der Lieferung oder aus der Vorbehandlung.
Gab es irgendwelche Auffälligkeiten am Paket bei der Lieferung und/oder den Zellen selbst?
Du sagtest, die Zellen wären schon minimal aufgebläht gewesen, wenn auch nur max. 1 mm?
War das nach der Erstladung/ nach dem initialen Balancing oder schon bei Lieferung?
Wie genau hast du die Zellen geladen / gebalanced? Welcher Ladestrom, finale Zellenspannung?
Mechanischen Kurzschluß von außen würde ich auch nahezu ausschließen, das wäre dir aufgefallen!
Bleibt eigentlich nur innere Beschädigung durch Verkettung (mehrerer) ungünstiger Umstände.
Kupferblech 0,3 mm, Streifen 30 mm schneiden, 3 bis 4 aufeinander, stapeln und pressen zum Lochbohren ( oben und unten Platte mit loch), in der Mite einen dreifachknick wie eine beule, oder ( meine Erfindung) einen Zweifachknick wie ein "Z". Natürlich gemeinsam biegen, sonst geht es nicht. ggf erst das Z reibiegen dann Loch bohren.
Die Sache mit den flexiblen Busbars halte ich dann fast schon für ein Muss!
Wenn man weiß, dass die Zellen ohnehin 'Arbeiten' - sich also etwas ausdehnen und zusammenziehen - nicht nur wegen der Ladung auch wg. Temperatur - dann sind starre Busbars je immer ein Problem, wenn die Isolatoren so schwach sind! Aus meiner Sicht aber auch eine schlechte (evtl. nur billige?) Konstruktion - die Isolation gerade an den Polen sollte doch deutlich stabiler sein! Da wundert es mich wirklich, dass Unfälle genau dieser Art nicht schon viel häufiger aufgetaucht sind - oder haben wir hier nur nicht davon gehört?
Würde denken, dass 80+% aller diy Packs mit starren Busbars ausgeführt sind und dass die meisten die Zellen inzwischen auch verpressen - mit den diversesten Methoden...
Ich möchte mal davon ausgehen, dass hier doch auch schon ein innerer Fehler vorlag, vielleicht schon aus der Herstellung. Das im Nachhinein genau zu klären, dürfte höchst schwierig sein. Evtl. kann ja mal jemand eine alte/defekte Zelle aufschneiden und die mechanische Stabilität der Pole gegenüber der Isolation prüfen?
Nehme an, dass die Zelleneingeweide im Spritzgussverfahren gefertigt werden und dass da in seltenen Fällen auch mal Fehler auftauchen...
Du musst bedenken das die Zellen ein Industrieprodukt ist, diese waren nie für den Endverbraucher gedacht. Industriell gefertigte Packs, werden bei jedem Prozess überwacht. Gerade was die Verschraubung betrifft, hier werden Drehmoment überwachte Werkzeuge eingesetzt. Zum Teil werden Zellen auch schon nicht mehr geschraubt sondern verschweißt, dann hat man gar keine Belastung auf den Polen.
Es sind nun mal keine 9V Block Batterien und setzt gewisse Fachkenntnisse voraus.
Bei EEL gibt es die Busbar sich einzeln zu kaufen, die haben sich einen ordentlichen Querschnitt.
Bei den Zellen mit Bauch und neu geschriebenen QR bleibe ich dabei, die haben schon ein Leben davor gehabt. Aber auch neue B Zellen wurden nicht aus Spaß aussortiert.
Hui, da guckt man mal kurz nicht hin, zack, alles voll geschrieben.
Also:
Ich hatte zwischen den Zellen normale Resin-Platten und dann halt noch gummi. Durch das Gummi wurde es mit den BusBars knapp. Steht da auch irgendwo in dem Roman auf der ersten Seite. Werde die Gummimatte auf jeden Fall nächstes mal weg lassen.
Ich habe den Gurt nicht geöffnet oder geschlossen als die Busbars schon fest waren. Vielmehr habe ich, um die Busbars auflegen zu können, den bereits angezogenen Gurt noch etwas fester gemacht und sogar ein bisschen drunter gefasst um die Spannung kurz noch etwas mehr zu erhöhen. Das heißt zwar, ich habe nicht direkt kraft auf die Polbolzen ausgeübt (BusBars waren ja noch nicht verschraubt sondern wurden von mir gerade aufgelegt), habe aber trotzdem einseitigen Druck auf die Zellen und die Ecke der letzten Zelle ausgeübt. Als ich dann angefangen habe zu verschrauben ging der ganze Spaß mit der letzten Zelle irgendwann los. Wahrscheinlich nicht wegen des Festschraubens sondern wegen irgendwas was in den minuten vorher passiert ist.
Das Top-Balancing mit max 3,35 Volt durchzuführen halt ich für zu gering, hieraus können sich unterschiedliche Ladezustände ergeben und in Folge bei der parallel Verschaltung hohe Ausgleichsströme entstehen. Allerdings müsste bei Anbringung der Zellenverbinder ein Funkenflug sichtbar gewesen sein (wenn die Ladezustände zu weit auseinander liegen).
Wo findet sich denn der Hinweis, dass diese Zellen nicht für 'Endverbraucher' gedacht sind?
Wenn die Hersteller/Verkäufer standardmässig noch starre Busbars mitliefern zu diesen Zellen, wäre die Katastrophe ja schon fast vorprogrammiert. Und die 50 kp dürfen seitlich auf die Pole max. einwirken? Das ist ja schon eine ganze Menge, kann natürlich mit falschen Schraubschlüsseln etc. auch schon mal übertroffen werden. Aber gemeint ist ja hier vermutlich einseitiger, seitlicher Druck auf die Pole? In mobilen Anwendungen mit der Gefahr starker Beschleunigungen, Ruckbewegungen, Aufprall etc. halte ich das für recht gefährlich!
P.S. Die Pole von 9V Blockbatterien halten sicher keine 50 kp aus, die geben bei 5 kp schon nach - reagieren aber nicht ganz so böse...