Leider nein, die aufgeplatzte Seite ist die, die zur angrenzenden Zelle gerichtet war.
Ehrlich gesagt einleuchtend, wenn man so drüber nachdenkt. Ratschgurte sind bei mir täglich im Gebrauch deshalb war das naheliegend. Kantenschutz bzw Lastverteilung war natürlich eh klar. Gewindestangen scheinen mir aber im Moment deutlich attraktiver...
Aber sehe ich das richtig, dass das Sicherheitsventil nicht richtig gearbeitet hat wenn die Zelle geplatzt ist?
Der erste mit so nem Thema zu sein ist son bisschen wie wenn man den Arzt fragt wie denn die Krankheit nun heißt die man hat und er sagt "Dürfen Sie sich aussuchen". Ich hoffe immernoch das wir feststellen das ich irgendwo kapitalen Mist gebaut habe. Das mit dem Gurt könnte ja darauf hin deuten. Immer raus mit den Facepalms bitte.
Ich weiß auch nicht mehr genau warum ich das gemacht habe. wahrscheinlich um ein bisschen Gefühl für die Materie zu bekommen. Anschließend habe ich nen Ladetest mit BMS und in Endkonfiguration gemacht. Um das Balancing mal auszurobieren.
Allein die Tatsache, dass du hier so offen mit der Misere umgehst, ehrt dich. Wenn man doch noch auf die Ursache kommt, hilft es evtl. anderen, diesen Fehler zu vermeiden. Die Facepalms wären bei grobem Unfug angebracht, den ich hier nicht erkenne.
Danke für die Blumen aber das ist auch Selbstschutz
Ich will nicht, dass so etwas einfach so passiert, also muss ich etwas falsch gemacht haben. Ich will außerdem, dass ich etwas so richtig falsch gemacht habe damit ich das nie wieder tue. Wenn ich nur ein bisschen was flasch gemacht habe und nicht genau weiß was, könnte das ja nochmal passieren. Wenn diese beiden Bedingungen eintreffen habe ich auch kein Problem LFPs bei mir einzubauen. Im Moment ist mir da etwas mulmig.
Ich habe zum Beispiel ja auch Benzin an Bord. Habe aber mal gelernt dass man Benzin nicht anzündet und deshalb habe ich auch keine Sorgen dass mein Boot irgendwann in Benzin getränkt in Flammen steht. Ich beherrsche also den Umgang damit und kann es deshalb nutzen. Das will ich bei LFPs auch zu einem ausreichenden Grad erreichen.
Und die ich schneller unterdrücken würde, als ein Hund gehacktes frisst.
Für mich bleibt es der Dunstkreis Kräfte auf die Pole oder Schäden durch Gurtband.
Du kannst ja nochmals die Aussenseite auf der aufgeplatzten Seite untersuchen, dass ist die die nach deiner Aussage zur heil gebliebenen Nachbarzelle Gewand war, ob es da eingedrückte stellen oder Kurzschlusss Spuren gibt.
Ansonsten, ich war immer gegen steife busbars, hab sie bei meinen ausgebeulten Zellen rausgeschmissen. Aber ob das wirklich begründet ist kann ich nicht sagen.
Vielleicht noch folgender Versuch.
Da Kurzschluss elektrisch in deinem Fall fast ausgeschlossen erscheint, muss es mechanische Beanspruchung gewesen sein.
Ich habe das Ding gleich am nächsten Tag entsorgt. Stank nicht gesund und die Nachbarn haben schon geguckt
Aber in der unteren Hälfte waren rundherum keine Beschädigungen zu erkennen. alles was da eingedellt gewesen wäre ist ziemlich sicher vor dem Knall wieder ausgebeult gewesen...
Ich freunde mich auch langsam mit der Idee an, dass es ne mechanische Beschädigung war. Aber das Ventil hätte eigentlich Druck ablassen müssen, oder?
Ich würde auch auf mechanische Überbelastung der Pole tippen.
Im letzten Jahr kam es bei einer Lieferung von EVE 280 Ah Zellen an mich bei UPS zu einem Zwischenfall.
Das Paket ist warm geworden, hat gestunken und die Zellen haben sich eines Teils der Elektolytes entledigt.
Verursacht vermutlich durch starke Kräfte ( fallen gelassen oder ähnliches ) auf das Paket, die nicht mehr von der Polsterung aufgefangen werden konnten, sondern auf die Zellpole einwirkten.
Wenn die Zellen nicht mit ~ 30% sondern nahe 100% SOC versendet würden, hätte es vermutlich auch ein Feuer gegeben.
ich hatte mal eine defekte zelle mit nem gebrochenen überdruckventil beim versand aus china
paket war ok
nur eine zelle hat elektrolyt gesifft, heiss wurde nichts hab die zelle noch einige monate so betrieben bis ersatz kam, hatte nicht mehr volle kapazität.
aber das die so abgeht mit feuer das ist ungewönlich.
ich tippe auf einen interen schaden der durch das verzurren beschleunigt wurde
interner kurzschluss und das würde auch das feuer erklären da drin wurde es so heiss dass das verdampfende elektrolyt sich entzündet hat.
Sehe ich auch so, dann muss unglücklicherweise die Zelle innen so beschädigt haben das diese intern einen Schluss hatte. Würde auch die Aussage von dir bestätigen das die Wärmeentwicklung im oberen Bereich der Zelle war.
Ich würde dir die flexiblen Busbars empfehlen, diese gleichen die Zug-und Druckkräfte aus und schonen die Pole.
Akkus mit internen Einschlüssen gab es ja bei Handys auch schon zur genüge...
Aber warum auf dem Boot zusammen gebaut? Macht man doch eigentlich testweise auf der Werkbank... gut manche blähen ihre auch auf dem Küchentisch auf... ?
Danke für eure Einschätzungen und die guten Tips, ich fasse das mal zusammen:
Das Schadensbild und der Hergang lassen eher auf einen mechanischen Schaden beim Verzurren schließen als auf etwas elektrisches
Je höher der Ladestand desto größer die Wärmeentwicklung
Schäden können sowohl mit Druck auf die Seiten als auch mit überdrehten Anschlussbolzen entstehen
Ich werde die Verpressung dann doch mit Gewindestangen realisieren, auch wenn ich dann bei einem ähnlichen vorfall keine CHance habe eine der Zellen schnell auszubauen. Ich weiß noch nicht genau wie ich die Pakete am Boden befestige aber da wird sich schon etwas finden.
@lithiumjunkie Sollten die festen BusBars nicht auch gehen? ich werde ja so oder so verpressen, nächstes mal nur etwas vorsichtiger und ohne Bewegung nach dem verschrauben.
@linuxdep Der Grund, dass ich von vornherein überhaupt erst Einzelzellen genommen habe ist, dass ich die leichter (weil einzeln) an Bord und von Bord bekomme und dann im Batteriefach für maximalen Platzgewinn zusammenbaue. Ohne mobilen Käfig oder Kasten, den baue ich einfach aus dem Batteriefach selbst.
Vielen Dank für den guten Austausch und die vielen Infos!
Das Wort gefällt mir irgendwie nicht... Die Zellen müssen zusammengehalten werden, ja. Aber nicht "verpresst" werden. Mit Gewindestangen wurde zum Beispiel max 5nm ermittelt (Video bei YT)
Die ganzen Zellen in Fertigbatterien von den Profis, werden in formschlüssige Gehäuse gebaut. Mehr nicht.
Bin auch der Meinung, dass Du es hier total übertrieben hast.
Ich glaube das ist der Begriff der hier häufiger benutzt wird. Hab nicht ich mir ausgedacht /p>
Ich werd mal mein Formelbuch rauskramen und ein bisschen rechnen aber um die 300kg auf die Seitenfläche wie von den Herstellernangeben ist schon ne "Pressung" finde ich.
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Ich meine natürlich 300 kgf, also Kilopond. Huiuiui, da wäre der nächste brand sonst sicher
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Ne, Kommando zurück. 300 Kilopond entspricht der Kraft von 300kg auf die Seitenfläche der Batterie. Da habe ich wohl im Kopf die wechstaben verbuchselt was die Maßeinheiten angeht. Ich war irgendwie bei 300kgf als Druckeinheit und weg von Kilogramm. Naja also Recherche tut not. Es hetzt mich ja nix.
Wenn man das nochmal liest - du hast bei schon festgeschraubten starren Busbars die Verzurrung wieder geändert, um neue Busbars dazwischen zu bekommen - ist eine der Sachen, die man wohl nicht machen darf. Kombiniert mit deinen federnden Zwischenlagen... jetzt weiss ich auch, warum ich die nicht mag. Braucht man nicht, es ist genug Nachgiebigkeit im System.
Also, zusammenstellen, verspannen. Busbars auflegen, festschrauben. In der Reihenfolge und nicht anders....
Klingt für mich auch nach dem Weg. Werde ich so machen. Ob ich jetzt noch ne halbe Diplomarbeit an Rechnungen aufstelle um die Kraft auf den Punkt zu haben weiß ich aber nicht. Wird nämlich bei mir nichts mit den klassischen federspannungsmethoden aus Platzgründen. Aber lieber n bisschen vorsichtig nächstes mal und hauptsache es ist ein bisschen Druck auf den Zellen.
Starre Busbars geben nicht nach, beim Verzurren hast du die Pole durch die Kunststoffisolatoren gequetscht und den Kurzschluss erzeugt.
Das kann bei fast allen Speichern passieren wenn man starre Busbars benutzt. Die Verspannungen mit Federn oder Gurten sind da auch sehr anfällig dafür, weil die Zellen beim Laden entladen immernoch etwas atmen können und somit Druck auf die Pole kommt. irgendwann gibt Kunstoff nach.
Kann denn jemand diese Flexiblen Bus-Bars empfehlen? Also eine bestimmte Ausführung/Hersteller/Shop?
Da würde ich nämlich glaube ich mal bei mir Umstellen jetzt. Oder einfach selber welche aus 50mm² Kabel mit passenden Rohrkabelschuhen herstellen? Wie Andy (Offgridgarage) sie verwendet?