Marstek B2500-D BKW-Speicher Infosammlung
Das ist ein Wiki-Artikel, hier kann jeder mithelfen. Ziel ist es, alle Infos zum B2500-D Speicher an einem Ort zu sammeln.
Technische Daten
Achtung: Es gibt mehrere Generationen des B2500. Diese Infosammlung bezieht sich auf das aktuelle Modell Stand 2026. Es wird teils auch B2500-D genannt, jedoch ist der Hersteller nicht konsequent einheitlich in der Bezeichnung. Im Handbuch steht weiterhin nur B2500. Leider steht in den Handbüchern auch kein Release-Datum, so dass man sehr aufpassen muss, das aktuelle Handbuch zu finden.
- Gewicht: 20 Kg
- Abmessungen: 309 x 175 x 350 (B x H x T)
- Kapazität: 2240 Wh (50 Ah, 44,8 V, 14 Zellen)
- Akku-Typ: LiFePO4
- DC-Input: 2 MPPT mit 12-59 V, 13,5 A, max. 800W pro Kanal
- DC-Output für Anschluss WR: 2 Ausgänge mit 16-40V, 15A, max. 400W
- Schutzart: IP65 (komplett geschützt gegen Staub und Strahlwasser)
- Akkuheizung: Nein, Ladung sollte nur bei Temperaturen über 0 Grad erfolgen.
- Garantie: 10 Jahre, für die Aktivierung muss in der App der Kaufbeleg hochgeladen werden. Bei Weiterverkauf erlischt Zusatzgarantie, weil die an den Käufer gebunden ist.
Achtung: Die 800W DC-Eingangsleistung ist realistisch nicht erreichbar. Wie viel erreichbar ist, hängt vor allem von der Modulspannung ab. Erreichbar sind:
- Module mit 54/108 Zellen - etwa 31V Vmpp - 31 * 13,5A = 418 W
- Module mit 60/120 Zellen - etwa 35V Vmpp - 35 * 13,5A = 472 W
- Module mit 72/144 Zellen - etwa 43V Vmpp - 43 * 13,5A = 580 W
Einschalt-Taster:
- LED - Dauer-An = Gerät normal im Betrieb. Dauer-Aus = Gerät ist ausgeschaltet. Blinkt 1s-An/1s-Aus = Unterspannung
- Einschalten: So lange drücken, bis grün leuchtet
- Ausschalten: Etwa 10s drücken, bis grüne LED aus geht.
Wifi/Bluetooth Indikator grün (oberste LED an Front)
- Blink (1s/1s) - Nicht verbunden
- An - verbunden
Warn-LED rot (zweit oberste LED an Front)
- 3 x Flash mit 1s Pause - Unterspannung
- Dauer An - Alarm/Alert
Batterie-Füll-Status LEDs (unterhalb von Warn, 6-LED Balken)
- gibt Füllstand, je mehr LEDs vom Balken leuchten, um so voller.
Grundlegende Infos
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Gehäuse ist komplett dicht verschlossen. Auf der Rückseite gibt es einen dicken Kühlkörrper, um Verlustwärme abzuführen. Rückseitig gibt es auch 4 PV MC4 Steckverbindungen für 2 Module (unten) und 4 PV MC4 Steckverbindungen für 2 Ausgänge. Seitlich gibt es einen Einschalter mit LED-Beleuchtung. Und auf der Vorderseite des Speichers gibt es noch ein paar LEDs.
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4 PV-Kabel liegen dem Gerät bei. Damit kann man den Speicher vom Ausgang an den DC-Eingang eines vorhandenen Mikrowechselrichters verbinden. Falls man nur einen WR mit einem DC-Eingang hat (PV-Modul-Anschluss), ist es auch möglich, nur einen Ausgang zu verbinden. Dann ist die maximale Einspeiseleistung aber auf 400W beschränkt.
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Der Speicher hat keinen Netzanschluss. Er kann also nicht vom Netz geladen werden und kann keinen Notstrom zur Verfügung stellen.
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Zugriff auf den Speicher bekommt man über Bluetooth und WLAN. Bluetooth hat den großen Vorteil, dass damit die Einrichtung sehr erleichtert wird.
Einrichtung
- Die Einrichtung ist kinderleicht und in 20 min erledigt.
- Einrichtung am besten, wenn die Sonne schon weg ist, damit man beim Anschluss der Kabel keine hohen Ströme fließen hat.
- Alle Anschlüsse sind mit Gummikappen geschützt. Diese vorher bei allen Anschlüssen entfernen, die man nutzen will.
- An die beiden DC-Eingänge werden die Module verbunden. Falls nur ein Modul, dann DC 1 verwenden.
- An die beiden Ausgänge die mitgelieferten Kabel anschließen und mit dem bereits vorhandenen Mikrowechselrichter verbinden. Falls Mikrowechselrichter mit nur einem DC-Kanal, dann Out1 des Speichers mit dem Wechselrichter verbinden.
- Falls die grüne Einschalttaste seitlich vom Gerät noch nicht grün leuchtet, dann Taste so lange drücken, bis grün leuchtet.
- Akku sollte bei Neukauf vorgeladen sein mit etwa 1kWh.
- Nun geht es an die Einrichtung der App. Hierfür aus dem Appstore/Playstore die Marstek App herunterladen.
- Nach Installation Registrierung durchführen.
- Wenn man in der Nähe des laufenden Speichers steht, wird dieser direkt gefunden und kann hinzugefügt werden.
- WLAN Zugangsdaten werden abgefragt. Aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert, einen isoliertes Gast-WLAN zu verwenden. Man muss bedenken: Der WLAN-Schlüssel liegt auf chinesischen Servern und könnte dort auch gestohlen werden. Auch Standortdaten sind dort hinterlegt.
- Mikrowechselrichter Auswahl: Der Speicher muss wissen, mit welchem Mikrowechselrichter man verbunden ist. Dies ist eine technisch etwas heikle Sache, weil der Speicher ein PV-Modul emulieren muss. Je nach WR-Modell muss er sich hier etwas anders verhalten, damit das sicher und effizient klappt. Die meisten bekannten Hersteller sind hier hinterlegt. Falls man nicht genau sein Modell findet, kann man auch ein ähnliches Modell ausprobieren. Beispiel: HM-800 ist nicht hinterlegt, aber man kann HM-400 wählen und davon 2 Stück. Wer Probleme hat, kann später auch nochmal das Modell wechseln und schauen, ob es damit besser läuft. Wird der eigene WR gar nicht aufgelistet, muss man es mit verschiedenen Geräten einfach probieren. In seltenen Fällen kann es sein, dass man es mit einem unbekannten WR nicht hinbekommt. Dann könnte man den Marstek WR kaufen.
- Das wars auch schon. Klickt man auf das hinzugefügte Gerät, sieht man jetzt alle Details und kann dort auch noch weitere Konfigurationen vornehmen.
Grundsätzliche Funktionalität
- Die App ist sehr simpel gestrickt, sie zeigt einem folgende Infos
- Solarenergie: Hier wird die aktuelle Leistung jedes Moduls und die Summe angezeigt. Also im Grunde die PV-Leistung, die man gerade bezieht.
- Ausgang: Hier wird gezeigt, mit welcher Leistung man gerade ins Haus einspeist. Genaugenommen ist es die DC-Leistung, die an den WR weitergegeben wird. Wegen Wandlungsverlusten ist die Einspeisung ins Hausnetz geringer. Man kann mit 10-20% Verlusten rechnen. Das hängt auch von der Einspeiseleistung ab. Bei geringen Einspeiseleistungen von z.B. 50W pro Kanal sind WR typisch recht ineffzient.
- Stromerzeugung: Hier wird angezeigt, was heute schon an Strom erzeugt wurde.
- Entladen Einstellungen: Hier wird eingestellt, wieviel und auf welche Weise der Akku ins Hausnetz einspeisen soll. Es gibt 2 Varianten: Automatik und Manuell. Automatik bedeutet, dass man ein Smartmeter in seinem Verteiler installiert hat (z.B. Shelly 3EM oder Marstek CT002), worüber der Speicher den aktuellen Stromverbrauch im Haus sehen kann, um dann entsprechend die Einspeisung zu regeln. Er speist dann immer nur soviel ein, wie auch selbst verbraucht wird. Manuell bedeutet hingegen, dass man selbst einen festen Wert einstellt, der eingespeist werden soll. Wenn an z.B. eine Grundlast von 150W hat, die man immer verbraucht, dann könnte man hier 150W fest anlegen. Wenn die Sonne nicht scheint, wird darüber dann fest die Grundlast übernommen. Man kann hier auch einstellen, für welche Zeitspanne der Leistungswert gelten soll, also z.B. 19 Uhr - 9 Uhr mit 150 W. Und man kann hier insgesamt 5 Objekte anlegen die aus Zeitspanne und Leistung bestehen. Damit könnte man für verschiedene Zeiten andere Einspeiseleistung definieren. Jedes dieser 5 Objekte kann aktiviert und deaktiviert werden. Und man kann jedes auch beliebig bearbeiten.
- Globale Geräte-Einstellung: Oben rechts gibt es noch globale Einstellungen für den Speicher. Hier kann z.B. der Wechselrichter nochmal ausgewählt werden. Ein interessanter Punkt ist "Überschusseinspeisung". Hier wird festgelegt, was passieren soll, wenn der Speicher voll ist. Nehmen wir an, man hat auf 120W Einspeisung manuell eingestellt und der Speicher ist voll. Soll dann weiter mit 120W eingespeist werden und die überschüssige Leistung gar nicht von den Modulen abgerufen werden? Oder soll der komplette Überschuss der Module ins Hausnetz gehen, wodurch dann mehr als 120W ins Netz fließen. In der Regel macht Überschusseinspeisung Sinn. Unter den globalen Einstellungen findet man: WLAN-Konfiguration, Mikr-Wechselrichter Einrichten, Zeitzone einstellen, Entladungstiefe einstellen, Werkseinstellungen, Gerät neu starten, Hardware Reset, Überschusseinspeisung, Leistung (reine Infostatistik), Historisches Wifi-Signal (Statistik Signalgüte), Statistiken, Hilfe und Feedback, Gerät Teilen, Garantie, Gerät Firmwarestand, Kommunikationsmodul Firmwarestand.
Achtung: In der Original-Dokumentation steht noch, dass es auf der Hauptübersicht einen Punkt Ladeeinstellungen geben muss. Der existiert aber (Stand 04/2026) gar nicht mehr.
Verhalten bei Einspeisung
- grundsätzlich fließt die PV-Energie in den Speicher, solange der noch nicht voll ist.
- gleichzeitig kann man einstellbare Leistung aus dem Speicher entnehmen. Manuell als fixer Leistungswert oder automatisiert über Smartmeter.
- ist der Speicher voll, gibt es 2 Möglichkeiten. Ist Überschusseinspeisung konfiguriert, wird alle PV-Leistung eingespeist. Ganz unabängig davon, welche Einspeiseleistung man eingestellt hat.
- bei automatischer Einspeisung wird die Einspeiseleistung dynamisch angepasst. Das Smartmeter misst permanent den Leistungsbedarf des Hauses und versucht, diese über Akku zur Verfügung zu stellen. Die Einspeiseleistung wird also alle paar Sekunden neu angepasst. Auch hier gilt: Ist der Akku voll, wird PV-Überschuss komplett eingespeist, insofern dies konfiguriert wurde. Falls nicht, wird wirklich nur das eingespeist, was das Haus gerade benötigt. Die PV-Leistung wird entsprechend gedrosselt.
- Ist Akku bis eingestelltem DoD entladen, wird die Einspeisung abgeschaltet. Sie wird erst wieder eingeschaltet, wenn der Speicher etwa 5% über DoD nachgeladen wurde.
Betrieb mehrerer Speicher
- Man kann mehrere Speicher unabhängig nutzen oder diese auch koppeln.
- Bei 2 Speichern und einem WR mit 2 Moduleingängen kann man an jeden Speicher 2 Module anschließen. Man kann dann jeweils nur mit Output 1 an den Wechselrichter. Output 2 bei beiden Speichern wird nicht genutzt.
- Man kann auch Speicher miteinander koppeln. Hierzu wird der zweite Moduleingang mit dem ersten Ausgang des zweiten Speichers verbunden.
- Wie genau gekoppelt wird, steht gut bebildert in der Anleitung.
Bekannte Probleme
- WLAN - In SSID und im Schlüssel dürfen zahlreiche Sonderzeichen nicht enthalten sein. Falls es also Probleme mit dem Verbinden gibt, hier mal auf Sonderzeichen komplett verzichten. Auch keine Umlaute.
- WLAN Abbrüche - Das WLAN scheint nicht sonderlich robust zu sein, es gibt viel Berichte, dass die WLAN Verbindung abbricht und sich nicht selbst wieder fängt. Also muss das Gerät zurückgesetzt werden oder WLAN-Konfiguration muss nochmal neu angestoßen werden. Es kann sein, dass nur bestimmte Firmwarestände betroffen sind. Oft laufen die Geräte erst dann zuverlässig, wenn das WLAN-Signal erstklassig ist, insofern braucht es einen Repeater in der Nähe. Besonders unschön sind WLAN-Probleme, wenn man im automatischen Modus mit einem Smartmeter verbunden ist, was dann nicht zuverlässig funktioniert.
- Keine aktuelle Firmware - Marstek hat eine etwas merkwürdige Updatepolitik. Man bekommt oft keine aktuelle Firmware. Erst wenn Probleme auftreten und man sich an den Support wendet, wird neuere Firmware für einen freigeschaltet.
- App Anzeigeaktualisierung: Eigentlich sollte die App alle paar Sekunden aktuelle Werte holen. Das tut sie aber öfters nicht und man weiß auch nicht, wie alt die aktuell angezeigten Werte sind. Kommen über WLAN oder Bluetooth wg. Störung keine neuen Daten, werden einfach die letzten Daten angezeigt, die teils schon Stunden alt sein können und man erkennt es nur schwer. Klappt eigentlich nur, in dem man länger beobachtet, ob sich irgendwas verändert.
- Feld der Stromerzeugung für den aktuellen Tag hängt mitunter oder steht auf 0. Klickt man drauf, wird man öfters zum Login weitergeleitet, obwohl man doch eigentlich eingeloggt ist. Bestätigt man hier, gehts wieder.
FAQ
- Welche Einschränkung gibt es, wenn man nur einen Ausgang mit dem Wechselrichter verbindet?
- Einmal ist die maximale Einspeiseleistung auf 400 W begrenzt. Zum anderen wird die PV-Leistung bei vollem Akku nur von dem PV-Eingang durchgeleitet, wo der entsprechende Ausgang angeschlossen ist. Also IN1 wird nach Out1 durchgeleitet und IN2 nach Out2. Hat man nur Out1 angeschlossen, wird Überschuss von Modul 2 nicht eingespeist. Auf die Ladung des Akkus hingegen hat es keinen Einfluss.
Einschränkungen
- Der Speicher kann nur mit einem Endgerät über Bluetooth verbunden sein.


