Wie schlecht funktioniert Leistungsmessung? Shelly, Tuya, DTSU usw

Hatte vorher einen 11€ Tuya Zähler drin. Der hat sehr gut mit den am Zähler vom Versorger angezeigten Werten zamgepasst. Konnte ich leider nicht mim openDTU verbinden. Jetzt um teures Geld Shelly pro EM50 gekauft. openDTU läuft, ich schau mir die angezeigten Werte an. Schaut aus als kommen da Hausnummern raus statt Messwerte:

Shelly schauen.

Das können keine Regelschwingungen sein, weil das so ähnlich (30W höher) auch passiert, wenn der WR aus ist und der Verbrauch in der Wohnung nur laptop ist. Oder schlaue Glühlampe.

Ist das ding Müll? Muss ich mir eine andere Messdose kaufen? Welche ist besser? Brauche 1phasig 2 Messungen Absicherung 32A. Shelly kaufen hat mein budget für PV schon belastet, was tun?

Also bei meinem Shelly Pro 3EM springt da nichts herum, parallel dazu habe ich einen DTSU666 und die Werte sind identisch. Ist die aktuellste Firmware auf allen Geräten? CTs richtig installiert?

Der Youtube Kanal Zerobrain hat diverse Shellys auf Herz und Nieren geprüft. Beim neuesten Modell 3EM-63T hatten da auch seltsamerweise Werte nicht gestimmt. Bei den normalen Pro 3EM war aber alles ok, sind auch zig tausendfach erfolgreich im Einsatz.

shelly hat sich scheinbar beim ersten verbinden mit deren cloud was runtergeladen und installiert. openDTU ist aktuellste.

die versprochenen 2% Genauigkeit bei kleinen Leistungen muss ich aber anzweifeln. Und genau die brauchst um Nulleinspeisung auszuregeln. Fahr ich manuell (Lampe oder WR) springt Scheinleistung hoch und dazu Wirkleistung

Test: Boiler einschalten. Bei größeren Leistungen siehts etwas weniger schlecht aus aber immer noch daneben (690W Heizstab)

Vielleicht Messspule ungünstig angeklemmt oder das Sensorkabel fängt sich was ein. In diese Richtung würde ich mal schauen. Kannst ja mal ein Foto posten, wie das Teil verbaut ist.

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ggf mal beide Kanäle auf die gleiche Phase/Leitung legen?

Also. Wenn ich Wohnung komplett aussichere und nur Boiler starte, zeigt der VNB Zähler ca 680W an. Shelly 630 und power factor 0,93-0,95. Das ist ein simpler Widerstand. Schon mal daneben.

Der Laptop alleine braucht 30-36W power factor >0,9. Stelle ich den WR ein auf Nulleinspeisung +10W, bleibt der VNB-Zähler fast stehen (bissel rein bissel raus <3W). Mit nur diesen beiden Geräten eingeschaltet zeigt shelly 55-70VA Scheinleistung an und aktuell +25W … -15W

Diese ganzen Probleme gabs nicht mit dem tuya zähler, der exakt gleich eingebaut war, auch anordnung der Meßspulen und Kabelchen.

Ich hab mal mit einer analogen Regelung für Nulleinspeisung für meinen Soyo experimentiert, das aber aufgegeben wegen genau dieser Probleme mit Meßspulen: Man muß die Nichtlinearitäten rausrechnen und ich hab den Eindruck, wenigstens mein shelly macht das nicht

Warum liest du nicht den Zähler direkt aus mit nem Hichi Lesekopf, oder geht das bei deinem Zähler nicht?

Dem VNB Zähler könnte man alle 15s ein verschlüsseltes Telegramm über die RJ11 Schnittstelle entlocken. Das muss der VNB freigeben. Dann hab ich die Daten 1 Stockwerk tiefer in einer verschlossensn rappelvollen Blechkiste, in die ich nicht mal mehr ein Netzteil reinbekomme. Dazu der Pegelwandler und nochn ESP32, dem ich erstmal die Dekodierung einprogrammieren müßte. Das schaff ich nicht


abgesehen dvon, daß beim shelly die Wirkleistungmessung über einen großen Bereich etwas daneben liegt, fällt mir auf, daß die Messfehler insbesondere bei ganz kleinen Leistungen und auch was W / VA Verhältnis angeht, aus der Ummagnetisierungshysterese der Ringkerne kommen dürfte. Den Leistungsfaktor insgesamt kann man in der openDTU korrigieren, aber nicht die Ungenauigkeiten aus der Hysterese. Das gehört in den shelly rein

Unwahrscheinlich nach Deiner Beschreibung, aber ich teile den Gedanken trotzdem mal: Kann es dran liegen, dass der kleine EM nur einen Anschluß für L hat, Du aber ja zwei verschiedene Stromkreise?

? ist doch die gleiche Spannung

hatte experimentell einen grossen Ringkerntrafo ans Netz gesteckt. Dessen Verschiebung hat die Messung besser gemacht, Leistung stimmt fast und Scheinleistung halbiert wenn WR Laptop und / oder Glühlampe laufen. Dessen Kern wird ganz ähnlich ummagnetisiert wie die Meßspulen. So will ich das aber nicht lassen, der hat ja Verlustleistung. Ich hab den Verdacht, daß die reale Wirkleistung gemessen wird grün und einen Einfluss hat auf Scheinleistung rot. Paintbildchen grob gemalt zur Verdeutlichung. Kann aber auch ganz falsch sein, wenn mir irgendwas unbekantes im Haus Scheinleistung produziert. Wüßte nur nicht was. Leitung? Jedenfalls entspricht grün ungefähr dem Messwert verglichen mit Versorgerzähler

Bei kleinen Lasten ist bei meinem 3EM der Leistungsfaktor auch sehr niedrig bei 0,1-0,5. Das ist die typische Situation, wenn Abends nur noch 100 W an Verbrauchern dran hängt, die fast alle getaktete Netzteile haben. Aber die Wirkleistung stimmt trotzdem recht gut mit dem, was der offizielle Zähler so anzeigt.

von mir aus kanns beim power factor anzeigen was es will. egal. Aber wenn ich Wirkleistung auf 0 regeln will muss die halbwegs passen und nicht 10-50W daneben liegen. Die DTU kommt aus den Regelschwingungen gar nicht mehr raus, selbst wenn ich Hysterese 15W vorgebe

Ich glaube nicht, dass das ein typisches Problem mit dem Shelly ist. Das Problem muss eher irgendwie an deiner Installation hängen oder vielleicht auch ein Defekt deines Shellys.

Ich würde die Messspule mal ganz sauber getrennt von der Verteilung auf einen Leiter klemmen, so dass du EMV-Einflüsse über die Sensor-Kabel ausschließen kannst.Und den Leiter mit Kabelbindern an dem Sensor befestigen. Und dann nochmal alle möglichen Messungen machen. Erstmal nur ohmsche Verbraucher.

glauben heißt nicht wissen :slight_smile: ich hab ja selber mal versucht, eine analoge Nulleinspeisung zu machen. Die Verfälschungen waren ähnlich, sogar stärker. Das linearisieren des Kerns passt halt nicht richtig. Habs überprüft mit 46W 400W 900W Lampenlast

Bei manchen Versionen bzw. CTs vom Shelly 3EM gibts eine Kalibierung in den Einstellungen. Vielleicht wäre das mal einen versuch wert?

Wenn mans nicht weiß, bleibt einem nur, Annahmen über Wahrscheinlichkeiten zu machen, um voran zu kommen. Und da ist es recht unwahrscheinlich, dass hier ein grundsätzliches Problem mit dem Shelly vorliegt. Es sei denn, du findest zahlreiche Infos zu deinem Problem im Netz.

Beim Shelly 3 EM, der ja das gleiche Messverfahren hat, mache ich diese Beobachtungen nicht.

Wie geschrieben, ich vermute irgendwas im Aufbau, deshalb Sensor ausbauen und außerhalb der Verteilung an einem Leiter testen. Möglichst so, dass man sich mit dem Sensorkabel von allen anderen Leitungen fern hält.

Hab ich mir angeschaut. Damit gleicht man die 3 Kanäle miteinander ab bei einer Last möglichst weit oberhalb 2kW. Laut shelly forum wirds davon meist schlechter