Wie geht das mit der Phasenumschaltung?

Hallo,
ich habe genügend PV, Batterien und seit einigen Jahren auch ein E-Auto, das ich hauptsächlich Einphasig lade. Jetzt hat man mir gesagt, dass eine verbotene Unsymmetrie auch besteht, wenn ich das Auto einphasig mit z.B. 6kW aus der PV Lade. Die Unsymmetrie darf ja nur 4600W sein. Jetzt habe ich erst mal die maximale Ladeleistung angepasst.

Ich bin etwas verwirrt, wie das mit der Phasenumschaltung Funktioniert. Im heimischen Schaltschrank (aus dem auch die Wallbox gespeist wird), habe ich eine Hausautomation, die könnte ich nutzen, um die Umschaltung zu Triggern.

Ich würde jetzt ein 485Relais nutzen, um einen Schütz anzusteuern, der die beiden Fehlenden Phasen schaltet. Alle Leistungsdaten des Systems habe ich ja in der Hausautomation. Ich muss mir dann nur eine Logik mit Hysterese ausdenken. Oder gibt es schon was fertiges für ioBroker? Home Assistant? (evcc mag ich nicht nehmen, da ich einen Token kaufen müsste).

Kann das so funktionieren? Verträgt das meine Wallbox, wenn ich ständig zwischen einer und drei Phasen hin- und herschalte? Die Wallbox ist ein Keba P30c. Neueste Firmware.

Nachtrag:
Ist der Schütz Laut? Der Schaltschrank ist in der Waschküche, nicht weit vom bewohnten Bereich des Hauses. Sollte ich nicht besser einen Elektronischen Schütz nehmen?

MfG

Wolfgang

Da gibts ausführliche Dokumentation zu, und auch externe Hardware von Keba selbst:

Und wer sagt soll das bemerken?

Oliver

Das betrifft selbstverständlich nur den Anteil der aus dem öffentlichen Netz entnommen wird.

Die Anforderung besteht lediglich bezüglich des einzelnen Gerätes:
Der Betrieb von Geräten mit einer Leistung größer 4,6kVA (bzw. 20A Stromaufnahme ) ist in Deutschland nicht zulässig.
In der Praxis versucht der Installateuer die größeren Verbraucher auf unterschiedliche Phasen zu verteilen.
Hier ist allerdings die Motivation die Sicherung des Hausanschlusses nicht zu überlasten

Die KI sagt anderes. Leider kann ich dem Link nicht folgen, da hier wo ich bin dieses Seite gesperrt ist:

Copilot said:

Ja, grundsätzlich gilt die Schieflastgrenze von 4,6 kVA (≈ 4.600 W) nicht nur für Verbraucher, sondern auch für einspeisende Erzeugungsanlagen. Ziel ist es, die Unsymmetrie im Niederspannungsnetz zu begrenzen. Die Anforderungen gelten sowohl für den Anschluss als auch für den Betrieb der Kundenanlage. [stromnetz.berlin]

Ich befürchte das hier eine Verwechslung vorliegt: an Stelle von 6kW ist eigentlich 6 Ampere gemeint. 6 Amps ist der gängige Mindestladestrom (bei meinem PHEV auch) und entspricht knapp 1,4 kW (also kein Problem).

(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

Natürlich gilt es in beide Richtungen, Netzbezug und Netzeinspeisung. Bei der Frage ging es jedoch nur um Verbraucher (Netzbezug)

Ich befürchte das hier eine Verwechslung vorliegt: an Stelle von 6kW ist eigentlich 6 Ampere gemeint. 6 Amps ist der gängige Mindestladestrom (bei meinem PHEV auch) und entspricht knapp 1,4 kW (also kein Problem).

Nein, ich meine 6kW. Wenn zwei Phasen á 6KW ins Netz ballern und eine Phase mit 6kW ins Auto ballert. Bei 74 Modulen Zuhause kommt das schon mal vor :wink:

Ja und?

Wenn bei mir zu Hause der Backofen aufheizt, die Waschmaschine heizt, und ich den Wasserkocher anmache, sind’s auf der Phase 9kW, die aus dem Netz kommen, und auf den anderen nur ein paar Watt. Ist erlaubt und problemlos.

Oliver

Ein Backofen der Einphasig 9KW zieht?

Das wären ja 40A. Das glaube ich nicht.

Phasenumschaltung bin ich gerade dran, heißes Eisen. Je nach Auto kannst du dir die Elektronik himmeln (z.b. alles mit Renault Technik) wenn vor der Phasenzuschaltung der Ladevorgang nicht ordentlich angehalten wird.

https://akkudoktor.net/t/gemoje-aus-mittelhessen-vorstellung-meiner-anlage/28855/673?u=mittelhesse

was mich bzgl. Phasenumschaltung echt verblüfft hat:
Beim 3P Laden ist ja das Minimum 4,1kW (3x6A)
Kürzlich habe ich aber mal auf 100% geladen, und zufällig gesehen dass bei den letzten paar Prozent die Ladeleistung auf ca. 2kW runter ging, obwohl 3-phasig geladen wurde.

Also es scheint, dass der Onboard Lader im EV das durchaus runter regeln kann, nur die "Wallbox" kann es anscheinend nicht anfordern.

Glaube ich sofort, und wäre da auch sehr vorsichtig mit Schützen usw.

ja klar, das machen eigentlich alle E-Autos wenn sie an die 100% kommen, zu wenig Spannungsunterschied für viel Ladestrom, Wallboxen halten sich beim CP halt an die genormten 6-80A.

Sorry, aber die 50A Sicherung im Hausanschluss interessiert das nen feuchten Pups ob du 20 oder 30A auf einer Phase entnimmst. Du betreibst den Backofen mit 16A einphasig und lädst dann zufällig auf der gleichen Phase noch mit weiteren 20A. Das hat der VNB nicht gern, aber die Sicherung verzieht da noch keine Miene.

@wolfgangs Die Summe der Ströme der einzelnen Verbraucher, Backofen, Waschmaschine, Wasserkocher können zu der Last auf einer Phase führen. Wenn Du derart viel PV hast, dass Du 18kW einspeisen kannst, warum lädt das Auto dann nur einphasig? Kann der nur 7,4kW Ladeleistung?

Natürlich nicht. Ein Haufen Geräte auf der selben Phase, die alle für sich unter 4,2kW liegen, in Summe aber locker drüber kommen.

Oliver

Es geht doch nicht darum, dass eine Phase mit mehr als 4,6KW ggü, den anderen Phasen belastet wird. Natürlich kann das passieren und ist nicht verboten. Elektriker sind aber angehalten große Verbraucher zu verteilen. Aber nicht dynamisch!

Wenn jetzt jemand 12 kW einphasig laden würde und das aber mit seinem Wechselrichter ausgleicht, interessiert das keine Sau. Du belastest damit nicht das öffentliche Netz. Trotzdem ist es formal erstmal nicht erlaubt. Du könntest ja auch 12kW laden, wenn keine Sonne scheint oder der Akku leer ist.

Es ist wie immer. Willst du die Regeln einfach machen, arbeitest du mit Pauschalen und Annahmen. Dann beschweren sich alle weil ihr Sonderfall nicht berücksichtigt wurde und es kommen so Thread wie hier dabei raus.

Machst du es kompliziert und versucht jeden Fall zu beachten, jammern alle das es zu kompliziert sei.

Ist wie mit der Steuererklärung. Alle sagen Sie ist zu kompliziert, aber keine will nur einen Cent durch eine Vereinfachung verlieren.

Mein 3-phasiger WR kann das (Phase Balance), ist aber deaktiviert und anscheinend in Deutschland nicht erlaubt?

Wurde hier mal diskutiert

Das kann ich mir nicht vorstellen, da werden sicherlich die zusammenhänge nach Art der "stillen Post" falsch verstanden, und ebenso falsch wiedergeben worden sein. Auch im Inbetriebsetzungsprotokoll wird die Einhaltung der Symmetriebedingung durch: Drehstromgenerator oder einen dreiphasigen Umrichter, Aufteilung der einphasig angeschlossenen Erzeugungseinheiten je Außenleiter oder eine Symmetrieeinrichtung, die den Unsymmetriewert auf 4,6 kVA je Außenleiter begrenzt abgefragt