Welcher Wechselrichter für 3-phasige Nulleinspeisung? Ich steig nicht mehr durch

Nein, nicht wenn man sie einfach nachdämmt. War gerade Thema bei den Akkudoktor Videos.

Bei mir hängt z.B. ein 100L Boiler (seit Einbau nachgedämmt) der problemlos eine 2 Personen Badewanne befüllt, wenn ich ihn eine gute Stunde vorher auf 65° hochstelle. Ansonsten steht er immer nur auf 45°, so das die Temperaturdifferenz zum Aufstellraum für geringste Verluste sorgt.

Nur bis 30kWP bist Du Mehrwertsteuerfrei unterwegs. Alles darüber hinaus ist Steuerbetrug, wenn Du keine Mehrwertsteuer beim Erwerb zahlst. Außerdem greifen dann noch weitere Regelungen. Um Bürokratie zu vermeiden, würde ich einfach unter 30kWP bleiben. Ab irgendeiner Größe muss die Anlage auch von außen steuerbar sein, wenn sie nicht als Inselanlage aufgebaut wird. => Zusätzliche Bürokratie und zwingend ein vom VNB zugelassener Elektriker ist notwendig. Außerdem muss Dein Zählerschrank den Anforderungen des VNB entsprechen. (Bei mir wären dann ca. 5000 Euro fällig).

Wäre Aufputz ggf ne Option, ggf. mit ner Verblendung wenn wo mehr zusammen kommt? Ein Edelstahl- oder Kupferrohr ist ja jetzt nicht so unansehlich. Heizung wolltest Du komplett mit Splitklima machen? Bei Altbauten wird ja auch gerne ne Wandheizung eingearbeitet in einen Lehmputz über ner Innendämmung gemacht.

Was soll ich sagen, der VNB hat der Sache zugestimmt.

Deye habe ich auch vorher angefragt ob das Probleme mit NA-Schutz oder der gleichen wie Garantie gibt.

hier die Antwort:

Hi,

You can connect the power grid to the generator port of the inverter.

Maxine

Also was soll ich weiter zu deinen Ausführungen sagen wo du Leute als Nichtskönner hinstellst und beleidigend wirst.

Wer mich hier kennt weiß das ich niemanden beleidigen möchte.

Diese Aussage halte ich für inkorrekt. Der Deye Support ist für seine Falschaussagen bekannt. Schau mal im Photovoltaik Forum rein.
Wir haben die Deye WR analysiert (wir sind eine Firma mit dem nötigen Knowhow und Equipment) und ich bin mir sicher das am GEN Port nur ein Schütz installiert ist. Nur am GRID Port gibt es zwei Schütze in Serie. Und exakt das wird im NA-Schutz gefordert. Der Deye wird sich bei Ausfall des Netzes am GEN Port nicht ausschalten noch diesen Port trennen. Und das ist eine Grundforderung des NA Schutzes. Und dieses Verhalten darf auch nicht über Software steuerbar sein, was aber beim Deye sehr wohl durch den normalen Nutzer einstellbar ist. Damit kann man den GEN Port des Deyes falsch konfigurieren so das er bei Netzausfall weiter in das Netz einspeist, bzw. dort eine Spannung anliegt. Denn er läuft ja im Modus des Inselbetriebes.

Natürlich kann man den Netzanschluß am GEN Port anschließen so wie man ihn auch am LOAD anschließen könnte oder am PV Eingang. Die Frage ist ob das technisch korrekt ist und den TAB’s entspricht.

Wie gesagt ich möchte hier nur aufklären und über die Risiken informieren. Mit diesen Posting habe ich das getan, weiter werde ich nicht darüber diskutieren.

Spannende Einblicke, dankeschön.
Ich bin jedoch etwas verwundert, dass ein WR mit Generatorport überhaupt was darauf einspeisen könnte. Ich bin zwar nur gefährlicher Halbwissenlaie, was Elektrik jenseits von V A und O angeht, ein solches Verhalten würde aber selbst uralte Generatoren schnell aus der Fassung bringen.

Meine Erfahrung bzgl. Generatoren beschränkt sich zwar auf den maritimen Bereich, das dürfte sich von landbasierten Generatoren aber nicht nennenswert unterscheiden:
Sobald dem WR eines Generators irgendwas komisch vorkommt, geht das Ding sofort aus. Selbst der 45 Jahre alte Kohler auf meiner alten Lady machte das, sobald auch nur mal zwei Watt mehr im Netz waren als die aktuell abgerufene Leistung. (Nicht fragen, woher ich das weiß, das KÖNNTE irgendwas mit einem in D nicht erlaubten 1600W Hoymiles Mikrowechselrichter zu tun haben, den ich natürlich NIEMALS benutzt habe ;-).

Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass auch nur ansatzweise Gefahr bestünde, den Generator zu gefährden, wenn Generatoranschlüsse vorhanden sind. Kann natürlich trotzdem sein, dass der Port und die Technik dahinter im Deye einfach mies designt sind, so dass da trotzdem Gefahr besteht. Normalerweise düfte über einen Generatorport NIEMALS Energie in Richtung Generator laufen. Der ginge dann ja ständig aus - oder schlimmer: kaputt.

  1. den GEN Port wird nur per Schütz geschaltet und ist dann direkt zb. mit LOAD verbunden
  2. beim Deye kann man den GEN Port so per Software konfigurieren das er im SmartLoad Modus einen angeschlossenen Verbraucher versorgen kann.

Es gibt defakto keinen Modus bei dem der Deye den GEN so aktiviert das er dort nicht bidirektional arbeitet. Alle Ports des Deye sind per Schütze zueinander verbunden. Der Deye kann technisch nicht bestimmen in welche Richtung der Strom fließt an diesen Ports. Der Strom fließt immer dahin wo der geringste Innenwiderstand ist.
Wenn der Deye eine Nulleinspeisung macht dann nur weil er die Stromproduktion exakt so einstellt das vor seinen CT’s, oder am LOAD wenn man dort das ganze Haus dran hat und ohne CT’s arbeitet, eine Nullsumme raus kommt. Dh. er versucht exakt so viel Energie zu liefern wie das Haus gerade verbraucht. Aber das heist eben auch das physikalisch im kompletten Netz immer noch eine Spannung anliegt. Erst wenn er mit seinem Schütz dem GRID/GEN Port dieses ausschaltet ist das Netz dahinter spannungsfrei. Und exakt das muß durch die Erfüllung der Normgebung des NA-Schutzes, doppelt abgesichert, der Fall sein. Und diese redundante Absicherung existiert nunmal nur am GRID Port.

Hm. Ich rechne jetzt mal durch, ob ich den Spitzenverbrauch nicht doch irgendwie (LL-WPs, Boiler, kleine DLEs) unter 16kW drücken kann. Vielleicht komme ich meiner geliebten Insellösung (meinetwegen mit Netzumschalter, im Winter wohl unvermeidlich) doch noch näher.

Jens Decker:

Wäre Aufputz ggf ne Option, ggf. mit ner Verblendung wenn wo mehr zusammen kommt?

Wenn Wasser, dann in so einem Haus IMMER aufputz. Ich muss sehen, ob was tropft. Potentieller Schaden sonst viel zu hoch. Die Nachrüstung von Fußbodenheizung in Kombi mit Dielenböden (und in manchen Räumen geringer Innenhöhe, die ich nicht weiter reduzieren möchte) ist mir zuviel Aufwand.

Auch zusätzliche Dämmung mag ich nicht anbringen (egal, ob innen oder außen), die Wände haben, so wie sie sind, den Äonen getrotzt. Das sollte idealerweise auch so bleiben, zum Taupunkt kommt jeder Dämmwerker bei meinen Wänden irgendwie auf andere Ergebnisse und ich habe beschlossen, diese einfach nicht zu verändern. Auch wenn’s so natürlich vglw. ineffizient ist.

Split-Klimas sind echt einfach und wahnsinnig kostengünstig und billig installierbar (wenn man’s selbst macht und nur Vakuum, Befüllung und Abnahme vom Profi machen lässt), sollten den Nachtspeicherverbrauch dritteln können und ich muss keine Wasser- oder Glykolleitungen serpentinenmäßig in Wänden oder Boden verstecken. Seit vier Jahren lebe ich mit zwei Split-Klimas als Hauptwärmeerzeuger und bin nach wie vor begeistert. Toll regelbare, angenehme Wärme (und Kühle), machen einen im Betrieb nicht arm und kosten vom Kauf bis zur Inbetriebnahme einfach nur einen Bruchteil dessen, was zzgl. zur LW-WP allein an Infrastruktur geschaffen werden muss, um das warme Wasser auch im Haus zu verteilen.

Wenn am Deye GEN Port ein Generator angeschlossen ist dann arbeitet er nach folgendem Schema. Es muß ein Dreiphasen Generator angeschlossen sein und er sollte nach Möglichkeit ein moderner Invertertyp sein.

Nun, der GEN Port ist deaktiviert und der GRID Port ist aktiviert. Als erstes trennt sich der Deye vom GRID und läuft im Inselbetrieb weiter. Er versorgt nun selber das Haus am LOAD Port. Nun fängt er an sich auf den Generator am GEN Port zu synchronisieren, sprich auf die Frequenz und Phasenlage des Generators. Wenn er dann synchron ist schaltet er den Schütz am GEN Port durch. Nun ist der Deye wieder Slave. Danach fährt er seine Produktionsleistung langsam runter und der Generator wiederum beginnt das Haus zu versorgen und sollte seine Leistung hoch fahren. Bis zu dem Punkt an dem der Deye nichts mehr einspeist. Wenn nun das Haus mehr Leistung verlangt dann wird der Deye die fehlende Energie, die der Generator ja nicht liefern kann, auch erzeugen. Deshalb kann man im Deye Menu zu den Generator-Port Einstellung im Generator Modus die Leistung des Generators einstellen. Das muß der Deye wissen, denn so weiß er ab welcher Leistung am LOAD Port er zusätzliche Leistung bereitstellen muß. Der GEN und LOAD Port werden durch den Deye gemessen, also Spannung und Strom.
Ist der Generator aktiv dann wird dieser zum Netz und der Deye zum Verbraucher, also im Grunde so wie wenn man am GRID das Netz dran hat. Nur wenn der Deye ohne Generator und ohne Netz arbeitet befindet er sich im Inselbetrieb. Hat man also den GEN Port auf µWR oder SmartLoad konfiguriert und kein GRID dann ist das Inselbetrieb. Der Deye erzeugt sein eigenständiges Netz, er ist der Master und stellt sein eigenes Netz am GEN Port zur Verfügung. Schließt man nun dort eine andere, nicht synchrone Stromquelle an, macht es bums. Und exakt das ist möglich wenn man den Netzanschluß des Hauses am GEN Port anschließt und den GEN Port als µWR oder SmartLoad konfiguriert und am GRID nichts angeschlossen hat.

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Ich hab für mich alleine einen 120l Boiler, 150 war zu groß für des Kammerle. Den lade ich direkt mit solarpanel auf, also ohne Netzverbindung der Panels. Nur ein kleiner Heizkteis hängt an 230V, der wird nur eingeschaltet wenns Wasser zu kalt wird. Das reicht mir 2-3 Regentage, bis zu 15kWh sind da drin in Wärme. Das Wasser wird auch für die Waschmaschine verwendet.

Ich werf nochmal die Multiplus in den Ring.
Bevor es die Multiplus II gab, existierten die Multiplus schon seit Jahrzehnten auf Booten, Schiffen oder Reisemobilen. Es gibt noch unzählig andere Hersteller die genau das selbe machen. Wenn sie an Landstrom angeschlossen werden, versorgen sie das Bordnetz und oder laden die Batterien auf. Die Wechselrichter geben aber zu keinem Zeitpunkt Strom ins Netz ab, auch nicht wenn der Landstrom ausfällt.
Der Multiplus II macht genau das selbe, solange man keinen Gridcode oder ein ESS konfiguriert. Selbst wenn ein Gridcode eingestellt wird, kann der WR Ausgang so eingestellt werden, das er nur Strom bezieht. Ein MP II 5000 kann 50A vom WR Eingang zum WR Ausgang durchschleifen. Das sind dann bei einem dreiphasen Verbund 32KW. In der Spitze sind auch 40KW möglich. Bei einer von mir installierten Inselanlage, 3x MP II 5000 und 20 kWh Akku (4x Pytes V5) läuft damit auch ein 3kW Kompressor mit ca. 35A Spitzenstrom an. Ich denke mit Netzanschluss sollte dein @HalbwissenPlus Vorhaben gut möglich sein, wenn du deine Spitzenlasten noch etwas optimierst. Um den Installationsaufwand gering zu halten, bieten sich auch die Multi RS Solar 48/6000 mit integrierten MPPT an.
Übrigens auf Booten oder bei Reisemobilen mit Landstromanschluss muss mann auch keine PV-Anlagen anmelden. Zur Konfiguration, ich nenne es mal Pseudo Inselanlage, gibt es von Jens ein gutes Video. Ab Minute 13:10 erklärt er den bedingten WR Eingang. In deinem Fall würde dann PowerAssist greifen.

Für Warmwasser gibts noch was von Daikin mit Warmwasserspeicher. Die kleinste Variante hat 90l. Im Winter kann mit einem 1,2 kW Heizstab bei Bedarf nachgeheizt werden.

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