Welcher Wechselrichter für 3-phasige Nulleinspeisung? Ich steig nicht mehr durch

Vielleicht solltest du diese Annahme erst einmal nachprüfen.

Oliver

Der Aufwand für die Nulleinspeisung ist sogar noch mehr als für die Überschusseinspeisung.

Du musst jederzeit sicherstellen das nichts ins Netz exportiert wird, der Anlagenerrichter ( Elektriker ) muss das dann bestätigen.

Wir haben das ganze jetzt so geregelt - den Netzanschluss am Genport des Deye und den Anschluss Grid vom Wechselrichter herausgeführt und verplomben lassen von VNB. Haus an Load vom WR.

Nur bei der Variante ist es schlecht mit DLE zu arbeiten, deswegen haben wir die 2x24 kW durch je 80l Boiler ersetzt.

Vorteil es gibt keine Lastspitzen mehr und es wird so gut wie nichts mehr aus den Netz bezogen. Die Boiler sind Smart und heizen entsprechend Vorgaben auf.

Ich möchte nochmal nachfragen um sicher zu sein.

Am GEN Port des Deyes habt ihr den Netzanschluß eures Hauses angeschlossen? Wenn man sich das Anschlußschema im Deye Datenblatt anschaut dann wird dort der GRID Port an den Netzanschluß des Hauses angeschlossen. Statt nun den GRID Port zu nutzen habt ihr das am GEN Port angeschlossen. Verstehe ich das so richtig?

Hallo! :grinning_face_with_smiling_eyes:
Deine Installation ist wirklich ambitioniert, und ich verstehe, warum Standard-AIO-Lösungen nicht ausreichen. Mit Spitzenlasten von 50 kW, zwei Durchlauferhitzern und einem Nachtspeicherheizsystem brauchst du definitiv ein modulares Hybridsystem.

Ein Ansatz: Schau dir leistungsstarke dreiphasige Hybridwechselrichter an, die mehrere unabhängige MPPTs (je 10 kW+) und eine LiFePO4-Batterie 51,2 V unterstützen. Oft ist die beste Lösung, zwei leistungsstarke Wechselrichter parallel zu betreiben, mit einem zentralen Lademanager, um Phasenungleichgewicht zu vermeiden.

Für deine Anforderungen ist maximale Einspeisung mit Steuerung nur bei verfügbarer Leistung möglich, z. B. mit SMA Sunny Island oder Victron MultiPlus-II in Multi-Wechselrichter-Konfiguration, aber Kommunikation und Überwachung müssen sauber geplant werden.
Ehrlich gesagt ist dieses Setup fast immer maßgeschneidert, selbst mit „fertigen“ Komponenten.

Übrigens, falls du irgendwann mal was komplett anderes suchst – ich habe letztens etwas eher Persönliches entdeckt, das ich ganz nett fand: so etwas in der Art. Passt thematisch nicht direkt hier rein, aber vielleicht gefällt dir die Idee ja trotzdem.

Richtig verstanden.

Netzanschluss zum Genport. Load zum Hausanschluss.

Zwischen Netz und Load ein Umschalter falls mal was mit den Wechselrichter ist.

Ok, dann umgehst du also den NA-Schutz und dein VNB hätte das so nicht abnehmen dürfen.

Kannst du mir sagen wie du den GEN Port per Software im Deye konfiguriert hast und wie du diesen nutzen möchtest, also warum er am Netzanschluß angeschlossen wurde?

und der GEN Port ist dann aber weiterhin mit dem Netzanschluß verbunden? Also kein Umschalter am GEN Port verbaut?

So das das Haus im Bedarfsfall auf das Netz schaltest dann ist der Wechselrichter außen vor.

Der Trick bei der Sache ist ja wohl, daß der Deye über den GEN-Anschluß weder einspeisen will noch überhaupt kann. Da brauchts dann natürlich auch keinen NA-Schutz.

Oliver

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Kann natürlich nicht für ihn sprechen, denke aber mal, daß es bei Patrick auf ne mehr oder weniger normale PV Größe rauslaufen wird, ohne Netztrennung. Von einer Insel im TinyHouse kommend ist die Hoffnung ja naheliegend bei Verzicht auf EEG Geld dann auch weniger Bürokratie an der Backe zu haben und soviel wie möglich mit der PV Anlage abdecken zu können. Von den 50 oder mehr kW hat er sich ja auch schon innerlich verabschiedet. Brauchts entsprechend denke ich auch keine weitere technische Details.

Wenn du auf die LV Batterien verzichtest und HV in Betracht ziehst gibt es passende Komponenten.
Deye hat in der SG01 HV Serie auch 30, 40 oder 50kW 3-phasige WR.
Darin sind 3 oder 4 MPPTs verbaut, die dann mit 30-60kWp Solar "gefüttert" werden können.
Als Akkus sind der Dyness Stack100 oder der kommende Stack280 geeignet und tendenziell gehen die Preise dieser Komponenten in die Richtung von fertigen LV-Akkus.

Die Deye WR haben zwei Batterieanschlüsse, so dass mit zwei 50kWh Batterien bei 50A Strom auch die 50kW Maximalleistung aus dem WR und den Batterien zu decken wäre.
Kaskadierung mit kleineren WR (zB. 2x25kW) ist auch möglich.
Der Vorteil der größeren Akkus würde erlauben auch im Winterhalbjahr das Haus komplett mit Nachtstrom zu betreiben, wenn es ein solches Angebot von deinem Netzbetreiber gibt.

Hoffe die Anregungen helfen weiter.

Herzliche Grüße
Eclipse

Die 2 Durchlauferhitzer kann man in eine Vorrang-Schaltung bringen, damit nur einer gleichzeitig läuft. On Top dann der kleine DLE fürs Waschbecken oder Küche.

Mein DLE im Bad hat verschiedene Leistungsstufen, ich kann auch mit 11kW warm machen.

Insofern kann man mit kleineren Leistungen planen und sich das Leben einfacher machen.

Das ist komplett falsch. Der Deye hat einen internen AC-Bus. An diesem liegt direkt der LOAD Port. Von diesem AC Bus geht es mit einem Schütz an den GEN Port.
Von diesem AC Bus geht es mit zwei Schützen seriell verschaltet an den GRID Port. Das es zwei Schütze seriell sind ist eine geforderte Norm des NA Schutzes. Nur am GRID Port hat der Deye eine Überwachung des dort angeschlossenen Netzes.
Der Deye kann den GEN Port zb. als MicroInverter Eingang ansteuern. Dann ist das aber kein “Eingang” sondern der Deye schaltet seinen AC Bus direkt an den GEN Port. Also wird der LOAD Port direkt über den internen AC Bus mit dem GEN Port verbunden. Der GEN Port erfüllt nicht die erforderlichen Normen eines NA-Schutzes.

Am LOAD Port schließt du einen separaten Wechselrichter und das Haus an. An GEN Port das Netz und dann aktivierst du den MicroInverter Modus für den GEN Port. Nun stellst du sicher das das Haus nur zb. 100W an Strom braucht der dort angeschlossene µWR produziert aber 500W. Dann die Batterie deaktivieren. Dann werden 400W vom LOAD Port über den GEN Port in das externe Netz abfließen. Gleiches passiert mit Batterie wenn sie voll geladen ist. Der Deye kann die überschüssige Energie nicht abführen er wird also anfangen die Netzfrequenz zu erhöhen. Denn er befindet sich seinem Betriebsmodus nach im Inselbetrieb. Damit wird er also anfangen gegen das Netz am GEN Port anzuarbeiten. Das kann er nicht da die Impedanz des Netzes deutlichst geringer ist als seine eigene, es kommt zur Abschaltung wenn man Glück hat, zur Zerstörung wenn man Pech hat.

Nehmen wir an es gibt keinen µWR sondern nur LOAD am Haus und GEN am Netz. Nun schalte ich GEN Port auf SmartLoad. Dann ist das Haus über LOAD und GEN mit den Netz verbunden, direkt. Nun erzeugt der Deye per PV Leistung und möchte damit das Haus versorgen. Auf Grund von Normen (die die Regelgeschwindigkeit limitieren) und Lastschwankungen des Hauses oder Produktionsschwankungen der PV ergeben sich Regelabweichungen. Der Deye kann also nicht umgehend ohne Zeitverzug diese Lastschwankungen ausgleichen. Das erkennt man immer daran das man am Netz einen schwankenden Bezug und Einspeisung hat. Dieses Verhalten haben alle Wechselrichter die eine Nulleinspeisung versuchen. Somit speist der Deye dann in jedem Fall über den GEN Port in das Netz ein. Wenig zwar aber nicht Null. Desweiteren gilt das oben schon gesagte, auch in diesem Modus arbeitet der Deye als Insel-WR und baut sein eigenes Netz auf. Dieses kollidiert mit dem Netz am GEN Port.

Der einzig funktionierende Modus könnte der Generator Betrieb sein. In diesem Betriebsmodus synchronisiert sich der Deye als erstes auf das Netz=Generator und schaltet dann den Schütz am GEN Port auf seinen internen AC-Bus und damit das Haus am LOAD.

Da der Deye direkt mit dem Netzanschluß des Hauses verbunden ist, egal ob LOAD,GEN,GRID muß er die TAB’s des VNB erfüllen und darin den geforderten NA-Schutz. Und nur der GRID Port erfüllt diese Normen. Dieses Anschlußschema widerspricht damit den Herstellervorgaben, den TABs, der VDE. Das zweitdümmste was ich zum Deye je gehört habe war zu behaupten das der GEN Port galvanisch getrennt wäre.

Mir ist es piep egal was du oder Steffen in eurem Haus macht. Aber bitte unterlasst die Verbreitung solcher Fakten so das Andere das nachbauen könnten ohne auf die Risiken hinzuweisen.

Der NA-Schutz → Netz und Anlagen Schutz, dient nicht zur Verhinderung der Einspeisung oder irgendwelchen trotzigen Inselbetriebbefürwortern. Er ist ein Schutz der Anlagen am Stromnetz, ein Schutz des Stromnetzes und aller daran angeschlossener Haushalte, also auch dem Schutz des Nachbarn. Aber am wichtigsten ist das damit der Personenschutz des Elektrikers gewährleistet sein soll der am Stromnetz rumbastelt, es abschaltet und darauf baut das alle Wechselrichter sich allpolig vom Netz trennen und nicht mehr einspeisen können.

Mit anderen Worten: schließe ich einen WR am Netz an dann muß er den Forderungen des NA-Schutzes gerecht werden und diesen technisch erfüllen. Es gibt also keinen Trick dabei um diesen Schutz zu umgehen, ich nenne das Dummheit.

Was für Fakten habe ich verbreitet? Lediglich das wir die Nulleinspeisung realisiert haben indem das Netz am Genport anliegt.

Das ist ein Fakt oder?

Und ich weise darauf hin das dies nicht Normengerecht ist und einige Risiken birgt. Denn der NA-Schutz, als Bestandteil der TABs als Norm, hat eben berechtigte Gründe. Mit dem Anschluß des öffentlichen Netzes am GEN Port umgehst du diese Schutzmaßnahme und hältst auch die Herstellervorgaben nicht ein.

Mir geht es nur darum andere Mitleser hier aufzuklären. Deshalb erklärte ich oben auch die verschiedenen Fehlerszenarien die eintreten können.

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Bilanziell kriegste schon Autarkie hin, vielleicht auch finanziell wennst genug am verkauften Strom einnimmst. Aber 50kW DLE abfedern hieße >100kWh Batterie, und die WR werden auch nich ganz so schnell aufregeln wie ein DLE einschaltet.

Technisch elagant wär ne WP. Wärme vom Bach für Warmwasser.

Ich geh davon aus, daß die 2 x 16kWh irgendwann erweitert werden. Da wärs nich ganz doof, gleich den größten LV WR zu nehmen. Ist glaubich 24kW. Der kann wenigstens einen der DLE.

Darum bitte nicht alternative Wasserwärmsysteme vorschlagen, der Erhalt der Durchlauferhitzer ist eine Prämisse.

Hatte der TE geschrieben. Bevors da also weiter geht drauf achten bitte.

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Muss trotzdem was zum DLE los werden :slight_smile: Wir betreiben auch einen DLE für das Bad. Der wird aber mit vorgewärmten Wasser aus dem Überschuss-Boiler gespeist. Über ein Mischventil bekommt er 25-30 Grad warmes Wasser. Was die Leistungsaufnahme natürlich stark reduziert.

Alter Verwalter jetzt hab ich was gelernt hier oO …
Den Generatorport muss ich mir mal genauer anschauen, den habe ich geistig total links liegen lassen. Wenngleich eher aus Interesse, da ja scheinbar zumindest rechtlich und sicherheitsmäßig eine Einspeisung scheinbar nicht VÖLLIG auszuschließen ist.

Im Idealfall schwebte mir schon eine Lösung vor, die ich gar nicht est melden muss. Das ist in dubio unwirtschaftlicher (ist mir völlig bewusst) als mit Überschusseinspeisung im Sommer, verträgt sich durch den Rattenschwanz der Regularien und ggf. externen Einflussmöglichkeiten auf meine hausinterne Infrastruktur deutlich besser mit meinem Mindset. (Ja, ich bin vll. etwas komisch.)

Eine Leistungsreduzierung der DLEs auf runter bis 12kW ist möglich, wäre zum Duschen mit Sparkopf vielleicht noch OK, aber eine Wannenfüllung dauert mir dann zu lange. Ich mag einfach Badewannen, auch wenn die irgendwie aus der Mode zu kommen scheinen…

Ganz interessant ist aber der Ansatz, die DLEs durch Boiler mit konstanterer und viel geringerer Last zu ersetzen. Bin ich nicht drauf gekommen - wäre aber technisch vglw. leicht umzusetzen. Platz in den Bädern ist genug, die kleinen DLEs im Gäste WC und (ich vergaß…) in den beiden Küchen sind eh “nur” 230V-Geräte mit etwa 2 kW. Top-Idee zur Spitzenlastreduzierung, danke!

Interessehalber: Was ist denn ein brauchbar isoliertes Gerät mit genug Inhalt, ne Badewanne (plus bisschen Reserve zum nochmal warm nachlaufen zu lassen) mit brauchbarer Temperatur zu füllen? 80L Druckwasserboiler gibt’s ja schon wahnsinnig günstig, die dürften dann isolationsseitig wohl aber arg verlustbehaftet sein, oder?

Eine WP, die Energie aus dem “Bach” im Keller holt, ist per se ja keine miese Idee, da hätte ich wohl aber präzisieren sollen :wink: , dass der seit der Landkreis vor 50 Jahren diverse Maßnahmen gegen Überschwemmung des unteren Ortsteils traf, zu Trockenperioden nur noch ein Rinnsal ist. Die Wassermenge ist in Intervallen einfach zu gering, dauerhaft für Überdeckung von Wärmetauschern auszureichen. Außerdem scheue ich den Verlegeaufwand der ganzen Wasserleitungen im Haus, zu jeder Abgabestelle führt bisher eben nur ein einziges Kaltwasser-Rohr.

Hochvoltakkus sind technisch eleganter und wirtschaftlicher, völlig klar. Es stehen aber halt zwei top-funktionierende, fertig gebaute 16kWh-48V-LiFePo-Teile in der Halle eines Yachthafens (das Boot ging weg, dafür jetzt das Haus), die ich schon gern weiternutzen würde.

Die PV-Anlage würde mit etwa 12-15kWp starten (eine Palette brauchbarer, günstiger Module) und ggf. im Jahr drauf nochmal erweitert werden. Beim Überschuss-Einspeisekonstrukt, darf ich ja aktuell nur 30kWp insgesamt haben, wenn ich die Regularien richtig verstanden habe, oder?

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Altes sanierungsfälliges Haus, 2 Durchlauferhitzer und eine geplante größere (möglichst inselfähige) Solaranlage: Kenne ich - lass uns mal per PM syncen.

Wenn Du Dich vom Batterie Selbstbau und Niedervoltbbatterien verabschieden kannst (die liefern einfach nicht genug Ausgangsleistung), ist auf dem Papier der Sungrow SH25T nebst ausreichend dimensioniertem Batteriepack SBHxx0 eine Lösung für Dein Problem. Im Spitzenbetrieb kann der Verbund bei Sonnenschein und mit geladenen Akkus gemäß Datenblättern auch die 50 kW Spitzenleistung liefern. Vor allem lässt sich der SB25T netzparallel schalten, sodass ein Stromausfall nicht einmal auffallen sollte. Die Hochvoltbatterie brauchst Du, da sie hohe Leistungen liefern kann.

Dein Problem mit der notwendigen Spitzenleistung kannst Du folgendermaßen angehen:

A. Du baust Dir eine Schaltung, die verhindert, dass beide Durchlauferhitzer parallel angehen können.

B. Du könntest auf Solardurchlauferhitzer umstellen und vor jeden der Durchlauferhitzer einen kleinen Speicher (50l) mit Heizstab erhitzen. Dann springen die Durchlauferhitzer kaum an. Vor allem ist der WAF sehr hoch, da immer sofort warmes Wasser aus der Leitung kommt.

… nur zur Info: Meine Antwort habe ich geschrieben, während der OP gerade seine postete