Bekanntlich ist Gas ja nicht gerade eine günstige Art zu heizen. Aber ich hänge an der Leitung, als bzgl. Platzbedarf ideal und sehr praktisch da nie „nachfüllen“…
Wenn jetzt aber der Strom ca. 3x so teuer ist wie Gas, die LLWP aber max. 5x so viel Wärme aus der elektrischen Energie holen kann - dann muss die ja zwangsläufig so effizient wie nur möglich laufen. Sollte der Cop unter 3 sinken, wäre das heizen ja teurer wie mit Gas???
Dann wäre nat. sinnvoller zb. Stiegenhaus mitheizen - nicht Takten, als nicht mitheizen aber Takten?
Da fehlt noch eine Menge, die Rechnung ist zu simpel. Wenn du mit Gas heizt, hast du erstmal 20-30 % Verluste durch den Schornstein. Und dann hast du Wärme durch Rohrverluste und Wärmeverluste der Therme selbst, wo du sie nicht brauchst, z.B. im Keller. Bei einer Splitklima hast du die Wärme dort, wo du sie haben willst, insofern du das IG im entsprechenden Raum hast.
Beispiel: Wir heizen derzeit mit 2 Split-Klimas und verbrauchen bei 6 Grad Außentemperatur etwa 3 kWh am Tag. Früher, also die Gasheizung lief, verbrauchten wir etwa 2,7 m³ am Tag, was etwa 28 kWh waren. Also fast Faktor 10.
Wir haben es mehrfach auch bei -10 Grad geprüft: Gas war deutlich teurer, als Split-Klima.
Allerdings: Gasheizung ist 30 Jahre alt, aber immerhin schon ein Niedertemperaturkessel.
Tipp: Dein Thread hier ist zu lang, um den Überblick zu behalten und sich jedes Mal wieder alle Details zusammenzusuchen, um deine Fragen sinnvoll beantworten zu können. Schreib doch alle wesentlichen Sachen wie eine kleine Infosammlung in den ersten Beitrag. Dann kann man sich zügig wieder einen Überblick verschaffen.
Gerade die Frage, wie viele IGs man braucht, hängt zentral vom Dämmstandard ab. Das musst du detailiert beschreiben, sonst kann man solche Fragen nicht beantworten.
Ich würde dir auch empfehlen, mal einen Heizlüftertest zu machen. Da siehst du, wie gut sich Wärme verteilt.
Ich habe tatsächlich noch den Überblick, bzw glaube den Überblick zu haben.
Ich tue mich aber schwer eine Empfehlung zu geben, da eine Empfehlung ja auch falsch sein kann.
Ich glaube, dass Du mit Deiner Dämmung (@win hatte ja 0,27 ausgerechnet, sehr gut Ergebnisse erzielen kannst.
Der Ansatz “jedes Zimmer für sich” zu heizen, im Gegensatz das ganze Haus komplett zu heizen unterscheidet sich vom Konzept, aber auch von der Positionierung der Innengeräte.
Beides wurde ja diskutiert.
Unten im Wohnzimmer glaube ich sind wir uns einig.
Ich würde da was leistungsfähiges installieren und Richtung Flur. Damit kann man dann WZ und Küche und sogar, wenn gewünscht den Flur und sogar Richtung OG heizen.
So alt ist meine Heizung zum Glück nicht, erst ca. 27 Jahre - also schon ein relativ aktuelles Modell
Und weil die eben noch nicht mal 30 Jahre alt ist, wäre es schade die rauszunehmen… Aber ohne Witz, ist schon irre wie lange die Dinger gehalten haben…(Und dabei galt die wohl als “schlechteste Elco Gastherme ever”
Hätte micht jetzt gewundert, wenn es so wenig Unterschied wäre wie ich geschrieben habe. Aber Faktor 10? Das wäre wirklich enorm viel… Kann das denn sein?
Ja - darum geht´s. Und damit einher dann eben auch die Wahl WELCHES Geräte bzw. welche Geräte… Grundsätzlich denke ich schon, dass es eig. irgendwo sinnfrei ist, wenn man genau dort heizt - wo man sich nicht aufhält… Wenn ich also jetzt zb. eine einzelne 3,5kW Split Klima im OG in das Stiegenhaus bzw. vor die Zimmer montiere, dann wird es dort - wo es relativ egal ist - am wärmsten sein im OG. Wenn es dann auch im SZ+Bad ordentlich warm sein soll (und das soll es), dann wird die Heizung schon sehr ordentlich heizen müssen - insbesondere wenn es sehr kalt ist. Gleichzeitig ist es nat. so, dass damit auch die Wahrscheinlichkeit - dass das Gerät taktet - gegen 0 gehen wird. Also wenn sich ein Gerät um min. SZ,Bad,Vorraum+Stiegenhaus kümmert. Da wird takten wenn es kalt ist quasi ausgeschlossen sein. Anders wenn es “nur” SZ oder schlimmer nur Bad heizt. Wenn aber nun takten die Effizienz so sehr verschlechtert (man ließt davon, dass es ggfs. sehr lange dauert, bis sich der optimale COP wieder einstellt) - dann “verheize” ich lieber mehr und habe es dafür überall warm. Auch die Gasheizung taktet nat. sehr viel - weniger als 6,5kW kann sie ja nicht. Auch hier wird es unnötig Energie verschwenden. Aber alles heizen sicher noch mehr…
Also wenn “alles heizen” - dann muss ich eben entsprechend viel heizen… Damit es dann auch dort warm ist, wo es warm sein soll. Und dann die Frage ob es sich lohnt…
Ja, denke schon. Ich werde denke ich heute noch bestellen. Bei Dagimarket habe ich gestern eine Anfrage gestellt per Formular, ob sie die 2025er Perfera wieder als lieferbar setzen könnten, damit ich bestellen kann. (Da lt. ihrer E-Bay Seite 8 lagernd) Aber leider keine Antwort. Über E-Bay gekauft wäre ich bei ca. € 1300.- Ich kann aber hier in AT das deutsche Modell für 1500 kaufen, da spare ich mir wg. 200€ das Ganze Risiko… Bei unter € 1200.- wäre es nochmal anders.
Ja - wobei ich aktuell aber dazu tendiere, auf der Längsseite zu montieren an der Aussenwand. Leider geht dann nicht mehr rauspusten in den Gang, aber sonst wäre es sinnvoller denke ich. Auch die Leitungsverlegung zum gewünschten Ort für das Aussengerät wäre einfacher.
Gerade in der Übergangszeit, wo man noch sehr wenig Wärme abnimmt, läuft die Gasheizung sehr ineffizient und die Verlustwärme über Rohre etc. ist im Vergleich zu Nutzwärme sehr hoch. Dadurch kommt dies zustande.
Bei deinem recht guten Dämmwert, der denke ich dann auch für die Dachdämmung gilt, kann man das im Dachgeschoss durchaus hinbekommen mit nur einem IG. Aber auch nur, wenn man keine besonders hohe Wärme in den Räumen braucht. Wo es also auch mal 18 Grad sein darf im tiefen Winter.
Trotzdem bleiben solche Versuche immer recht experimentell. Teils kann man es berechnen.
Beispiel: Nehmen wir an, ein Raum hat 40m² Außenwand+Dachfläche mit U-Wert von 0,27 W/(m²K). Dann wären es 0,27 W * 40m² = 10,8 W Verlust pro Grad Temperaturdifferenz. Bei -10 Grad außen und 20 Grad innen wären es dann 10,8 * 30 K = 324 W, die permanent über die Wände verloren gehen. Über Fenster geht noch deutlich mehr (U-Wert 1,2 bei modernen 2-fach Thermofenstern, 0,8 bei 3 fach), da rechnen wir mal insgesamt Wände + Fenster mit 400 W.
Experimentell hab ich herausgefunden, dass durch eine Tür etwa 150-200 W Wärme pro Grad Temperaturdifferenz fließen können.
Wenn der Raum also etwa 400W braucht, hast du ein Gleichgewicht, wenn du vor dem Raum 2 Grad höhere Temperatur hast. Also Flur 23, dann hast du im Raum 21 Grad.
Insgesamt also schon sehr gute Verhältnisse bei dir. Wir haben einen U-Wert von etwa 1, da funktioniert das ganz schlecht. Da wäre es Faktor 4 und damit bräuchten wir dann 8 Grad Temperaturdifferenz. Das macht keinen Sinn mehr.
Ich habe ja den “günstige Klima aus Italien” Thread die Tage ab 1000 Seiten durchgelesen. Also über 1100 Beiträge - damit ich es besser einschätzen kann.
Aber das sehr umfangreiche Gesamtwissen wie ihr hier habt, kann man sich nat. nicht so schnell aneignen. Vielen Dank also für die Hilfe!
Ob das Ganze dann linier abläuft? Ich befürchte ja fast - eher nicht?
Also bei -20 Grad aussen (statt -10) wird es befürchte ich dann deutlich mehr Zusatzheizleistung benötigen, als gut 100 Watt mehr?
Wenn die 3,5kW Perfera aber wirklich bis zu 4kW heizen kann, sollte sie in jedem Fall dennoch ausreichen, um min. SZ,Bad,Flur+Stiegenhaus auf zb. 25 Grad zu heizen? Dann sollte das Gefälle reichen für warme Räume?
Ich werde jetzt mal 1 Stück der 3,5kW Perfera bestellen für € 1500.- hier aus AT.
Doch, der Zusammenhang ist linear und hängt an der Temperaturdifferenz Innen-Außen. Doppelte Differenz = Doppelte Verlustwärme.
Wenn du also bei -10 Grad 400 Watt brauchst (Delta T = 30 Grad), dann brauchst du bei -20 Grad (Delta T = 40 Grad ) = 400 / 30 * 40 = 533 Watt.
Aber nicht bei -10 Grad. Immer drauf schauen, was die Geräte noch bei -10 Grad können. Ist in der Regel der Wert von pdesignh laut Eurovent, insofern Bivalent auch bei -10 Grad liegt.