Das ist immer genau das, was ich zu den Kraftwerken schreibe. Träge Kraftwerke produzieren Überschussstrom der nicht abgeregelt werden kann. Dieser übrig gebliebene Strom kann dann, beispielhaft, umgewandelt werden in "e-fuel" oder in synth. Gas und so wieder zur Verfügung stehen wenn es gebraucht wird. In flinken Gaskraftwerken.
Das ist besser, als wenn das Ganze über wäre.
@hopfen
Verboten nicht. Einfach nur 20x Steuern drauf. Das gilt im übrigen auch für sinnlose Flüge wie z.B. ein Klimagipfel in Brasilien...
Das ist kompletter Unfug aus Wirkungsgrad- und Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten. Erst mit hohen Verlusten Strom aus fossil eta 0,4, dann mit hohen Verlusten H2 oder Folgeprodukt aus Strom, eta 0,7 oder weniger und dann wieder mit hohen Verlusten Strom aus dem Neofossil, eta 0,4. Gesamt-eta 0,112. Preislich schenke ich mir genaue Betrachtung.
Darum geht es nicht. Sondern um "Strom über". Der Kraftwerkbesitzer kann daher entweder dafür bezahlen, oder eben mit lausigem Wirkungsgrad was rausschlagen.
Fang nicht wieder die Debatte mit den armen kleinen PV-Betreibern an. Mir zu ideologisch gefärbt.
Der Kraftwerksbetreiber wird ganz bestimmt eine sauteure Anlage bauen, die ungefähr an 500h im Jahr Strom liefern kann, der dadurch so teuer ist, dass den keiner kauft. Wenn der keinen Gewinn mehr macht, dann schließt er ab und geht.
Du bist doch auf den Zug aufgesprungen. Ich habe lediglich geschrieben, dass man, bevor man ihn wegwirft, ihn lieber für irgendwas nutzen soll. Es geht ja auch nicht um wenig Strom. Beispielhaft wird in Biogasanlagen Strom erzeugt, der gar nicht benötigt wird. Bevor man das nun wegwirft könnte man einfach in Biogasanlagen das Gas komprimieren und ins Gasnetz einleiten mithilfe des übriggebliebenen Stroms. Wenn dann am Ende der Kette dadurch was eingespart wird, warum nicht?
Du verstehst offenbar nicht, dass das nicht wirtschaftlich ist und das deswegen keiner macht.
Der gleiche Grund warum es aktuell keine H2-Produktion im großen Stil gibt.
Zu Teuer!!
Ihr seht beide nicht den richtigen Weg.
Für erneuerbare Energie muss der Weg gefunden werden , dass sie rund um die Uhr verfügbar ist:
DANN ist das Kohlekraftwerk raus.
Wir benötigen dennoch bis dahin noch Grundlastkraftwerke. Hätten wir jedoch flinke Grundlastkraftwerke werden solche Zeiten, in denen es Überschüsse gibt, minimiert. Dann brauchen wir weniger Speicher um die Energie von EE zu glätten.
Es gibt keine flinken Grundlastwerke. Das Wort flink widerspricht dem Wort Grundlast.
Die ist quasi immer da, es braucht also keine flinke Regelung. Anders bei Spitzenlast. @carolus
Doch, mittels Speicher, in welcher sinnvollen Form auch immer. Wirtschaftlichkeit wird da die tragende Rolle spielen, so lange Stromproduktion ein Business ist.
Wäre sie eine verstaatlichte Leistung und Rentabilität egal, dann ginge Strom->H2->Strom. Koste es was es wolle.
Und natürlich soll das Kohlekraftwerk raus und das Gaskraftwerk und die anderen vermeidbaren Fossilien auch.
Du hast Recht. Grundlastkraftwerke müssen mit der Zeit den flinken Kraftwerken weichen. So rum wäre es richtig. Damit müssen aber die flinken Kraftwerke die Leistung der Grundlastkraftwerke abdecken können. Reine Speicher für die gesamte Strommenge wären sicher zu teuer.
Die Frage wird eher sein, wo wieviel und welche Art von Speichern sinnvoll wären. Im Niederspannungsnetz, direkt beim Kraftwerk, direkt bei Hochverbrauchern zum glätten etc. pp.
Das denke ich nicht. Meiner Meinung nach kann auch zumindest ein Teil der Grundlast durch EE mit Hilfe von Speichern geliefert werden. Besonders zu Ertragszeiten. Allerdings zu ertragsschlechten Zeiten müssten diese Speicher immer längere Zeitspannen überbrücken können und dann kommt der Breakeven an denen sich wieder herkömmliche Energieerzeuger rechnen.
Oder anders ausgedrückt: ich meine das die Kosten für heutige Speicher schon unterhalb der Kosten für Gas/Kohle/Kernkraftwerke liegt die bisher die Grundlast decken. Somit verdrängen in Zukunft Speicher auch die derzeitigen Grundlastsysteme und diese müssen zu Spitzenlastsystemen umgebaut werden. Allerdings, solange es keine günstigen Langzeitspeicher gibt werden sich diese Speicher nicht 24/7 das Ganze Jahr über wirtschaftlich rechnen können.
Schon lustig der Gedanke: diejenigen die früher die Taktgeber in der Energiewirtschaft waren werden in Zukunft zu Randfiguren degradiert Ich mag solche Verwerfungen auf Grund neuer Technologien.
Fahren , besser stehen zukünftig doch genug rum.
An der Haltbarkeit liegt es nicht mehr wenn man z.B. 10% zur Verfügung stellt.
Eher scheitert sowas am Abrechnungs System.
nöö die Natur hat es doch vorgemacht. Das Gas und Öl das wir heute verbrennen wurde vor Millionen Jahren eingespeichert Das können wir doch mit anderen Technologien auch erreichen, es ist nur eine Frage der Zeit und des Willens.
Aber, wir benötigen ja für den Anfang garnicht TWh sondern erstmal nur die Menge die uns über par Tage hilft. Mit dem dann stattfindenden weiteren Ausbau verlängern wir dann Stück für Stück diese Zeitspanne.
Genau das gilt im Grunde genommen für alle nützlichen Umstiegsmodelle. Wenn die Grundlasten wegfallen, die die Nutzung von Grundlastkraften erlauben, dann muss man sie eben durch Gaskraftwerke ersetzen. Das ist nicht "schlecht" sondern eine 50 % Reduzierung des CO2 Ausstoss gegenüber Kohle.
Der Umstieg ist eben langwieriger als der Versuch gesetzlich mal eben ein Ziel für übermorgen zu fordern.
Und ich ärgere mich darüber, das man jetzt wie immer wieder an neuen Erkenntnissen vorbeigeht, weil Bürokratie und Schnell sind wie Sonne und Mond.
Warum werden immer noch grosse Solaranlagen Süd gebaut statt Ost West? Warum werden Besitzern verfallener Wasserrechte diese nicht wieder erteilt mit der Pflicht zur Nutzung?
Schallschutzwände an der Autobahn. Jeder Kilometer sind 2000 qm. Sind 1 MWp pro Seite.
Jede Hauswand SO und SW. Gibt genug Sommerleistung und wertvolle Winterleistung.
Irgendwelche Fachleute haben angeblich mal ausgerechnet, dass wir in D nicht 100 % erneuerbare hinkriegen, sondern nur etwa 80 %.
Das scheinen alle als Grund zu benutzen, es garnicht erst zu versuchen.
Eher an der Idee, dass jeder jederzeit mit voller Möhre laden müsste. Die meisten Autos stehen schlichtweg 22 Stunden herum. Die könnten auch ganz locker mit ner popeligen Steckdose und 10A geladen werden. Sind in 22 Stunden immer noch 44KWh. Die Autos müssen dermaßen viel Technik drinhaben, aber nen popeliges Abrechnungssystem ala: "Die genutzte E-Auto-Steckdose wird virtuell dem Hauszähler zugeordnet" geht nicht. Und das scheitert woran? Weil noch nichtmals alle Haushalte ein Smartmeter haben, bei dem man das so machen könnte....
@anon42653724
Richtig. Wir brauchen einen, der ca. 1 Tag oder 2 Tage überbrücken kann, der also auch Überschüsse aus den Grundlastkraftwerken ausgleicht. Das wird aber nicht funktionieren, weil selbst wenn der Akku voll ist, das Grundlastkraftwerk macht dann ja einfach weiter. Und wenn dann wieder was von Wind-/Solar dazukommt... und das will der Grundlastkraftwerkbetreiber nicht. Der könnte ja jetzt 2 Tage ausschalten. Dann kommt aber wieder die Zeit, die es benötigt sowas hochzufahren. Und zu drosseln.... Es ist also nur mit den Speichern nicht getan. Das ist ein vollkommen anderes Stromkonzept.
@Carolus
Nicht nur Schallschutzwände. Auch überdacht könnten die Dinger mit bifazialen Modulen über den Autobahnen dafür sorgen, dass noch mehr hergestellt wird. Dann fährt man wie durch Tunnel. Das hätte auch noch den Vorteil, dass man die Schadstoffe der Autos punktuell direkt herausfiltern kann. Um das zu finanzieren könnte man die Bürger daran beteiligen. 5% p.a. pro Investition. Das scheißt sich einfach weg und die hiesigen Unternehmen könnten bauen und bauen und bauen, dazu sind auch nicht direkt Fachkräfte nötig nur eben ganz viele Leute. Gehen würde das alles schon. Aber WILL man das überhaupt?
Auf Privatgebäuden geht auch Südanlagen, das glättet sich bei Wohnsiedlungen und Städten schlichtweg weg und bleibt überwiegend Netz 7, Netz 6. Auch Parkplätze von Supermärkten, können den Supermarkt versorgen und die Autos mit Steckdosen zum laden wie oben erwähnt.... ist doch egal wenn nur 2KWh geladen werden. Sind dann alle überdacht, man kann ne grüne Lampe anmachen für den Platz, der gerade versorgt wird mit Strom. Wenn noch mehr Strom da ist leuchtet der ganze Parkplatz grün....
Hm, ich sehe das anders. Die neuen "Grundlastkraftwerke" sind Kraftwerke die bei Überproduktion diese speichern können und bei Unterproduktion die nötige Energie zur Verfügung stellen können. Diese Kraftwerke sind es die das Netz ausregeln und gleichzeitig liefern sie permanent Energie. Im Gegensatz zu den PV/Windkraftanlagen.
Sowas wie eine Kombination aus Speicher + Gaskraftwerk. Der Ausbau der PV/Windkraft wird soweit voran getrieben das wir einen Punkt erreichen bei dem der Ausbau ökonomisch nicht mehr sinnvoll ist. Ab diesem Moment verdient ein Speicher mehr Geld als heute da dieser viel öfter mit kostenlosem Strom befüllt wird und bei Flaute sein Geld verdienen kann. So quersubventioniert er die Kosten des angeschlossenen Gaskraftwerkes (oder jeder vergleichbaren teuren und ökologischen Technologie). Der Merritorderpreis wird dann wiederum von diesen "Kombi-Speicher-Kraftwerken" diktiert.
Übertrage dochmal gedanklich die Idee deiner PV Anlage + Heimspeicher auf unser überregionales Stromnetz. Bei deiner Anlage fehlt doch nur noch der Dieselgenerator für den Winter. Im globalen Stromnetz haben wir schon PV/Windkraft, es fehlen Speicher und Spitzenlastkraftwerke wie Gaskraftwerke oä. Die beiden letzteren in Kombination sind die neuen "Grundlastkraftwerke". So wie bei deiner PV Anlage der Speicher + Dieselgenerator.
Nein meiner PV-Anlage fehlt letztlich ein Power-to-X-System dann benötige ich überhaupt keinen Stromanschluss mehr. Und falls doch mal überhaupt nichts vorhanden wäre könnte ich das, in was es verwandelt und bei mir gespeichert wird, auftanken lassen. Ob das nun e-fuel oder e-gas oder sonstwas wäre. Im Sommer habe ich 10 000kWh übrig und muss wohl ungefähr 2500-3000 einkaufen im Winter. Wird sich herausstellen. Ja, der Speicher wäre zu teuer. Also die Investition um den Überschuss im Sommer in den Winter zu bringen wäre zu teuer. Für mich. Für eine Person. Im Großen? Kann ich nicht überschlagen.