Was bewirkt ein hydraulischer Abgleich? [abgetrennt]

Klar ist der Invest nicht genau gleich. Aber mit Förderung gibt es keinen wesentlichen Unterschied, der einen zum Einbau von fossilen Heizungen zwingen könnte.

Die Förderung geht nur, wenn man dann alles machen lässt. Und lässt man das machen ist es immer noch teurer. Die Förderung ist eine Handwerker- und Herstellersubvention.

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Also in Deutschland ist der Mindestquerschnitt für feste Verlegung 1,5² was 10 und u.U. auch 16A einphasig erlaubt. Also einphasig 2,3 bis 3,68kW elektrische Leistung, die über eine vorhandene Leitung zur WP geliefert werden könnte. Macht irgendwas zwischen 6,5 und 9kW thermisch. Das dürfte bereits für viele Häuser reichen. Die anderen ziehen halt ein fünfadriges oder 2,5² am vorhandenen hinterher. Im Keller liegt meist eh alles auf Putz, sollte also kein Problem sein.

Schon. Aber du musst ja dennoch ausreichend dimensionieren, dann muss das in den Sicherungskasten, es muss ggf. durch einige Räume. Unsere WP ist z.B. bewusst nicht im Keller und auch die Elektrik nicht. Wenn du das dann professionell verlegt haben willst durch ein paar Räume dann lässt man das schon machen. Das ist dann aber “Infrastruktur”. Also wenn einmal gemacht dann liegt es für diese, oder später andere Anwendungen. Dann hat man die eine Phase für die WP und eine andere Phase für den Heizstab. Um nicht über die 4,2KW zu kommen lässt man den Elektriker aber nur die eine Phase anschließen, liegt dann bei 4KW (= ca. 12KW Wärme) und im Zweifel kann man sich immer noch den Heizstab anschließen lassen (dann muss man das Gerät aber melden).

hust

PS: Für die WP haben wir sogar noch einen extra FI den ich einbaue. mit TypB.

Da ist sicherlich was dran. Aber am Ende des Tages versetzt sie meine Kunden in die Lage, sich eine Wärmepumpe einzubauen. Würden Wärmepumpen zu Preisen angeboten, die nachvollziehbar sind, könnten meine Kunden sie sich auch ohne Förderung leisten. Sie wären kaum teurer als eine neue Gasbrennwerttherme.

Aber ich glaube, hier gehts gerade nur noch drum, Recht zu haben. Hat mit der anfänglichen Diskussion nicht mehr viel zu tun.

Ja und nein. Der hydraulische + thermische Abgleich sorgt dafür, dass das Haus/die Wohnung auf Wärmepumpentauglichkeit überprüft werden kann während man es für sein jetziges System macht. Wenn man also die Werte schon kennt, bei denen das Haus noch warm zu bekommen ist, dann ist das besser als wenn man die ganze Zeit nur schätzt oder ins Blaue schießt.

Nimm mal an da muss man schon bei 0°C AT auf 55°C Vorlauf laufen lassen. Das wäre bei Minustemperaturen ne tödliche Kombination mit einer Wärmepumpe. Selbst wenn man vorher “nur” 10 000kWh Öl gebraucht hat, weil man eben wenig heizt, dann kann man in dieser Kombination nicht mehr sagen: Ahja, Öl Wirkungsgrad und dann noch geteilt durch 4 weil Wärmepumpe aus der Umgebung ziehen, dann brauchst du nur noch 3000kWh Strom. Weil man aber schon bei 0°C bei 55°C ist, sind es vielleicht doch 4000kWh Strom. Jetzt dreht derjenige noch bei -10°C sein Gästezimmer ab und die VL bleibt daher fast gleich. Weiss doch niemand.

Wenn man also vergleichen will muss man die Werte alle kennen. Und je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr weiss man ggf. was man nur tauschen muss. Vielleicht nur einen Heizkörper austauschen gegen einen dickeren. Und schon gehts um 4°C niedriger mit dem Vorlauf. Das sind bei Wärmepumpen schlappe 10% Wirkungsgrad. Nicht wenig.

Wer die Zuleitung durch den Elektriker verlegen lässt, also z.B. aus dem Keller durch eine Bohrung in der Wand an die Außenseite des Hauses, der hat entweder 10 linke Daumen oder einfach viel zu viel Geld. Den Anschluss und das Setzen des FI lässt man u.U. den Eli machen. Die Leitung mit NYM-Schellen unter die Kellerdecke oder auf die Wand dübeln eher nicht. Falls man bei der Länge der Zuleitung Probleme mit dem Spannungsabfall bekommt, so dimensioniert man einfach eine Klasse höher und Ruhe ist im Karton.

Ja, wenn man das WEISS und KANN. Es weiss nicht jeder, und es kann nicht jeder. :wink:
Und wenn man dann aber jemanden benötigt, dann kann das teuer werden. Die Unterschrift wird auch benötigt. Da sind wir also bei einer Ausgabe, die man bei einem reinen Kesseltausch nicht hätte. Ich halte da 2000€ nicht für unrealistisch. Beim Kesseltausch liegt die Infrastruktur schon.

Wer keine NYM-Schellen auf die Wand dübeln kann, der sollte vielleicht nicht in einem Forum mit überwiegend DIY-Ideen rumturnen. Die Leitung da drunter püseln und die Schrauben anziehen erfordert ein ähnlich großes handwerkliches Talent. Wer also weiß, gebohrt und festgezogen wird im Uhrzeigersinn und sich vom anschließenden Elektriker den Querschnitt der zu legenden Leitung nennen lässt, der ist gaaaaaaaaaaaanz weeeeeeeeeit vorne.

Ich habs schonmal geschrieben. Manchmal musst du durch Wohnräume und Nutzräume durch und nicht nur durchn Keller. Da machst du keine Schellen hin weil das einfach nur dumm aussieht. Dann muss also Kanal hin, was nach was aussieht.

Desweiteren bastelt nicht jeder gerne im Zählerschrank herum mit Sicherungen etc. Und das alleine sind dann 500€.

Nee, nicht um Recht haben, sondern es geht um de-Illusionierung möglicher Kunden.

Da wird soviel erzählt nur um zu verkaufen, genauso wie beim Hydr. Abgleich.

Schaut doch mal nach, was z.B. ne Ecotec von Vaillant kostet. Die ist in einem Tag ersetzt ohne Dreck und Arbeit und BioGas ist (hoffentlich) auf dem Weg.
Und ne WP ? Fundament, Entwässerung, Kabel, Rohrverlegung, HAK, Stromtarif, Wartung....
Und wenn man bereits 60 Jahre alt ist, ist das auch ein Argument zur Entscheidungs Findung.

Es geht mir nicht darum alte Technik gut zu reden. Es geht darum die Wahrheit/alle Aspekte offen zu legen und nicht mit ausgesuchten Argumenten eine Sache schön zu reden....und zu verkaufen.
Darüberhinaus ist Rechnen besser als Glauben.

Man kann sich auch nen Wintergarten anbauen. Neben Wohnwert/Fläche Steigerung, spart dieser ca. 10-15 % Heizenergie laut einer Studie des Frauenhofer Institutes aus 1985.
Niederländer bieten sogar preisgünstige Selbstbausätze an. Nur mal so.

Das ist wohl eher ein Biotreppenwitz, da in der Breite einfach völlig unrealistisch.

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sagt mein Flüssiggas Versorger auch. Aber schaun wir mal.

Alternative sind auch PV Dach mit Hocheffizienz Modulen...
Ich habe die Entwicklung der Halbleiter Industrie mit gemacht. Wern die PV Modul Effizienz sich vergleichbar entwickelt, dann heizt man in 20-30 Jahren voll elektrisch und nix WP !!!

Du stellst es so dar, als wäre das Konsens unter technisch informierten Leuten. Ich halte diese Einschätzung für falsch.

Schau dich mal im Photovoltaikforum bei den Leuten um, die ihre Wärmepumpe stark auf Effizienz getrimmt haben. Die machen es fast durchweg über die Strategie des hydraulische/thermischen Abgleichs und montieren oft sogar die Thermostate an den Ventilen ganz ab.

Das zeigt auch, dass man hydraulischen Abgleich nicht isoliert betrachten darf, man muss das Gesamtsystem betrachten und was dieser Abgleich bewirken soll.

Und auch immer alle Betriebszustände betrachten, nicht nur den Eingeschwungenen. Wenn Leute regelmäßig alle Heizkörper morgens zudrehen, wenn sie das Haus verlassen und Abends wieder aufdrehen, ist man längere Zeit im nicht eingeschwungenen Zustand.

Was mir richtig erscheint: Die versprochenen 10-15 % mehr Effizienz durch einen hydraulischen Abgleich sind in vielen Fällen viel zu hoch gegriffen.

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Kann sie aber nicht. Mit Perowskit sind nochmal so etwa 10% drin, laß es dann irgendwann vielleicht 40% Effizienz sein statt jetzt bis zu 24%. Kein Grund auf WP zu verzichten, ggf mal elektro- oder magnetokalorisch in 10+x Jahren und mit einem automatisierten hydraulischen Abgleich und Kenntnis des gesamten Temp Zustands des Hauses durch die WP Steuerung wie ihn Lambda wohl mit homematic Ventilen dieses Jahr bringen soll (irgendwo auf YT aufgeschnappt).

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Wenn in 30 Jahren die winterlichen Tiefsttemperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt liegen, lohnt der Aufwand für ne (LW)WP gar nicht mehr. Da dann aber eh überall Klimaanlagen gebraucht werden, heizen die dann halt im Winter.

Außer, der Golfstrom überlegt es sich anders, und legt eine Eiszeitpause ein. Dann kommt alles anders.

Oliver

Hallo Wiggel,
Herzlich willkommen im Forum.
Deine Frage ist voll berechtigt, ein hydraulischer Abgleich ist erklärungsbedürftig.
Glücklicherweise hat sich der Energiesparkommissar die Arbeit gemacht und ein Video dazu erstellt.
Schau mal rein, da wird der Abgleich gut erklärt und es gibt sogar eine Anleitung, wie man ihn selber machen kann.
Link: Hydraulischer Abgleich selbst gemacht - Was bringt's, was kostet's? - Energiesparkommissar

Herzliche Grüße
Eclipse

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Aber der ist Quatsch und nur eine Erfindung von Theoretikern die damit Geld verdienen wollen. Zynikmodus AUS

Es kommt immer auf die Situation an. (Haus, Dämmung, Brennstoffkosten etc.)
Ich kann nur aus meinem Anwendungsfall berichten und da spart die Wärmepumpe jedes Jahr um die 500€ an Heizkosten gegenüber einem modernen Gas-Brennwertkessel, beim Bezug von Gas bzw. Strom vom lokalen Versorger bei Nutzung der günstigsten Tarife dieses Anbieters.

Ich habe an meinem Haus dämmungsmäßig nichts verändert, sondern nur von Gasheizung auf LWWP, Klimageräte und Warmwasser WP gewechselt.

Zum Beispiel letzte Heizperiode von 25.09.25 - 11.05.26 waren es 501,86€ Ersparnis, bei Vollbezug Strom oder Gas. Darin sind die Stromkosten für den Betrieb der Gasheizung und die Einsparung der Warmwasssererwärmung im übrigen Jahr noch nicht enthalten.
Die Kosten des Heizens und der Warmwassererzeugung mit Strom und WPs betragen 1129€, die für das Heizen mit Gas 1631€, ich spare ca. ein Drittel der Kosten gegenüber der Gasheizung und das finde ich schon erheblich. Wenn mir das jemand vorher gesagt hätte, hätte ich es wahrscheinlich auch als "unglaublich" bezeichnet. Jetzt konnte ich diese Einsparung schon über drei Winter genießen und möchte sie auch nicht mehr vermissen.

Herzliche Grüße
Eclipse

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Schorni und Wartung der Gastherme schon mit reingerechnet oder ist die Ersparnis noch on top? OK, Wartung ggf auch für Garantie der WP Pflicht …