Hallo,
mir ist generell nicht ganz klar, wo die Energieeinsparung beim hydraulischen Abgleich herkommen soll, wenn ich Thermostatventile im Vorlauf verwende. Gehen wir mal von dem Fall aus, dass alle Räume warm sind und die Zimmertemperatur von 21 Grad in den Räumen herrscht. Nun habe ich alle Rücklaufventile voll aufgedreht, sodass die Regelung nur durch das Thermostatventil erfolgt.
Zustand: Alle Räume haben 21 Grad Raumtemperatur. Jetzt fällt in irgendeinem Raum, z.B. im letzten Raum, ganz weit entfernt von der Heizung, die Temperatur runter auf 20 Grad. Das Thermostat öffnet, warmes Wasser fließt durch und die Raumtemperatur wird hergestellt. Jetzt spielt der hydraulische Abgleich keine Rolle mehr in meinen Augen, weil die Temperatur völlig durch das Thermostat geregelt wird und das Thermostat eben kontinuierlich nachregelt und die Temperatur gleichgehalten wird. Durch das Thermostat wird letztendlich auch die Menge des warmen Wassers geregelt, welches durch die Heizung läuft.
Ich verstehe nicht, wie in diesem Zustand der hydraulische Abgleich bis zu 15 Prozent Energieeinsparung (Angaben Internet) bringen kann. Die Sache könnte beim Aufheizen der kalten Zimmer so aussehen, dass es dort Effekte geben könnte, sodass die Rücklauftemperatur wärmer ist, wenn man den hydraulischen Abgleich nicht durchgeführt hat. Aber eigentlich werden heutzutage die Temperaturen immer nachgeführt. Man lässt idealerweise nie das Haus auskühlen, sodass wir immer von dem oben genannten Zustand ausgehen können: Zimmer warm, und es wird durch das Thermostat nachgeregelt.
Kann mir jemand erklären, wie ich in diesem Zustand bis zu 15 Prozent Energie einsparen kann, wenn ich hier einen hydraulischen Abgleich mache? Irgendetwas muss ich ja übersehen …
(Vielleicht ein neues Thema?)
Grüße
Wiggel