Nein, natürlich nicht das Thermostatventil sondern der Heizkörper.
Nein, weil das Thermostatventil nur einen eingeschränkten Regelbereich hat. Das heißt es kann den Massenstrom meist nicht auf 0 senken. Das gilt jetzt alles für ein nicht abgeglichenes System für die Wärmesenken die sich am dichtesten an der Wärmequelle, und damit wohl meist auch am dichtesten an der Pumpe, befinden und wo die Räume bei denen die Wärmesenke am weitesten von der Pumpe entfernt sind den Raum nicht warm oder warm genug bekommen.
Das ist unumstritten, aber es ging ja um das Potential des hydraulischen Abgleichs und nicht darum dass ein Heizkörper mit Thermostat auf 2 weniger Heizenergie umsetzt als auf Stufe 3 oder höher.
Mann kann einfach mal einen Praxisversuch mit einem beheizten Raum, den man mal 12 oder 24h mit geschlossener Tür nicht betritt, anstellen. Thermometer rein stellen, Thermostatventil auf 3, was 20°C entsprechen sollte. Nun hat jedes Thermostatventil eine bestimmte Hysterese. Am Buderus Thermostatkopf BD1-W0 z.B. 0,4K. Der Raum sollte also unter keinen Umständen wärmer als 20,4°C und kälter als 19,6°C werden. Wird er dennoch wärmer als 20,4°C wenn sich z.B. Personen in dem Raum befinden und elektr. Geräte betrieben werden oder wenn die Sonne einstrahlt, kann das Thermostatventil die Störgröße nicht vollständig ausregeln. Jedes Kelvin Übertemperatur über Soll ist weiterer Verlust der sich nunmal mit einem hydraulischen Abgleich minimieren lässt.
Unser Bau ist von 1961. Mit Fassadendämmung haben wir erst letztes Jahr begonnen. D.h. wir haben fast 10 Jahre mit einem Bau vom energetischen stand 1961 gelebt und geheizt. Ich halte dagegen dass die obigen Überlegungen in einem Altbau nicht anwendbar sind. Die Praxis zeigt einfach, der Energiepass (ich weiß, der ist jetzt nicht unbedingt die Verlässlichkeit an sich) hat beim Erwerb einen Energiebedarf von rund 31.000kWh bescheinigt - Wohnhaus inkl. Nebengebäude.
Wir betrieben zuletzt kein Bedarfsheizen mehr, ich habe empirische Versuche mit programmierbaren Thermostatköpfen und standard Thermostatköpfen durch. Am Ende war der Verbrauch bei einer konstant eingestellten Raumtemperatur niedriger als bei dem Programmiergedöns mit Zeitfenstern in denen mehr- und Zeitfenstern in denen weniger geheizt wurde. Ein hydraulischer Abgleich sowie eine gut angepasste und damit relativ flache Heizkurve sind dafür Voraussetzung.
So oderso, am Ende waren wir im fünfjährigen Mittel bei 21.000kWh für in Summe rund 174m² Wohnfläche - Fenster von 1991 und einer über die Jahre gut abgestimmten Buderus Gas-Brennwerttherme.
Bei zu hoher Vorlauftemperatur konnte ich in den Temperaturaufzeichnungen jedes Raumes ein deutlich über die Hysterese hinausgehendes Schwingen erkennen. Ein Unterschwinger kann dabei dazu führen dass einem der Raum zu kalt ist, ein Überschwinger ist Verschwendung.
Noch einmal: Der hydraulische Abgleich findet in etwa so statt:
Schlafzimmer: 18°C, Kinderzimmer: 21°C, Wohnzimmer: 20°C, Badezimmer: 21°C, Küche: 19°C, Gästezimmer: 18°C, Diele/Flur: 18°C, WC: 18°C
Dann wird anhand der vorhandenen Daten über das Haus/die Räume der Heizbedarf ermittelt für den Worst Case bei NAT. Danach werden die Vorlauftemperatur festgelegt, die Größe der Heizkörper um den Raum auf die o.g. Raumtemperaturen zu bekommen. Der Durchfluss. Die Heizkörper werden für jenen Zustand bei der Voreinstellung des Heizkörpers (unter dem Thermostatkopf) oder über ein Rücklaufbegrenzerventil eingestellt bei voll aufgedrehtem, oder abmontierten Thermostatkopf.
Alles was darüber hinaus geht, wäre der thermische Abgleich. Der anhand der Praxis geschieht.
Da sind meine Erfahrungen anders. Wenn der Kaminofen das Wohnzimmer heizt, dann sind die Heizkörper “kalt”, also es fließt kein Heizungswasser durch. Und da reden wir von Stufe 2 bis 3 und >24° durch den Kaminofen.
Bei uns schließen die Heimeier Thermostatköpfe auch vollständig. Kann man sehr gut am fehlenden Fließgeräusch hören und irgendwann ist der Heizkörper dann ja auch kalt.
Meine Ventilsteuerung von AVM "Fritz" fahren bei der Installation einmal ganz zu, dann wieder auf, um zu justieren.
Etwas hydraulischen Abgleich konnte ich an meinen Rücklauf Ventilen machen. Das gab bei mir Sinn. Gemacht hab ich es mit einem IR Thermometer, denn einige Heizkörper wurden zu stark durchströmt und oben wie unten war es annähernd gleich warm. Dahinter liegenden Heizkörper werden jetzt besser durchströmt.
so ist es!
Im Sommer Modus wird der Stößel gelegentlich bewegt. Das ist im Winterbetrieb nicht erforderlich. Doch wenn ich mal Zweifel hab, dann lass ich den Installationsmodus einmal durchlaufen.
Ciao
Und schon ist dein Hydr. Abgleich für'n Ar ...
Deswegen meine ich auch, dass da viel Humbug getrieben wird und natürlich auch viel BAFA Geld verdient wird. Und hydr oder thermischer Abgleich interessiert mich nicht. Hauptsache die Bude wird bei vernünftigen Kosten warm. Wobei auch ich natürlich Heizungs nahe HK im Durchfluss gedrosselt habe.
Muss halt jeder selber wissen.
Mir egal, ich habe keinen Abgleich gemacht. Ob zufällig oder vom Vorbesitzer / SHK richtig ausgelegt, alle Räume werden warm. Das Beispiel mit dem Kaminofen und dem Regelverhalten der Thermostatventile widerlegt lediglich HF_SPSler´s Behauptung.
Du schreibst, es wird warm bei dir. Aber darum gehts ja nicht beim hydraulischen Abgleich oder fast nie. Es wird doch immer beworben, dass man damit bis 15 % Energie sparen kann. Siehe auch erster Beitrag.
Und diese 15 % willst du doch bestimmt haben, oder nicht?
Der Smiley war natürlich dran, weil man über die 15% vermutlich in den meisten Fällen nur ungläubig schmunzeln kann. Aber vielleicht sind ja auch bei dir 5% Ersparnis drin.
Moin, den Denkfehler bzw. den Zusamnenhang kann ich auch nicht nachvollziehen. Wenn wir wie beschrieben von einem aktuell warmen Haus ausgehen. Dann gehen die Ventile in den Zimmern sicher nicht alle gemeinsam auf und der Wasserstrom muss geregelt werden. Mal wird hier oder da gelüftet und ein bischen nachgeheizt. Dafür benötigt man keinen Abgleich.
Es geht doch drum, dass jede Heizfläche die Wassermenge bekommt, die nötig ist, um bei gegebener Vorlauftemperatur die Heizlast zu decken → also die gewünschte Soll-Innentemperatur aufrecht zu erhalten, also genau die aktuellen Wärmeverluste auszugleichen. Die Störgrößen von innen und außen regeln die Heizkörperthermostate aus.
Ist das System nicht abgeglichen, bekommen die ersten Heizkörper im Strang zu viel und die letzten zu wenig.
Wurde alles schon tausende Male erklärt.
Was stimmt: im eingeschwungenen Zustand ist es aus Wärmebetrachtung nicht so kritisch. Allerdings müssen dann die ersten Thermostate schließen, was zu Strömungsrauschen führt.
Ja, und tausend mal wurde auch erklärt, warum der hydr. Abgleich grösstenteils Blödsinn ist. Halt eine Glaubensfrage: wer den hydr. Abgleich machen möchte, soll es tun.
Und wer Strömungsgeräusche in seiner Heizanlage hat, sollte mal überlegen, ob das korrekt ist.
Ich habe keinerlei Geräusche in meiner Heizung, mein Altbau wird warm mit tiefer Heizkurve und akzeptablen Kosten. Ich kann die Räume individuell beheizen und ich kann zusätzlich ohne Probleme den Kamin oder andere Heizquellen anschmeissen ohne dass ich die Volumenströme nachjustieren muss,
Halt genauso ein Narrativ wie eine Wärmepumpe spart "unglaublich Heizkosten".
sehe ich vollkommen anders. Eine Wärmepumpe einzubauen, ist eine Instandhaltungsmaßnahme und keine zur Kosteneinsparung. Ob man damit Kosten spart gegenüber der alten Heizung hängt nur von der JAZ und dem Strom/Gaspreis-Verhältnis (oder Öl) ab.
Während sich andere heizkessel wie durch Zauberhand installieren lassen? Gibt doch keinen Unterschied zwischen denen. Und ja, gelten lasse ich noch, dass man sich ein Stromkabel dahin verlegen lassen muss, weil das zum bisherigen Kessel nur rudimentär für die Heizungspumpe und ein paar Watt war. Je nach Wärmepumpe aber nen dickeres Kabel wird.
Ob man nun das eine Zeug verheizt oder das Andere ist letztlich wurscht.
Und geht man von derselben Infrastruktur aus (Heizungen und Leitungen).