Aktuell schaue ich mich nach PV Anlagenvarianten um, und natürlich fällt einem Neuling sofort das Anker Solix 3 System ins Auge. Auch wenn das nur als Balkonkraftwerk konzipiert wurde, lässt es sich ja schon mit 2 Solarbänken und dem “Solix Power Dock” zu einer ordentlich angemeldeten! PV hochrüsten. Mit 4 Solarbänken sogar mit mehr Power und wenn man denn will auch mit bis zu 64kw Speicher.. Da jede Solarbank der Anker Solix 4 Eingänge für Panels hat, die sich auch noch splitten lassen, kann ich je Solarbank also 8 Panels anschliessen. Sind 32 Panels mit bummelig 16 kW Peak. Warum lassen sich dann trotzdem so viele Leute eine 10 kW Anlage für 15-21.000 EUR aufs Dach schrauben? Die Amortisation scheint mir ja bei der Anker Solix deutlich interessanter zu sein? Wo ist mein Denkfehler? Bin übrigens branchefremd, das soll hier keine Werbung für den Hersteller sein. Ich will nur verstehen, ob es sinnvoll ist, eine Bakonanlage so aufzubohren oder ob man besser gleich den Solartör seines Vertrauens anruft und ne richtig teure Anlage baut. PS: Ja den Strom aus 16kW Peak kann ich schon selber verbrauchen: 5000kw Haushalt, plus e-Auto.
Mit welcher Leistung kann die Anker denn regelkonform ins Hausnetz einspeisen ?
Wenn ich das richtig verstanden habe bei 4 Solarbänken (und angemeldet) bis zu 4,8 kW
Ist damit dann kein BKW mehr ?
Ist dann eine große PV mit "großem" Akku mit massiver Leistungsschwäche, zu überhöhten Preis ?
Was wäre die Leistungsschwäche? Ich möchte den erzeugten Strom ja selbst verbrauchen, Einspeisung spielt keine Rolle.
Ja wenn man keinen Verbrauch hat...
5KW reicht nicht einmal zum Kochen - hat man drei Platten und die Ofen an - ist bei uns regelmäßig.
Wir haben drei Waschmaschinen, die oft alle laufen, während die Karre lädt. Es ist unsmart, den Geschirrspüler usw. nicht einfach anschalten zu können.
Ich bin auf ca. 15kW begrenzt - geht so gerade eben. Mir ist noch unklar, wie ich das zweite BEV da auch noch unterbekomme oder die WP.....
Was kostet denn der 64kWH Speicher ?
51,2V NV liegt so um 6000€ für 64kWh
Du bist am Netz angeschlossen. Dann zählt das, was angeschlossen wurde. Wie willst du das anschließen? Alles Andere außer eine Steckdose ist kein Balkonkraftwerk mehr. Das ist der Grund warum dann direkt ne große PV-Anlage, in dem Moment wo die Anker aufgebohrt wird, ist es kein BKW mehr, benötigt also wahrscheinlich sowieso einen Elektriker.
@vavuum
Indem du die beiden E-Autos mit je 3,7KW lädst. L1, L2.
Wenn Du das Ankerdings selber installieren kannst, dann kannst du genauso eine “richtige” PV für deutlich weniger Geld, bei vergleichbarer Leistung, aufbauen.
Das Power Dock wird eh von einem Elektriker angeschlossen und auch als “große” PV vom Elektriker angemeldet. Aber selbst wenn ich alle Komponenten mit reichlich Speicher zusammenrechne, komme ich auf irgendwas zwischen 11 und 12k Kosten. (zugegeben bei Selbstmontage der Panels) d.h. ich würde etwa 5-8 tsd EUR einsparen, gegenüber der Herstellung einer großen Anlage. Das ist doch für die Amortisation ein sehr gewaltiger Faktor?
Ja, die Hersteller der Plug&Play (oder auch mal Plug&Pray) Systeme versuchen auch in den Markt größerer PV Anlagen reinzukommen. Bei Deinem Preisvergleich hast Du vermutlich auf der einen Seite nur auf die Komponenten der Anker Variante und auf der anderen Seite nach schlüsselfertig installierten "normalen" PV Anlagen geschaut. Das beißt sich natürlich. Wenn Du bereit/in der Lage bist, die PV Module selber auf dem Dach zu montieren, Verkabelung vorzubereiten, WR an die Wand zu schrauben ... kannst Du auch klassisch ein System aufbauen, wenn Du jemand findest, der es Dir am Ende anschließt/abnimmt und anmeldet. Das brauchst Du bei der Anker-Variante dann allerdings auch! In beiden Fällen muß ggf. auch noch der Verteilerkasten auf den aktuellen Stand der TAB gebracht werden. Bei der Anker&Co Lösung hätte ich auch Angst, daß die relativ schnell wieder neue Modelle nachschieben und wenn dann was defekt ist, kennt keiner mehr Deine Hardware und wenn es das Power Dock erwischt, kannst Du dann den Rest auf ebay verticken. Meine Selbstbau PV nutzt daher nen Fronius WR aus Österrreich und für drei Module einen ehemals für das erste BKW genutzten Solis 4G WR, einen Multiplus als ich sag mal Akku-WR und nen 14 kWh DIY Akku. Alles bei Bedarf unabhängig zu tauschen, mit einer kompetenten Community, die helfen kann und guter Anbindung an Home Assistant.
Solange du Module, Leitungen, Befestigung, Überspannungsschutz, Wechselrichter, Leitung zum GRID, etc. kaufen musst und günstiger kämst, dann mach. Ich bezweifel das.
Fertige Anlagen werden meist von teuren Herstellern von Wechselrichter und Akku gewählt. Aber es geht auch günstiger mit Hybrid-Wechselrichtern mit Niedervoltakkus.
Das wäre wie der Vergleich einer LWWP von Vaillant vom Klimatechniker aufgebaut für 30 000€ und als Vergleich eine selbst eingebaute Monoblock-Wärmepumpe für 10 000€.
Das stimmt, der Vergleich ist so ähnlich. Küche handgemacht vom Tischler oder Küche aus dem Küchenstudio der Industrie… Meine ursprüngliche Fragestellung wäre: wo ist der große NoGo Fehler oder Haken beim Anker System? Es erscheint so easy, selbst den Elektriker zum Reinschrauben des Power Docks_Smart Meter in den Zählerkasten und das Anmelden kannst Du für nen vernünftigen Kurs bei Anker mitbestellen. Richtig, dass einzelne Komponenten auf dem “freien Markt” bestimmt günstiger sein könnten, aber dann muss man sich da auch richtig reingraben, um die richtigen Sachen zusammenzustellen….ganz davon abgesehen, dass der Elektriker im Ort an eine selbst zusammengeplante Anlage auch nicht so richtig ran will?
also ich habe genau das gemacht, nur nicht mit dem Anker System sondern mit dem Zendure Hyper 2000. Ich habe drei Hyper2000 die auch jeweils 4 Anschlüsse für Panel haben und aktuell komme ich auf knapp17600wh Speicher. Angeschlossen habe ich aktuell 8 Panel also noch etwas luft nach oben. Die drei Hyper sind durch einen Elektriker angeschlossen auf drei Phasen und liefern zusammen 3.6kw wenn der Bedarf ist. Gesteuert wird das ganze über einen Shelly 3em Pro.
Insgesamt waren das dadurch, dass ich immer mal erweitert habe und, ca. 5k€ die mich die Anlage gekostet habe und komme jetzt im Schnitt auf eine Autarkie von 75-85% zwischen März und Oktober.
@vavuum das ist bei euch aber auch eine Zusammenstellung, die wie ich mir vorstellen kann, nicht jeder hat mit drei Waschmaschinen die gleichzeitig laufen usw.
Bzg. Verbrauch es ist durchaus möglich, wenn man sich drauf einlässt auch mit nur 3.6 kw das Haus zu betreiben und zu kochen. Man muss dann halt schauen wann lasse ich was laufen und das ein wenig im Auge behalten.
Das klappt auch beim Kochen. Es muss nicht alles gleichzeitig begonnen werden, Nudeln und Kartoffeln zum Beispiel reicht es wenn das Wasser kocht die Nudeln/Kartoffeln rein legen kurz warten bis es wieder kocht und dann Deckeldrauf und Herd aus in den 10 Min wo die Nudeln/Kartoffeln jetzt ziehen kann ich auf der nächsten Platte die Sosse/Gemüse oder sonst was machen und wen das heiß ist Dekeldrauf Platte aus und noch mein Fleisch/Fisch Gemüse oder was auch immer schnell anbraten. Es ist alles Heiß wenn die Nudeln/Kartoffeln fertig sind und ich brauche nicht 3 Platten gleichzeitig Stromziehen zu lassen. Damit komme ich dann auch mit 3.6kw ohne Probleme aus.
aber da hattest du schon geschrieben, dass du dich darauf nicht einlassen möchtetst du möchtest Stromverbrauchen wenn du ihn brauchst ohne darauf achten zu müssen wann liefert die Anlage genug Strom oder was kann der WR. Ist auch eine Valide Entscheidung aber das sieht ja auch nicht jeder so ich bin völlig happy damit nicht alles laufen lassen zu können, wenn ich den Strom der Sonne nutzen möchte und möglichst wenig Strom aus dem Netz ziehen möchte das ganze etwas zu timen.
Meine Bedenken zur langfristigen Wartungsfähigkeit (wir reden da ja von wenigstens 20 Jahren ...) hab ich oben ja geschrieben. Das Power Dock von Anker ist meines Wissens relativ neu, daher gibts da einfach auch noch nicht so die Erfahrung. Bin nicht so in den Threads drin, aber ist jetzt niemand bewußt, der es hier schon hätte. Wenn sie die AC seitige Installation und Anmeldung mitgedacht haben, kann das von der Seite ne runde Sache sein. Wieviel Du beim oben beschriebenen Overpaneling verlierst wäre zu klären, kann einem im Sommer aber ggf. auch egal sein. Such Dir doch mal die Preise für das Montagematerial, Kabel etc. was Du selber machst zusammen, was noch on top käme und frag mal für Deine konkrete Verteilerschrank Situation bei Anker an, was sie da wollen. Wäre ja mal interessant, das wirklich aufgeschlüsselt zu sehen.
Das Maximalleistung Argument von Vavuum wäre für mich jetzt kein Problem, ich komme auch mit einem Multiplus 48/5000/70 limitiert auf 3.5 kW gut aus, zu dem Symo mit dreiphasig theoretisch 6 kW max. Wenn ich im Sommer für abendliches Kochen mal etwas Strom aus dem Netz brauche, bringt mich das nicht um, im Winter brauche ich deutlich mehr davon ... Mit e-Auto muß man ggf. sehen, was man an Leistung will und braucht.
Ich glaube ich muss das anders beschreiben:
Das kann man dir nur sagen, wenn du schreibst was die Anker Anlage kann und was du selbst benötigst. Ansonsten ist es extrem schwer dir zu sagen: Das reicht so. Wir wissen nicht, wie hoch dein Verbrauch ist oder wieviel KW du brauchst, wieviele kWh. Und ja, dafür muss man sich einlesen. Denn wenn nicht kauft man zwar ein günstiges System, das läuft aber nicht so, wie man ggf. will.
Für die Montage einer ‘großen PV’ mußt Du ca. die reinen Modulkosten x 1,5…2,0 rechnen - das betrifft die Montage auf dem Dach. Dazu kommen dann für Kabelarbeiten und div. Anschlußkosten mit GAK etc. nochmal die Modulkosten + finaler Anschluß am ZS und Abnahme. Insges. bist Du dann locker bei den Modulkosten * 4. Je mehr du selbst machen kannst, je günstiger wird es.
Das ges. Montagematerial fürs Dach und Leitungen liegt dabei auch nochmal bei 0,5…0,8 x Modulkosten je nach System und Dachhaken o.ä. Lösungen. Mehr ausgeben geht immer, aber viel weniger geht nur, wenn viel DIY und know how dabei ist. Nur DIY ohne know how ist auch nicht empfehlenswert - da können viele teure Fehler gemacht werden (z.B. falsche bzw. schlecht passende MC4-Stecker etc., ungünstige Kabelverlegung (große Induktionsschleifen), falsche Komponenten im GAK (LSS, ÜSS, DC-Schalter etc.). Hier kann billig am Ende schnell teuer werden…
Für die Montage einer kleinen PV auf dem Dach ist der Faktor noch höher.
Oliver
2,7kWh Akku ca. 800€
64kWh um 18000€ - so wie angedeutet .....
Er hat ja nicht gesagt, daß er das vor hat, nur daß es halt im Prinzip geht. Und die Frage, ob&wann diese neuen "Stapelkisten" eine Alternative zu gängigen PV Installationen sind, ist ja legitim.
In dem Fall: einfach machen. Wenn du die Panels selber aufs Dach bauen kannst, solltest du natürlich gegen den Selbstbau einer normalen PV rechnen. Und ich sag mal, wer eine wirklich richtig teure Anlage will, der sollte zu solchen Stapelkisten greifen…
Oliver