Warum gibt es das Modell der negativen Strompreise?

oder sie streichen, vorzugsweise bei den sog. freiwilligen Aufgaben. Das nennt sich dann Haushaltskonsolidierung und wird in einem Konzept festgeschrieben. Das macht meine Heimatstadt gerade. Nennt sich Ha Ha Ko Ko (Haushaltskonsolidierungskonzept) und ist nicht sehr lustig. :grinning_face_with_smiling_eyes:
Ohne Stadtwerke Ausschüttung sähe es noch dramatischer aus.

Ja, das ist bestimmt auch ein Weg. Ich bin nicht sicher, ob es der richtige für mich ist, aber ich habe mir vorgenommen, es zu versuchen. Nächste Woche geht's los.

Allerdings meine ich, das es nicht ausreicht und in der akutellen Situation zu lange dauert. Da ich keine eigene Reichweite habe, war meine zugegeben sehr naive Idee, das sich Kanäle zusammenschliessen, ihre Macht gezielt ausüben und Druck aufbauen. Ich denke, das Medienpräsenz Macht ausüber und damit etwas verändern kann (was man an den Blauen sieht)

den Vorsprung der blauen in den sozialen Medien können wir nicht schnell aufholen - jedenfalls denke ich so.

Ja natürlich zahlen am Ende alle Bürger die Kosten des Gemeinwesens. Woher soll das Geld auch sonst kommen. Am bestern wäre doch irgendwie gerecht verteilt.

Die Frage ist, wer verdient am Ende? Wer bezahlt, ist klar. Ich mag Transparenz und was ich nicht mag, sind all die Leute, die im eigenen Interesse handeln. All die Projektmanager, Unternehmensberater, Vorstände, Aufsichtsräte, Controller, Steuerberater und viele mehr, Posten und Pöstchen, Günstlinge und gegenseitige Gefälligkeiten. Unser Gemeinwesen ist auf allen Ebenen durchsetzt von diesen Intransparenten Strukturen, die keiner mehr versteht und die am Ende nur Geld kosten. Und wem genau nutzen?

Deswegen hatte ich mich für Erdgas statt Ölbrenner von 1977 entschieden. Weil ich damals nicht glaubte, das mit PV und WP unser Bedarf im Winter zu decken wäre. Dieses Jahr im Januar haben wir an einigen Tagen mehr als 250kwh verheizt. 100 Jahre altes Haus, denkmalgeschützt, zu der Zeit kein Solarertrag, weil verschneit.

Hm, meine Hoffnung ist noch nicht gestorben. Ich weiß nicht, was bei uns in SH bei der nächsten Wahl passieren wird. Aber meine Wahrnehmung ist, das die Landesregierung einen recht passablen Job macht und angesehen ist.

Trotzdem gibt es natürlich extrem viel Frust auch in meinem Umfeld. Vor allem verursacht von allem, was in der Wahrnehmung der Menschen aus Berlin gekommen ist. Planlosigkeit, Streitigkeiten, Vetternwirtschaft, überall Kostensteigerungen uvm.

Es ist wirklich Zeit für Wandel. Und ich bin sicher, das man etwas verändern kann, wenn nur genug Menschen mit einer Stimme sprechen.

Gerade in kleineren Kommunen werden die Aufsichtsräte von den gewählten Volksvertretern gewählt und erhalten außer einer übersichtlichen Entschädigung kein Geld. Das ist Ehrenamt. In unserer Stadt sind das p.a. zwischen 500 bis 750 € und das ist dann noch selbst zu versteuern.

Kommunen sind die Basis der Demokratie und welches Bild die Medien auch immer von der Berliner Bundespolitik zeichnen, es hat nichts mit der disziplinierten ehrenamtlichen Arbeit an der Basis zu tun.

Glaubt doch mehr an eure "Selbstwirksamkeit". Es lassen sich viele Dinge ändern, doch braucht man Geduld, Ausdauer und viele Mitstreiter, die man überzeugen kann.

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Hallo,

wenn Du weißt, dass im Stromnetz zu jeder Zeit immer der nachgefragte Strom = der produzierte Strom sein muss- dann ist das ein sehr spezieller Markt mit sehr speziellen Regeln.

Wenn Du zB. Getreide nimmst, dann ist dort das übliche Szenario Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Drückt viel Ware auf den Markt, dann fällt der Preis. Fehlt den Produzenten von Mehl, Backwaren,… Getreide, dann steigt der Preis um Anreize zu bieten für die Produzenten mehr Ware auf dem Markt zu schicken aus den Lägern.

Bei Strom hast Du in der Regel keine Lagerung, der wird bei Bedarf just-in-time produziert. Eine gewisse Speicherung hast Du bei den Produzenten, die die Grundware speichern können. zB. das Biogas in dem Gaszelt über dem Gärreaktor oder das in den Stauseen gespeicherte Wasser.

Mit aufkommen des EEG wurden EE gewisse Vorrangrechte eingeräumt, das bedeutet: EE produzierter Strom muss immer zuerst im Markt berücksichtigt werden, und dann kommen die anderen Stromproduzenten on top.

Das bedeutet: wenn Grundlastkraftwerke ,die zur Netzstabilität (Frequenz, Phasenlage) die Grundlast bereit halten (und mit ihren Schwungmassen die Frequenz stabil, auf diese sich dann die EE Produzenten aufklinken, zB. Deine Wechselrichter bevor die Einspeisung losgeht) durch EE ergänzt einer geringeren Nachfrage ein größeres Angebot an Strom gegenüberstellen bestehen zwei Optionen. Entweder Du wirfst Netzbereiche ab, damit die Regionen wo dieser Überhang an Angebot das Gesamt-Netz nicht mehr destabilisieren -das wäre dann ein sog. Brownout (Blackout in einem Teil des Netzes) oder Du bringst Marktteilnehmer dazu dringend Verbraucher, also Lasten bereit zu stellen. Da das oftmals mit Kosten verbunden ist, gibt man Geld dazu damit dieses Überangebot an Strom schnell abgenommen wird. Das sind zum Beispiel Öfen von Großbäckereien, die ausgeschaltet sind und erst in der nächsten Nacht wieder zur Produktion hochgefahren werden; oder Stauseebetreiber die noch Platz in ihrem Hochbehälter haben und dann die Pumpen anwerfen um diesen zu befüllen, …. usw. -also größtenteils oft sinnlose Lasten, der Strom muss einfach weg/verbraucht werden/irgendwo durchlaufen, damit er keinen Schaden anrichten kann.

Die Akku Thematik wurde auch von mir mehrfach beschrieben: es könnten dezentral in den Haushalten Akkus stehen (4-10 kWh zB), diese werden vom Netzbetreiber zentral verwaltet und gehen genau dann ans Netz zur Speicherung, wenn es ein Überangebot von Strom gibt. Man könnte das so regeln, dass diese Stromspeicher dann nur die Netzgebühr plus 2-3 ct Verwaltungsgebühr bezahlen- sie würden sich recht gut amortisieren und vor allem bräuchten weniger WKA und Solarparks bei Überproduktion abgeschaltet werden. Denn ab Mai gehen zB die großen Solarfelder in Bayern ab halb 11 vom Netz, Grund: es ist ausreichend Strom im Netz, man braucht sie nicht. Durch das EEG werden aber auch abgeschaltete EEG Anlagen, also Solar, Wind vergütet- weil sie ja produzieren hätten können. Das treibt massiv den Strompreis und zeigt: der Markt ist durch SIbventionierung und Überregulierung so kaputt, dass es sogar negative Strompreise gibt.

Ja, das ist auf jeden Fall so.

Ja, unbedingt!

Ich habe kürzlich diese Videos gesehen (ab 0:30):

und auch

Wir schlafen... Und bauen Gaskraftwerke. Oder diskutieren wieder über AKW. Es ist ungeheuerlich!

Ok, wir sind weit weg vom ursprünglichen Faden. Doch ich möchte klarstellen, das ich die ehrenamtliche Arbeit schätze und auch immer selbst gern gemacht habe (mehr als 25 Jahre) Arbeit in den Gemeinden, oder beim DRK oder THW oder der Feuerwehr oder in Vereinen ist wichtig und ich unterstelle niemandem dort unlautere Motive. Das ist Teil unserer Kultur und Demokratie.

Unabhängig davon fühlen sich vielen Menschen abgehängt, belastet, allein gelassen, überfordert, unverstanden, ausgebeutet und ausgenutzt. Dafür gibt es Gründe, ganz wesentlich im Politikbetrieb, den Medien und bestimmt auch in Verwaltungen auf vielen Ebenen.

Aber das muss doch nicht so bleiben! Und ich bin ausdrücklich nicht der Meinung, das die Radikalisierung der Parteienlandschaft nicht der richtige Weg ist. Obwohl die Grünen ja auch mal die Radikalen waren :wink:

Um wieder etwas den Bogen zurück zu finden: ich meine, die Energiewende ist notwendig, überfällig und viel zu langsam. Die Hindernisse sind bestimmt gut verstanden und Lösungen möglich. Aber wir sind nicht konsequent, unser System ist viel zu träge. Es muss in Bewegung gesetzt werden. Ein großer Teil der Grünen haben das damals mit 'Atomkraft nein danke' mit den Mitteln der damaligen Zeit geschafft. Frau Merkel hatte dann leichtes Spiel, der Boden war bereitet. Schade das die Grünen dann die Ergebnisse der jahrzehntelangen Vorarbeit nicht für sich in Anspruch nehmen konnten. Der Kohleausstieg ist ein weiteres Beispiel. Aber wo sind die Grünen heute? Unsichtbar. Es fehlt eine Bewegung, die die Energiewende entschlossen vorantreibt. Es gibt sie, die klugen Leute, brilliante Ingenieure und pragmatischen Macher. Auf diversen Kanälen ist sichtbar, wo die Potentiale stecken. Aber es ist ungeordnet, beinahe chaotisch. Und das ist so schade!

Und es gibt Politiker, und deren Job ist, das durchzusetzen. Und das ist nicht schlecht so.

Menschen, die die absolute Wahrheit kennen, möchte ich nicht in verantwortlichen Positionen haben. Das geht selten gut.

Oliver

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Das Problem ist das in der Politik und Verwaltung aber grundsätzliches technisches Wissen Mangelware ist, weshalb ihne auch die Prozesse der Umsetzung solcher Dinge fehlt.

Die Idee dessen was die Regierung der Ampel getrieben von den Grünen wollte war gut und richtig aber wurde zerstört als man die juristische Präzisierung darüber stülpen wollte.

Es hätte gereicht jedem frei zu stellen was er baut aber die Stromsteuer und Netzkosten durch Gas- und Öl-Abgaben zu entlasten. Kein Förderung, vereinfachte Bürokratie, was bedeute hätte Meldung an das Stammdatenregister ist ausreichend für PV,Speicher, WP - für den Netzbetreiber entsprechende Reaktionsverpflichtungen zur ertüchtigung des Netzbau bedeutet. Den Wildwuchs der Netzbetreiber durch konzentartion auf wenige vereinfachen.

Nüchter betrachtet würde das zu einem Brutto-Strompreis für den Endkunden auf dem Niveau des Fossilenbrennstoffs ohne Sonderlast führen … Für den Bürger folgt die technologie Offenheit und die frei Wahl :wink:
Für die Netzinfrastruktur hätte es eine Reform auf 3 Stromzonen gegeben müssen und eine Vereinfachung der Überbauung und des Netzausbaus. Deweiteren hätte man den Meritorder-Preis auch gekappen können.

Was meinst du mit "Stromzonen", wenn es um die Gebotszone bei der EEX geht, sind wir einig. Wir stehen nun mal nicht auf einer Kupferplatte und können überschüssige Windendergie aus dem Norden nicht mal eben im Süden verbrauchen. Die Länder SH, BB und MV produzieren viel mehr, als hier verbraucht werden kann. Die Forderung nach mehr Gebotszonen wurde schon oft erhoben. Leider steht im Koa Vertrag der derzeitigen Regierung drin, das sei unerwünscht (weil dann im Süden der Strom teurer wird).

Das Meritorder Prinzip kann nur die EU abschaffen.

Ja, es könnte vieles besser sein. Es ist aber auch schon vieles viel besser geworden, sag ich mal als Opa. Es braucht halt seine Zeit.

Richter sprechen auch Recht bei Sachverhalten, die außerhalb ihres Fachgebietes liegen.

Oliver

Hier mal Schweden, Norwegen und Deutschland vergleichen dan wird klar was ich meine,

Deutschland sollte zumndestens in 3 Zonen Nord,Mitte und Süd für die Strompreisbildung geteilt werde,

Nein, Richter sprechen nach Gesetzen und die technische Beurteilung wird von Gutachtern vorbereite anhand der allgemeine Regeln der Technik (z.B. Normen, VDE …)

ob 3 die richtige Zahl von Gebotszonen wird, ist Gegenstand verschiedener Modell Rechnungen. Da wurden auch schon mehr als 20 Zonen vorgeschlagen. Da kenne ich mich nicht aus und derzeit wird das politisch nicht durchsetzbar sein. Der MP aus Bay. wird alles tun, um es zu verhindern - wegen ihm steht der Satz ja auch im Koa Vertrag. Gutes Thema, doch derzeit nicht umsetzbar. Vorschlag: wir vertagen bis zur nächsten Wahl.
Mit Geduld wird sich die Vernunft schon durchsetzen, auch wenn es aus Sicht des Klugen schneller gehen könnte.

Hm, ich bin der Meinung, das vertagen keine gute Idee ist. Gerade werden Fakten geschaffen und wir hatten schon mal eine Phase, in der viel zerstört wurde (Altmeier et al.)

Sicher setzt sich auf lange Sicht die Vernunft durch. Weil die Unvernünftigen auf der Strecke bleiben. Eine gewisse Form von Darwinismus. Ich habe nicht mehr so viel Zeit...

Ich bin der Meinung, das wir eigentlich keine Zeit mehr haben. Geopolitisch die eine Abhängigkeit von Russland durch die Abhängigkeit von den USA oder Katar usw. zu tauschen, geht sicher kurzfristig gut. Aber mittelfristig? Und langfristig?

Auf keinen Fall!

Was machst Du, wenn die Blauen noch mehr Einfluss gewinnen? Sie werden es, Und dann?

da hast du recht und wer Altmeiers Staatssekretärin war, wissen wir auch. Die Geschichte scheint sich im Kreis zu drehen. Doch reden wird vom Altmeier Knick, weil der Zubau von PV danach wieder an Fahrt aufgenommen hat. Die EE Quote im Stromnetz war noch nie so hoch wie derzeit. Ergo wurde es trotz Altmeier besser, als es vor Altmeier war. Ist das Glas halb voll oder halb leer? Bist du Optimist oder Pessimist. Ich versuche Optimist zu bleiben, auch wenn es manchmal schwer fällt.

L.G.

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