Man muß immer den Wirkungsgrad des Prozess und die Mutzbarkeit bewerten !
Solarthermie ist effizent wenn man den Prozess betrachte aber nur bedingt nutzbar, die PV erzeugt Strom der wann immer er bereitgestellt für viel Zwecke genutzt werden kann. Dazu kommt derzeit noch die Möglichkeit der Einspeisevergütung oder zunehmend alternativ der asyncronen Nutzung mit Speichersystemen.
Ja, unbedingt. Ich verstehe natürlich, warum sich P V durchgesetzt hat.
Wirkungsgrad als eine Metrik gehört in einen Zusammenhang. Für sich allein stehend ist das eine tolle Zahl, aber die Aussagefähigkeit kann gegen 0 gehen. Und ein Konzept vom Tisch zu wischen, weil der Wirkungsgrad einer Komponente im System nicht hoch ist, könnte am Gesamt-Ziel vorbei gehen.
Das war genau mein Punkt und genau deshalb halte ich diese Wirkungsgrad-Argumentationen fast immer für verfehlt.
Das mit dem besseren Wirkungsgrad trifft nur unter einer Bedingung zu: wenn die Sonne scheint. Wenn sie nicht scheint, liefert meine Solarthermie nichts. Meine Photovoltaik liefert auch bei Bewölkung. Dazu kommt, dass ich mit Strom aus PV alle elektrischen Geräte betreiben kann. Solarthermie liefert "nur" warmes Wasser, das ich nur für Heizzwecke einsetzen kann.
Strom ist nun mal die "edelste" Form der Energie: vielseitig nutzbar. Wärme ist die unterste Stufe. Mit einer Wärmepumpe macht man aus 1 kWh elektrischer Energie mehr als 3 kWh Wärme. Um aus Wärme Strom zu machen brauchst du wenigstens 3 kWh Hitze für 1 kWh Strom.
Ich bin kein Experte was den Strommarkt und die Strompreise angeht, aber negative Preise für Strom erzeugen bei mir auch das Gefühl ‘da stimmt was nicht’! ![]()
Elektrische Energie hat immer einen Wert, weil sie ‘Arbeit verrichten’ kann und auf vielfältige Weise genutzt werden kann. Das Problem ist aber sehr vielschichtig und sicher nicht schnell erklärt oder ganz durchschaubar. Es hängt an den vielen (oft unabgestimmten) Akteuren im Strommarkt und natürlich an wirtschaftlichen Interessen. Auch die Politik spielt hier eine große Rolle, die sicherstellen will, dass jederzeit genug Strom für alle da ist und das bedingt genügend Kraftwerke, falls Sonne und Wind mal nicht vorhanden sind. Dazu kommt die Förderung (EEG) und die immer größer werdende Menge an privaten Erzeugern, die oft alle zum gleichen Zeitpunkt einspeisen wollen, wenn aber gar nicht die entsprechende Nachfrage da ist. Das andere sind die für diese Situation ungenügenden Netze um schnell große Mengen Energie von A nach B zu bringen. Ideal ist es immer, wenn die erzeugte Energie möglichst dort verbraucht wird, wo sie erzeugt wird bzw. die Transportwege möglichst kurz sind. Windanlagen treten aber geballt im Norden der Republik auf, während PV über all verteilt, aber im Süden vermutlich stärker vertreten ist bzw. dort mehr produziert.
Dann gibt es den technischen Hintergrund der ‘Netzstabilität’: die 50 Hz sollen möglichst genau gehalten werden. Steigt die verfügbare Energiemenge, steigt die Frequenz, die Generatoren laufen schneller - sollen sie aber nicht. Man könnte natürlich konventionelle Kraftwerke herunterfahren oder abregeln, aber das dauert eine gewisse Zeit (technische, mechanische und wirtschaftliche Gründe) und der Betreiber will eigentlich 24/7 auf 100% fahren, weil nur so die Anlage gut ausgelastet und wirtschaftlich arbeitet. Viele Kraftwerkstypen, insbes. Gas- und Ölbefeuerte, aber auch Kohle und Wasserkraftwerke etc. kann man relativ schnell regeln (20…40% Leistungsregelung innerhalb 10 min. sind eigentlich kein Problem), aber dann muß jemand eingreifen, es gibt immer einen gewissen ‘Materialverschleiß’ weil Kessel und Rohre unter hohem Druck stehen und die mögen keine schnellen Schwankungen. Also versucht man möglichst nahe 100% durchzufahren, oder geht mal auf 90…80%. PV-Anlagen und Windkraft kann man auch sehr leicht und schnell regeln, aber hier gibt es eine Förderung für erzeugten Strom, der muß bezahlt werden.
Möglichkeiten zur Energie’vernichtung’ oder besser sinnvoller Nutzung:
- Große Speicheranlagen (LFP-Akkus, Na-ionen Akkus etc. etc.)
- Wasserelektrolyse im großen Stil
- Pumpspeicherwerke
- Einfachste und billigste Lösung: verheizen! Badeseen aufwärmen, Pools, Freibäder etc., wenn das nicht reicht: Luft und Meer!
Die Alternativen 1-3 sind sicher sinnvoller, erfordern aber eine höhere Investition. Und die rechnet sich nur, wenn entsprechend viel Energie umgesetzt werden kann und die Speicher immer in Betrieb sind. Das ist aber nicht der Fall! Von daher vermutlich subventionsbedürftig!
- Müßte sich sehr günstig realisieren lassen und ist im Prinzip überall, auch lokal beim Privatmann machbar. Warmwasserspeicher aufheizen statt einzuspeisen, Pool heizen etc. Hat aber nicht jeder…
Letztlich könnte man hier politisch den Zustand sicher deutlich verbessern, aber die Lobby der Energieerzeuger kann mit der aktuellen Regelung wohl ganz gut leben.
Morgen steht der Day-Ahead Preis (tag zuvor einkaufen) mittags ziemlich genau bei Null ![]()
Ward ihr das?
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der Unterschied zwischen Waren oder Aktien Börsen zur EEX besteht im Handelsgut. Strom muss sofort verbraucht werden, weil es zu wenig "Lager" Kapazitäten gibt. Die Aktie behält ihren "inneren Wert" (Unternehmenswert), auch wenn sie im Moment keiner kaufen will. Der Strom, der nicht abgenommen wird, ist in Sekundenschnelle "verdorben", ist also wertlos geworden.
Einige der geplanten Speicher wollen diese starken Schwankungen für den Zwischenhandel nutzen, also für "Null" den Akku füllen (oder gar noch Geld für die Abnahme erhalten), um ihn dann zu Zeiten hoher Preise einzuspeisen. Soweit die Theorie. Doch wenn volatile EE Erzeuger und Speicher in weiter Entfernung von einander stehen, führen Speicher und Entladevorgänge zu zusätzlichen Belastungen der Netze. Daher brauchen wir weit mehr systemdienliche Speicher und keine, die nur kursgetrieben agieren. Da fehlt es wohl an sinnvollen Regeln, daran sollte gearbeitet werden.
Vielen Dank für die Beiträge! Ernst gemeint.
Doch was machen wir damit? Gute Ideen und so gut wie keine Konsequenzen. Wenn mehr Zeit vergeht, kommen bestimmt noch mehr gute bis sehr gute Ideen.
Was sollten wir tun, damit die richtigen Weichen gestellt werden und nicht die, die Lobbyisten gestellt haben wollen?
Meine Meinung ist inzwischen, der Souverän muss sich an der Gestaltung der Politik beteiligen und nicht nur alle 4 Jahre ein Kreuzchen machen. Und dafür braucht es Menschen, die Einfluss nehmen können und wollen. Gern sehe und höre ich einige Kanäle, und sie haben bestimmt auch irgendwie Einfluss. Aber richtungslos und zufällig.
Doch sollten Kräfte nicht gebündelt werden, damit Macht ausgeübt werden kann, um zu verhindern das Interessen uns und das Gemeinwohl dominieren?
Warum machen Netzbetreiber eigentlich Gewinn? Hier in SH sind die Eigentümer die Kommunen und EON. Reichlich Gewinn, Jahresabschlüsse sind leicht zu finden. Wohin fließt das Geld?
Viele fragen sich, warum Wähler extreme Parteien wählen. Ja warum nur?
Ok, Fokus verloren und hier halte ich wohl erstmal an.
Doch ich finde die Idee, über Preisbildung Infrastrukturausbau steuern zu wollen, glinde gesagt hahnebüchen. Warum werden nicht Hindernisse für Netz- und Speicherausbau beseitigt und alle Gesetze geschaffen, geändert, gestrichen, die das verhindern. Und zwar schnell - handelnde Regierungen, das wäre doch mal was.
Extreme Parteien haben meißt was gegen Windräder, PV und Elektroautos.
Das sind da die falschen.
Informier dich mal warum Firmen Gewinnmachen dürfen und wieviel.
Dann verstehst man vielleicht auch mehr bei Stromfirmen/Netzbetreibern wie und wann sie Gewinn machen dürfen.
Zuviel davon sollte auffallen und geändert werden.
Da würde ich die riesigen Gewinne bei den Ölmultis aber gerne im Verhältnis sehen und vor allem im Verhältnis zum Nutzen sehen ![]()
Stromtrassen werden gebaut.
Je mehr Bürger überzeugt sind, desto weniger langwierige Einsprüche und Verfahren.
Nachtrag: Podcast
Ich weiß nicht ob es in dem oder einen anderen davon war. Falls es dich wirklich interessieren sollte:
Geladen - der Batteriepodcast zur Energiewende: Kein Anschluss ans Stromnetz, keine Energiewende? Solar & Wind ausgebremst - Jerome Fischer (Omexom)
Starten bei: 00:00:00
Webseite der Episode: Kein Anschluss ans Stromnetz, keine Energiewende? Solar & Wind ausgebremst - Jerome Fischer (Omexom) - Geladen - der Batteriepodcast zur Energiewende
Mediendatei: https://audio.podigee-cdn.net/2369660-m-e6e751a46189f5ac659f13077676d39c.mp3?source=feed#t=0
Nachtrag2:
Den Beitrag von deff zwei posts hier drüber, finde ich als Antwort sehr gut.
(Warum gibt es das Modell der negativen Strompreise? - #26 von deff
In investitionen? Wovon sollten die sonst bezahlt werden?
Der Gewinn unseres Stadtwerks wird anteilig für Invest angespart und der Rest ausgeschüttet. Die Einnahmen fließen dem städtischen Haushalt zu und werden für Kultur, Sport, usw. ausgegeben. Jahreabschlüsse Haushaltspläne, usw. sind der Öffentlichkeit zugänglich (im Netz).
Die Erfolge der extremen Partei(en) beruhen auf Unzufriedenheit, die ja auch immer wieder von der Partei geschürt wird. Es ist schon erstaunlich, was manche Wähler alles glauben, ungeprüft.
Investitionen aus dem Ergebnis? Ist das so?
https://www.sh-netz.com/de/kommunen-partner/kommunen/vorteile-fuer-aktionaere.html
Ich lese da "eine feste und eine variable Gewinnbeteiligung" und "Gewinnabführung"
Und aus dem Jahresbericht 23/24:
"Die Umsätze des Stromnetzbereichs erhöhten sich hierbei um 495,3 Millionen Euro auf 1.852,6 Millionen Euro, maßgeblich bedingt durch den Anstieg der Erlöse aus dem Belastungsausgleich nach dem EEG sowie der Netznutzungsentgelte. Das Ergebnis von SH Netz liegt vor Ergebnisverwendung bei 213,6 Millionen Euro nach 155,7 Millionen Euro im Vorjahr. Ursache hierfür ist vor allem der gestiegene energiewirtschaftliche Ergebnisbeitrag. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 286,7 Millionen Euro investiert (Vorjahr 276,5 Millionen Euro)."
Um es deutlicher zu machen (Vorjahr Ergebnis 155,7 Mio, Investitionen 276,5 Mio)
Und in dem Papier "Eckpunkte der kommunalen Beteiligung" der Stadt Wesselburen 2024, Seite 27 (Link erspare ich mir) steht:
"Ausgehend von der Gewinnabführung des Jahres 2022 wurde seitens der Unternehmensleitung für das Geschäftsjahr 2023 ein wesentlich höheres Ergebnis vor Ergebnisverwendung prognostiziert. Entsprechend der Prognose liegt das Ergebnis vor Ergebnisverwendung bei EUR 213,6 Mio. nach EUR 155,7 Mio. im Vorjahr. Auch die Gewinnabführung erhöhte sich um EUR 23,2 Mio. auf EUR 112,9 Mio."
Hm, ich denke, das Ergebnis wird nicht für Invetitionen verwendet, sondern landet in den Haushalten der Aktionäre.
Ach so, in der GuV-Rechnung auf Seite 29 steht auch noch, dass das Ergebnis nach Gewinnausschüttung in die Rücklagen gewandert ist.
Aber das nur am Rande.
Ja, ich sehe das auch so. Energiewende=Gas und Strom teuer. -> Wir wollen AKW zurück und Gas aus Russland. Früher war alles besser.
Und genau deshalb muss man dagegen halten. Unsere Demokratie muss sich wehren,
Ich habe gerade ein Video des Kanals 'Alles wird Strom' gesehen.
Sensationell! (Für Ungeduldige ab ca 27:00, durchhalten bis ca. 31:00)
Herr Kai Schiefelbaum ist grandios und die Botschaften sind sehens/hörenswert. Den Parteien müssten die Ohren glühen. Aber leider sind sie vermutlich resistent.
Das ist die Sprache der Bilanzierung nach HGB. Investionen werden sowohl aus Krediten, als auch aus Eigenkaptial (Gewinnrücklagen der Vorjahre) finanziert. Die Investition wird "abgeschrieben", d.h. die einmaligen Kosten werden auf die zukünftigen Jahre der Nutzung verteilt. Daher entspricht diese Darstellung nicht dem Geldfluss. Dafür gibt es dann die Cashflow Rechnung.
JA!
An der Politik der Grünen hat mich viele Jahre gestört, das die sich über Speicher keine oder viel zu wenig Gedanken gemacht haben. Wind- und Solarenergie wurde durch die Grünen maßgeblich gefördert, soweit, so gut. Darüber freue ich mich und ohne diese Entwicklung würden wir hier nicht diskutieren.
Aber es gibt immer noch sehr viel zu tun. Vor allem muss verhindert werden, das die Räder zurück gedreht werden.
Wie das geht, weiß ich nicht. Aber ich würde dabei gerne helfen.
Oder wir koppeln uns einfach so weit wie möglich ab und kaufen nur im Winter noch ein bisschen Gas oder Pöl für ein BHKW. Wäre auch auch ne Möglichkeit.
Wie ich weiter unten am Beispiel des Jahresabschlusses der SH Netz auch gesehen habe.
Doch ich bin der Meinung, das ein Netz ein Netz sein sollte und keine Gelddruckmaschine für Kommunen mit dem Abluss von 50,1% der Ergebnisse in Form einer Gewinnabführung in weitere, eher intransparente Geldkanäle.
Von 84 Mio Einwohner sind derzeit rund 2 Mio Mtglied einer Partei. Es gibt nicht nur bei den Grünen, auch bei CDU und SPD Mitgliedern Widerstand gegen die Rolle rückwärts (bei anderen Parteien sicher auch). Das Beste, was du tun kannst, ist über eine Partei Mitgliedschaft nach zu denken. Geh mal zum Ortsverein, schau mal unverbindlich rein, gern auch bei verschiednen Parteien. Die freuen sich. Wenn wir was ändern wollen, dann gehts am Besten in einer Partei.
Es ist auch möglich, deinen Bundestagsabgeordneten anzuschreiben.
Gegen die Klima Wende werden nun fast schon regelmäßig Demo´s durchgeführt.
das Youtube Gespräch ist 2 Wochen alt. Die Entwicklung ging schon weiter. Und ich bin stolz, dass ich etwas ändern konnte. Mit dem GMG wird auch das CO2 Preisaufteilungsgesetz geändert und der Vermieter, der noch auf Gas setzt, muss einen Teil der Mehrkosten selbst tragen. Die Idee habe ich in einem Energieforum meiner Partei geäußert und nun ist die drin im Gesetzesentwurf.
innerparteilich geht schon was
q.e.d.
Ja. Da allerdings die „Aktionäre“ in dem Fall ausschließlich Kommunen aus SH sind, gehen die Gewinne an eben diese. Die bezahlen damit dann all das, was die halt so bezahlen müssen. Da das natürlich nicht reicht, kommt der Rest aus anderen Abgaben, Steuern, und neuer Verschuldung.
Natürlich kann man da jetzt die Gewinne des Netzbetreibers verbieten. Da die Kommunen dadurch aber keinen Cent weniger ausgeben, werden die sich das Geld halt von woanders holen. „Woanders“ ist am Ende dann doch immer der Bürger.
Oliver
Bestimmt zahlt das der Vermieter. Und der legt das nicht in irgend einer Form um. Oder baut dann eine Alternative ein, und die Investition legt er auf den Mieter um.
Der Mieter zahlts.
So wie es OliverSo schreibt zum Thema Netze. Der Netzkunde (private) zahlts. Immer.
Und machst dich dann vom Pöl etc. abhängig. Irgend einen Tod muss man sterben.
Die Erfolge der extremen Partei(en) beruhen auf Unzufriedenheit, die ja auch immer wieder von der Partei geschürt wird.
Und diese Unzufriedenheit, die ist nicht gerechtfertigt? Und nur weil sie geschürt wird? Oder ist erst die Unzufriedenheit da, und diese wird verstärkt?
