Mh, das habe ich so nicht geschrieben. Ich schreibe, dass es momentan in Niederösterreich, und es wird wohl nicht das einzige Bundesland und auch Land generell sein, so ist, dass TROTZ gestiegener PV-Anlagen, TROTZ gesunkenem Verbrauchs der Endkunden und TROTZ höherem Gewinn des Anbieters, der die Preise für die Netzgebühren anzieht.
Wenn man dieses Szenario weiter spinnt, und zwar anhand der Daten der Vergangenheit, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass vielleicht nicht die Stromkosten für die genutzte kwh steigt, sondern jetzt die Netzgebühren. Dazu spielt signifikant der Netzausbau überall eine Rolle. Wenn man sich wiederum die möglichen Auswirkungen in Deutschland ansieht, und zwar das Potential des Abschaltens von Wärmepumpen und Elektroautoladern bei Strom-Engpässen, dann wird das Netz ausgebaut werden müssen. Um das zu tun werden die Netzgebühren erhöht.
Meine Kritik lautet nun: Der mit dem E-Auto subventioniert sich den Ausbau des Ladenetzes und der örtlichen Gegebenheiten von der Allgemeinheit. Es würde vollkommen anders aussehen, wenn der mit dem E-Auto, der auch einen Schnelllader bei sich zu hause haben WILL, dies durch höhere Netzgebühren bezahlen müsste. Dem ist aber nicht so. Jeder, und damit auch jeder Mieter, muss dafür mehr bezahlen, auch wenn er gar nicht die Möglichkeit der Nutzung hat. Das geht am Verursacherprinzip vollständig vorbei. So lässt sich mitunter am Ende alles legitimiert solidarisieren.
Selbst wenn nun "Hochverbraucher" mehr bezahlen müssen, jeder der dann mittags sein Essen mit einem Elektroherd kocht, der einen Durchlauferhitzer hat, der ein E-Auto hat, müsste dann mehr bezahlen.
Auch nicht. Der Strompreis wird geringer, weil günstige Energie zur Verfügung steht und das ansich noch lokal, also ohne durch das gesamte Stromnetz gepustet werden zu müssen. Der Energiepreis steigt weil Stromunternehmen z.T. Aktionäre haben und ein Unternehmen für seine Aktionäre handelt und nicht für seine Kunden. Der Energiepreis muss in irgend einer Form steigen wenn die Stromnetze ausgebaut werden müssen. Wärmepumpen in Kombination mit Pufferspeichern hätten aber die Möglichkeit, Lastausgleiche für das Stromnetz durchzuführen. Wieso man also die Wärmepumpentarife fast vollständig (hier in NÖ, ich weiss nicht wie es in Dland aussieht!) abgeschafft erschließt sich mir nicht.
Die Eigen-PV-Anlage und auch Balkonkraftwerke bieten noch ein weiteres mögliches Problem. Ich weiss, Herr Schmitz hatte das in seinen Videos schon einmal vorgebracht, ich denke das war beim Antrag für die Bewilligung von Balkonkraftwerken bei weniger Bürokratie, dass bei Anlagen in dieser Größenordnung die Netze nicht mehrbelastet werden. Das mag so sein, und DENNOCH könnten Stromunternehmen es als VORWAND nutzen ihre Stromnetzgebühren zu erhöhen mit der Begründung der Sicherheitsaufwand würde durch solche Balkonkraftwerke steigen. Eine Versicherung kann es nutzen als Vorwand die Gebühren zu erhöhen wegen erhöhtem Brandschutz. Nichts von dem kann der Endkunde beweisen/widerlegen, am Ende wird er nur zahlen müssen.
Was MOMENTAN geht. Ja richtig. Aber was heute sparen ist, kann morgen dumm aussehen.
Da gebe ich dir einen Tipp: Ich glaube, dieses Forum ist nicht das Richtige für diese Kritik. Sie ist unnötig weil sie nicht weiterhilft. Viele wissen um vielfältige Probleme, es wird hier ja auch geschrieben, dass die Themen komplexer sind, als sie scheinen. Die Menschen in Deutschland hatten jahrzehntelang sehr sehr günstige Energiekosten und das zu Lasten ihrer Umwelt/Umgebung und oder getrieben in die Abhängigkeit. Dass das nicht ewig so weitergehen kann war abzusehen. Die traurige Wahrheit ist, dass wir alle jetzt zusehen müssen zum einen diese Altlasten zu beseitigen, und gleichzeitig für später keine neuen Altlasten entstehen zu lassen bei währenddessen am besten gleichbleibender wirtschaftlichen Leistung. Das ist unmöglich! Jedem, auch politikunerfahrener wird einsehen, dass das nicht geht. Irgendwo muss es Einschnitte geben. Die Breite Masse bekommt nun Einschnitte zu spüren. Das tut weh.
Gerade dann solche Projekte, wie eben hier der Einsatz für Balkonkraftwerke großflächig, der Einsatz von kleinen Gemeinden zu Energiegemeinschaften und Autarkie, Netzausgleichsgemeinschaften die Überschüsse verwerten können, das ist alles eine gute Sache und wir müssen uns auf das Produktive einlassen und nicht die jetzigen Miseren in uns in Wut und Hass gegen jede Änderung umwandeln lassen. Wir müssen nunmal jetzt alle anpacken. Mal setzt man dafür was in den Sand, kann passieren, mal profitiert man ein wenig mehr. Aber das Ziel, jedenfalls verstehe ich das so, dieses Forums hier, ist Lösungen zu finden, realistische Lösungen um etwas zu verbessern, ggf. sogar politisch/Gemeinde/Stadt/Land zu werden, um Teilbereiche umsetzen zu können. Das ist besser als die Realität zu beschreiben, zu hadern und es passiert... nichts. Wenn ich das so herauslese, du wirst die ganzen Erkenntnisse nicht von heute auf morgen gesammelt haben. Setz dich mal hin und überlege ernsthaft: "Warum befinde ich mich noch in Deutschland, wenn das, was ich behaupte, genau in der Form so passiert?" Versuch doch in einem anderen Land Autarkie zu finden. Vielleicht ist es dort einfacher als hier?
Das wäre etwas produktives. Wenn du das geschafft hast, wenn du es woanders besser machen DARFST, dann auch das als Lösung präsentieren.
Ich wollte darauf hinaus, dass ein Lösungsansatz der sein kann, dass Grundbedürfnisse und Grundverbräuche die sich nicht vermeiden lassen mit Freibeträgen ausgenommen werden können, während reine Luxusverbräuche teurer werden. Wer sein kleines Häuschen mit ein paar qm bewohnt, den muss man nicht unbedingt schröpfen. Wer auf 5000qm wohnt kann sich dieses leisten, und der kann sich dann auch die dazugehörigen Abgaben leisten.
Oder nur wieder mal pauschal dahergesagt: Wer während einer Pandemie auf Flüge verzichten kann, und Gespräche über das Internet führen kann, der kann diese auch führen um bei einer Klimakonferenz teilzunehmen und muss dort nicht mit dicker Belegschaft hinfliegen. Denn ansonsten erweckt er den Anschein von Unglaubwürdigkeit. Immerhin ging es vorher doch auch....
Das hat auch nichts mit Neid zu tun. Siehe oben. Verursacherprinzip. Wer konsumiert, der bezahlt. Jetzt ist es aber so, dass alle solidarisch bezahlen für vielfältige Dinge (ich weiss, dass das auch Infrastruktur ist, die man nicht selber nutzt, dass es für ein Sozialversicherungssystem ist, welches man vielleicht nicht selber nutzt, usw. usf. aber ich denke wohl, du weisst was ich meine) und die eigentlichen Verursacher bekommen noch Mengenrabatt. DAS kann keine Lösung sein.