Warmwasser per zentralem DLE bei weiten Wegen und Zirkulation

Sind vor allem die Zirkulationsverluste. Und Gasheizungen sind teils recht ineffizient bei der Warmwassererzeugung. Ich war mal erstaunt, dass im Ferienhaus für eine Badewanne so ungefähr 6kWh Gas verbraucht wurde, wo wir mit Strom nur 3kWh verbrauchen. Bei etwa gleicher Wassermenge und Temperatur. Und das bei einer recht modernen Vaillant Brennwerttherme.

@roterfuchs relevante Wärmemenge = Duschzeit bei der richtigen Duschtemperatur. Daran wurde ja nichts verändert.

Es zählt ja nur was aus dem Hahn raus kommt {green}:wink:

welchen durchläuferhitzer könnt ihr denn empfehlen? am liebsten digital einstellbare temperatur und wenn vom warmwasserspeicher wasser kommt welches höher ist als "Solltmeperatur" soll er entsprechend elektronisch nachregeln "runterrampen"....

lg

@janosch1337

Elektronischen Stiebel Eltron. Gibt es ab und zu auch bei Kleinanzeigen für einen Schnäppchenpreis wenn Leute Heizung umgebaut haben.

2 Lösungsansätze hierzu :

  • da wo die Zirkulationsleitung in den Warmwasserspeicher geht, die Leitung auftrennen, Warmwasserspeicher zumachen, Zirkulationspumpe raus, und das aus der Zirkulationsleitung ankommende Wasser mit einem einfachen Magnetventil 1x am Tag ablassen, z.B. jeden Tag 2-3 Liter. Das wären dann 60-90 Liter pro Monat. Damit sollten Legionellen kein Thema mehr sein

  • wenn man dann unbedingt beim Duschen sofort Warmwasser haben will, kann man einfach vor dem Duschen im Handwaschbecken im Bad 1 Minute das Warmwasser aufdrehen.

Nicht optimal, aber einfach zu realisieren und die laufenden Kosten (verlorenes Wasser) sind sehr überschaubar. Jedenfalls viel günstiger die Zirkulation weiterlaufen zu lassen.

Nicht alle DLE kommen mit eingangsseitigem Warmwasser zurecht. Und viele DLE sind vom Durchsatz her nur dafür gedacht, direkt im Bad direkt neben dem Abnehmer (Dusche/Waschbecken) angeschlossen zu werden, d.h. da gehen max 6 Liter oder so pro Minute durch. Clage DEX ist so einer, der kommt mit WW am Eingang zurecht.

Sehr gut! Genau so baue ich es. Eine Ringleitung für Warmwasser und ein Magnetventil daran welches morgens um 5 kurz aufdreht, die 3l raussprudeln lässt. Ich denke mal es ginge noch besser wenn man eine Art Steuerung hätte, die immer 24h ab der letzten Entnahme zählen würde. Ich werde sogar meine WW-Rohre extra nicht dämmen damit der Wasserinhalt sich schneller abkühlt. WW geht bei mir nicht in die Waschbecken, da werde ich drunter kleine DLE mit 3KW schrauben (und abschalten). Die Waschbecken spülen dann das Kaltwasser, weil sie die letzten Abnehmer sind und es elektr. gibt ebenfalls mit 24h Spülung. Somit wird bei mir dann WW und KW alle 24 gespült.

Das mit dem Magnetventil hätte noch die Option es ggf. so einzustellen, dass man es manuell zusätzlich anwählen kann, vielleicht mit Taster oder App, damit hätte man vor Benutzung von WW das kalte Wasser ausgespült und sofort warm.

Ich würde mir mal die üblichen Verdächtigen bei DLE anschauen: Stiebel Eltron, Vaillant, Clage, AEG.

Wir hatten einen Stiebel Eltron, der ging leider nach 8 Jahren kaputt. Vielleicht einfach nur Pech. Dann sind wir auf Vaillant umgestiegen, der war auch deutlich günstiger. Der läuft jetzt auch schon wieder 6 Jahre ohne Probleme. Ich hoffe, der hält seine 20 Jahre.

Nebenher: Müsstest mit dem Energieversorger klären, ob du überhaupt DLE verwenden darfst. Die sind immer unbeliebter bei den Versorgern.

Wo ist da der Vorteil ggü dem Rückspeisen in den Boiler?

Ein Vorteil gegenüber einer Lösung wo die Zirkulationspumpe nur 1x am Tag anläuft ist beispielsweise, dass eine ungewünschte Schwerpunktzirkulation systembedingt ausgeschlossen ist.

Bei mir war zusätzlich das Problem, dass ich Zirkulationsleitungen in 3 Wohneinheiten liegen hatte. Der Vorbesitzer des Hauses (Heizungsbauer....) hatte da einfach 2 Wasserzähler pro Wohneinheit verbaut für WW und Zirkulation. Das Problem bin ich mit meiner Lösung nun auch los.

Ich habe einen stiebel eltron 27 kw Durchlauferzitzer damals bei Maueröffnung billig gekauft, da die dort in Plattenbauten eingebaut waren und von den Entsorgern billig verkauft wurden. Elektronische Regelung die super funktioniert.

Einbau super easy und wir haben ihn ja wie geschrieben dreimal versetzt.

Was win schreibt kann ich nicht bestätigen. Meine Frau war super genervt, wenn sie duschen wollte und dann gefühlt 3 min warten musste, bis das warme Wasser kam.

Meiner Tochter war das egal, die hat meist kalt geduscht wegen Erderwärmung und so. Kommt also auf den Komfortanspruch an. Ich will auch nicht ewig auf warmes Wasser warten. Was aber das totale Desaster war, war die Versorgung der Waschbecken. Da stellten alle auf möglichst warm und haben sich dann doch die Hände kalt gewaschen, da es zulange dauerte bis warm kam. Damit sinnlos Energie verschwendet. Heute ist es auch schwer zu vermitteln, dass man beim Waschbecken bitte entweder kalt oder heiss einstellt und nicht irgendwas dazwischen, da sonst das Wasser nicht kommt (und wir haben jetzt nur 3 m Leitungslänge)

Von der Wasserverschwendung mal abgesehen, heize ich dann auch noch das Mauerwerk, weil bei Ende duschen jede Menge warmes Wasser in der Leitung bleibt und auskühlt.

Badewanne ist überhaupt kein Problem gewesen, der macht locker 60 Grad und da spielte es keine Rolle ob erst mal 20 l einfach so in die Wanne laufen und dann das heisse Wasser dazu kommt. Beim Duschen und Händewaschen war es Müll.

Und weil auch Andreas das so propagiert. Aus meiner Sicht sind DL immer noch besser als Brauchwasserwärmepumpen, wenn man keine großen Mengen an Warmwasser braucht. Kein Problem mit Legionellen, warmes Wasser wird nur erzeugt wenn gebraucht und ich liebäugele gerade mit einem System was deutlich längere erhitzerschlangen hat wodurch ich mit meinen Victrons (12 kw leistung) dann komplett im Sommer das WW erzeugen könnte (derzeit habe ich nen 27 kw DL, den ich aber nicht mehr brauche da wir nicht mehr zwei Duschstellen gleichzeitig bedienen. Der braucht im Winter leider seine 23 bis 25 kw aber im Sommer nur 14. Es gibt jetzt ein System in der Erprobung was mit längeren Heizpatronen mit 12 KW 6 l 60 Grad Wasser bei Einlauftemperatur von 10 Grad machen soll. Das wäre mein Traum wenn das stimmt.

Dann würde ich den kompletten Sommer alles autark haben, ohne warmes Wasser vorhalten zu müssen, was nur ein bis zweimal am Tag gebraucht wird. Und auch wenn es bei den WW wärmepumpen immer heisst, sie laufen ja umsonst halten sie über lange Zeit warmes Wasser vor was nicht gebraucht wird. Und das ist für mich Verschwendung.

Stefan

[quote data-userid="13676" data-postid="190363"].
Der Warmwasserspeicher muss für das Vorhaben einen Anschluss für einen Heizstab/Heizpatrone haben.

[/quote]

Genau, und das ist bei vielen Kompaktthermen, z.B. auch unserer Vitodens 222-F, nicht gegeben.

Sechs Liter Wasser um 50K mit 12kW zu erwärmen dauert in Sekunden knapp 105 Sekunden. 6504190/12000.

In einer Minute schaffen 12kW nur 3,43L um 50K zu erwärmen. Pure Physik, es spielt keine Rolle wie lang die Heizpatronen sind.

@stefanelo

Vor allem Find ich die Temperaturregelung der elektronischen Durchlauferhitzer genial. Das stimmt aufs Grad genau. Wenn man bei uns voll auf warm stellt, den Hahn also ganz nach links und auf, kommen genau 43 Grad raus. Da muss ich nicht mal die richtige Temperatur finden. Unser Erhitzer hat noch zwei Memory-Tasten wo zwei Temperaturwerte gespeichert sind. 43 Grad für den Winter, 39 Grad für den Sommer. Aber kann man sich ja einstellen wie man es mag. Einfach Hahn auf und fertig. Für das Badewasser für unsere Kleinen auch genial. Temperatur passt halt.

Ja, das finde ich auch super. Einstellen und ich kann sofort losduschen, ohne regulieren zu müssen.

Noch besser ist es bei der Badewanne. Anfangs einstellen und wenn Wasser fertig, stimmt die Temperatur 100%. Das ist großer Komfort und vor allem auch wieder energiesparend. Man hat genau den Energieeintrag, den man für sein Ziel braucht, kein bisschen mehr.

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@Win

die DLEs sind krasse Energie-Verbraucher bezüglich der kurzfristig bezogenen Leistungs-Spitzen.

Daher muss deren Einbau, wie auch bei WallBoxen, i.d.R vom Energieversorger genehmigt werden.

Euere Gedankenspiele funktionieren nur, solange der DLE eine Nieschen-Lösung bleibt.

Letztlich verbraucht ein DLE locker die Kapazität einer Wallbox aus Sicht des Energieversorgers und nimmt somit eine konkurrierende Rolle ein.

Auch das ist ein Aspekt ökologischer Betrachtungen.

Im Gegensatz dazu entlastet die Heizstab/Speicherlösung eher das öffentliche Netz, da diese den Eigenverbrauch maximieren kann.

Ich glaub, im Moment gibts da noch keine Engpässe. Gibt hier in der Umgebung auch viele Häuser, die schon seit vielen Jahren mit DLE arbeiten.

Wir könnten diese Last auch gut in Zeiten schieben, wo das Netz nicht so belastet ist. Würde wir eh tun, sobald wir einen dynamischen Tarif haben.

naja, das ist sie bei korrektem rückschlagventil auch ohne den wasserverlust...

Ist im MFH Zirkulation nicht sogar vorgeschrieben?

Soweit so richtig :slight_smile:

Daher muss das Wasser eben entsprechend lange durch den Durchlauferhitzer laufen bis es entsprechende Temperatur hat. Dazu müssten die Heizschlangen lange genug sein. Zudem würden auch 45 Grad reichen, dann wäre die Zeit kürzer.

Mal sehen was aus dem Projekt wird.

Stefan

So gesehen ja.

Allerdings ist ein Durchlauferhitzer meist 3 bis max 10 min in Betrieb, während eine Wallbox z.B. Stunden läuft. Dass also alle DL zur gleichen Zeit Leistung abfordern ist eher unwahrscheinlich.

Heizstab und WWWärmepumpe entlasten theoretisch das Netz, da bin ich bei dir. Allerdings fordern die auch über Stunden Energie. Gesteuert könnte das in Lastschwachen Zeiten passieren. Aber die Energie die verloren geht für kurzfristig warmes Wasser zu haben 24 Stunden dieses Wasser erwärmt zu halten ist schon krass. Ich weiss nicht mehr wie hoch die Zahl war und es ist schon 20 Jahre her, dass es da eine Hochrechnung gab (Warmwassergeräte haben sich bzgl der Dämmung und so sicher verbessert), aber ich erinnere mich irgendwas von ein bis zwei Atomkraftwerke, die man einsparen könnte.

Und das Problem hier ist ja der Winter. Da bekomme ich gerade so den Eigenverbrauch OHNE größere Verbraucher gedeckt. Brauche aber da das meiste warme Wasser. Mein Kumpel in Teneriffa hat das Problem nicht. Der hat nen Tank auf dem Dach und für umme warmes Wasser das ganze Jahr.

Stefan