18 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Pufferspeicher bei Wärmepumpe sinnvoll oder nicht? Je nachdem
Ein tolles Tool - danke! Haben ca. 2400 Liter Heizölverbrauch bei ca. 150m² beheizter Fläche (weitere 100m², z.B. Gänge, sind nicht beheizt). Neues Dach, Doppelverglasung und WDVS im Rahmen einer Sanierung vor ca. 20 Jahren. Jetzt soll eine WP her. Aber: Phantasiepreise durch Subventionsirrsinn und Handwerker, denen man nicht unbedingt trauen kann (Überdimensionierung, Markenbindung, subventionsorientierte Preiskalkulation …). Dein neues Tool (und dein Kanal sowieso) hilft hier enorm. Hierzu habe ich eine Frage:
Welche Vorlauftemperatur gibt man im WP-Tool ein, wenn man sowohl Fußbodenheizung (ca. 2/3 Drittel der beheizten Fläche) als auch Heizkörper hat? Danke vorab!
Hallo Andreas, bin auch durch das Video auf das Tool aufmerksam geworden… Was mir wie z.B. auch beim JAZ-Rechner fehlt, ist eine Einbindung (und eindeutige Identifikation) von Sole/Wasser WPs (sorry, falls da schon eine Sole/Wasser WP dabei war). Klar ist die Luft/XXX WP meistens günstiger aber es gibt bestimmt noch mehr Leute wie mich, die keinen lärmenden Lüfter vor dem Schlafzimmerfenster haben wollen, bzw. auch den Nachbarn verschonen möchten. Beste Güße, Al.
Cooles Tool. Schön wären Import/Export-Funktionen für die eingegebenen Config-Daten (das hatten auch andere sich schon gewünscht).
Eine Frage: Ich habe testweise mit einer festen Einstellung aller anderen Parameter lediglich das Jahr variiert. Und alle einzelnen Jahre (2023-2025) haben einen Wert von > 30% bei der Taktung ergeben:
2023: 33.0%
2024: 31.3%
2025: 37.7%
Wähle ich dagegen “Alle (Durchschnitt)”, erhalte ich 29.6%
Ich hätte da eher einen Mittelwert der 3 Einzelwerte erwartet. Ich hatte eine Arotherm Plus VWL55/8,1 gewählt. Mit einer Aquarea L 5 KW waren die absoluten Zahlen etwas anders, aber der Effekt derselbe (Mittelwert kleiner als alle Einzelwerte),
Verstehe ich da was falsch ?
Grüße
R.
Servus,
ein prima Tool.
Ich habe selber eine eher zu kleine 9kw LG Therma V R32 und wohne in einer schwierigen Gegend mit viel Nebel im Winter. Da taut die Anlage dann alle 45min ab.
Gefühlt bringt die WP da dann nur noch 70% der Maximalleistung, wenn man die Abtauungen mit betrachtet und abzieht.
Aktuell finde ich für die Anlage nur die Nominal Capacity für A2W35 und A7W35, das sind jeweils 6.8 bzw 9kw. Für kalte Temperaturen finde ich die nicht.
Es gibt jedoch noch eine Performance Table, was die maximum Heating capacity beschreibt und auch den Defrost beinhalten soll. Das ist bei der Anlage konstant bei 9kw, was aus der Praxis her aber nicht sein kann.
Welcher Wert muss denn da rein, die nominal capacity oder die maximum performance? Zieht das Tool die Abtauverluste automatisch ab?
Als Beispiel sind ja die Werte der Pana enthalten, die ist ja sehr ähnlich, wo sind die denn her?
Moderation: Wenn ihr Details von Wärmepumpeninstallationen diskutieren wollt, macht bitte einen neuen Thread auf. Hier soll es um das Berechnungs-Tool gehen.
Hallo zusammen,
ich bin neu im Forum und bin auf das Wärmepumpentool gestoßen. Ich habe noch eine Öl-Heizung finde das Tool super um zu schauen welche Wärmepumpe bei mir passen könnte.
Ich habe noch eine Verständnisfrage zur Heizgrenze. So wie ich das verstehe ist das die Umschaltung zwischen Winter und Sommerbetrieb und zwar Temperaturabhägig, oder? Wenn ich die Heizgrenze verändere z.B. von 18°C auf 15°C verändert sich die Heizlast von 4,7kW auf 6,0kW und damit auch die Temperatur ab wann der Heizstab-Start ist (von -16,4 auf -9,0°C).
Das Versehe ich aktuell noch nicht was das mit der Heizgrenze zu tun hat?
Wenn du die Heizgrenze nach oben setzt, heißt das, dass die Wärmepumpe schon bei höheren Außentemperaturen anfangen muss zu heizen. Das heißt, alles verschiebt sich nach oben, bei 18 Grad um 3 K gegenüber 15 Grad. Deshalb ist also die Heizlast durchweg höher. Soweit verständlich?
Die Heizgrenze ist die Außentemperatur, bei der du das Haus noch heizen musst, damit du die 21 Grad Wunschtemperatur hast. Je besser ein Haus gedämmt ist, um niedriger liegt die Heizgrenze.
Gut das mit der Heizgrenze leuchtet mir soweit ein und ist so wie ich mir das denke.
Die Heizlast, ist die Leistung welche die Wärmepumpe bei der Normaußentemperatur (NAT) für das Haus aufbringen muss. Quasi die Energie, die das Haus bei z.B. -13°C (NAT) verliert. Diese Energie muss eine Wärempumpe, Gasheizung oder Ölheizung aufbringen um das Haus auf Soll-Temperatur zu halten. Das ist unabhängig von der Heizgrenze. Mit der Heizgrenze beeinflusse ich, wieviel Betriebsstunden die Wärmepumpe pro Jahr hat.
Die Physik, welchen Wärmeverlust bei NAT das Haus hat sollte dadurch nicht beeinflusst werden.
Ich denke hier ist noch ein Fehler im Programm.
Sieh es so:
Du musst an 1000 Stunden heizen und verbrauchst 10 000kWh. Oder
Du musst an 800 Stunden heizen und verbrauchst 10 000kWh.
Für die 800 Stunden benötigst du daher eine höhere Heizleistung.
Ich habe mal meine Daten eingegeben. Meine WP hat ein hohes Taktrisiko kommt heraus. Ich habe sie aber täglich nur von 0-5.30 Uhr und 11 bis 16.30 Uhr laufen, klappt dank fbh und Pufferspeicher. Taktete diesen Winter im Schnitt 3,8mal täglich. Vielleicht wäre das Eingeben solcher Zeitfenster noch ein Verbesserung. Nachtabsenkung fahre ich z.B. garnicht.
Wie sollte man das machen? Du nutzt eine Betonkernaktivierung. Das Tool müsste dann wissen, wieviel Beton du damit auflädst und wie hoch der Wärmeverlust/Speicherfähigkeit ist.
Ich meinte so wie man eine Nachtabsenkung zeitlich eingeben kann könnte man doch auch eine Abschaltung zeitlich eingegeben?
Ich bestätige deine Einschätzung.
Die Heizgrenze ist falsch umgesetzt. Vermute die Lastkurve wird anhand der Zahlen zuerst berechnet
und die Heizgrenze markiert den Punkt, wo die Lastkurve dann den Wert 0 haben muss.
Je tiefer die Heizgrenze desto steiler die Lastkurve, was zu unwirklichen Zahlen führt:
- Setzte ich die Heizgrenze auf -5 Grad errechent das Tool ~1’400. kW Heizlast

- bei 0 Grad ~100kW Heizlast
- bei 10 Grad ~10kW Heizlast
- bei 20 Grad ~5kW Heizlast
Aber sonst - super Tool
![]()
Schau mal, was @roterfuchs oben schrieb. Das bedeutet doch, dass dein vorheriger Verbrauch von z.B. 10.000 kWh nur unterhalb von 0 Grad benötigt wurde. Damit hast du diese 10.000 kWh also nicht in vielleicht 5000 Heizstunden verbraten, sondern in z.B. 500 Stunden (wo es <0 Grad war). Um das hinzubekommen, brauchst du eben eine extrem leistungsfähige Wärmepumpe.
Insofern erscheint mir das stimmig.
So ist es. Das Tool arbeitet doch mit den Witterungsverhältnissen und Standorten. Da gibt es also eine Tabelle und die besagt (Beispiel): Es gibt 50 Stunden unter -5°C, es gibt 300 Stunden unter 0°C, es gibt 800 Stunden unter 5°C, es gibt 1000 Stunden unter 10°C, es gibt….
Wenn man nun also eingibt: 10 000kWh und Heizgrenze 10°C, dann verteilen sich die 10 000kWh auf 2150 Stunden, wobei je kälter, desto niedriger der COP, desto höher der Verbrauch, desto höher die Heizlast.
Nun gibt man ein: Heizgrenze 5°C, dann verteilen sich die 10 000kWh auf 1150 Stunden, wobei je kälter, desto niedriger der COP, desto höher der Verbrauch, desto höher die Heizlast.
Die Heizgrenze besagt, ab dieser Temperatur außen wird geheizt. Je höher die Außentemperatur ist, an der man anfängt zu heizen, desto mehr Stunden heizt man insgesamt.
Ich bin davon ausgegangen dass die Heizlast eine Konstante das Hauses ist (ist sie auch). Ich habe für mein Haus z.B. eine Heizlastberechnung und die Beträgt 6,6kW @ -11°C. Und das ist immer so, außer man macht Veränderungen am Haus z.B. dämmen oder neue Fenster etc.
Aber das Wärmepumpentool kennt meine Heizlast nicht und muss sich diese über die Angaben errechnen. Das macht das Tool über den Wärmeverbrauch, Wirkungsgrad der alten Heizung und (vermutlich) eben über die Heizgrenze. Das heißt die Heizgrenze ist kein Wert zum "rumspielen" sondern dient als feste Größe um die Heizlast des Hauses zu bestimmen.
Ich habe nun mit Wirkungsgrad und Heizgrenze meine Heizlast auf 6,6kW@-11°C gebracht und kann nun die verschiedenen Wärmepumpen simulieren.
Ich bin da quasi von anderen Bedingungen bei meinem Gedankengang ausgegangen. Aber Vorsicht ist schon geboten, da die Heizgrenze einen großen Einfluss auf die Heizlast hat. Eine Änderung der Heizgrenze von 2°C bringt eine Änderung der Heizlast von ca. 1kW bei mir. Das macht bei der Auslegung der Wärmepumpe schon einiges aus. Es ist ein Unterschied ob man 6,6kW oder 5,6kW bei NAT hat.
Vielleicht könnte man für diejenigen die ihre Heizlast für ihr Haus kennen ein direktes Feld für die Eingabe der Heizlast machen?
Wie gesagt, ein weiterer zentraler Punkt ist, wie die Verteilung der Tage mit Außentemperatur sind. Wenn von 8700 Stunden im Jahr BEI DIR nur 10 Stunden unter -10°C sind, dafür aber beispielsweise 1000 Stunden 11°C, du dann aber die Heizlastgrenze auf 10°C stellst, sind die 1000 Stunden bei 11°C nicht drin. Und verschieben dadurch die gesamte Heizlast anteilsmäßig auf die kalten Tage.
Geht nun der Rechner von 100 Stunden bei -10°C aus, du hast aber nur 10 Stunden -10°C ist die Gewichtung ganz anders. Da kommt bei 100 Stunden eine andere Abhängigkeit raus als bei 10 Stunden.
Ahh, jetzt verstehe ich das Verhalten ![]()
In meinen Worten: Ganz zu Anfang gibt man ja an, wieviel Energie man für sein Gebäude benötigt. Die Simulation muss nun diese Energiemenge erzeugen - unabhängig von allen anderen Einstellungen! Man darf nicht der Idee verfallen (so wie ich), dass sich mein Energieverbrauch doch senken müsste, wenn ich an den anderen Parametern ändere.
Danke für das Feedback ![]()
Du kannst alle Parameter ändern. Und daraus ergibt sich ein anderes Ergebnis.