Woran machst du das fest? Ich kenne kaum bis keine Zentralheitzung die im Heizwasser einen Pufferverbaut hat.
Ja, für Brauchwasser. Aber wenn ich mir die Dächer in meinem Landkreis so ansehe, dann sind da subjektiv nur sehr wenige mit Solarthermie auf dem Dach, davon der größte Teil wohl für Brauchwasser und nur ein sehr kleiner Teil für Heizungsuntersützung. Ein weiterer Teil der Solarthermieanlagen läuft schon gar nicht mehr weil man gemerkt hat dass die Solarthermie nur dann warmes Wasser liefert wenn man es am wenigsten braucht.
Ich sehe das ähnlich wie @airhawk - der WP Vorlauf muss eine gewisse Übertemperatur gegenüber dem Heizungsvorlauf haben. Ansonsten dauert es ja ewig bis ein 1m³ Puffer auf dem Temperaturniveau ist das man mit seiner Speichertemperatur auf der sekundärseite auch Heizen kann.
Da gehe ich so wortwörtlich nicht mit. Es sind nicht die Wärmesenken für ein gesteigertes Takten verantwortlich sondern die Heizlast im Gebäude. Ist die geringer als die unterste Modulationsgrenze der WP gib es keinen anderen Ausweg mehr als abschalten/takten.
Das A und O bei der Dimensionierung ist einfach die Heizlastberechnung. Man muss schlicht wissen was das Gebäude an thermischer Energie benötigt.
Dann die Frage ob man die WP zwingend auf diese Heizlast bei NAT auslegt - unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die jeweilige Nennleistung auf dem Typenschild der WP defakto nicht bei NAT erreicht wird, man also ein Modell aussucht das die Heizlast auch bei NAT erbringt -
oder ob man die WP deutlich kleiner wählt damit sie in den Übergangszeiten effizienter läuft und im worst case bei NAT wird dann eben der Heizstab mit dazu genommen.
Über den Bivalenzpunkt und der NAT kann man dann sogar einigermaßen die paar Stunden errechnen die der Heizstab maximal läuft. Wobei auch da wieder ein Fallstrick lauert. Der Heizstab sollte eben auch nicht zu fett sein sondern gerade die Differenz zwischen WP-Leistung und Heizlast hinter dem Bivalenzpunkt abdecken.
Wird, soweit ich weiß, aktuell noch nicht sinnvoll gemacht. Man ballert derzeit lieber einen 9kW Heizstab rein und meint dann “wird schon warm werden”. Dies mein persönlicher Eindruck - ich schließe nicht aus dass ich da informativ nicht auf dem neuesten Stand bin.
Wenn dann alle paar Jahre mal der Heizstab mit angenommenen 3kW und angenommenen 70h läuft und der Strom all in 40Cent kostet, sprechen wir über monatliche Stromkosten von 7€ für den “bösen” Heizstab.