Wärmepumpengröße, Takten, DeIcing JAZ berechnen -> Neues Tool, bitte checkt mal ob das passt

Wie breit der Modulationsbereich ist, hat erstmal nichts mit dem Kältemittel zu tun. Es ist eine Frage der Auslegung des Verdichters, des Inverters und der softwaremäßigen Ansteuerung.

Da gibt es durchaus größere Unterschiede von Gerät zu Gerät und Hersteller zu Hersteller. Einfach so eine Standardformel 25% der Nennleistung geht da nicht.

Na ja, die pauschalen 25% sind nicht auf meinem Mist gewachsen, die stehen so im WP Tool drin (sogar explizit) und diese pauschal anzuwenden hinterfrage ich hier.

Die Regel, die ich hier vorschlage (die Minimalleistung der größten einer Serie auf die kleineren Modelle anzuwenden), hat auf jeden Fall Evidenzen:

  1. Bei Buderus vom Hersteller dokumentiert
  2. Bei Panasonic von Benutzern der M-Serie berichtet: demnach kommt dort auch die kleinste der Serie nicht unter 4kW Wärmeleistung, was bei 9kW Nennleistung 44% der internen Modulation entspricht. Bei der Grössten der Serie (16kW) hingegen liegen die 4kW bei den 25%

Die Buderus habe ich nicht gefunden. Aber schau Mal bei Vaillant. Bei der großen ist auch der Mindestvolumenstrom höher. Das kann schon ein Einschränkung sein, wobei die Vaillant sehr genügsam ist.

Du hast es in deinem Beitrag so geschrieben, als wolltest du persönlich eine Empfehlung in diese Richtung geben. Darauf hatte ich reagiert. Hier nochmal deine Aussage:

Mit Du meinte ich Andreas, da ich auf seinen Beitrag geantwortet habe, oder zumindest wollte :slight_smile:

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Aber erst bei größerer Anlage. Die beiden mit derselben Größe haben identische Daten. Die 75er ist 20cm höher. Die hat einen größeren Wärmetauscher. Und meist wird bei größerem Wärmetauscher auch ein größerer Kompressor genommen. Sie wiegt auch mehr. Es wird auch mehr Kältemittel vorhanden sein. Und wenn der Kompressor größer ist, und beide Kompressoren mit minimal (Beispiel) 15Hz laufen, wird der größere Kompressor dabei mehr Kältemittel verarbeiten. Also mehr Wärme transportieren minimal. Und dieses Minimal ist dann auch die Minimale Leistung. Das bekommt man dann nur weg mit mehr Durchfluss bei ansonsten gleichen Werten. Und da die Hersteller bei gleichen Werten (Außentemperatur, Wassertemperatur W35 oder W55) arbeiten ergibt sich das.

Das stimmt natürlich. Im Fall von Vaillant 35 und 55 erschließt sich mir dann auch gar nicht, warum man auf die 35 gehen sollte. Gut, die 35 ist minimal leiser und an einem Punkt minimal effizienter.

Und hier haben wir das nächste Problem. Wenn man beide nebeneinander legt bei selben Ausgangsbedingungen, ich habe es auf 12000kWh gestellt, den Rest gelassen wie er ist, Heizstab aus:

Das Problem ist nun folgendes, beide Wärmepumpen sind exakt gleich. Aber der Hersteller gibt zwei verschiedene Werte an, und das verfälscht das Ergebnis der 55er Arotherm. Warum?

Die 35er Arotherm ist softwareseitig beschnitten. Sie liefert also bei -7°C nur 5KW Wärme. Das macht sie nun bei W35 mit einem COP von 3,04. Das bedeutet, das Tool arbeitet nun mit den Werten:

35, 7 , 4,92COP
35, 2 , 4,07COP (beide gleich!)
35, -7, 3,04COP (nur die 35er), die 55er: 35, -7, 2,67COP

Und jetzt bildet das Tool eine Linie von +7°C, +2°C und -7°C. Da der COP der 35er bei -7°C BESSER ist, sind auch alle Werte zwischen +2°C und -7°C BESSER. Das beschert der 35er insgesamt einen besseren COP.

Aber wenn man die 55er ebenfalls bei 35, -7, 5KW laufen lassen würde, hätte sie DENSELBEN COP wie die 35er. Nur weil die 55er nun 5,88KW liefert, und bei 5,88KW einen niedrigeren COP von 2,67 angegeben hat, werden nun ALLE Werte zwischen +2°C und -7°C vom Tool mit einer Linie versehen und sind daher schlechter. Obwohl es dieselbe Maschine ist.

Nun sind 0,05 Abweichung im COP Schwund, also Messungenauigkeit. Aber würde man nun sagen müssen, welche der beiden Wärmepumpen man nimmt, und man möchte auch mal bei -10°C ohne einen Heizstab heizen, dann ist die 55er dort besser, die schafft nämlich bis -11,6°C zu heizen. Die 35er schafft das nur bis -7,7°C wegen softwareseitiger Beschränkung.

Oder auch anders: Würde man die 55er bei -7°C mit nur 5KW erzwingen, dann hätte auch die 55er einen COP von 3,04, also exakt dasselbe wie die 35.

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Nachvollziehbar, was Du schreibst und ich widerspreche nicht. Bei einem Absatz bin ich nicht sicher, ob das wirklich so ist:

Wenn bei der 35er die Linie von 2 runter auf -7 geht und dort den Punkt bei 5,01 statt 5,88 kW trifft, dann erklärt das zwar den besseren COP (ein Punkt) aber nicht eine bessere JAZ. Denn die einzelnen Pünktchen unter Linie sind ja zu kleine Leistungen im Vergleich zur 55er und müssten dann per Heizstab auf das 55er Niveau (55er Linie von 2 nach -7) angehoben werden. Die JAZ der 35er sollte gleich oder schlechter sein. Da Du den Heizstab abgeschaltet hast, wird er dann in der JAZ nicht mitbilanziert und die JAZ erscheint dadurch leicht besser.

Ist das plausibel oder ein österlicher Durchhänger?

Ich hab nochmal nachgesehen. Die 55er hat auch andere Maximalwerte. Die aber nicht zum tragen kommen.

Die JAZ der 35er sollte gleich oder schlechter sein. Da Du den Heizstab abgeschaltet hast, wird er dann in der JAZ nicht mitbilanziert und die JAZ erscheint dadurch leicht besser.

Ist das plausibel oder ein österlicher Durchhänger?

Ist plausibel. ABER:
Das Tool arbeitet nach Stunden in bestimmten Temperaturbereichen. Nimm mal an, es gibt in Frankfurt (nur beispielhaft) 100 Stunden mit -5°C, 20 Stunden mit -10°C und 5 Stunden mit -15°C.
Nun hat die 35er einen besseren COP bei beispielsweise -5°C weil sie auf 5KW beschnitten wurde.
Damit hat sie mehr Stunden mit “besserem” COP. Die paar Stunden im noch geringeren Minustemperaturen in Frankfurt können den Vorsprung der 35er nicht einholen.

Stimmt, war ein Denkfehler. Der COP ist besser als tatsächlich, daher ist bei gleicher Heizleistung die el. Leistungsaufnahme kleiner und mit den Stunden beim Temperaturpunkt multipliziert kommt eine kleinere Strommenge raus. Die Heizleistungslücke muss zwar mit 1:1 Heizstab aufgefüllt werden, aber das Ergebnis ist ungenau. Es fehlt also mindestens eine Stützstelle. Ob das bei allen baugleichen WP so ist, die nur softwareseitig begrenzt werden?!

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Wenn ich mich richtig erinnere hat die Panasonic Jeisha bei 5,7,9 die 7 und 9er oder nur die 9er bessere Werte. Die hat zwar eine andere Elektronikplatine aber die wird nicht besser sein. Was man aber hört ist, dass die 9er nach dem Abtauen höher fährt und lauter ist. Und wenn ich das dann wie Columbo kombiniere gehe ich davon aus, dass die 9er höhere Lüfterstufen außen hat. Sodass sie insgesamt mehr Luftdurchsatz hat. Und das sorgt für niedrigeren Temperaturhub und somit für minimal höhere COP-Werte der 9er.

Wenn die Wärmepumpe softwareseitig gecappt wird, dann bedeutet das ja, dass sie bei -7 Grad in einem künstlichen Teillastbereich gefahren wird.

Damit werden die auszuweisenden Vollastpunkte nach en 14511 zu faktischen Teillastpunkten. Die Wärmepumpe erscheint dann effizienter, ohne dass sie das wirklich ist. Was wir aber in echt verlieren ist Leistung.

Würde die starke Wärmepumpe bei -7 Grad auf Grund der Dimensionierung in Teillast laufen wäre sie genauso effizient wie die gecappte kleinere.

Der Effekt ist bei der nepura von daikin ziemlich ausgeprägt. Die hat eine nominal Leistungskurve die ziemlich effizient ist aber schwach. Und dann gibt es noch sowas wie kurzfristige Leistungsfähigkeit, die wesentlich höher liegt. Natürlich auf Kosten der Effizienz. Aber immerhin liefert sie. Nur darf sie es nicht nennleistung nennen sonst würde sie auch dort bewertet werden.

Ich glaube da ist sehr viel gaming dabei um in den Prüfnormen gut zu wirken, vs tatsächlich gut und leistungsstark zu sein.

Danke. Welche COP Werte hattest du genommen?

Tolle Sache .. ein paar Dinge wundern mich als Neuling gerade:

  1. Hat das Format bei “Historical Weather API” geändert? Was ich da runterlade, zeigt es im Tool einen viel zu niedrigen Heizwert des Hauses an. Das passiert auch, wenn ich eins der Presets separat runterlade (also Preset Garmisch OK, runtergeladenes Garmisch zu niedrig). Wie verlangt mit Temperatur und Humidity.
  2. Die Wärmepumpenpresets sind so etwas verwirrend. Die dort hinterlegten Leistungsdaten sind meistens die für 35C. Das nützt nichts, wenn man weiter oben 55C Vorlauf angegeben hat. Auch diese WP Daten müssen nach Vorlauf getrennt sein, so wie es die Hersteller in den Datenblättern angeben? So ist es für Neulinge irgendwie eine Falle.
  3. Addiert doch sowas wie User zufügbare WP presets? Dann können alle mitmachen und die DB wird grösser :slight_smile:
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Guten Tag,

ich habe eine Verständnisfrage zu einer Simulation. Ich interessiere mich für eine Pumpe von Nibe.

Im Datenblatt habe ich folgendes gefunden:

Sehe ich es richtig, dass ich dass ich folgende Daten angeben muss. Teilweise abgelesen aus dem Diagramm.

Max. Heizleistung eingeben muss: -7, 6.7
2, 4.2
7, 2.7
12, 2.4

Min. Heizleistung (habe ich versucht aus einem Diagramm abzulesen:

-10, 2
0, 2.25
10, 2.5
20, 3.25

COP-Kennfeld:

55, -7, 2.17
55, 2, 3.83
55, 7, 5.12
55, 12, 5.87

Bin für Feedback sehr dankbar.

Beste Grüße

Warum ändern sich nur die Kosten der neuen WP (Finanzen (Ersparnis) / Neu (WP))

wenn ich den Wirkungsgrad der alten Heizung(0.8-1.0) ändere? 0.o?

Sollten sich dann bei Finanzen (Ersparnis) nicht die Kosten bei “Alte Heizung:” ändern?

Weil bei höherem Wirkungsgrad die Heizlast höher wird, die Energiekosten der alten Heizung aber gleich bleiben.

Hallo,

Ich hab schon einige der Posts gelesen und auch schon einige Daten ins Tool eingegeben. Nun brauche ich aber doch Hilfe.

Ich liebäugel mit einer Lambda EU10. Heizlastberechnung über heizlast.report hat mir eine Heizlast von 10,24 berechnet. (Anmerkunge alle Räume und Bauteile akribisch erfasst inkl. nicht beheizbare Räume).

Fußbodenheizung (+nicht genutzte heizkörper) EG, DG und Keller Heizkörper

Meine Verbrauchswerte liegen durschnittlich bei 20.000 kwh Gas (Gasheizung aus 2003). Ausserdem gibt es eine Solarthermie mit 2 Modulen.

Allerdings hab ich im Februar 2025 neue Fenster und Haustür bekommen (3 fach verglasung), zuvor hatte ich nicht thermisch getrennte 2.fach verglaste Alu Fenster…

Die oberste Geschossdecke ist seit Dezember 2025 gedämmt.

Diese beiden Maßnahmen machen, denke ich, sehr viel aus für meinen zukünftigen Verbrauch.

Wie ich das am Besten im Tool berücksichtigen soll weiß, ich nicht.

Der Heizungsbauer hat meine Heizlast an lambda zur Berechnung weitergegeben.

Lambda schlägt die EU10 vor. Bivalenzpunkt aber -5 grad.

Im Tool liege ich mit meiner Berechnung (mal Verbrauchs angegeben bis Heizlast passt, mal 20.000 kwh + 5 bis 10% zuschlagen für solarthermie immer bei Heizlasten gegen -7 Grad.

Meine NAT hier ist übrigens -10,1

Mit -7 würde ich direkt die EU10 nehmen. Mit -5 bin ich mir unsicher, ob nicht besser die EU13 oder doch die Vaillant 10.5 geeignet wäre.

Wieso kommt Lambda auf -5?

Vielleicht gibt es hier jemanden der sowohl dir Lambda bivalenzrechnung noch hat und das mit dem Tool vergleichen kann?

Danke vorab für eure Meinung dazu

Grüße aus der Pfalz

Kannst Du die Heizlastberechnung nicht aktualisieren? Vom Verbrauch her würde ich auch auf einiges unter 10 kW tippen. Ich hab ja selber nur Splitklima, aber neulich mal ein YT gesehen zu Neuerungen bei Lambda. Der dynamische Abgleich hat mir gut gefallen, die haben den deutschen Herstellern denke ich auch sonst schon einiges voraus.