Ich hab den Einfluss der Part-Load-Ratio (Teillastbetrieb) versucht zu quantifizieren. Dazu hab ich die ziemlich gut dokumentierte Midea ; Thermal Arctic in der 10 kW Version genommen und versucht die über 792 Stützpunkte über einen Fit zu einer Gleichung zu machen.
Hier was ich gelernt hab:
TRNSYS rechnet solche thermodynamisch wirksamen Hyperflächen als biquadratisches Polynom. Die hab ich (mit freundlicher Unterstützung) um zwei lineare Anteile ergänzt so dass das hier rauskam:
f = a₀ + a₁·DB + a₂·DB² + a₃·LWT + a₄·LWT² + a₅·DB·LWT +a₆·load + a₇·load² + a₈·load·DB + a₉·load·LWT
Mit DB als Dry-Bulb Außentemperatur und LWT als Leaving Water temperatur (Vorlauftemperatur). Begriffe aus der Midea Referenz.
Der Fit hat vor allem an den rändern überhaupt nicht gepasst. Die Thermodynamische Grundannahmen werden ständig konterkariert durch Softwareeingriffe. Mal soll die Leistung nicht höher gehen wenn es draußen warm wird, mal kann die Wärmepumpe nicht auf 25% runtermodulieren wenn der Gegendruck zu hoch ist (hohe Vorlauftemp). Ich musste ständig Stützwerte opfern die nichts mit der Physik zu tun hatten. Mal hat das Modell zum COP noch halbwegs gepasst aber nicht mehr zur Leistung usw. Am Ende hab ich 575 Stützstellen genutzt.
Für kleine COPs, also draußen kalt und Temperaturen hoch wurde der Fehler Prozentual immer größer. Das brannte im Auge. So dass ich mit einem Best fit von 1/COP². und dem setzen vieler harter Constrains, da bin wo ich bin. In einem komplett nicht auf andere WP übertragbaren Modell für die Midea.
Meine Annahme dass der Schnitt durch den Stützstellenraum entlang einer festen Vorlauftemperatur oder einer festen Teillast die Realität nicht wiederspiegelt. hat sich nicht so recht bewahrheitet. Die Part-Load-ratio hat zwar einen Effekt und der ist bei tendenziell niedrigen Vorlauftemperaturen auch klar ekennbar, aber irgendwie hatte ich mir mehr erhofft.
Jedenfalls wollte ich schräg durch den Stützstellenraum entlang einer Heizkurve schneiden. Also variable Außentemperatur = variable Vorlauftemperatur = variable Part-Load ratio und dann trotzdem richtigen COP. Wenn ich dann die bekannten SCOP Messpunkte bei den richtigen Werten treffe dann wäre das Modell universal.
Funktioniert jetzt soweit dass ich aufhöre es besser wissen zu wollen.
Nachdem der Hersteller seine Tabellen scheinbar aus unterschiedlichen Quellen heraus befüllt, macht es keinen Sinn hier noch mehr nach Wahrheit zu graben.
Mein Claude Guthaben ist aufgebraucht. Selbst wenn ich wöllte geht’s jetzt nicht mehr weiter 
Die Rohdaten hab ich aus dem Referenzhandbuch Seite 38-40
https://breeze24.b-cdn.net/media/pdf/af/d4/33/Referenzhandbuch-Midea-M-Thermal-Artic.pdf Nicht sicher ob der Link hier funktioniert
Das sind Screenshots verschiedener Modulationsbereiche bei 70°C und 35°C Vorlauf.
70°C 100%–>50% : COP 2,17 → 2,5 (weniger als 50% geht hier nicht)
35°C 100%–>25% : COP 4,3 → 5,11
Die Volllastpunkte nach EN 14511 die hier im Forums-Tool verwendet werden (Und auch anderswo bspw. in der DIN 18599) unterschätzen die Wärmepumpe tendenziell. Aber vielleicht ist der Puffer auch notwendig oder einfach nicht relevant.
In der EN 14825 werden SCOP Werte aus Teillastprüfpunkten heraus ermittelt.
Die Püfpunkte sehen ähnlich aus - sind aber nicht gleich.
Wenn der Abgleich mit realen Anlagen zeigt, dass die Annahmen passen, dann tuts auch ein universeller Ansatz.