Ok, wie stark es sich auswirkt müsste man mal bei veschiedenen Geräten prüfen.
Selbe Durchflussrate?
Es kommt eh hin. Faustformel sind pro 1°C ungefähr 2,5% Effizienzverlust. Wie du dann aber dieselbe Wärmemenge transportieren willst bei gleichem Volumenstrom erschließt sich mir noch nicht ganz.
Durch den Anstieg der VLT vergrößert sich das Verhältnis Hochdruck/Niederdruck. Infolgedessen muss der Verdichter pro Umlauf mehr mechanische Arbeit verrichten. Die wasserseitige Spreizung im Verflüssiger bleibt aber unverändert, so auch die transportierte Wärmemenge.
Infolgedessen wird der COP bei steigender VLT kleiner, selbst wenn die Wärmeleistung sich nicht verändert.
Update 23.03.2026:
- Einige neues WP Modelle hinzugefügt. (noch nicht alle vollständig, kommt die Tage noch)
- Interpolation von fehlenden COP Werten: Es werden jetzt Mittelwerte bekannte WP verwendet um die Schätzung zu supporten.
Sehr gutes Werkzeug, mal wieder eine tolle Inititiative!
Eine Frage ist mir auch nach Durchsuchen der Kommentare nicht geklärt: Bei den Leistungsangaben zur WP steht in der Hilfe: “Die maximale Heizleistung der WP bei verschiedenen Außentemperaturen. (Findet ihr im Datenblatt unter "Heizleistung" oder "Pdh")”.
Womit wird denn hier gerechnet bzw. welche Eingabe wird erwartet? Die max. Heizleistung oder die bei den Prüfpunkten (das sind doch die Pdh-Werte, richtig?).Oder die nominelle Heizleistung? hier z.B: für meine Daikin:
Nom. Heizleistung A-7/W35: 9,30 kW
Nom. Heizleistung A2/W35: 6,29 kW
Nom. Heizleistung A7/W35: 12,00 kW
Die maximale wirrd eher mit 14-16 kW angegeben.
Kurze Info bzw. Präzisierung im Hilfe-Popup wäre super, danke!
Noch ne Rückmeldung zum Tool:
mir fällt auf, dass die Anzeige “Auslegung und Heizstab” sich nicht mehr ändert, wenn man die NAT ändert.
auch, wenn die NAT über dem BP läge:
Warum wird ein Bivalenzpunkt von -5°C als “knapp” eingestuft? -2….-7°C ist meiner Meinung nach ein völlig normaler Auslegungsbereich. “Jahresanteil 0,1%” wird sich wohl auf den Nachheizbedarf über den Heizstab beziehen. Da war es lange Zeit als ok akzeptiert, wenn 5% Nachheizbedarf nicht überschritten werden.
Man könnte auch den Ansatz aus VDI 4650 mit Deckungsanteilen und Leistungsanteilen nehmen und sagen: eine Auslegung bei NAT auf 65-75% der max. Gebäudeheizlast passt. Bei L/W-WP bivalent-parallel würde das bedeuten:
- 60% Leistungsanteil → 98% Deckungsanteil → 2% direktelektrischer Nachheizbedarf → OK
- 70% Leistungsanteil → 99% Deckungsanteil → 1% direktelektrischer Nachheizbedarf → OK
- 80% Leistungsanteil → 100% Deckungsanteil → 0% direktelektrischer Nachheizbedarf → OK
Ist aber nur ein Vorschlag, den man gerne diskutieren kann.
Vielleicht wäre auch interessant, die Frage zu beantworten, um wie viel sich die Stromkosten erhöhen werden, wenn die Wärmepumpe so und so knapp ausgelegt wird: erhöht der Deckungsanteil des Heizstabs sich um 1%, steigen die Stromkosten um (COP-1)%.
Nur mal als Denkanstoß ![]()
Hallo,
danke für das super Tool. Hier einige Hinweise dazu:
Ich habe diverse unterschiedliche Daten eingepflegt und festgestellt, dass bei gleichem Standort (München) die Heizlast des Gebäudes (@NAT) in den Jahren unterschiedlich ist. Wie kann das sein? Die Heizlast (@NAT) des Gebäudes darf sich nicht ändern!
Zusätzlich fällt auf, dass die berechnete Heizlast im Vergleich zum Heizreport viel zu optimistisch also zu klein ist. Für die Auslegung der WP sollten die Transmissions- als auch die Lüftungsverluste berücksichtigt werden. Dann kommt man auf die Norm-Heizlast des Gebäudes und die ist wesentlich höher, bei mir z.B. 11,1 kW zu 15,1 kW.
Deine Heizlast in München wurde also mit 11,1KW beziffert aber du benötigst in München 15,1KW?
Das ist jetzt die große Frage. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass die streng nach Regeln durchgeführten Heizlast-Berechnungen zu pessimistisch sind. Bei einem durchschnittlichen EFH kann man da meist gerne mal 1-2 kW abziehen.
Sehe ich auch so, die Heizlast wird nach den Standard-Methoden oft viel zu hoch berechnet. Praxisnäher ist die Einschätzung über den bisherigen Verbrauch und über die Schweizer Formel.
Es ist so, dass die überschlägige Heizlastberechnung im Heizreport nach Jahresverbrauch und Volllaststunden meines Gebäudes bei 11,1 kW liegt. Die genauere Berechnung unter Berücksichtigung der physikalischen Größen und Materialen für Gebäudehülle, Fenster und Dach (Transmissionsverluste) und der Lüftungesverluste ergibt einen Wert von 15,1 kW.
Wenn ich den durchschnittlichen Verbrauchswert der letzten 5 Jahre meiner Gasheizung ansetze, komme ich im Tool auf eine Heizlast Haus (@NAT) von nur 8,7 kW, im Heizreport aber auf 11,1 kW. Vor diesem Hintergrund erscheint mir 8,7 kW zu wenig. Ich betreibe eine EU13L mit Heizkörpern und erreichte 2025 eine JAZ von 4,44. ![]()
mach Heizreport Dir eine echte raumweise Heizlastberechnung nach 12831? Ich nehme an, das vereinfachte Verfahren ohne Innenwände? Oder leitet der auch nur überschlägig ab?
Wie kommst du darauf, dass 8,7 kW zu wenig ist und 11,1 kW korrekt? Kann doch auch genau anders herum sein.
Schau doch mal in den Logfiles deiner Lambda, welche Heizleistung die bei bestimmten tieferen Außentemperaturen geliefert hat.
Daher hatte ich nachgefragt. Was ist richtig? Will man eine normkonforme Berechnung, dann ist das Ergebnis fast sicher min. 20% zu hoch, weil Gewinne nicht berücksichtigt werden, die Gebäudemasse nur vereinfacht berücksichtigt wird, man einen viel zu hohen pauschalen Wärmebrückenzuschlag und einen viel zu hohen Zuschlag für die Gebäudedichtheit ansetzen muss. Mindestluftwechsel unrealistisch. Alle Räume voll beheizt, angrenzende Bebauung je nach Absprache zu schwach berücksichtigt.
Dieses Tool leitet ja - zwar stark vereinfacht - einen realen Verbrauch bzw. reale Heizlast ab. Das ist übertragen genau das gleiche wie Bedarfsausweis zu Verbrauchsausweis. Einmal formale Berechnung aber total unrealistisch und einmal das echte Nutzerverhalten.
Kann schon gut sein, dass beide Werte richtig sind.
Die klassische Heizkostenberechnung geht von Annahmen aus, die in der Realität oft nicht stimmen. Beispiel: Jeder Raum 20 Grad, Bad sogar durchgängig 24 Grad. Wenn das Heizverhalten der Bewohner langfristig ein anderes ist, macht es doch keinen Sinn theoretische Werte anzunehmen, die in der Praxis nicht zutreffend sind. Auch thermische Gewinne werden oft zu wenig berücksichtigt. Jede Person heizt mit etwa 100 W, dann noch Warmwasser und kochen. Und die Sonne, die ab und zu auch mal scheint.
In der Praxis zeigt sich ganz oft, dass die Standard-Heizlastberechnung nach Norm weit weg liegt von der realen Heizlast.
Weiterhin schleichen sich zahlreiche Fehler in eine Standard-Heizlastberechnung ein, weil Baumaterialien doch nicht die Werte haben, wie sie nach Katalog haben sollten. Und weil nicht jedes Detail wirklich berücksichtigt wurde. Wer weiß schon, welcher Außenputz nun genau auf der Fassade ist mit welcher Dämmwirkung.
Insofern ist das schon seit langer Zeit Praxis, dass man die echten Verbrauchswerte heranzieht, um die Heizlast zu berechnen. Stichwort Schweizer Formel. Natürlich muss man auch hier aufpassen. Wenn man in einem Haus nur zu zweit wohnt und 3 Zimmer gar nicht heizt, legt man vielleicht zu niedrig aus, wenn später mal alle Zimmer beheizt werden sollen.
Ja, raumweise nach DIN/TS 12831-1:2020-04. Innenwände, vor allem die zu nichtbeheizten Räumen, sind berücksichtigt.
Naja ^^:
Du hast einmal einen Temperaturverlauf für Frankfurt genommen und dann eine NAT die überhaupt nicht passt? Das ergibt keinen Sinn. Ich denke, dass das einfach absolut nicht zusammenpasst. Die NAT wird nur für sehr wenige Dinge genutzt (kälteste Temperatur, das wars), ansonsten hat die praktisch keinen Einfluss.
Es gibt aber keine automatische Abfrage der NAT, deswegen: Schwierig. Man könnte die für die Presets "fest machen"
Warum hat die NAT keinen Einfluss auf den Nachheizbedarf? Es geht doch um das Dreieck, das sich zwischen Bivalenzpunktnund NAT aufspannt.
Die Temperaturen ergeben keinen Sinn, ist mir klar. Das war der Versuch zu zeigen, dass die Anzeige nicht drauf reagiert.




