Ich habe meine Wärmepumpe jetzt seit 3 Jahren und die Daten nach bestem Wissen und Gewissen in das Tool (inkl. Wetterdaten) eingegeben. Das Ergebnis sind Verbräuche über die Jahre, die fast auf die letzte Kommastelle mit meinen Zählerablesungen übereinstimmen.
Es ist so wie der berühmte Autovergleich. Theoretisch gibt der Hersteller uns die Daten, was für das Auto in bestimmen Szenarien typisch ist. Aber wie man fährt und wieviel der Wagen dann letztlich verbraucht hängt von einigen Dingen ab, die man nicht berechnen kann, sondern nur schätzen mit den vorhandenen Daten.
Guten Morgen,
ich habe mal eine fiktive Auslegung mit WP-Opt gegenübergestellt.
Die internen/externen Gewinne: WP-Opt rechnet mit der Heizlast und den Stunden eine Wärmebedarf hoch. Um mit dem Akkudoktor-Tool vergleichen zu können, müssen beide Wärmebedarfe gleich sein. Ich habe also die Gewinne abgezogen, um in beiden Tools auf die gleiche Nutzwärme zu kommen (hierzu beim Dok-Tool Wirkungsgrad=1), die die WP leisten muss.
Interessante Erkenntnis an der Stelle: wenn das Dok-Tool den Wärmeverbrauch auf die Heizlast umlegt, dann werden dazu erhebliche Gewinne abgezogen. Bei 5 kW Heizlast bei NAT errechnet mir WP-Opt einen Nutzwärmebedarf von 16.226 kWh. Ich muss 6.026 kWh Gewinne abziehen um auf die gleiche Nutzwärme wie das Dok-Tool zu kommen.
Da die Datenlage nicht perfekt ist, habe ich eine zu große Wolf CHA-07 auswählen müssen. Aber egal an der Stelle.
Ich würde sagen, der Stromverbrauch passt gut überein.
Bei der JAZ kann ich es leider nicht im Detail sagen, weil das Programm zwei Berechnungsarten zulässt. Da will ich mich jetzt auf die Schnelle nicht reinarbeiten.
Danke für den Vergleich, das ist sehr interessant. Auf den ersten Blick sieht das plausibel aus. Allerdings habe ich den folgenden Absatz leider nicht ganz verstanden? Was meinst du mit Gewinnen usw.? Kannst du das nochmal näher erläutern?
Die internen/externen Gewinne: WP-Opt rechnet mit der Heizlast und den Stunden eine Wärmebedarf hoch. Um mit dem Akkudoktor-Tool vergleichen zu können, müssen beide Wärmebedarfe gleich sein. Ich habe also die Gewinne abgezogen, um in beiden Tools auf die gleiche Nutzwärme zu kommen (hierzu beim Dok-Tool Wirkungsgrad=1), die die WP leisten muss.
Interessante Erkenntnis an der Stelle: wenn das Dok-Tool den Wärmeverbrauch auf die Heizlast umlegt, dann werden dazu erhebliche Gewinne abgezogen. Bei 5 kW Heizlast bei NAT errechnet mir WP-Opt einen Nutzwärmebedarf von 16.226 kWh. Ich muss 6.026 kWh Gewinne abziehen um auf die gleiche Nutzwärme wie das Dok-Tool zu kommen.
Da die Datenlage nicht perfekt ist, habe ich eine zu große Wolf CHA-07 auswählen müssen. Aber egal an der Stelle.
Ein Hinweis noch: Das betrachtete Jahr macht extrem viel aus. Vermutlich hast du den Mittelwert verwendet. Denke damti dürfte das gut vergleichbar sein.
Die Idee finde ich gut. Meine Bedenken: wer ist der Hüter der “Wahrheit” und die Frage, ob wir das alles noch komplexer machen sollten. Ich denke wenn es für so ein Tool im Bereich von 5 bis 10 Prozent einpendelt ist es schon sehr gut um abzuschätzen wie man mit einer WP fährt
Hey, ich suche die Leistungsangaben für die Weishaupt biblock WBB20 und WBB12. Könnt Ihr helfen?
Gruß Micha
Also, ich will helfen, das Tool zu verbessern oder zumindest zu validieren. Ich kann selbst keine WP Verbrauchsdaten liefern, deshalb erwähne ich die Wärmepumpenverbrauchsdatenbank oder biete den Vergleich mit WP-Opt an.
Da ich bei euren beiden Berechnungsansätzen keine tiefen Detailinfos habe, wie tatsächlich bilanziert wird, versuche ich es von außen herzuleiten.
Dein Tool scheint ja für die schnelle Auslegung gedacht zu sein: alter Gasverbrauch rein → Heizlast ableiten → welche WP passt.
WP-Opt hat einen etwas anderen Ansatz. Dort kann man zwar auch aus dem Verbrauch oder pro m² eine grobe Heizlast ableiten, aber eigentlich startet man dort mit der Eingabe der Heizlast nach 12831. Also umgekehrt wie bei Dir. Es ist wahrscheinlich für die meisten hier total uninteressant, aber wenn Du wissen willst, warum ich diese sehr hohen Gewinne anrechne, dann muss ich erklären wie das Programm rechnet:
- Man gibt die 12831 Heizlast ein, man gibt die (angenommene) Heizgrenztemperatur ein, man gibt die Soll-Raumtemperatur ein.
- Für jede Außentemperatur wird die Heizlast berechnet. Beispiel 5 kW Normheizlast bei -10 °C, 20°C innen → bei 0°C wären das: 5 kW / [(-10-20)/(0-20)] = 3,33 kW
- Für jede Temperatur gibt es eine Anzahl an Stunden im Jahr, die sie auftritt (Dichteverteilung). Am Beispiel der 0°C von mir aus 200 Stunden. In diesem Temperaturbereich entsteht also ein Heizwärmebedarf von 3,33 kW * 200 Stunden = 666,67 kWh.
- Diese Bedarfe werden von der niedrigsten Außentemperatur bis zur Heizgrenztemperatur aufsummiert und ergeben den Jahresheizwärmebedarf. Besonderheit bei WP-Opt: oberhalb von 12°C wird mit Monatsdurchschnittstemperaturen gerechnet.
- Da die Hochrechnung auf der 12831 Heizlast beruht, fehlen alle internen und solaren Gewinne und der Bedarf ist viel zu hoch. Man muss dort also diese Gewinne, die in der Heizperiode anfallen, separat eintragen, damit sie vom Wärmebedarf abgezogen werden können. Denn nur diese Wärmemenge muss die WP ins Haus bringen. Es gibt dafür jeweils bekannte Formeln. In unserem Fall ist der reale Heizwärmebedarf aber gegeben (im Beispiel habe ich 10.200 kWh eingetragen in Dein Tool). Ich muss also so lange die Gewinne erhöhen, bis sich ein Jahresheizwärmebedarf von 10.200 kWh in WP-Opt einstellen. Ob diese Gewinne in unserem Beispiel realistisch sind, ist egal. Es ging ja nur drum, dass beide Tools mit den gleichen Randbedingungen rechnen können: Heizlast bei NAT / Innentemperatur / Heizgrenze / Wärmebedarf. Die Gewinne (hier 6.026 kWh) werden in WP-Opt auf die Monate der Heizperiode gleich verteilt.
- In den Stammdaten sind für jede Wärmepumpe einige Stützstellen definiert, mit denen auch eine Leistungsregelung abgebildet werden kann. Wenn im Beispiel bei 0°C 3,33 kW benötigt werden und die Wärmepumpe dort eine Mindestleistung von 4 kW nicht unterschreiten kann, dann werden die 666,67 kWh / 4 kW = 166,67 Stunden Laufzeit abgebildet.
Wo Du auf jeden Fall Recht hast: Die Wetterdaten sind entscheidend. Das habe ich hier aber durch die Gewinne wieder bereinigt. Es kann natürlich auch sein, dass andere WP Daten hinterlegt sind, ein älterer Datensatz, 230V/400V Gerät…
Hallo,
ich bin mir nicht sicher, ob die Berechnung der Heizlast aktuell korrekt ist.
Ich starte das Tool mit den vorgegebenen Standardwerten:
17000kWh/a, Wirkungsgrad 0.85, WW Anteil 0%, Heizgrenze 15, NAT -13, Raum 22...
Ich ändere nur den Standort und lasse die Heizlast berechnen
Hamburg 2025 --> Heizlast = 8.5kW
Garmisch 2025 --> Heizlast 7.0 kW
In Garmisch ist es kälter als in Hamburg, dennoch ist die Heizlast bei NAT -13 in Garmisch geringer? Kann das wirklich sein?
Ich denke mal die NAT sollte an den Ort angepasst werden. Hamburg wäre -9,4°C, Garmisch -15,3.
Dann sind es 7,4 zu 7,6kW
Wenn es kälter ist und du die gleiche Menge im Jahr an Energie brauchst, brauchst du an den kältesten Tagen, die ja kälter sind weniger. Sonst geht die Summe nicht auf. Spricht dein Haus ist besser isoliert
Stehen einfach nur Vollbenutzungsstunden (fixer Wert) dazwischen, dann müsste in beiden Fällen die gleiche Heizlast rauskommen.
Man kann aber auch die Heizgradtage nehmen:
Hamburg 2025, 15°C Heizgrenze, 20°C innen: 1980,8 Kd = 47539,2 Kh → von -9,4 auf 15 sind 24,4 K → 47539,2 Kh / 24,4 K = 1.948 Vollbenutzungsstunden → 17.000 kWh / 1.948 h = 8,73 kW
Garmich 2025, 15°C Heizgrenze, 20°C innen: 3482,1 Kd = 83570,4 Kh → von -15,3 auf 15 sind 30,3 K → 83570,4 Kh / 30,3 K = 2.749 Vollbenutzungsstunden → 17.000 kWh / 2.749 h = 6,18 kW
Ich denke, der Fehler entsteht bei der Eingabe: das gleiche Haus in Garmich hätte ja einen viel höheren Jahresheizwärmebedarf als das Haus in Hamburg.
Vielen Dank für die vielen guten Antworten. Ihr seit wirklich schnell.
Vielen Dank für das Tool, ich finde das sehr hilfreich!
Was mir aufgefallen ist:
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Wenn ich CSV-Daten hochlade, dann bleibt dennoch der Name des Presets drin (Frankfurt) und taucht auch in dem Plot Grafik 2: Reale Jahressimulation auf.
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Ich hatte für meinen Standort Daten von 2021 bis 2025 hochgeladen, die sind auch in der Jahres-Dropdown-Liste aufgetaucht. Mir ist nur aufgefallen, dass die berechnete JAZ der Einzeljahre bei meinen Eingaben immer unter dem Durchschnitt liegt - das kommt mir erstmal komisch vor. Scheint auch für die Orts-Presets der Fall zu sein.
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Ich bin sehr verwirrt darüber, welche Werte genau bei Max- und Min-Leistung angegeben werden sollen.
Mir wurde ein “Mitsubishi ECODAN WP-Set 10.12 PUZ-SHWM80YAA + ERST20F-YM9E” angeboten.
Die Max/Min-Heizleistungsangaben sind aber anscheinend stark Vorlauftemperaturabhängig.
Was nimmt man denn hier? (darf leider keinen Link posten, daher hier etwas zerstückelt www mitsubishi-les com assets/documents/12445/1/ph-ecodan-e-generation-de.pdf)
Ist von S. 86
Kommt auf die Auslegung an. Bei Fußbodenheizung die beiden blauen Linien.
Bei bisschen besseren Heizkörpern am ehesten die beiden grünen.
Bei bewusst auf Niedertemperatur ausgelegten HK die roten.
Bei Heizkörper die knapp sind oder im Haus mit schlechterem Wärmeschutz die gelben.
Das Feld zwischen den Linien ist jeweils der Modulationsbereich.
Das Diagramm hatte ich so verstanden.
Wenn ich dich recht verstehe sagst du, dass die Min/Max-Leistung zur eingestellten Max Vorlauftemperatur passen müssen. Das würde bedeuten, dass die WP-Modellvorlagen eigentlich gar nicht einfach so verwendet werden können bzw. man müsste zumindest die Angabe drin haben, für welche Max. Vorlauftemperatur sie gültig sind. Oder anders: die Vorlagen müssten um die Achse Max. Vorlauftemperatur erweitert werden, so dass das Tool entsprechend der ausgewählten Max. Vorlauftemperatur interpolieren kann.
Ganz genau. Der Dr. interpoliert das mit dem Carnot Wirkungsgrad. Hat er so beschrieben
Der Dr. interpoliert das mit dem Carnot Wirkungsgrad. Hat er so beschrieben
Ach, ich hatte das nur für den COP gesehen, nicht für min/max Heizleistung.
Ja, sorry. Da war ich voreilig.
Ich denke, die lässt sich auch direkt über COP ableiten. Die unterschiedliche min/max Heiz-Leistung ergibt sich aus dem COP.
Der Verdichter nimmt z.B. bei unterster Modulation 500 W Leistung auf, fast egal, welche Vorlauftemperatur. Aber bei z.B. 35 Grad Vorlauf bedeutet es bei 500 W * COP4 = 2000 W Heizleistung und bei 55 Grad Vorlauf nur noch 500 W * COP3 = 1500 W. COP3 und COP4 mal als fiktive COPs bei den entsprechenden Temperaturen.
Vom Prinzip her richtig. Aber
stimmt nicht ganz. Geringerer Temperaturhub schlägt sich schon deutlich in geringerer el. Verdichterleistung nieder. Meine Pana L7 zieht brutto bei 20 Hz und 26° Vorlauf 440 W el. Leistung. Bei 31° VL dagegen 500W.








